Archiv für den Tag: 20. Dezember 2017

Wozu wird überhaupt ein „Amtseid“ gegabelt?

Springers Schlachtschiff widmete sich heute auf den ersten Seiten sehr ausführlich, in verschiedensten Varianten, mit dem Jahrestag des Terroranschlages vom Breitschneidplatz. Dessen Folgen, fast 364 Tage, weder in den Medien entsprechend aufgearbeitet wurden, noch in irgendeiner Form auf tiefgreifende Politikerpräsenz verweisen konnte.
Ich glaube von Mutti kam zwar irgendwann mal, dass WIR auf jenen Anschlag nicht vorbereitet waren, solch exakte Betrachtungsweise kann auch von De Misere gekommen sein.
Muss für meinen weiteren Schrieb mit dem Hinweis in Richtung einer Metapher beginnen.
Ein Buckliger muss sich hinterher keinen Kopf machen, wenn seine Verwachsung gut erkennbar auf einem Foto abgelichtet wurde, dass er anschließend das Fotoalbum nicht korrekt zuklappen kann…
Ähnlich ging es mir morgens mit der BZ.
Trotz Myriaden mächtig gewaltiger Worthülsen, teils großspuriger Art mit nicht nachvollziehbaren Bekundungen in viele Richtungen, witzlosen Beschwörungen und massenhaften betroffenheitslyrischen Ergüssen, ließ sich die Postille ohne irgendwelche Problem händeln und üblicherweise lag sie anschließend ganz flach auf dem Tisch…
Als Beispiel flache und viereckige Sprechblasen, von drei Leuten*davon einer In!, zwei davon haben folgenden Salm gegabelt: „Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.“
Beim Berliner Oberdorfschulze hieß es etwas anders: „Ich schwöre, mein Amt gerecht und unparteiisch, getreu der Verfassung und den Gesetzen zu führen und meine ganze Kraft dem Wohle des Volkes zu widmen.“
Abschließend natürlich, was auch immer, mit irgendeinem Gott verbandelt.
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