Archiv für den Tag: 1. Oktober 2018

Fonds Heimerziehung in der DDR in den Jahren 1949 bis 1990, nix Номер два – NUMBER TWO!

Ihr Abrechnungsmodus scheint wohl auf die Ankurbelung bundesgermanischer Kaufkraftabschöpfung ausgelegt zu sein und ich soll mich deshalb auf irrwitzige Geschäfte einlassen, nein danke!
Da ich handwerklich, bis auf Elektronik der höheren Schule total versiert bin, werden sämtliche Reparaturen versuchsweise selber ausgeführt.
Wollte deshalb eine Platte vom Ceranfeld auswechseln. Im Netz kostet besagtes Teil keine 130 EU, um es aber abzurechnen, hätte ich es in einem Konsumtempel, aber für 170 EU kaufen müssen. Kein Problem, habe doch das Geld!
Beim Neukauf eines Spülsystems vom Hänge-WC, identische Probleme! Im Netz keine 100 EU, im Baumarkt über 150 EU, die ich natürlich hätte abrechnen können! Alles wegen der noch ausstehenden Summe, von 492 Euro 57. die ich noch teuer verbraten sollte, um anschließend den Rest von 1600 EU, ausbezahlt zubekommen. So verfallen nun die fast 500 Knöppe sinnlos für mich, obwohl sie zu den, mir zugesprochenen 10 000 EU Betroffenen Unterstützung (Klingt jut Wa?) gehören.
Deshalb sollte ein neuer Geschirrspüler her, da der alte, nach über 20 Jahren irreparabel seinen Geist aufgab, ohne irgendwelche Obsoleszenz-Anwandlungen!
Dies verbat sich aber meine bessere Hälfte, „was soll der Quatsch, wo wir doch nur noch zu zweit sind!“
Gerade letztens gab es wieder eine Auseinandersetzung, wegen zweier Brillen, vom Schieleisen-Discounter mit dem großen „F“ im Firmenname! Da mir Problemlösungen mit Hilfe von Prügel oder Gekreische wesensfremd sind, machte ich zu und ging eine Runde Flippern. Am nächsten Morgen lag ein Zettel vor meiner Zimmertür.
Ach so, fällt mir noch etwas ein, was Rehabilitationen und sonst was für Ex-Ostler betreffen, sind die Abläufe vollkommen identisch, wenn es darum geht, irgendwelche pekuniären Feigenblätter abzustauben, da viele Verantwortliche der Meinung sind, wirklich alles lässt sich mit immensen Summen von Kohle deckeln.
Von Opfer-Bittstellern werden Wohlverhalten und ewig Kotaus angemahnt, und alles ewig mit absonderlichen §§-Auslegungen gewürzt.
Erlebte alles vor einigen Jahren mit einer Rentengeschichte. Hatte auf Anraten etwas eingereicht, wollte noch mehrere Punkte erheischen, es betraf die zwei Jahre nach meiner Armeezeit, in der ich mich erst in der Produktion bewähren sollte (Weil ich als einziger Soldat der Garnison, den Einmarsch des Warschauer-Paktes in die ČSSR, als Einmischung in die inneren Angelegenheiten dieses Staates, öffentlich verurteilte. Außerdem stand nach meiner abgebrochenen Lehrzeit in der Kaderakte, dass ich nie solch ein Russenknecht, wie meine Mutter werden wollte…) bevor es an den nachträglich zu erreichenden Facharbeiterbrief ging.
Dafür wurden aber die 13 Monate Knast als Berufszeit anerkannt.
Will endlich zum Abschluss kommen.
Betrifft MEIN Guthaben von 492 Euro 57.
Werde es verschmerzen können, schon wegen meiner Rente von 299, 57(!) EU, fast vergessen, es gibt ja noch einen Nachschlag – Dank Stasi – von 300 €uerchen, welche unter SED-Opferrente firmiert. Nebenbei bemerkt, in der Zone habe ich mich, trotz meines dortigen Lebenswandels, nie als Opfer gefühlt, obwohl zwangsläufig alles im Knast endete. In den letzten 10 Jahre nach meinem letzten Heimaufenthalt, wurde deshalb meine Verachtung jenes Systems durch mein Outfit und entsprechende Handlungsweisen ausgedrückt.
Dabei habe ich eine große Chance im Osten vertan, was meine Herkunft betraf, die Großeltern VdN-Rentner, deren Tochter ein dummrotes stalinistisches Rotkäppchen, mir standen damals sämtliche Wege für eine sozialistische Persönlichkeit offen.
Eine Ahnung, was „Opfer“rolle eigentlich bedeutet, wurde mir nach dem Mauerfall erst ein Begriff, auch anlässlich des Fonds Heimerziehung!
PS, hatte mich dann doch für einen Elektrobrief entschieden, was meine geschilderten Anschau­ungen betreffen, da haben Sie jetzt etwas vor den Augen, was ansonsten während eines Gesprächs mit Hilfe einer Kommunikationsprothese, nicht festgehalten werden konnte und fernmündlich vielleicht zu nachhaltigen Irritierungen geführt hätte
Viele Grüße