Archiv für den Tag: 12. Oktober 2018

(I) – NZZ, 12.Okt. – Wir sind zum Vertrauen verurteilt

Alle Welt misstraut: der Politik, Journalisten, der Wissenschaft, Muslimen und den Versprechungen von Autoverkäufern.
Muss damit beginnen, letztlich beinhaltet Vertrauen im zwischenmenschlichen Bereich, sei es nur unter zwei Individuen, eine korrekte Wechselbeziehung auf gleicher Ebene. Mir wurde jene Umgangsform nur einmal im Leben zuteil, eine Frau darunter, zu der allerdings auch nie sexuelle Ambitionen aufkeimten.
Es handelte sich um meine Großeltern mütterlicherseits…
Stimmt nicht ganz, fast hätte ich Mar… vergessen, eine sehr attraktive Milf, die damals mehr als doppelt so alt war, wie meine Wenigkeit. Allerdings dauerte jenes blinde Vertrauensverhältnis lediglich ein Wimpernschlag, es geschah 1971 beim Trampen, von Freitag Nachmittag bis Sonntagabend…
Dies wäre aber auch eine ganz andere Geschichte.
Möchte eine Verknüpfung zu dem folgenden Artikel herstellen: Drei Menschen erzählen, wie ihr Vertrauen missbraucht wurde: von der Partnerin, der Mutter, dem Chef – wo eine Frau über ihre Mutter spricht. Dort könnte ich lediglich mehrere gleichlautende Ergänzungen hinzufügen.
Die jahrzehntelange Gehirnwäsche, hatte Spuren in mir hinterlassen, was meinen Erzeuger anging – ein schwarzes Loch in den grauen Zellen.
Erste Aufklärungen erfolgten, da war ich Anfang 20, sie resultierten aus einem Missverständnis heraus. Hatte kurz vor Schichtschluss meine Lohntüte erhalten, ohne drauf zuschauen, auf der Rückseite meinen Wilhelm gemacht, wunderte mich allerdings kurz, weshalb wesentlich mehr Kohle darin lag als sonst und sofort ging es in den Blutigen Knochen zu Lisbeth…
Am nächsten Tag stellte sich heraus, dass man mir den Restlohn eines Angehörigen, der Mischpoke meines Alten, ausgehändigt hatte…
Natürlich ging jene pekuniäre Verwechselung im Meisterbereich herum, worauf mich auch der Chef von den Rundmachern ansprach. Da lebte ich bereits mehrere Jahre mit Heinz P. in der gleichen Platte, sogar im selben Eingang und wusste bis dato nicht, dass mein Anrührer ein Klassenkamerad von ihm war.
Jene Problematik wurde am gleichen Abend, diesmal allerdings im Klosterkeller ausdiskutiert, besser gesagt, der Kollege wurde von mir ausgiebig gelöchert und ich schien anschließend leicht deformiert zu sein.
Danach kam mir kurz, den Kerl mal aufzutreiben. Ließ es aber sein, denn eigentlich existierte er für mich ja nie, wenngleich nun ein ganz anderes Bild von ihm entstand, weil wir zeitlebens von seiner Ex ganz harsch angelogen wurden. Weiterlesen