Auch heute: „Im Westen nichts Neues…“

Wieder typisch, jede Scheiße wird in der Mediathek versenkt, dieser wiederholte Beitrag natürlich nicht. Hinzu kommt auch, viele interessante Sendungen laufen entweder nach der Geisterstunde oder um die Mittagszeit, wenn Heinz und Gabi Mustermann, ebenso Millionen anderen sich für das Steueraufkommen irgendwo prostituieren müssen.
Vielleicht taucht er doch irgendwann mal in einer Mediathek der öffentlichen Anstalten auf.
Merkwürdig fand ich den Satz in der Vorschau, der da lautet: …Die Krise des Euro ist eine Geschichte von Betrug und Selbstbetrug – aller Mitglieder, auch der Deutschen.
Im Bericht wird belegt, dass es Probierpolitiker aus Deutschland (und nicht die Deutschen!) und Frankreich waren, die den Karren angeschoben haben, der schließlich im Sumpf landete und wie es aussieht, dort auch verrotten wird.
Nach der restliche Tagesschau gings mal zum ZDF:  Der Erste Weltkrieg – Die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts.
Weshalb werden wir eigentlich immer mehr mit diesen geklitterten Micky-Maus-Geschichtsinterpretationen zugeschüttet? Und ausgerechnet der ZDF-Geschichtsexperte Guido Knopp musste wieder ran, hätte man diesen Schnacker nicht „Wetten, dass..?“ aufs Ohr drücken können? (Hätte nur gefehlt, dass G. auf eine ähnliches Idee im Vorspann gekommen wäre, wie weiland Edgar Wallace oder Alfred Hitcock.)
Wenn Herr K. im nächsten Jahr in Rente geht(?!), muss er sich aber ran halten, um auch noch die letzten Leute zu verprellen mit etwas Interesse an Geschichte…
Was sollen überhaupt diese absurd kolorierten Sequenzen, etwa bei den jüngeren Zuschauer Assoziationen zu „Counter-Strike“ erwecken? Außerdem kamen mir die Briefträger und alle schlecht gespielten Witwen schon bekannt vor.
Bis auf eine Rauchpause, zog ich den ganzen World-War-Comic rein, allerdings würde mich schon interessieren, was die alles bedeuten soll.
Sicher ein ausgeklügeltes Teamwork von Sozio-, Pücholochen und Experten der History, letztere kommen ja auch immer wieder zu den unpassendsten Momenten zu Wort. Wollen die Macher uns eigentlich nur beweisen, dass es schon wesentlich beschissenere Zeiten in unserer jüngsten Geschichte gab, als UNSER heutiges Chaos?
Wieder wurde mit keinem Wort die Tatsache erwähnt, dass jene Generalstäbler aus Frankreich und dem Deutschen Reich, weit weg vom Geschützdonner, während ausgiebiger Freßgelagen und gutem Wein sich an großen Sandkästen schafften und alle auf ihre ureigene Art die ihnen anvertraute Militärmaschinerie verzockte – ohne Rücksicht auf Verluste.
Bereits im ersten Teil wurde anhand von dusseligen Einspielungen alles auf Adolphus H. und Bernard Montgomery ausgerichtet, heute nun mussten Klamotten-Hermann (Er soll wohl auch mal gesagt haben: „Wenn die deutsche Luftwaffe aufsteigt, werden die Vögele zu Fuß gehen!“) und de Gaulle dran glauben.
Mal sehen wen die Macher als nächstes vorführen werden.
…Adenauer geht nicht, der war schließlich UK!
Beim anschließenden „Frontal21“ übermannte mich zwischendurch der Drang zur Augenpflege.
Immer das Gleiche, nur anders verpackt, bereits tausendmal vernommen und was tue ich?
Irgendwie kommen mir diese Macher immer mehr wie mediale Hofnarren vor, denn die „kritisierte“ Seite macht doch immer unverschämter weiter…
Im Hindämmern ging es anschließend weiter bis hin zum heutejournal, die vergangenen News der Konkurrenz genügten – dann war ich urplötzlich hellwach und innerhalb eines „Schnitzes“* an der Glotze, folgende Worte lösten diese spontane Reaktion aus:

(*)Zonenspezifische Maßeinheit: 1 ULB – jene Zeit die man benötigt um die Glotze auszuschalten, wenn die Larve von Ulbricht auftauchte.
1 SCHNITZ – ähnlich gelagert, allerdings betraf es dann Sudelede! 1 SCHNITZ ist 1/10 UKB.

Da momentan in Neu Jork die ganz große Masturbationsperformance stattfindet, stand im heutigen TAGESSPITZEL etwas über den UN-Generalsekretär: … Ban Ki Moon galt lange als Totalausfall. Seit dem Beginn seiner zweiten Amtszeit wirkt er aber wie verwandelt…
Dies ist auf dem Bild zu erkennen, denn er blickt so empört drein, dass man annehmen kann, er würde sogar in der Lage sein und feuchtes Zigarettenpapier zu zerfetzen. Der will doch nicht etwa auf seine alten Tage auch noch mit Sprechblasen den Präsidentenpalast in Damaskus bombardieren wollen?

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