Fernsehen 50er Jahre – Da kam “Amerikas gefährlichster Hausgenosse zu uns!“

Jenen Spruch fand ich heute während der Suche nach Abbildungen der alten METZ-Glotze, die mir vergangenen Sonntag vor die Linse kam. Selbiges Teil kann im Abgeordneten-Büro der Chlorophyllmarxisten in der Windscheidstrasse, fast Ecke Stutti, bewundert werden. Sie ist natürlich modifiziert und alles lief ohne Ton, was in der heutigen Zeit gar nicht so verkehrt scheint.
Gerade die Firma Metz hatte immer ein geiles Design auf der Pfanne! Ob es auch schon im III. Reich der Fall war, als sie massenhaft Kurzwellensender für die Wehrmacht herstellten? Dies mit den KW-Stationen fand ich in vielen Artikeln, allerdings wurde niemals der Auftraggeber erwähnt…
Was z. B. die Formgebung von Radio- und Fernsehgeräten, nebst sämtlicher Inneneinrichtungen deutscher Haushalte betraf, lief sie in den ersten Jahren der Restauration von Bundesgermanien, auch in der Zoffjetzone (Adenauers Idiom) noch relativ ähnlich ab, weil viele Designer der alten Garde noch vom Bauhaus geprägt waren und nach dem Krieg auf ihren lange unterdrückten Erfahrungen aufbauen konnten. Hinzu kam die großzügige Handhabung von Geldern des Lastenausgleichs (Allein jene Summe, welche an Vertrieben aus dem Sudetenland gezahlt wurde – hatte man später mal errechnet – da hätte selbiges Fleckchen reichsdeutscher Erde, die Fläche von Frankreich haben müssen.), allerdings nicht in der generösen Form für sämtliche Plebse aus den ehemaligen Reichsgebieten (Schließlich scheißt der Deibel immer auf die größten Haufen!), außerdem flossen reichlich Gelder aus dem Marshallplan. Wobei parallel dazu, natürlich auch amerikanische Einflüsse der anderen Art mit eine Rolle spielten, die sich sehr schnell bei der Herstellung elektrischer Haushaltsgeräte und besonders in der Automobilbranche widerspiegelten. So kam es in Westdeutschland zu einer wirtschaftlichen Verzahnung, der das Ulbrichtregime in Pankoff (Wieder Adenauer) nichts entgegensetzen konnte und in dem Moment driftete alles auseinander…
Bereits 1974, während meines illegalen Trips und ersten Ungarnaufenthaltes, bekam ich diesen Unterschied immer wieder drastisch vorgeführt. Auch viele Jahre später noch, wenn mich ältere Einheimische auf Deutsch fragten, ob ich aus dem reichen oder dem armen Deutschland käme.
Komme mal retour zu der ollen Metz-Glotze.
Fand im Netz Sachen, die einfach zum Piepen sind! Dabei handelt es sich nicht nur um Werbung, man findet auch zeitgenössische Betrachtungen, als alle noch vorgeblich in einem Boot hockten und jeder schier grenzenlos konsumieren konnte.
Hatte mir sämtliches Zeug markiert und pinne es hier an.
Unter zuschauerpost.de findet man, im Jahr 1947, sogar den noch nicht geläuterten Sudelede beim Klassenfeind (In jenen Tagen begann u.a. seine Freundschaft mit Gerhard Löwenthal!)!
Schon vergessen, wer er war?
Hier ein kurze zonenspezifische Erläuterung zum Thema, für die es mal drei Totensonntage in der Braunkohle gab…
„Die linke Hand am Telefon,
die rechte Hand am Kitzler.
Das ist der Arbeiter- und Bauernsohn
Karl Eduard von Schnitzler!“

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