{"id":10971,"date":"2010-12-28T23:22:23","date_gmt":"2010-12-28T22:22:23","guid":{"rendered":"http:\/\/12decode.de\/zonenklaus\/wordpress\/?p=10971"},"modified":"2010-12-29T07:33:47","modified_gmt":"2010-12-29T06:33:47","slug":"das-oberkommando-des-bundesamtes-fur-bevolkerungsschutz-und-katastrophenhilfe-gibt-bekannt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=10971","title":{"rendered":"Das Oberkommando des Bundesamtes f\u00fcr Bev\u00f6lkerungsschutz und Katastrophenhilfe gibt bekannt&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Mit fremden Federn schm\u00fcckt sich nur der l\u00e4ngst verblichene Schneemann&#8230;<br \/>\nIch finde, Micha hat eine tolle Collage verzapft! Wollte mich daf\u00fcr schon l\u00e4ngst mal bedanken, was ich hiermit tue &#8211; Danke Scheff!<br \/>\nIch setze den <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=gKGtZrwkZLs&amp;feature=player_embedded\">Link,<\/a> passt nach 11 Monaten immer noch, denn \u201ewichtige\u201c Panikmeldungen pendeln seit Wochen nur noch zwischen Asphaltgyros und <a href=\"http:\/\/www.gmx.net\/themen\/nachrichten\/panorama\/6272lse-winter-schlaegt-erneut-eiskalt-zu\">dem allt\u00e4glichen Terror von oben<\/a>&#8230;<br \/>\nStimmt nicht ganz, vor drei Tagen wurde diese fr\u00fchere, balltretende Flachzange mal wieder in den Schatten des Rampenlichtes geschoben und er hat es genossen&#8230;<!--more--><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/12decode.de\/zonenklaus\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/eichkater.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-10978\" title=\"Nehmen Sie das Wetter wie unser Eichkater! Nach dem t\u00e4glichen Erscheinen von dieser Gierkr\u00f6te k\u00f6nnte ich mein Zeiteisen stellen  \" src=\"http:\/\/12decode.de\/zonenklaus\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/eichkater-112x150.jpg\" alt=\"\" width=\"112\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/eichkater-112x150.jpg 112w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/eichkater-225x300.jpg 225w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/eichkater-768x1024.jpg 768w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/eichkater.jpg 1056w\" sizes=\"auto, (max-width: 112px) 100vw, 112px\" \/><\/a>&#8211; <strong>E<\/strong>s existieren einige Leute, die vergleichen den beginnenden Winter mit dem von 1962\/63. Jener Vergleich hinkt aber m\u00e4chtig. Wenn ich mich richtig erinnere, sorgten fette Russland-Hochs im Januar\/Februar f\u00fcr diese stinkige K\u00e4lteperiode, Tage lang n\u00e4chtens um 25 Grad minus, teilweise noch tiefere Temperaturen.<br \/>\nDamals kam richtige Freude auf, aber nur, weil lediglich mehrere Klassenr\u00e4ume in drei Schulen beheizt wurden und deshalb die Winterferien l\u00e4nger dauerten. An zwei Tagen hie\u00df es f\u00fcr eine Stunde in die Schule, Hausaufgaben abgeben und neue aufgeb\u00fcrdet zu bekommen.<br \/>\nZu Hause sah es allerdings etwas anders aus.<br \/>\nBereits Anfang Januar besa\u00dfen wir nur noch wenige Zentner Braunkohle, alles riesige Br\u00f6sel, die erst mit der Axt portioniert werden mussten.<br \/>\nAus irgendwelchen Gr\u00fcnden hatte ich bereits im Herbst meine letzten Karnickel verschenkt &#8211; Gott sei Dank. Ihre St\u00e4lle wurden zerwixt und das Holz in der Waschk\u00fcche gestapelt, dort zu Anmachholz zerkleinert.<br \/>\nDamit meine Bude nicht auch den Weg allen Irdischen ging und im K\u00fcchenherd landete, organisierte ich Brennmaterial. Bammel kam auf, wegen der Spuren im Schnee. Aus dem Kolchos verlagerte ich mit Hilfe eines Schlittens Dachpapprollen und den dazugeh\u00f6rigen Teer. Alles lief problemlos, da sich an den arschkalten Tagen nie ein Arbeiter sehen lie\u00df, geschweige denn in der Dunkelheit.<br \/>\nBeide Materialien lie\u00dfen sich nicht s\u00e4gen, sie wurden ebenfalls mit der Axt maltr\u00e4tiert. Dies geschah im ehemaligen Stall der Bergmannsk\u00fche. Meine restliche Beute versteckte ich immer wieder unter allen m\u00f6glichen Mist, denn der Mutter meiner Schwester traute ich es zu, dass die Genossin mich von den Beh\u00f6rden zur Verantwortung ziehen lassen w\u00fcrde. (Was sie sp\u00e4ter auch tat, allerdings zu anderen Gelegenheiten.)<br \/>\nIn der weiteren Umgebung gab es anschlie\u00dfend keine Bohnenstangen und Holzleitern mehr.<br \/>\nMit Datsch begann ich mehrere Kilometer entfernt, am Steinbruch einen Bunker aus Eisenbahnschwellen zu demontieren. Der Unterstand geh\u00f6rte zu einem Schie\u00dfplatz. Unter gr\u00f6\u00dften Anstrengungen hackten wir die obere Erdschicht weg und fanden alle H\u00f6lzer mit riesigen Stahlkrampen verbunden. In jener Nacht machten wir noch zwei Schlittenfuhren, mit je zwei St\u00fccken drauf. Drei Tage sp\u00e4ter hatte irgend so ein Sack den Rest bereits abgefahren&#8230;<br \/>\nEigentlich war es mir ganz Recht, die Schwellen stanken nach Karbolineum und lie\u00dfen sich urst schwer zers\u00e4gen, brannten allerdings wie Teufel&#8230;<br \/>\nAls wir auf dem R\u00fcckweg registrierten, dass sich jemand am Trigonometrischen Punkt vergangen hatte, gingen als Ersatz noch einige Balkenteile mit. An diesem Abend brauchten wir uns keine Sorgen wegen des Kraches zumachen, es herrschte Schneetreiben, allerdings nervten die Frostgrade m\u00e4chtig.<br \/>\nDas wir nicht gen\u00fcgend Brennmaterial besa\u00dfen, hatte folgende Bewandtnis.<br \/>\nVor dem Grundst\u00fcck meiner Gro\u00dfeltern m\u00e4anderte ein Hohlweg zu den letzten beiden Bauernh\u00f6fen.\u00a0 Kohlen-Schrecke mobberte immer, da er nur mit einem Traktor dort herum kurven konnte. Die Ladung auf dem H\u00e4nger entsprach lediglich dem Teil der Kohle, die man auf Karte beziehen konnte. Entweder viel mistige, feuchte Braunkohle, dazu entsprechend Briketts, die vom Brennwert mehr dem Sand aus dem Geiseltal entsprachen, f\u00fcr Eierkohlen musste man zus\u00e4tzlich schmieren.<br \/>\nIm Herbst, wenn es Kohle frei gab, war allerdings der Weg nur noch mit Pferdefuhrwerken befahrbar. Manchmal gab es auch Nachschlag, wenn das Wetter mitspielte&#8230;<br \/>\nIm Haus befand sich noch ein kleines Elektroheiz\u00f6fchen, 2000 Watt, allerdings f\u00fcr beide Etagen nur zwei Sicherungen, je 10 A. Alle Reichsdeutschen Verdrahtungen bestanden aus st\u00e4hlerner Flex-Leitung, also flickte ich die Parterresicherung mit einem R\u00f6llchen aus Alufolie.<br \/>\nWochentags spielte sich alles in der kleinen K\u00fcche ab. Zum Pennen gab es zus\u00e4tzlich erw\u00e4rmte Wolldecken und eine W\u00e4rmflasche. Es versteht sich von selber, dass die Federdecke vom Atem morgens gefroren war und die Wand glitzerte von Eiskristallen.<br \/>\nGleich zu Beginn der Frostperiode verabschiedeten sich meine zwei Goldfische, ich hatte sie im Wohnzimmer vergessen&#8230;<br \/>\nMehrere Tage wurden wir Zeugen von einem ungew\u00f6hnlichen Naturschauspiel. Tausende von Rabenv\u00f6gel kreisten nachmittags \u00fcber den Feldern vor dem Grundst\u00fcck, hockten sp\u00e4ter auf den grob gepfl\u00fcgten Erdschollen, pro Batzen ein Federvieh. W\u00e4hrend jener extremen Frostperiode gurkten Datsch und ich noch mit den Skis durch die Botanik. Nur ein einziges mal \u00e4rgerten wir die schwarzen Geister und bereuten es f\u00fcrchterlich, weil sie w\u00e4hrend ihres Starts Ballast fallen lie\u00dfen. Da hatten sie nichts zu fressen, aber schissen trotzdem herum.<br \/>\nDiese Viecher waren unser Barometer, als sie sich endlich verkr\u00fcmelten, stieg auch das Thermometer wenige Grade nach oben.<br \/>\nEinen dieser Gesellen fanden wir verletzt und nahmen ihn mit. Datsch stopfte ihn unter seine Trainingsjacke, lie\u00df den Kopf zwischen seinem Anorak herausschauen, dieses kluge Tier hockte ganz still da. Opa Willi, mal noch nicht ganz besoffen, begutachtete unser Mitbringsel und verarztete es. Schiente mit einem Spatel und viel Hansaplast den gebrochenen Fl\u00fcgel, dann schleppte wir eine kleine Transportkiste in seine K\u00fcche hoch, \u201eaber nur f\u00fcr zwei, drei Tage!\u201c<br \/>\nZur Reha-Phase kam der Vogel dann in deren Waschk\u00fcche, gesundete dort anschlie\u00dfend sehr schnell. Der Opa stutzte die Endfedern etwas, damit er nicht mehr fliegen konnte.<br \/>\nWas unternahmen wir alles wegen bestimmter Dressurakte, auf der Schulter hocken z. B.<br \/>\nGings vom Grundst\u00fcck runter hopste \u201eKorax\u201c mit riesigen Spr\u00fcngen sofort wieder in Richtung Hof.<br \/>\nIrgendwann im Sommer kam der Schwarze nicht mehr zur\u00fcck.<br \/>\nDatsch berichtete es mir nur, denn mittlerweile war ich ja im Heim gelandet&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit fremden Federn schm\u00fcckt sich nur der l\u00e4ngst verblichene Schneemann&#8230; Ich finde, Micha hat eine tolle Collage verzapft! 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