{"id":11284,"date":"2011-01-14T21:54:21","date_gmt":"2011-01-14T20:54:21","guid":{"rendered":"http:\/\/12decode.de\/zonenklaus\/wordpress\/?p=11284"},"modified":"2011-01-16T15:25:32","modified_gmt":"2011-01-16T14:25:32","slug":"carsten-m-liebling-der-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=11284","title":{"rendered":"Carsten M.: Liebling der Politik"},"content":{"rendered":"<p><strong>G<\/strong>estern versackte ich unvorhergesehener weise in der Pinte, diesmal nicht wegen Sauferei sondern wegen einer Flippermaschine, die seit zwei Tagen dort herumsteht, anschlie\u00dfend wurde die Bit-M\u00f6hre nicht mehr an geschalten&#8230;<\/p>\n<p><strong>(Donnerstag)<\/strong> &#8211; Heute erz\u00e4hlte mir ein Bekannter, dass er gestern w\u00e4hrend eines Films \u00fcber den Maschmeyer eingepennt sei. \u201eObwohl er den Bericht \u00fcber dieses Schwein sehr interessant fand&#8230;\u201c<br \/>\nVorhin sah ich mir besagte Dokumentation an.<br \/>\nMir kam dabei auf: Wenn Ungarn die \u201ePressefreiheit beschneiden\u201c und damit solche Streifen meinen, ist mir deren Schritt sogar nachvollziehbar.<br \/>\nChristoph L\u00fctgert (65), \u201eWirtschaftsjournalist des Jahres 2010\u201c, ist mir von einem anderen Streifen in Erinnerung geblieben. Bereits damals fand ich seine Herangehensweise und Interpretation der Thematik etwas problematisch &#8211; glaube die \u201eKIK-Story\u201c!?<br \/>\n\u00c4hnlich ging es mir heute w\u00e4hrend der <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=81oaz45jINg\">Doku<\/a> \u00fcber <a href=\"http:\/\/www.awd.de\/\">AWD<\/a>-Gr\u00fcnder Carsten Maschmeyer. Empfand sie als \u201eMoppelkotz\u201c einer \u00f6ffentlich-rechtlicher Art. Bestehend aus softem Revolverjournalismus,\u00a0 halbherzigen Enth\u00fcllungsrecherchen, gew\u00fcrzt mit intellektuellem Anspruch auf gehobenem Boulevardniveau und alles quotenm\u00e4\u00dfig gek\u00f6chelt. Herauskam wieder mal eine Betroffenheitsoperette f\u00fcr Dr. Lieschen M\u00fcller, ihrer Gro\u00dfmutter u. a.<br \/>\nSt. Christopherus\u00b4s penetrante Selbstdarstellung erinnert mich an einen mit Mikrofon bewaffneten Don Quichotte&#8230;<br \/>\nNun kam f\u00fcr politisch Interessierte absolut nichts neues.<br \/>\nMeister Maschmeyer ist beliebig austauschbar, auch jedwede schm\u00fcckenden Statisten neben ihm. Wer sich da bei wem im Schatten sonnte sei dahingestellt und bleibt dem Auge des Betrachters \u00fcberlassen. Alles vermittelt pausenlos den Anschein einer Symbiose gegenseitiger Promi-Geilheit.<!--more--><br \/>\n<strong> <\/strong><em><strong>&#8211; A<\/strong> long time a go &#8211; Anl\u00e4sslich einer kleinen Fete kreuzten sich erstmalig unsere Wege&#8230;<br \/>\nNun interessierte mich das Metier von Geldhaien niemals auch nur im Entferntesten.<br \/>\nIn der illustren Runde war meine Rolle die eines Exoten, der sich auch nicht als tragende S\u00e4ule der Gesellschaft verstand, schon gar nicht der, des Kapitals.<br \/>\nNebenbei wurde gel\u00e4stert \u00fcber einen Spruch, den Ca.Ma. anl\u00e4sslich eines Interviews abgelassen hatte. (Stand es in der \u201ePraline\u201c? Bereits Wochen vorher zeigte man mir diesen Artikel.) Es klang so \u00e4hnlich: \u201eNach der ersten Million h\u00f6re ich auf.\u201c In dem Moment erinnerte ich an Onkel Dagobert, der seinen Neffen erkl\u00e4rte, dass seine erste Milliarde die schwerst erarbeitete war&#8230;<br \/>\n&#8211; Dort allen bekannt als \u201eder Umzugsklaus\u201c von den Gastgebern und noch Student. Was nicht mal stimmte: Zwar noch an der Uni eingeschrieben, wegen Krankenversicherung und Job bei der \u201eZweiten Hand\u201c, hatte aber innerlich schon alles abgehakt. Es begann damit, dass mein Prof sich an der Thematik f\u00fcr die Magisterarbeit aufspulte und dabei wand wie ein Aal. \u201eIhr Thema interessiert niemanden,\u201c au\u00dferdem erkannte er an meiner Herangehensweise sogar faschistoide Tendenzen. Es ging um den Einsatz von Radioprogramme f\u00fcr Soldaten im II. Weltkrieg, unter der besonderen Betrachtungsweise des Deutschen Soldatensenders Belgrad. Weil ich der Meinung war, Herr Fassbinder habe mit seiner \u201eLili Marleen\u201c m\u00e4chtig geklittert&#8230;<\/em><br \/>\nAn jenem Abend drehte sich fast jedes Gespr\u00e4ch ums Mammon, fand aber so manche Ausf\u00fchrung, auch von Ca.Ma. sehr interessant, hielt mich aber zur\u00fcck.<br \/>\nNat\u00fcrlich ist Knete die wichtigste Nebens\u00e4chlichkeit im Leben, aber nicht alles.<br \/>\nNiemals ging der vern\u00fcnftige Umgang mit Kohle in meine Birne rein, deshalb lag auf mir oft die Schuldenlast eines ostelbischen Junkers, allerdings finde ich mich immer wieder in guter Gesellschaft.<br \/>\nAusgepr\u00e4gte Sicherheitsbed\u00fcrfnisse, gewisse ausufernden \u00c4u\u00dferlichkeiten dieser b\u00fcrgerlichen Gesellschaft &#8211; die andere verbinden mit Protzgehabe, krankhaftem Kokettieren mit Statussymbolen, best\u00e4ndiger Gefallsucht &#8211; ausgel\u00f6st durch jene Vorstellung, dass man diese lebensnotwendigen \u201eTugenden\u201c nur mit Hilfe \u201eerarbeiteter\u201c Penunze erreichen kann, ging mir schon immer an den Sitzwangen vorbei. F\u00fcr solche Art Feeling befinden sich keine Programme und Verkn\u00fcpfungen auf meiner Festplatte&#8230;<br \/>\nEine meiner Lebensmaximen muss ich auch \u00f6fters wiederholen, weil die Leute sie nicht gleich kapieren, allerdings auch nicht nachvollziehen k\u00f6nnen: \u201eWenn ich soviel Geld h\u00e4tte, wie ich Zeit habe, dann h\u00e4tte ich keine Zeit mehr&#8230;\u201c<br \/>\nSchon besser so! Ecke deshalb zwar immer wieder irgendwo an, auch deshalb, weil mir nicht einfallen w\u00fcrde, permanent vor irgendwelchen Arschl\u00f6chern politisch korrekte Verrenkungen zu machen.<br \/>\nNeh, neh!<br \/>\nRetour zum \u201eDr\u00fcckerk\u00f6nig und der Politik\u201c<br \/>\nBeginne mal mit einer Frage!<br \/>\nWas macht Carsten Maschmeyer denn anders als alle <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/awd153_p-1.html\">Handelnden<\/a> in diesem Streifen, Herrn L\u00fctgert eingeschlossen?<br \/>\nSie wollen Knete verdienen, Knete vermehren auf Kosten anderer.<br \/>\nCh.L\u00fc. versuchte sich als \u00f6ffentlich rechtlicher Quotenheinz und macht dabei keine gute Figur. Er h\u00e4tte den Zuschauern mal lieber erkl\u00e4ren sollen, um was es sich bei \u201eGeschlossene Fonds\u201c handelt und wer neben dem \u201eMulti-Millionen-Imperium AWD\u201c auch recht gut verdient hat, z.B. der Fiskus!<br \/>\nWo sind denn die ganzen steuerlichen \u201eBetrugsmillionen\u201c geblieben?<br \/>\nSeit geraumer Zeit bedienen sich doch Ministerien auch krimineller Machenschaften, indem sie als Hehler fungieren und digitales Raubgut ausquetschen. Dabei m\u00fcssen Sch\u00e4ubles Lakaien noch nicht mal als Treppenterriere herum d\u00fcsen, denen wird die Provision offeriert.<br \/>\nDie ADW ben\u00f6tigt f\u00fcr ihr Gesch\u00e4ftsgebaren die Knete von Geldgierigen Deppen, wie jede Versicherung die ergiebige Gesch\u00e4fte mit der Angst t\u00e4tigt, wie auch der kleine Apotheker um die Ecke, wenn er im sp\u00e4ten Fr\u00fchjahr Zecken im Schaufenster drapiert von der Gr\u00f6\u00dfe mitteleurop\u00e4ischer Hauskatzen.<br \/>\nAlle in der Sendung vorgef\u00fchrten Leute appellieren an die Tr\u00e4nendr\u00fcsen der Zuschauer, entbl\u00f6den sich dabei noch nicht mal und kokettiere mit ihrer ureigensten Dummheit vor der Kamera, dass sie etwas erstanden haben, wo sie noch nicht mal wussten, wof\u00fcr sie ihr Geld \u00fcberhaupt hinbl\u00e4tterten.<br \/>\nAls Kr\u00f6nung empfand ich ja diese r\u00fchrselige Szene, als die Tante schluchzend zum Besten gab, an die LAG* von Maschmeyer einen Brief zusenden. Was hat seine Beischl\u00e4ferin mit den Gesch\u00e4ften von ihm zu tun? (*Lebensabschnittsgef\u00e4hrtin)<br \/>\nGanz abgesehen von der Tatsache, dass diese Betroffenheitssekunden der Schere h\u00e4tten zum Opfer fallen m\u00fcssen.<br \/>\nVom \u201eWirtschaftsjournalisten des Jahres 2010\u201c werde ich mir nichts mehr einziehen. Zumal auch die ewig wiederholten Einstellungen des Hinterherhecheln, mich mehr an Stalking erinnerte, denn an sauberen Fernsehjournalismus.<br \/>\nDer Beitrag in dieser Form war so \u00fcberfl\u00fcssig, wie nur sonst was. Hat allerdings viele Sozialneider optimal bedient, die in ihrem bisherigen Leben nur bedingungslos funktionierten und deshalb nie den Finger aus dem Arsch bekamen<\/p>\n<p>Fu\u00dfnote:<br \/>\nSpare nicht!<br \/>\nWas nutzt das Geld im Altenheim<br \/>\nbei Kerzenlicht<br \/>\nund Haferschleim?<\/p>\n<p>In der ersten Januarwoche kam es zu folgender Begegnung<br \/>\nStra\u00dfe und Gehsteig aufget\u00fcrmter Schnee, Eisesk\u00e4lte, leichtes Schneetreiben, absolut keine Wetter zum Radfahren.<br \/>\nMir kommt ein kiezbekannter, indischer Restaurantbesitzer vom Einkauf entgegen, sein Drahtesel voll bepackt.<br \/>\nAuf gleicher H\u00f6he verharren wir, er entledigt sich des rechten Handschuhs und begr\u00fc\u00dft mich mit einem festen H\u00e4ndedruck.<br \/>\n\u201eIch w\u00fcnsche ihnen ein sch\u00f6nes neues Jahr!\u201c<br \/>\n\u201eEbenso, nat\u00fcrlich verbunden mit Gesundheit.\u201c<br \/>\n\u201eNat\u00fcrlich Gesundheit! Wie geht es ansonsten?\u201c<br \/>\n\u201eMir geht es gut.\u201c<br \/>\n\u201eMir auch!\u201c<br \/>\n\u201eIch lebe gut, zwar ohne \u00dcberfluss, aber gut.\u201c<br \/>\n\u201eMir geht es auch gut ohne \u00dcberfluss &#8211; da wollen wir f\u00fcr das kommende Jahr nur hoffen, dass es so bleibt.\u201c<\/p>\n<p>Nachtrag, 15. J\u00e4nner 2011<br \/>\nHeute morgen fand ich im gestrigen TAGESTSPIEGEL folgende <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/medien\/er-ist-kein-star-holt-ihn-da-raus\/3701452.html\">Rezension<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern versackte ich unvorhergesehener weise in der Pinte, diesmal nicht wegen Sauferei sondern wegen einer Flippermaschine, die seit zwei Tagen dort herumsteht, anschlie\u00dfend wurde die Bit-M\u00f6hre nicht mehr an geschalten&#8230; (Donnerstag) &#8211; Heute erz\u00e4hlte mir ein Bekannter, dass er gestern w\u00e4hrend eines Films \u00fcber den Maschmeyer eingepennt sei. \u201eObwohl er den Bericht \u00fcber dieses Schwein [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-11284","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemeines"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11284","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11284"}],"version-history":[{"count":16,"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11284\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11298,"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11284\/revisions\/11298"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11284"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11284"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11284"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}