{"id":116,"date":"2008-04-30T14:55:13","date_gmt":"2008-04-30T13:55:13","guid":{"rendered":"http:\/\/12decode.de\/zonenklaus\/wordpress\/?p=116"},"modified":"2023-03-18T11:30:19","modified_gmt":"2023-03-18T10:30:19","slug":"eigentlich-sollte-es-nur-ein-kochrezept-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=116","title":{"rendered":"Eigentlich sollte es nur ein Kochrezept werden &#8211; aber nicht von Albert Hofmann \u2020"},"content":{"rendered":"<p>Vor einigen Tagen fand ich diesen Text wieder, sechs Jahre sind seit dem ins Land gegangen &#8211; <strong>XXX.IV.MMII<\/strong><br \/>\nBis highnoon ergaben sich an diesem Vormittag nichts weiter als jene \u00fcblichen Belanglosigkeiten, die sich t\u00e4glich, wie Perlen auf einer Schnur auff\u00e4deln lie\u00dfen. Was soll man dazu ablassen, jede Hausfrau ist doch mit diesem Problem vertraut. Mir als Typ geht es da nicht anders.<br \/>\nDen ganzen Morgen gemuddelt und nichts geschafft. Na ja, es war nicht ganz so. Endlich mal die Balkonfensterfront in k\u00fcrzester Zeit fast streifenfrei blank bekommen, zwei riesige Altbaufenster plus T\u00fcr, alles doppelt, und au\u00dfen mit vielen kleinen Sprossen. Dies ist einem Tip der yellow press zu verdanken &#8211; die Schwiegermutter, nur wegen der R\u00e4tsel kauft. Gerade dabei, mein Wissen \u00fcber europ\u00e4ischen F\u00fcrstenh\u00e4user etwas aufzufrischen, als zwischendurch ein wichtiger Hinweis f\u00fcr die Hausfrau aufblitzte: \u201eDer korrekte Umgang mit einem Mikrofasertuch.\u201c Wie alle machte ich es nat\u00fcrlich falsch, und arbeitete nebenher immer noch mit Chemie. Leute, nix is mit diesen stinkenden Fl\u00fcssigkeiten f\u00fcr frustrierte Putzteufel &#8211; pures, etwas warmes Wasser aus Hahn ist angesagt. Offenbar gen\u00fcgen f\u00fcr den Reinigungsprozess, die im Trinkwasser befindlichen Verunreinigungen, schlie\u00dflich war es Anfang der Siebziger auch ohne weiteres m\u00f6glich, mit Rheinwasser Schwarz-Wei\u00dffilme zu entwickeln.<br \/>\nAngespornt vom Putzerfolg, beschloss ich etwas zu kochen, die dazugeh\u00f6renden schmackhaften Ingredienzien mussten allerdings im U-Bahnhof \u201eFehrbelliner Platz\u201c besorgt werden. Einkaufen im Supermarkt ist heute out, cool ist doch bei Feinkost ARAL shoppen zu gehen, oder eben im underground.<br \/>\nEndlich gibt es, fast 12 Jahre nach der Heimholungen der verbliebenen deutschen Ostgebiete in den Bund, im ehemaligen britischen Sektor von Gro\u00dfberlin, auch K\u00f6stlichkeiten aus dem Spreewald. Allerdings immer noch versteckt und auf mehrere U-Bahnh\u00f6fen verteilt, der n\u00e4chste Gr\u00fcnzeugdealer in unserer N\u00e4he, befindet sich im Fehrber.<!--more--><br \/>\nAch so &#8211; Spreewald!<br \/>\nWie soll man den j\u00fcngeren Zeitgenossen in den ehemaligen \u201ealten Bundesl\u00e4ndern\u201c, ohne die selbst\u00e4ndige Einheit Westberlin erkl\u00e4ren, was der Spreewald ist.<br \/>\nGanz alten Wessis wird er vielleicht noch eher etwas sagen, besonders denen die als ehemalige Reichsdeutsche in Schlesien beheimatet waren. Klar, von Berlin aus ist es s\u00fcd\u00f6stlich, in Richtung der kalten Heimat.<br \/>\nZu Mauerzeiten war es f\u00fcr Zugereiste, oder Touries noch einfacher. Schlie\u00dflich gab es hier an den unterschiedlichsten Pl\u00e4tzen, gewaltige Hinweisschilder f\u00fcr im Osten verlorengegangene Metropolen innerhalb der Reichsgrenzen von 1937. Mit Kilometerangaben nach Stettin, Danzig, Posen, Breslau usw., indes keine Erinnerungen an gr\u00f6\u00dfere Ansiedlungen unmittelbar hinter der Mauer.<br \/>\nWeit vor Breslau, aber in jene Richtung, etwa 100 Kilometer von hier, noch lange vor der Oberlausitz, liegt die Niederlausitz, dort befindet sich der Spreewald und mittenmang als gr\u00f6\u00dfte Stadt, Chosebuz. Dies ist sorbisch und hei\u00dft auf Deutsch: Cottbus.<\/p>\n<p><em>F\u00fcr meine Begriffe ein merkw\u00fcrdiger Ort. Anfang der Siebziger zog es mich als Langhaariger mehr nach Kolkwitz b. C. Allerdings lernte ich die damalige Bezirkshauptstadt sp\u00e4ter auch von einer anderen Seite kennen. Mit kurzen milit\u00e4rischem Haarschnitt, denn dieses Nest verf\u00fcgte \u00fcber einen netten, kleinen Knast aus Kaisers Zeiten.<\/em><\/p>\n<p>Jetzt habe ich mich verfranst, also zur\u00fcck zum Spreewald!<br \/>\nAber wie ihn beschreiben?<br \/>\nAm n\u00e4chsten kommt er den Everglades in Florida, nur viel, viel \u00fcberschaubarer, au\u00dfer dem nicht so hei\u00df und ohne Alligatoren. Allerdings schon seit Jahrhunderten kultiviert. Deshalb k\u00f6nnen die dortigen Eingeborenen, ohne weiteres Vieh- und Pflanzenzucht betreiben. Weltber\u00fchmt sind Gurkengew\u00e4chse, Sauerkraut und Leinen\u00f6l aus dieser Gegend. Au\u00dferdem kommen von dort sehr schmackhafte Wurstwaren.<br \/>\nNicht zu verstehen ist die Tatsache, warum sich die Leute mit ihren Produkten verkriechen, dies haben sie wirklich nicht n\u00f6tig.<br \/>\nScheinbar bauen sie aber im Untergrund die alten Vertriebsnetze wieder auf.<br \/>\nHaupts\u00e4chlich wegen der Wurst kutschiere ich ab und an dorthin. Wie an selbigem Tage. Denn es sollte als Mittagsmahl \u201eTote Oma\u201c mit Sauerkraut und Kartoffeln geben. \u201eVerkehrsunfall\u201c wird diese Speise auch genannt, oder \u201eGraf Draculas Stippe\u201c, ich meine Blut- und Leberwurst.<br \/>\nDieses Gericht ist ohne gro\u00dfen Aufwand herzustellen.<br \/>\nEs muss soviel Wasser im entsprechenden Topf sein, damit die W\u00fcrste bequem schwimmen k\u00f6nnen, als weitere Zutaten geh\u00f6ren etwas Salz, Pfeffer, Majoran und Lorbeerbl\u00e4tter dazu, je nach Belieben, auch Wachholderbeeren oder einige Pimentk\u00f6rner.<br \/>\nViele schmei\u00dfen die W\u00fcrstchen nur in Salzwasser und bringen schlagartig alles auf Kochtemperatur, was diese sensiblen Teile absolut nicht abk\u00f6nnen, wof\u00fcr sie sich prompt r\u00e4chen, in dem sie platzen.<\/p>\n<p>Zirka drei Pfund Sauerkraut werden vorher mit Leitungswasser gesp\u00fclt, danach in einen Topf mit etwa 150 Gramm ausgelassenen Griebenschmalz gegeben. Dazu ein viertel Liter Wasser, sechs Wachholderbeeren, zwei gro\u00dfe Lorbeerbl\u00e4tter, eine Nelkenbl\u00fctebl\u00fcte, Pfeffer und Salz. Die gesamte Fl\u00fcssigkeit verkoche man bei m\u00e4\u00dfiger Hitze mindestens viermal, verbunden mit ganz leichten anbacken des Ganzen am Boden. Zum Schluss wird alles mit Zucker, Wein und Zitrone abgeschmeckt. Zu Wust und Kraut werden Salzkartoffeln gereicht.<br \/>\nW\u00e4hrend das Kraut langsam vor sich hin k\u00f6chelte, wurden die verschiedensten Dinge erledigt.<br \/>\nMusste als erstes nochmals wegen fehlender Erd\u00e4pfel aus dem Haus.<br \/>\nAnschlie\u00dfend versuchte ich immer wieder eine telefonische Verbindung mit dem Kabarett \u201eDie W\u00fchlm\u00e4use\u201c herzustellen. Dort fand an jenem Tage eine Premiere mit Hauptakteur Bruno Jonas statt, ihn galt es zu erreichen zwecks einer Frage meinerseits.<br \/>\nIrgendwann wurde der Tagesspitzel gekrallt, an jenem Tage richtig langweilig, ohne eine vern\u00fcnftige Panikmeldung auf der Titelseite. Die Ereignisse vor der eigenen Haust\u00fcr lie\u00dfen den jahrelangen Terror und Gegenterror im Nahen Osten kurzzeitig verblassen.<br \/>\n\u00dcberall, in gesamtdeutschen Landen, war nach Aussage der Gazette, Entsetzen, Wut, Trauer, Unverst\u00e4ndnis angesagt. Politiker aller Couleur hatten ihre Betroffenheitslarven wieder mal hervorgekramt, um vereint mit Kreide gebleichten Stimmen zu verbalisieren. Dabei gef\u00e4llt mir bei den Staren aus der Regierung <a href=\"https:\/\/de-academic.com\/dic.nsf\/dewiki\/704173\"><em>Bruder Johannes<\/em><\/a> immer am Besten, mit seinem Gesicht das an eine ausgequetschte Zitrone erinnert, besonders in bewegten Bildern aus der Glotze.<br \/>\nNebenher eignen sich die Einschaltquoten auch hervorragend zum Vorwahlkrampf.<br \/>\nDa ich mit dem Mittagessen auf den Filius warten wollte, kamen mir die 13-Uhr- ARD-Nachrichten gerade recht, selbige rieselten aber keine 30 Sekunden auf mich ein. Noch w\u00e4hrend des Begr\u00fc\u00dfungs-Bla-Blas wurde die Zuschauergemeinde daran erinnert, dass es sich heute um den vierten Tag nach Erfurt handelte, dies in entsprechender Maske und mit getragener Stimme deklamiert.<br \/>\nDies musste mir geschehen, der sich schon immer schwer tat mit dem Datum, dass sie von der nicht eindeutigen Geburt des Herrn Jesus Christ ableiten. Hinzu kam, die Medien wollten mir schon ein knappes halbes Jahr vorher einreden, dass nach dem 11. September eine neue \u00c4ra begann.<\/p>\n<p>Nebenbei bemerkt, habe ich erst f\u00fcnf Monate sp\u00e4ter, die ersten sich bewegenden Aufnahme der steinernen Fackeln aus New York zu Gesicht bekommen. Allerdings kam mir damals, zwei Tage sp\u00e4ter, in einer t\u00fcrkischen Imbissbude am 13-ten, eine \u201eBILD\u201c vom Vortag unter. Dieses mal mit wenig Schrift, aber wundersch\u00f6nen ganzseitigen Bildern. Hat mich gewaltig beeindruckt, auf relativ miesem Papier diese Qualit\u00e4t der Abbildungen. Nebenbei war mir sofort klar, dieses Fanal wird keiner der Adressaten verstehen wollen. Schlie\u00dflich h\u00e4tte man diesen teuflisch-genialen Anschlag auch anders bewerkstelligen k\u00f6nnen. Zum B. die Freiheitsstatue mit einbeziehen, oder die \u201eLandung\u201c in einem ausverkauften Baseballstadion zu probieren.<br \/>\nNein, man nahm sich die Twintowers und einen kleinen Teil des Pentacons zum abbunsen vor&#8230;<\/p>\n<p>An der Glotze bet\u00e4tigte ich jenen, oft vergessenen Schalter und wand mich wieder dem Telefon zu. Es kam weder eine Verbindung mit dem Kabarett zustande, noch mit Herrn Axel, dem heutigen Geburtstagskind. Konnte allerdings einen Salm auf der elektronischen Kommunikationsprostituierten loswerden, dann geschah nachmittags nichts Erw\u00e4hnenswertes mehr. Au\u00dfer, dass ich einen Krimi zu Ende las, der mich vom Abend davor und fast die ganze Nacht hindurch fesselte, obwohl mir \u00fcber zwei Jahrzehnte in keiner Weise der Sinn nach dieser Art von Literatur stand. Die Empfehlung kam von meiner Freundin, au\u00dferdem machte mich der Autor, <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Pavel_Kohout\">Pavel Kohout<\/a> wieder mal neugierig, es handelte sich dabei um seine <strong>\u201eSternstunde der M\u00f6rder\u201c &#8211;<\/strong> empfehlenswert!<\/p>\n<p>Kurz vor 18 Uhr sollte es mit dem Fahrrad in Richtung Theater gehen, verbunden mit einer kurzen Kaffeepause in der Stammkneipe. Dass diese wie \u00fcblich f\u00fcr das saufende Inventar \u00fcberheizt war, konnte ich kurz nach dem Verlassen feststellen. Die gef\u00fchlte K\u00e4lte schien drau\u00dfen unter Null zu liegen. Deshalb kam trotz Umsteigens f\u00fcr die Weiterfahrt nur die U-Bahn in Frage, die zwar nicht so warm wie die Pinte schien, daf\u00fcr aber stinkender daherkam.<\/p>\n<p>Nach etwa 15 Minuten konnte ich mir am Heuss-Platz endlich wieder etwas frischeren, leicht nach Benzin m\u00fcffelnden Ostwind um die L\u00f6ffel wehen lassen. Dabei fiel mir bruchst\u00fcckhaft jene lustige Geschichte aus den Achtzigern wieder ein, die mit einer nichtsagenden Zeitungsnotiz begann. Aus der damals hervorging, dass ein Nichtsesshafter die \u201eEwige Flamme\u201e am Theodor Heussplatz entweit hatte. Man verhaftete den T\u00e4ter, behandelte ihn so weit als m\u00f6glich erkennungsdienstlich und lie\u00df selbigen anschlie\u00dfend gleich wieder laufen. Vielleicht war dies gar nicht in seinem Sinne.<br \/>\nDen Rest erz\u00e4hlte mir kurz darauf ein Bekannter, zu fortgeschrittener Stunde im \u201eHolzwurm\u201c, der zuf\u00e4lligerweise an jenem Tage mit seiner Droschke am \u201eHeussi\u201c herumlungerte.<br \/>\nSeit Jahren fehlte mir die Pointe, sie musste etwas mit der Aufschrift an dem eckigen Hinkelstein am unteren Teil des Platzes zu tun haben. Also \u00fcberkam es mich heute, endlich mal dieses Zementmonster aus der N\u00e4he zu betrachten, denn ewig fuhr ich oben auf der Strasse daran vorbei oder mit der U-Bahn drunter durch.<br \/>\nBeim \u00dcberqueren der Strasse huschten mir ein Haufen in Stein gehauene oder Metall gegossenen Banalit\u00e4ten durch den Kopf. Au\u00dferdem ging auch der letzte, in Historie promovierte Kanzler, ewig mit so etwas hausieren. Wenn ich an den Heckmeck dachte, den er veranstaltete, was die <em>Neue Wache<\/em> Unter den Linden betraf. Ganz zu schweigen von den nun dort gemei\u00dfelten Worten, so zur \u201eMahnung\u201c gedacht. Dr. Kappes setzte sich schlie\u00dflich mit seinem Lieblingsvers durch. Er betraf <em>alle Opfer totalit\u00e4rer Gewaltherrschaften<\/em> rund um den Globus und zu jeder erdenklichen Zeit. Ergo, was unsere j\u00fcngerer deutche Ge<em>ch<\/em>ichte betrifft, auch den netten SS-Soldaten von nebenan, der im Dritten Reich, in Ausf\u00fchrung seines <em>verantwortungsvollen Dienstes<\/em> besoffen vom Wachturm eines KZs gefallen war.<\/p>\n<p>Da ruht am unteren Rand jener erh\u00f6hten Rasenfl\u00e4che, ein Zementquader, ungef\u00e4hr 2 Meter lang, 1,5m breit und sch\u00e4tzungsweise 1,8m hoch, obendrauf befindet sich eine auf drei F\u00fcssen stehende Bronzeschale von zirka einem Meter im Durchmesser, mit der \u201eewigen Flamme\u201c.<br \/>\nW\u00e4hrend mein Blick \u00fcber die metallene Beschriftung auf der westlichen Seite glitt, kam mir langsam alles wieder, lie\u00df dabei das Fahrrad vor dem Stein auf den Rasen kippen und gab mich der allseitigen Betrachtung hin.<br \/>\nDa man dieses Denkmal bereits Anfang der <em>Goldenen F\u00fcnfziger<\/em> kreierte, ging der K\u00fcnstler sparsam mit einer Aufschrift um. Auf der zur Strasse nach Osten gerichteten Fl\u00e4che stehen untereinander in gro\u00dfen Lettern, drei gehauene Worte untereinander, insgesamt etwa 1,50 hoch:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>FREIHEIT<br \/>\nRECHT<br \/>\nFRIEDE<\/strong><\/p>\n<p>Nun ist diese Aufschrift nicht gerade prickelnd, aber f\u00fcr jeden etwas dabei in dieser Galaxie. Was soll man von solch \u201ek\u00fcnstlerischer\u201c Trivialit\u00e4t eigentlich halten?<br \/>\nBeim Anblick, von in Stein gehauenen, oder gegossen verbalen D\u00fcnnschiss auf diesem Planeten, f\u00e4llt mir fortw\u00e4hrend nur ein, dass <em>Mahn<\/em>&#8211; bzw. <em>Denk<\/em>m\u00e4lern etwas kurioses an sich haben. Genauso wenig, wie jemand beim Anblick eines <i>Grabmal<\/i>s auf die Idee k\u00e4me mit <i>graben<\/i> zu beginnen, werden offensichtlich auch nur sehr wenige eines Tages von der Erkenntnis gekrallt, um letztendlich doch irgendwann \u00fcber den Sinn eines <i>Denkmal<\/i>s nachzu<i>denken<\/i>. Dies ist bei solch einem kleinen eckigen Br\u00f6sel nicht anders als bei \u00fcberdimensionierten Anlagen.<br \/>\nAn einem Wintertag geschah hier folgendes<br \/>\nTags\u00fcber hockte jemand oben auf dem Steinquader, am Rand des Feuernapfes. Hielt als Windschutz mit der linken Hand einen Teil seines Mantels als Segel gegen die kalte Brise, mit der anderen eine ge\u00f6ffnete Dose in die blakende Flamme.<br \/>\nSchlie\u00dflich tauchte, ob jenes <em>ketzerischen Missbrauchs<\/em>, die Polizei auf. Da der Koch sich nicht um die Herren unterhalb seiner Feuerstelle scherte, wurden die recht schnell ungehalten. Es entwickelte sich eine Rangelei, in deren Folge zuerst die B\u00fcchse abhanden kam. Denn der von unten so arg bedr\u00e4ngte, f\u00fchrte einen Veitstanz auf, um den schnappenden Griffen der Gendarmen zu entgehen. Seinerseits erfolgte auch bald die Kapitulation, da er fast nur noch in der blakenden Sch\u00fcssel rumh\u00fcpfte und es ihm scheinbar etwas zu warm wurde. Schlie\u00dflich lag unser Koch am Boden und lie\u00df in den folgenden Minuten relativ ruhig die gewohnten Rituale von Staatswegen \u00fcber sich ergehen.<br \/>\nBeim Abmarsch halfen ihm die gr\u00fcnen Genossen sogar, indem sie seine an den Stein gelehnten Sachen von der verschneiten Wiese, runter auf den Gehweg feuerten und ihn mit Gewalt vom Platz vertrieben. Allerdings beim Aufsammeln und ordnen seiner Utensilien verursachte der Obdachlose abschlie\u00dfend noch einen Menschenauflauf. Denn nun wurde von ihm lauthals gegen die Gendarmen gewettert, dabei berief er sich unter lachender Anteilnahme der ihn umgebenden Gaffer auf die Inschrift der anderen, westlich angebrachten Tafel.<br \/>\nAn der ungef\u00e4hr 1,2 mal einem Meter gro\u00dfen metallenen Fl\u00e4che, befinden sich folgende zwei S\u00e4tze &#8211; wobei der aufgeregte Mann sich zeternd auf den letzteren berief.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>DIESE FLAMME MAHNT:<br \/>\nNIE WIEDER VERTREIBUNG!<\/strong><br \/>\n<strong> *<\/strong>(Siehe letzte Seite)<\/p>\n<p>Schr\u00e4g hinter dem Platz, am westlichen Ende hinter der Umgehungsstrasse befindet sich im Eckhaus das Kabarett \u201eDie W\u00fchlm\u00e4use\u201c. Noch w\u00e4hrend ich davor mein Hirschlein anschloss, stieg zuf\u00e4lligerweise der Herr J. aus einem Taxameter, K\u00f6fferchen in der Hand und einem geschulterten Kleiderb\u00fcgel nebst Anzug. Meine Fragen, ob er auch noch privat auftreten w\u00fcrde, und f\u00fcr welches Honorar er bereit sei sich verbal zu prostituieren, wurden charmant und ohne Schn\u00f6rkel abschl\u00e4gig beantwortet.<\/p>\n<p>Wieder zur\u00fcck in der warmen Wohnung, beim Ablauschen der elektronischen Kommunikationsprostituierten, kam von Herrn Axel mit knarrender Stimme Anweisung, mich gegen 21 Uhr 30 in der Stammkneipe einzufinden. Er wolle mich n\u00e4mlich an jenem Abend noch stolpern sehen, so von wegen eines Geburtstagsumtrunkes.<br \/>\nZur angegebenen Zeit, ich befand mich noch einige H\u00e4user vor der Pinte, konnte jeder in der Umgebung ein gr\u00f6lend-geschmettertes \u201eh\u00e4ppie b\u00f6rsd\u00e4\u201c vernehmen, der Scheff musste kurz vor mir die Tr\u00e4nke geentert haben. Alles war noch am Knuddeln und Knutschen als ich eintrat und mich in der Reihe der Gratulanten platzierte. Whow, das Geburtstagskind nebst Freundin Katja mussten schon w\u00e4hrend des Dinners beim \u201eHaxenwirt\u201c m\u00e4chtig vorgegl\u00fcht haben, denn beide t\u00e4nzelten haltsuchend am Tresen rum. Da kam meine kleine Aufmerksamkeit ja recht. Mir war als Geschenk nichts Vern\u00fcnftiges eingefallen. Was sollte man jemanden schenken, der au\u00dfer innerer Ruhe alles besa\u00df. Der schon seit Jahren dem M\u00fc\u00dfiggang erlag und nebenher schreibend, als neuzeitlicher Don Quichotte, Macintosh sei Dank, chancenlos seine freie Zeit bek\u00e4mpft. Davon zeugen mit Leitzordnern angef\u00fcllte Billy-Regale voller Dokumentationen, nicht zu vergessen, dieses klitzekleine Italienb\u00fcchlein aus vergangenen Zeiten.<br \/>\nAls guter Co-Alki kam mir schlie\u00dflich die Idee mit verschiedenen 40 ml Zechfl\u00e4schchen, bis auf eins, alles Produkte aus der kalten Heimat. Den Mescal lie\u00df ich, mit einer Ahnung behaftet, wohl wissend dann doch weg. Nicht auszudenken, Herr A. aus B. h\u00e4tte in seinem Zustand nicht registriert, dass zum Inhalt eines Mescalfl\u00e4schchens auch eine fast Engerling gro\u00dfe Raupe geh\u00f6rt, die man nach M\u00f6glichkeit zerkauen sollte, um sie anschlie\u00dfend gemeinsam mit dem Sud herunterzusp\u00fclen. Mancher wird sich ausmalen k\u00f6nnen, was so ein Br\u00f6sel, wenn er unerwartet am Z\u00e4pfchen vorbeigleitet, bei einem Angesoffenen f\u00fcr eine Kettenreaktion ausl\u00f6sen kann. Deshalb erhielt der Scheff nur sechs Fl\u00e4schchen <em>Kumpeltod<\/em>.<\/p>\n<p><strong>(<\/strong><em>Diese Marke, \u201eGl\u00fcck Auf\u201c, wird jedem der vollj\u00e4hrig erscheint, nach einer Grubenausfahrt im <\/em>Bergbaumuseum von Wettelrode<em> \u00fcberreicht. Das hei\u00dft nicht, dass ich mich wegen der P\u00fcllchen sechsmal hintereinander Untertage begab. <\/em><br \/>\n<em>Wie ich an die gr\u00f6\u00dfere Anzahl dieser Medizin gelangte, spielt hier nun wirklich keine Rolle.<\/em><strong>)<\/strong><\/p>\n<p>Katinka gab sich an diesem Abend sehr vern\u00fcnftig, nach einem abschlie\u00dfenden, kleinen Bier trollte sie sich. Vermutlich wollte sie am n\u00e4chsten Morgen, als Angeh\u00f6rige der Kukident-Lehrerschaft eines Gymnasiums im s\u00fcdlichen Gro\u00dfberlin, ausgeruht vor ihre lernwilligen Teens und Twens treten. Finde schon, dass dazu einen gewisse Gr\u00f6\u00dfe geh\u00f6rt, wenn man sich als Volksdrogenabh\u00e4ngige, wenige Jahre vor der Pensionierung, noch zu so etwas hinrei\u00dfen l\u00e4sst, schlie\u00dflich geht in der Kneipe bestimmt mehr ab, als in einer Schule.<br \/>\nNa ja, nicht immer, q.e.d.<br \/>\nDie Ereignisse in Th\u00fcringens Hauptstadt verdr\u00e4ngten bestimmt die wichtigen Themen der letzten Monate in der Raucherecke &#8211; Fr\u00fchpensionierung, Klimakterium, Zellulite und den Klassenkampf aus vergangenen, fast vergessenen alten Tagen&#8230;<br \/>\nDie letzten Ferien sind auch schon ein Weilchen her, die n\u00e4chsten erst in ein paar Wochen, und die z\u00e4hlen gar nicht, diese popeligen zwei Tage&#8230;<br \/>\nEs stimmt, P\u00e4dagogen mag ich nicht besonders. Sie stehen schon jahrzehntelang auf meiner pers\u00f6nlichen Hasshitparade, noch vor Anw\u00e4lten, auf Platz Nr.1. Zu den Ausnahmen, die ich an einer Hand ablesen kann, geh\u00f6rt allerdings Frau K. aus B.<\/p>\n<p>Innerhalb k\u00fcrzester Zeit zog ich an Axel vorbei. Frei nach der alten Ulbrichtdevise: \u201e\u00dcberholen &#8211; statt einholen\u201c. W\u00e4hrend dieser Phase tauchten mehre russische Musiker in der Kneipe auf. Alles Angeh\u00f6rige der St. Petersburger Symphoniker, die seit einigen Wochen, im Hinterhaus h\u00f6hlten und sich als Stra\u00dfenmusikanten ein paar Westkn\u00f6ppe verdienten. Herr Axel zog sie rasch auf unser Niveau hinunter und begann nebenher, mir ein Ohr abzukauen. Auf Russisch sollte ich den Jungs klar machen, dass er am Vorabend des 1. Mai\u00b4s die <em>Internationale<\/em> h\u00f6ren wolle. Sein Ansinnen wurde aus mehreren Gr\u00fcnden schlicht abgelehnt. Erstens sprachen die Jungs nach zwei Monaten Aufenthalt besser Deutsch, als ich Russisch nach neun Schuljahren. Au\u00dferdem, was ging mich die <em>Internationale<\/em> an.<br \/>\nNun war es an Axel, richtig t\u00fcckisch zu werden. Ein weiteres gro\u00dfes Bier, nebst doppelten Wodka, veranlassten mich zu folgenden Satz in Lautschrift: \u201eTowarischtsch Igor! Poschal\u00fcsta igrei pesnja po imeny Internationale!\u201c<br \/>\nStotternd trug mein Spezi diesen Satz vor. Was sofort Proteste von der anderen Seite auf den Plan rief. Statt \u201eTowarischtsch\u201c, sollte ich ihm das Wort \u201eGospodin\u201c erkl\u00e4ren. Ob der \u00fcberm\u00e4\u00dfig genossenen Volksdroge lie\u00df sich das Geburtstagskind nicht beirren, er \u00fcbernahm die Regie.<br \/>\nJetzt folgten Stories, dass sich die Balken bogen! Fr\u00fcher, ja fr\u00fcher, da wurde sein Geburtstag immer mit der <em>Internationale<\/em> beendet, wegen des aufziehenden 1. Mai\u00b4s! Es wurde halt immer durchgesoffen und dann ging es zur Demo.<br \/>\nNun ist mir Herr Axel schon seit \u00fcber 15 Jahren bekannt und der ein oder anderen seiner Ehrentage waren Komat\u00f6s f\u00fcr so manchen Anwesenden. Aber &#8211; von wegen Singen! Im h\u00f6chsten Fall wurden schweinische Witze erz\u00e4hlt und \u00fcber ankommenden M\u00e4dels hergezogen. Na ja, durchgesoffen wurde schon, aber nix mit anschlie\u00dfender Demo. Auch ist mir in diesen N\u00e4chten die <em>Internationale<\/em> zu keiner Zeit untergekommen, auch nie bei Geburtstagsexessen im <em>\u201eZwiebelfisch\u201c<\/em> oder in der <em>\u201eBriese\u201c<\/em>.<\/p>\n<p>Herr A. aus B. und der Klassenkampf, fand ich schon lustig! Wie sollte der eigentlich aussehen, bei einem selbstverliebten, linkslastigen Gutmenschen mit krankhaftem Hang zu Harmonie? Nach meiner Erinnerung endete die Nacht immer damit, dass er es gerade noch in ein Taxi schaffte. Den folgenden Tag tauchte er ewig erst am ganz sp\u00e4ten Nachmittag bei der dicken Prinzessin auf. Die war auf ihn immer sauer, denn an jenem Tag richtete sie traditionell ein kaltes Buffett, weil ihre Pinte mal an einem 1. Mai er\u00f6ffnet wurde. So manches Mal musste ich mir dann eine Litanei von ihm anh\u00f6ren, \u00fcber meine infantile Art den Kampftag des Proletariats zu begehen, wenn ich abends dreckig und verschwitzt aus K-berg kam. Trotzdem schienen alle arg neugierig auf Schilderungen von den dortigen Hasenjagden.<\/p>\n<p>Langsam begann das Nochgeburtstagskind zu nerven, deshalb sollte unsere Zapferin die Musik lauter drehen, mit dem Erfolg, dass Herr A. mit spitzen M\u00fcndchen zu br\u00fcllen anfing, \u201eposchl\u00fcsta Igor, poschal\u00fcsta! Mein Geburtstag ist gleich vor\u00fcber, bitte, bitte spiele f\u00fcr mich das Kampflied der proletarischen Internationale!\u201c Dabei katschte er in seine H\u00e4nde und kam in diesem Moment vor, wie eines dieser neurotischen G\u00f6ren einer \u00e4ltlichen, chronisch unterv\u00f6gelten Mammi in violetter Latzhose und mit fettigen Haaren aus den Endsiebzigern.<br \/>\nIgor lie\u00df sich breit schlagen, unter der Bedingung, dass zumindest ich mitsingen musste. F\u00fcr Axel waren alle bereit einzufallen. Der Musiker trollte sich um seine Trompete zu holen.<br \/>\nWieder zur\u00fcck in trauter Runde, machte Axel Anstalten seinen Barhocker zu erklimmen, er wollte von oben dirigieren, was man ihm aber strikt verbot. Der Mann hatte eine Panne, er konnte noch nicht mal ruhig auf dem Boden stehen und dann dies. Der Trompeter gab zu verstehen, dass es am Geburtstagskind war, den Takt vorzugeben. Nun st\u00fctzte sich der bezechte Dirigent mit seinen Ellenbogen auf dem Stehtisch ab, z\u00e4hlte bis drei und begann mit den erigierten Zeigefingern seinen Job, der erst mal scheiterte, da er vom Tisch rutschte und fast hinschlug. Wieder alles von vorn! Vorher gab es noch eine Anweisung. Igor sollte die erste Strophe in Russisch mitsingen und beim Refrain mit dem Instrument einsetzen. Es kam das Zeichen zum Einsatz. Au\u00dfer Igor und mir kannte nat\u00fcrlich niemand den Text, was im Chaos unterging. Bis auf uns beide, fingen alle br\u00fcllend an, \u201eV\u00f6lker h\u00f6rt die Signale&#8230;\u201c<br \/>\nWieder von vorne. \u201eWacht auf verdammte dieser&#8230;\u201c Ab der vierten Zeile, wo <em>die Macht zum Durchbruch dringt<\/em>, hie\u00df es nur noch La, La, La, und im Weiteren nur noch mit den Biergl\u00e4sern der Takt geklopft.<br \/>\nNun behauptet ja mancher Alki, seine Kneipe w\u00e4re das verl\u00e4ngerte Wohnzimmer. Mir kam der Laden, bei dem was sich nun entwickelte, aber mehr wie die Pf\u00f6rtnerloge einer Psychiatrie vor. Igor wollte scheinbar alles schnell hinter sich bringen und begann in dieses Chaos hinein mit seinem Trompetensolo. Ganz kurze Verbl\u00fcffung beim Chor &#8211; f\u00fcr vielleicht zwei Sekunden Sangesruhe, dann mit doppelter Lautst\u00e4rke weiter: \u201eV\u00f6lker h\u00f6rt die Signale&#8230;\u201c Da Igor mit seinem Spiel schon mehrere T\u00f6ne vornweg tr\u00f6tete, musste dies von der S\u00e4ngerschar aufgeholt werden, deshalb entwickelte sich nun alles wie in einem Tollhaus. Das Taktklopfen erinnerte mich an einen t\u00fcrkischen Basar, wo jeder Blechschmied in seinem eigenen Rhythmus das Metall mit dem Hammer trieb. Da zwischen Axel, der als Dirigent mehr an einen Veitst\u00e4nzer erinnerte, und laufend ab lies, \u201e und noch mal&#8230;\u201c<br \/>\nF\u00fcr mich der Anlass auf der Toilette zu verschwinden. In diesem Moment ein dr\u00f6hnendes Krachen. Gudrun, die gute Seele am Zapfhahn, hatte mit voller Wucht ein Halbliterglas auf den Tresen gehauen, \u201eUnd ab jetzt herrscht Ruhe im Puff!\u201c<br \/>\n&#8211; Totenstille folgte.<br \/>\nAuf dem Topf bekam ich mit, dass Igor zu spielen anhub &#8211; \u201eIl silencio\u201c.<br \/>\nAls das \u00dcbelste der letzten Stunde, stellte sich abschlie\u00dfend heraus, dass es eine Schei\u00dfidee war, anschlie\u00dfend noch einen T\u00fcrk-Burger einzupicken&#8230;<br \/>\nBevor wir am fr\u00fchen Morgen um die Ecke, in die Imbish\u00fctte vom Effendi stolperten, ward auch die Eiserner Reserve vom Schachtschnaps in der Stammdestille gekillt, da die Kneipersche sich irgendwann weigerte uns noch etwas auszuschenken.<\/p>\n<p><strong>*Abschlie\u00dfend noch eine Fu\u00dfnote<\/strong>, betreffs dieses &#8220;Stelenfeldes&#8221; am Brandenburger Tor.<br \/>\nDa sieht ein vermeintlich bekokster K\u00fcnstler im Modell vor sich ein wogendes \u00c4hrenfeld. Irgendwelche verbalen Schwanzlutscher, meinten es ihm gleichtun zu m\u00fcssen. Fuhren dabei nicht nur auf seiner Pisse Kahn, sie wollen sich auch noch in seinem Schatten sonnen&#8230;<br \/>\nDann konnte man das gesamte \u201eWerk\u201c begutachten. Nach Jahren, von einem an Unw\u00fcrdigkeit nicht zu \u00fcberbietenden Hickhack, erschienen zur Er\u00f6ffnung Massen mit ewig gleichen, stierenden Betroffenheitslarven und teilten Lobhudeleien nach allen Seiten aus.<br \/>\nMonate sp\u00e4ter drehe ich eine Runde mit dem Hirschlein, so zur Begutachtung, und wenn sich anschlie\u00dfend jemand nach meinem Eindruck vom <em>Denk<\/em>(e)<em>mal<\/em> erkundigte, widersprach mir hinterher niemand.<br \/>\nMir kam es so vor, als handelte es sich hier um das Ergebnis der Bastelei, einer Therapiegruppe gutmenschelnder, kopflastiger M\u00f6chtegern-Heimwerker mit zwei linken H\u00e4nden aber zehn Daumen. Die sich dessen ungeachtet viel M\u00fche gaben, ein Modell der Panzersperren vom Westwall aus Beton zu gestalten. Warum sie allerdings, scheinbar lustlos, eckige Phallussymbole kreierten, daf\u00fcr ist mir als Erkl\u00e4rung noch nichts Passendes eingefallen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor einigen Tagen fand ich diesen Text wieder, sechs Jahre sind seit dem ins Land gegangen &#8211; XXX.IV.MMII Bis highnoon ergaben sich an diesem Vormittag nichts weiter als jene \u00fcblichen Belanglosigkeiten, die sich t\u00e4glich, wie Perlen auf einer Schnur auff\u00e4deln lie\u00dfen. Was soll man dazu ablassen, jede Hausfrau ist doch mit diesem Problem vertraut. 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