{"id":13279,"date":"2011-07-15T22:30:59","date_gmt":"2011-07-15T21:30:59","guid":{"rendered":"http:\/\/12decode.de\/zonenklaus\/wordpress\/?p=13279"},"modified":"2011-07-16T10:28:24","modified_gmt":"2011-07-16T09:28:24","slug":"fahrradclub-kritisiert-radlerfeindliche-plakate","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=13279","title":{"rendered":"Fahrradclub kritisiert &#8220;radlerfeindliche&#8221; Plakate"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/12decode.de\/zonenklaus\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/kampfradler.jpg\"><\/a><a href=\"http:\/\/12decode.de\/zonenklaus\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/kampfradler1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-13282\" title=\"kampfradler\" src=\"http:\/\/12decode.de\/zonenklaus\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/kampfradler1-300x210.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"210\" srcset=\"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/kampfradler1-300x210.jpg 300w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/kampfradler1-150x105.jpg 150w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/kampfradler1.jpg 860w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nMit Plakaten protestieren anonyme B\u00fcrger gegen rabiate Fahrradfahrer.  Wer genau hinter der Aktion in dem Szene-Viertel steckt, ist noch  unklar.         <cite>(\u00a9 dpa)<\/cite><\/p>\n<p>Wieso regen sich denn massenhaft Leute \u00fcber solche Posters auf und interpretieren irgendwelchen, hirnrissigen D\u00fcnnschiss in die Aktion? Dieses geniale Piktogramm sagt doch wirklich alles! Gemeint sind doch nicht die beschaulichen Radler, die auch mal den Gehsteig oder \u201eentgegen der Fahrtrichtung\u201c den Radweg benutzen.<br \/>\nAuch meine Wenigkeit geh\u00f6rt zu der letzt angesprochenen Kategorie.<br \/>\nDaf\u00fcr macht es mir als Fu\u00dfg\u00e4nger absolut nicht aus, wenn jemand friedlich auf dem Trottoir strampelt, genauso wenig auf dem Radweg &#8211; entgegen des \u201evorgeschriebenen Mainstreams\u201c.<br \/>\nBerlins beschissenste Radwege befinden sich entlang der \u201eSch\u00f6nhauser\u201c. Sie f\u00fchren im Zickzack um B\u00e4ume, mal rechts, mal linksherum, zwischendurch steht Ger\u00fcmpel. Man findet irgendwelches Baustellenequipment kreuz und quer liegend. Tratschtanten und Onkels, Besuffkies, \u00e4ltliche Mammies mit diesen riesigen Kr\u00f6tenkarren, nat\u00fcrlich nebeneinander schiebend, plappernd, vollkommen high, ob ihrer auszufahrenden Brut, sich dabei, um nichts in der Welt f\u00fcr ihre unmittelbare Umgebung interessieren. Rollende Leute, die irgendwoher angeschossen kommen, dunkelrot gl\u00fchende Jogger aus allen m\u00f6glichen Richtungen, ab und an ein psychotischer\u00a0 \u201eTierfreund\u201c, der sein vierbeiniges Statussymbol zwischendurch das Gesch\u00e4ft erledigen l\u00e4sst, dabei allerdings die \u201eFlexi-Maxi-Gurt-Roll-Leine\u201c mindestens drei Meter straff gespannt ist und deshalb andere Mitb\u00fcrger zum Seilspringen animiert&#8230;<br \/>\nAuf Omis die hinter Rollatoren klemmen, Kr\u00fcppel und anderweitig Behinderte m\u00f6chte ich gar nicht eingehen&#8230;<!--more--><br \/>\nUnd dann kommt er!<br \/>\nPfeilgerade mitten durch!<br \/>\nDer farbig gestylte Kakadu, muskelgest\u00e4hlt mit karzinogenem Teint, auf der R\u00fcbe den hippen Helm und unterm Arsch einen 27-Gang-Karbonrenner f\u00fcr mindestens 6000 EUerchen. Aus den Ohrst\u00f6pseln dr\u00f6hnt Hardcore techno &#8211; over 300 bpm und dazu noch den falschen dope geschmissen.<br \/>\nIn jenem Augenblick mutiert die Birne zur \u00fcberdimensionalen Handgranate&#8230;<br \/>\nVon solch prallem Leben wie im Prenzelgbirge ist das kleinb\u00fcrgerliche Wilmersburg Lichtjahre entfernt. Allerdings registriere ich solche rasenden Arschgeigen auch in unseren Gefilden.<br \/>\nDa gibt es Blindenscheffs, die verf\u00fcgen sogar \u00fcber eine integriert Vorfahrt. Mit achtsamen Blick beim Abbiegen von der \u201eBundesallee\u201c in die \u201eTrautenau\u201c, sehe ich solche Leute noch sehr weit weg, w\u00e4hrend des langsamen Einbiegens rauschen sie urpl\u00f6tzlich vorbei. Wer mit 40 km\/h und mehr durch die City peest, der sollte es aber nicht auf Radwegen oder Gehsteigen tun.<br \/>\nAuf meinem Drahtesel w\u00fcrde ich auch bei Schritttempo, ohne Augenkontakt mit dem abbiegenden Fahrer, nicht vor dessen Karre entlangfahren&#8230;<br \/>\nIm hiesigen Volkspark erlebte ich schon mehrmals Greifer-Duos der Bullerei. Diese Helden kaschen durch die Bank weg nur gem\u00fctlich radelnde Zeitgenossen. Jagt auf rasende Zeitbomben ist denen scheinbar mit zu viel Kraftaufwand verbunden&#8230;<br \/>\nMir ging es vor Jahren mal \u00e4hnlich.<br \/>\nAn einem sehr sch\u00f6nen Fr\u00fchlingstag wollten wir eine Dampfertour von Treptow gen K\u00f6penick unternehmen, so gegen 10 Uhr.<br \/>\nMeine Freundin entdeckte den Anf\u00fctterungspreis einer anderen Gesellschaft. F\u00fcr das gleiche Geld fast zwei Stunden l\u00e4nger, auf der Spree, dem M\u00fcggelsee und \u00fcber die Dahme retour.<br \/>\nAllerdings musste fast eine Stunde totgeschlagen werden.<br \/>\nMir war nicht nach einem Buch, wollte gewissen Ger\u00e4uschen aus dem Park auf den Grund gehen und begab mich in Richtung des Sowjetischen Ehrenmals.<br \/>\nGerade in jener Zeit, in der sich bei warmen Wetter, die jungfr\u00e4uliche Farbgebung der Natur in dunklere T\u00f6ne wandelt und dazu schrien \u00fcberall die geilen Piepm\u00e4tze.<br \/>\nUngef\u00e4hr 30 Meter vom Eingang zum Park entfernt registrierte ich zwei Uniformierte, die gerade ihre Mountainbikes im Bulli verstauten, aber nicht verga\u00dfen irgendetwas zu kreischen.<br \/>\n\u201eOb ich nicht lesen k\u00f6nnte, denn im Park sei Radfahren verboten&#8230;\u201c<br \/>\nWeit und breit kein einziger Mensch, meine Antwort &#8211; der zweifache \u201eEffenberg!\u201c &#8211; daraufhin musste ich in die Pedalen gehen. Beide Jungs l\u00fcpften ihre Hirschleins wieder aus dem Wagen und \u201eHeia Safari\u201c gings hinter mir her.<br \/>\nAus dem waldigen Gr\u00fcnstreifen raus, gewahrte ich auf der Freifl\u00e4che vor dem Ehrenmal zwei verschieden Hochzeitgesellschaften. Unmengen von Tapeziertische bogen sich unter der Last von bunten K\u00f6stlichkeiten, riesige, mit Eis gef\u00fcllte Wannen voller Krimsekt und Wodka standen an den Seiten herum.<br \/>\nKrach, Singen, Spr\u00fcche, chaotische Kl\u00e4nge aus mehreren Zerrw\u00e4nsten, Lachen, Tanzen, Saufen und langsam wurden beide Gruppierungen etwas leiser, da sie meine Flucht nebst Verfolgung gewahrten, die \u201eGesetzesh\u00fcter\u201c hatten sich getrennt und wollten mich in die Zange nehmen.<br \/>\nZwischen den Hecken kamen sie mir schon gef\u00e4hrlich nahe. Ab und zu hie\u00df es jetzt auch mal eine Stufe zu nehmen. In der Situation luden mich die Feiernden mit hektischen Gesten ein, was ich dankend annahm.<br \/>\nMeine H\u00e4scher drehten achselzuckend bei und dann war alles zu sp\u00e4t&#8230;<br \/>\nGl\u00fcckw\u00fcnsche an beide Brautpaare. \u201e\u041d\u0430 \u0437\u0434\u043e\u0440\u043e\u0432\u044c\u0435!\u201c \u201e\u041d\u0430 \u0437\u0434\u043e\u0440\u043e\u0432\u044c\u0435!\u201c\u2026 \u0438 \u0442.\u0434.<br \/>\nSchlie\u00dflich landete ich bei: \u201e\u0414\u0430 \u0437\u0434\u0440\u0430\u0432\u0441\u0442\u0432\u0443\u0435\u0442 \u0433\u0435\u0440\u043c\u0430\u043d\u043e-\u0441\u043e\u0432\u0435\u0442\u0441\u043a\u043e\u0439 \u0434\u0440\u0443\u0436\u0431\u044b!\u201c<br \/>\nNach einer halben Stunde ging nichts mehr in mich rein.<br \/>\nBis zur Anlegestelle wurde dann mein Radel geschoben und Madame verstand die Welt nicht mehr, wieso ich pl\u00f6tzlich diesen Affen hatte&#8230;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/leben\/neues-feindbild-im-prenzlauer-berg-der-kampfradler-1.1120110\">sueddeutsce.de<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/article1209056\/Plakate-spalten-Anwohner-in-Prenzlauer-Berg.html\">MOPO<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit Plakaten protestieren anonyme B\u00fcrger gegen rabiate Fahrradfahrer. 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