{"id":15371,"date":"2011-12-02T23:25:58","date_gmt":"2011-12-02T22:25:58","guid":{"rendered":"http:\/\/12decode.de\/zonenklaus\/wordpress\/?p=15371"},"modified":"2011-12-02T23:25:58","modified_gmt":"2011-12-02T22:25:58","slug":"nachdenken-uber-christa-t-1968-isbn-3-630-62032-9-%e2%80%93-nix-da-nur-ein-abgesang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=15371","title":{"rendered":"Nachdenken \u00fcber Christa T., 1968 (ISBN 3-630-62032-9) \u2013 Nix da, nur ein Abgesang"},"content":{"rendered":"<p>\u00dcber Geschmack l\u00e4sst sich nicht streiten, zumindest wird es von mir so gesehen.<br \/>\nFinde es trotzdem zum Piepen, dass C.W. 2010 ausgerechnet mit dem \u201e<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Uwe_Johnson\">Uwe-Johnson<\/a>-Preis\u201c dekoriert wurde. Wer vom \u201eLiterarische Colloquium Berlin\u201c wollte sich denn da in ihrem Schatten sonnen?<br \/>\nZu Ostzeiten wurde die \u201eW\u00f6lfin\u201c von Ulbricht und Honecker hofiert, im Westen war sie dann auch f\u00fcr jeden Claqueur dankbar.<br \/>\nWie muss eigentlich jemand drauf gewesen sein der am 4. November 1989 noch solch einen Spruch ablie\u00df? &#8211; \u201eStell dir vor, es ist Sozialismus, und keiner geht weg.\u201c<br \/>\nDabei hatte sie doch zwei Arten dieser merkw\u00fcrdigen Gesellschaftsformen erlebt.<br \/>\nJeder ist bekanntlich das Kind seiner Zeit, bei ihrer Veranlagung hatte sie es als junges M\u00e4dchen schon sehr weit gebracht, denn alles stand ihr auch damals bereits offen.<br \/>\nNeues Spiel neues Gl\u00fcck!<br \/>\nDa war der nahtlose \u00dcbergang vom Nationalen Sozialismus in den der sowjetischen Pr\u00e4gung doch\u00a0 nur eine logische Schlussfolgerung. In ihrem jugendlichen Elan nahm sie die Kurve gekonnt, statt der Swastika zierte die neue Existenzmedaille, das Symbol eines feuchten H\u00e4ndedruckes, von nun an irgendwo die feinen Dederon-Kost\u00fcme.<br \/>\nDie ganze Welt ist voller Leute die Charakterlosigkeit gut kaschiert als ihren immerw\u00e4hrenden Durchblick anpreisen, um dann problemlos durch die Systeme schlittern zu k\u00f6nnen. Jene Personen picken sich aber \u00fcberall nur die Rosinen aus dem Fressen, manche sogar die unverdauten, trocknen Beeren aus der Schei\u00dfe von anderen.<!--more--><br \/>\nDazu z\u00e4hle ich C.W. nat\u00fcrlich nicht, dies hatte sie nicht n\u00f6tig&#8230;<br \/>\nAus gerade abgel\u00f6sten politischen Strukturen schwappt der verinnerlichte, ehemals staatstragende Opportunismus zwangsl\u00e4ufig ins neue Systemen hin\u00fcber, da stellt sich lediglich die Frage, wie ge\u00fcbt man\/frau darin ist, damit es auch der gr\u00f6\u00dfte Deppes nicht sofort schnallt.<br \/>\nGutgemenschelte, politisch korrekte Quatscherei ist als Droge daf\u00fcr bestens geeignet.<br \/>\nDie Mentalit\u00e4t solcher Leute ist gef\u00e4hrlich, weil sie sich immer und \u00fcberall sofort wieder als die tragenden S\u00e4ulen auch der neuen Gesellschaft instrumentalisieren lassen, h\u00e4ufig kommt man ganz billig an sie heran, \u00fcber ihre geknickte Eitelkeit.<br \/>\nEin politischer Alzheimer im fortgeschrittenen Stadium kann dabei sehr hilfreich sein&#8230;<br \/>\n&#8211; In der Regal passiert es selbst verst\u00e4ndlich nicht f\u00fcr ein \u201eNull Overt\u201c.<br \/>\nEin alter Kumpel(+) lie\u00df als Banker st\u00e4ndig den Spruch ab: \u201eDu kannst alle Fehler mit Geld wettmachen! Jeder ist k\u00e4uflich, es ist lediglich eine Frage des Preises!\u201c<br \/>\nIst liegt im Sinne des Betrachter wo man Christa W. einordnet.<br \/>\nEgal wie man es auch wendete, sie fand sich pausenlos in guter Gesellschaft wieder&#8230;<\/p>\n<p><em>F\u00fcr \u00e4hnliche F\u00e4llen habe ich ein Beispiel parat, von einem Typen der etwas bekannter ist als die verblichene deutsch\/deutsche Seherin.<br \/>\nAuch so ein netter, allerdings blaubl\u00fctig, der als Reinkarnation des deutschen, system\u00fcbergreifenden Opportunismus gelten kann, ein ewiger Saubermann &#8211; H\u00e4uptling Silberlocke &#8211; <a href=\"http:\/\/www.stiftung-sozialgeschichte.de\/index.php?selection=17&amp;zeigebeitrag=44\">Dr?! Richard v. Weizs\u00e4cker.<\/a> &#8211; <\/em>(Im Text: Kapitel III.)<em><br \/>\nSeines Zeichens ein Multifuktionswesen in Wirtschaft, Politik und im \u00f6ffentlichen Leben, war er in den 60ern, als ehemaliger Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer bei der Chemiefirma Boehringer in Ingelheim am Rhein t\u00e4tig.<br \/>\nW\u00e4hrend dieser Zeit lieferte der Chemigigant 720 Tonnen Trichlorphenolatlauge als Rohsubstanzen an das in Neuseeland ans\u00e4ssige Unternehmen Dow Watkins, einem Tochterunternehmen von Dow Chemical. Diese Fl\u00fcssigkeit diente zur Herstellung des im Vietnamkrieg in gro\u00dfem Umfang eingesetzten Herbizids \u201eAgent Orange\u201c&#8230;<\/em><br \/>\n<strong>&#8211; D<\/strong>er Edelmann kokettierte ewig damit, dass er von diesen Gesch\u00e4ften nichts wusste&#8230;<br \/>\nIch m\u00f6chte es mal verst\u00e4ndlicher darstellen.<br \/>\nWeizs\u00e4ckers Verhalten erinnert an einen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der jahrelang eine Gro\u00dfb\u00e4ckerei leitete und dem nicht bekannt war, dass dort auch Mohnkuchen hergestellt wurden<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber Geschmack l\u00e4sst sich nicht streiten, zumindest wird es von mir so gesehen. Finde es trotzdem zum Piepen, dass C.W. 2010 ausgerechnet mit dem \u201eUwe-Johnson-Preis\u201c dekoriert wurde. Wer vom \u201eLiterarische Colloquium Berlin\u201c wollte sich denn da in ihrem Schatten sonnen? 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