{"id":16763,"date":"2012-03-27T23:04:15","date_gmt":"2012-03-27T22:04:15","guid":{"rendered":"http:\/\/12decode.de\/zonenklaus\/wordpress\/?p=16763"},"modified":"2012-03-28T09:52:46","modified_gmt":"2012-03-28T08:52:46","slug":"piraten-heute-sind-wie-die-grunen-damals-nee-nee-nee","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=16763","title":{"rendered":"Piraten heute sind wie die Gr\u00fcnen damals &#8211; nee, nee, nee!!!"},"content":{"rendered":"<p><strong>&#8211; <\/strong>Dieser Vergleich ist eine Beleidigung! Wer waren da wohl seine IM\u00b4s?<br \/>\nWas hatte ich zu meinen Zonenzeiten f\u00fcr Deppen kennengelernt, die in der Politik landeten.<br \/>\nDamals war es mit einem gro\u00dfen Vorteil behaftet, dass ich solche Nasen niemals wieder begegnete.<br \/>\nDies entwickelte sich im Westen anders.<br \/>\nMit aufsteigenden Gewerkschaftsblindfischen pflegte ich jahrelangen Kontakt.<br \/>\nSp\u00e4ter kamen noch wesentlich gr\u00f6\u00dfere Flachzangen hinzu, die mir w\u00e4hrend meiner Neckermann- Abiturphase den Weg kreuzten und sp\u00e4ter beim Stupidieren an der Unit\u00e4t. Wobei die stalinistischen Knechte der SEW (<em>Dabei handelte es sich um den westlichen Appendix der SED. Zur Erinnerung: Dieser Verein erhielt bei Wahlen in den Coca-Cola-Sektoren immer weniger Stimmen, als sie eingetragene Mitglieder aufwiesen.<\/em>) immer wieder sehr lustig daherkamen. Obwohl sich deren ideologischen Krankheitsbilder nicht viel von denen der anderen kommunistischen Kleingartenverb\u00e4nde unterschieden. In diese Rudel passten peripher viele GEW-ler genauso wie manche Sozis&#8230;<br \/>\nHier darf ich auf keinen Fall all jene Bekannten (<em>verschiedenster Couleur<\/em>) vergessen, die nach dem Mauerfall in den Ostparlamenten (<em>wie Ph\u00f6nixe aus den Aschentonnen<\/em>) auftauchten oder im Bundestag landeten&#8230;<br \/>\nNun lehnt sich mal wieder ein ganz wichtiger Mann aus dem Fensterchen seines Elfenbeint\u00fcrmchens.<br \/>\nBin immer wieder skeptisch, wenn Leute irgendwo auftauchen, wie nach einer unbefleckten Empf\u00e4ngnis. Die sterzeln einfach nach ihrem Abitur in der Weltgeschichte herum, sammeln irgendwann Titel (<em>vielleicht mit Hilfe von Plagiaten<\/em>) und h\u00e4ngen sich schlie\u00dflich \u00fcberall rein. Wissen nicht nur alles, sondern alles auch viel besser und werden von Gott und der Welt hofiert.<br \/>\nEgal in welchen Medien Guru Bolz sich einbringt, seine Betrachtungen nehme ich ihm nicht ab.<br \/>\nFand in der <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!62281\/\">Sch\u00fclerzeitung<\/a> etwas, was nicht viel besser klingt als der Artikel in der heutigen <a href=\"http:\/\/www.bz-berlin.de\/aktuell\/deutschland\/piraten-heute-sind-wie-die-gruenen-damals-article1422273.html\">Springerausgabe<\/a> \u2013 die auch noch unter \u201e<em>Anal<\/em>yse\u201c firmierte.<!--more--><br \/>\nWenn alles so einfach w\u00e4re, wie es ewig in den populistischen Zeilen vom \u201eDandy der Medientheorie\u201c (<em>Wie die ZEIT ihn mal titulierte<\/em>) klingt.<br \/>\nWie hei\u00dft es irgendwo?<br \/>\n<em>&#8230;Die Piraten stellen die richtigen Fragen \u2013 aber ihre Antworten sind falsch. <\/em><br \/>\nEr sollte sich doch mal entscheiden, fragen die Jungs und M\u00e4deln nun oder antworten sie? Zumindest ist der Ansatz doch lobenswert \u2013 richtige Fragen zustellen!<br \/>\nM\u00f6chte keinem zu nahe treten. Was soll ich aber davon halten, wenn schon leicht demente, unter ED-Leidende Politsenioren sich zwanghaft mit Problematiken auseinandersetzen, denen sie schon lange nicht mehr folgen k\u00f6nnen und dabei permanent falsche Antworten auf Fragen geben, die jemanden mit gesundem Menschenverstand noch nicht mal ansatzweise einfallen w\u00fcrde&#8230;<br \/>\nIrgendwo steht dann folgender Satze, der erst mal richtig gut klingt: <em>&#8230;Die Piraten sind schreckliche Simplifikateure. <\/em><br \/>\nDas klingt fast nach Copyright. Mit diesem Begriff w\u00fcrde ich ganz andere Niesfische bedenken.<br \/>\nWeiter geht es: <em>&#8230;Aber das ist das Recht der Jugend.<\/em><strong>*<\/strong><br \/>\nMitnichten!<br \/>\nHerr N.B., aus B, beendet seine Zeilen in der BZ: <em>&#8230;Die Gr\u00fcnen waren einmal ein Skandal und ein \u00c4rgernis. <\/em><br \/>\n<strong>&#8211; <\/strong>Richtig, bei Meinungsmachern, spie\u00dfigen Kleinb\u00fcrgern, Empork\u00f6mmlingen &#8211; den ewig gestrigen der etablierten Parteien, die sich um ihre Privilegien sorgten &#8211; den Wassertr\u00e4gern des Kapital und sonst was f\u00fcr Kriechern und Duckm\u00e4usern&#8230;<br \/>\n<em>&#8230;Heute sind sie die Vorzeigeb\u00fcrger einer \u00f6kologischen \u00d6konomie. <\/em><br \/>\n<strong>&#8211; <\/strong>Wo stammt denn diese Erkenntnis her? Und solche \u201eWeisheiten\u201c kann man in seinen Seminaren erlauschen?<br \/>\nOhhh, mein Gott&#8230;<br \/>\nIm Zusammenhang mit Artikeln von Prof. Dr(<em>?!<\/em>) Norbert Bolz f\u00e4llt mir auf, er scheint ein Faible f\u00fcr den Begriff \u201eDumm\u201c und deren daraus resultierenden Wortgebilden zu sein.<br \/>\nMacht aber nichts.<br \/>\nJedem Tierchen sein Pl\u00e4sierchen!<br \/>\nBeim neuen Bupr\u00e4si ist es die \u201eFreiheit\u201c!<br \/>\n<strong><br \/>\nFu\u00dfnote:<\/strong> (<strong>*<\/strong>)<br \/>\nBeim Herrn Professor gehe ich mal davon aus, dass ihm Dr. Albert Schweitzer etwas sagt.<br \/>\nBei so manchem jungen Piraten w\u00e4re ich mir da nicht so sicher.<\/p>\n<p><strong>wg. Simplifikation<\/strong><br \/>\nAls ich 1969, kurz nach meiner Bereitschaftsbullenzeit, die folgenden Zeilen las, war ich m\u00e4chtig erschrocken. Zumal 18 Monate einer total sinnlos verbrachten Zeit hinter mir lagen. Vor der mich die Meue gewarnt hatte &#8211; \u201ePass auf Alter! Bei diesem Haufen wirst du unter Umst\u00e4nden schwul, pervers und arbeitsscheu!\u201c<br \/>\nJene vergangenen anderthalb Jahre und das B\u00fcchlein aus dem diese kurze Passage stammt, sollten fortan als leichte Richtschnur f\u00fcr mein weiteres Leben gelten.<br \/>\nEs begann damit, dass ich unmittelbar meinen Facharbeiter nachholte, fast zweieinhalb Jahre wurde sogar auf \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Alloholkonsum und Chemie verzichtete&#8230;<br \/>\nIrgendwann erwischte es auch mich dann ziemlich schnell&#8230;<br \/>\nIm Anschluss verlief alles mit den zyklischen H\u00f6hen und Tiefen bis in die heutigen Tage hinein.<br \/>\nAuch wenn man versucht, sich nicht von allen Zw\u00e4ngen kaschen zulassen und dabei einen Rest von relativ vern\u00fcnftiger Lebensqualit\u00e4t erh\u00e4lt, ist man nicht gefeit gegen die t\u00e4gliche Unbill, heraufbeschworen von irgendwelchen Arschgeigen&#8230;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/12decode.de\/zonenklaus\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/marabu2-\u00e4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-16779\" src=\"http:\/\/12decode.de\/zonenklaus\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/marabu2-\u00e4-106x150.jpg\" alt=\"\" width=\"106\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/marabu2-\u00e4-106x150.jpg 106w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/marabu2-\u00e4-213x300.jpg 213w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/marabu2-\u00e4.jpg 663w\" sizes=\"auto, (max-width: 106px) 100vw, 106px\" \/><\/a>1920, mit 45 Jahren schreibt Albert Schweitzer \u00fcber seine Ideale der Jugendzeit:<\/p>\n<p>&#8220;Die \u00dcberzeugung, dass wir im Leben darum zu ringen haben, so denkend und so empfindend zu bleiben, wie wir es in der Jugend waren, hat mich wie ein treuer Berater auf meinem Wege begleitet. Instinktiv habe ich mich dagegen gewehrt, das zu werden, was man gew\u00f6hnlich unter einem &#8220;reifen Menschen&#8221; versteht.<br \/>\nDer Ausdruck &#8220;reif&#8221; auf den Menschen angewandt, war mir und ist mir noch immer etwas Unheimliches. Ich h\u00f6re dabei die Worte Verarmung, Verk\u00fcmmerung, Abstumpfung als Dissonanzen miterklingen. Was wir gew\u00f6hnlich als Reife an einem Menschen zu sehen bekommen, ist eine resignierte Vern\u00fcnftigkeit. Einer erwirbt sie sich nach dem Vorbilde anderer, indem er St\u00fcck um St\u00fcck die Gedanken und \u00dcberzeugungen preis gibt, die ihm in seiner Jugend teuer waren.<br \/>\nEr glaubte an die Menschen; jetzt nicht mehr.<br \/>\nEr glaubte an das Gute; jetzt nicht mehr. Er eiferte f\u00fcr Gerechtigkeit; jetzt nicht mehr.<br \/>\nEr vertraute in die Macht der G\u00fctigkeit und der Friedfertigkeit; jetzt nicht mehr.<br \/>\nEr konnte sich begeistern; jetzt nicht mehr.<br \/>\nUm besser durch die F\u00e4hrnisse und St\u00fcrme des Lebens zu schiffen, hat er sein Boot erleichtert.<br \/>\nEr warf G\u00fcter aus, die er f\u00fcr entbehrlich hielt. Aber es war der Mundvorrat und der Wasservorrat, dessen er sich entledigte.<br \/>\nNun schifft er leichter dahin, aber als verschmachtender Mensch.<br \/>\nIn meiner Jugend habe ich Unterhaltungen von Erwachsenen mitangeh\u00f6rt, aus denen mir eine das Herz beklemmende Wehmut entgegenwehte. Sie schauten auf den Idealismus und die Begeisterungsf\u00e4higkeit ihrer Jugend als auf etwas Kostbares zur\u00fcck, das man sich h\u00e4tte festhalten sollen. Zugleich betrachten sie es als eine Art Naturgesetz, dass man das nicht k\u00f6nne.<br \/>\nDa bekam ich Angst, auch einmal so wehm\u00fctig auf mich selber zur\u00fcckschauen zu m\u00fcssen. Ich beschloss, mich diesem tragischen Vern\u00fcnftigwerden nicht zu unterwerfen. Was ich mir in fast knabenhaftem Trotze gelobte, habe ich durchzuf\u00fchren versucht.<br \/>\nZu gern gefallen sich die Erwachsenen in dem traurigen Amt, die Jugend darauf vorzubereiten, dass sie einmal das meiste von dem, was ihr jetzt das Herz und den Sinn erhebt, als Illusion ansehen wird. Die tiefere Lebenserfahrung aber redet anders zu der Unerfahrenheit: Sie beschw\u00f6rt die Jugend, die Gedanken, die sie begeistern, durch das ganze Leben hindurch festzuhalten.<br \/>\nIm Jugendidealismus erschaut der Mensch die Wahrheit. In ihm besitzt er einen Reichtum, den er gegen nichts eintauschen soll.&#8221;<\/p>\n<p>Schweitzer, Albert<br \/>\n<strong>Die Ehrfurcht vor dem Leben<\/strong><br \/>\nGrundtexte aus f\u00fcnf Jahrzehnten<br \/>\n8. Auflage 2003. 167 S.: Paperback<br \/>\nC.H.BECK ISBN 978-3-406-49448-2<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8211; Dieser Vergleich ist eine Beleidigung! Wer waren da wohl seine IM\u00b4s? Was hatte ich zu meinen Zonenzeiten f\u00fcr Deppen kennengelernt, die in der Politik landeten. Damals war es mit einem gro\u00dfen Vorteil behaftet, dass ich solche Nasen niemals wieder begegnete. Dies entwickelte sich im Westen anders. Mit aufsteigenden Gewerkschaftsblindfischen pflegte ich jahrelangen Kontakt. 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