{"id":17675,"date":"2012-06-02T23:43:14","date_gmt":"2012-06-02T22:43:14","guid":{"rendered":"http:\/\/12decode.de\/zonenklaus\/wordpress\/?p=17675"},"modified":"2017-10-17T10:11:42","modified_gmt":"2017-10-17T09:11:42","slug":"tatowier-kunst-im-knasthotel-von-kassel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=17675","title":{"rendered":"T\u00e4towier-Kunst im Knasthotel von Kassel"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.gmx.net\/themen\/lifestyle\/leben\/36986d0-taetowier-kunst-documenta-knasthotel\">Die andere Seite der 13ten dOCUMENTA<\/a><!--more--><\/p>\n<p>&#8230;Nie wieder in meinem Leben habe ich jemals wieder einen solch bauernschlauen Typen wie Ari kennen gelernt, der nebenher \u00fcber ein unersch\u00f6pfliches Repertoire an Witzen und Geschichten verf\u00fcgte, au\u00dferdem Unmengen von Kartentricks und Taschenspielereien kannte. Seinen gesamten K\u00f6rper zierten T\u00e4towierungen und zu jedem Bildchen geh\u00f6rte eine entsprechende Story.<br \/>\nDies mit den K\u00f6rperbemalungen war sowieso ein Ding f\u00fcr sich.<br \/>\nIm Knast gab es &#8220;Drei mal Sieben&#8221; (21 Tage) versch\u00e4rften Bunker, wurde man mit frischen Tattoos erwischt. Trotzdem schien es bei bestimmten Leuten die beliebteste Freizeitbesch\u00e4ftigung zu sein. Da existierten farbige Gem\u00e4lde, deren Herstellung Monate dauerten, ebenso ganz witzlose, selbst gefertigte Sticheleien.<br \/>\nDer um den Hals geschlungene Strick mit dem Spruch drauf: <em>Mein Kopf geh\u00f6rt dem Henker! <\/em>&#8211; war simpel. Die Jungs und M\u00e4dels \u00fcbertrumpften sich gegenseitig mit ihren Malen und stellten sie stolz zur Schau.<br \/>\nDa prangte \u00fcber dem Schwanz: <em>Mamas Liebling, Vorsicht! Kein Trinkwasser!<\/em><br \/>\n\u00dcber den Sitzwangen stand: <em>Durch diese hohle Gasse muss er kommen!<\/em><br \/>\nEiner hatte sich auf die Arschbacke eine Maus t\u00e4towieren lassen, die mit ihrem Vorderteil schon im Loch verschwunden war.<br \/>\nHakenkreuze und SS Runen im Mund, hinter den Lippen, unter der Zungenspitze, auf der inneren Vorhaut, ganz winzige Ausf\u00fchrungen unter den Augenlidern&#8230;<br \/>\nEine andere Variante des Sonnenzeichens fand sich auf dem zum Daumen gerichteten Seite des Zeigefingers wieder. War er ausgestreckt ergaben sich nur Striche, zusammengewinkelt das Hakenkreuz.<br \/>\nDen Sack optisch in einen Tabaksbeutel umgestaltet, den Schwanz als Reptil oder Schlange &#8220;versch\u00f6nert&#8221;&#8230;<br \/>\nZu fortgeschrittener Stunde, angezecht in der Bahnhofskneipe, erlebte ich in trauter Runde die Vorf\u00fchrung der bis dato witzigsten T\u00e4towierung.<br \/>\nRosemarie provozierte mit ihrer Art ungemein, wenn sie mal wieder unter uns hockte, um ihren Hormonhaushalt in Ordnung zu bringen. Ansonsten war das gestandene Weibsbild mit einem schwinds\u00fcchtig aussehenden M\u00e4nnchen verheiratet und vierfache Mutter.<br \/>\nObwohl ihre Anwesenheit regelm\u00e4\u00dfig die Luft zum Brennen brachte, fand ich sie sehr nett. Urkomisch war immer der pl\u00f6tzliche Wandel aller anwesenden Typen, wenn diese Frauenzimmer auftauchte &#8211; regelm\u00e4\u00dfig begannen Balzereien, die blutig endeten.<br \/>\nIn der oberen Bahnhofskneipe gab es fortw\u00e4hrend Probleme wegen der Sitzordnung. Vierertische durften bei den meisten Kellnern nicht zusammengestellt werden, also wurden sie etwas n\u00e4her aneinander ger\u00fcckt.<br \/>\nTauchte dann noch Rosi auf, war alles zu sp\u00e4t.<br \/>\nJeder wollte sie an seinen Tisch bugsieren. Bekanntlich guckte sie zur vorger\u00fcckten Stunde jemanden aus, um es anschlie\u00dfend ein paar hundert Meter weiter hinter dem Bahnhof, auf dem Gel\u00e4nde der ehemaligen Ziegelei, mit ihm ausgelassen zu treiben. Ein Spleen haftete ihr an. Madame trieb es nie zweimal mit dem Gleichen. Allerdings war ihr manchmal auch danach, sich gleichzeitig von mehreren vernaschen zulassen. Kam Rosel am entsprechenden Abend auf ihre Kosten, tauchte sie vor Schankschluss erneut auf und schmiss abschlie\u00dfend noch eine Lage.<br \/>\nEigentlich war Rosemarie ein Aas, denn an solchen Abenden stellte sie ihre sehr weiblichen Attribute noch mehr zur Schau. Brachte damit jene ausgehungerten Jungs sofort zum Kochen, wenn sie durch die Kneipe scharwenzelte. Lachend wurden alle Leute rechts und links mit Ohrfeigen bedacht, die ihren strammen Arsch t\u00e4tschelten wie den eines Drei-Taler-Gauls. Allein ihr gro\u00dfz\u00fcgiges Dekollet\u00e9 trieb so manchem unterv\u00f6gelten Kerl Tr\u00e4nen in seine Stielaugen.<br \/>\nEines abends wurde Madame total fuchsig, als jemand behauptete ihre riesigen Titten w\u00fcrden h\u00e4ngen. Diese Bemerkung konnte so nicht im Raum stehen bleiben und f\u00fchrte nebenher zu einer kurzen, aber heftigen Schl\u00e4gerei. Wobei man den &#8220;Verleumder&#8221; sofort durch die Kneipe pr\u00fcgelte und drau\u00dfen die Treppe runter warf.<br \/>\nAnschlie\u00dfend wurde am Tisch noch weiter \u00fcber die Form ihrer Br\u00fcste gestritten, was zu weiteren Verwicklungen f\u00fchrte. Man einigte sich schlie\u00dflich, bei ihr die Bleistiftpr\u00fcfung vorzunehmen. Wobei die Meinung aufkam, dass ohne weiteres unter Ihre Quarktaschen eine ganze Federmappe passen w\u00fcrde.<br \/>\nMeines Erachtens war dies noch gesch\u00f6nt!<br \/>\nDenn mir schien es, dass unter ihren riesigen M\u00f6psen meine Schulmappe verschwinden konnte, was ich aber nicht zum Besten gab.<br \/>\nIrgendwann sprang die beleidigte Leberwurst auf, begab sich im Nachbarraum an den Tresen, kam mit einem doppelten Schnapsglas zur\u00fcck und fragte keck in die Runde, wer denn nun immer noch der Meinung sei, dass sie h\u00e4ngende Br\u00fcste h\u00e4tte. Ehe jemand etwas \u00e4u\u00dfern konnte, lagen ihre immensen Wucherungen aus Bindegewebe frei, augenblicklich kauerte Rosi entsprechend auf der Sitzgelegenheit und stellte das Gl\u00e4schen auf einer Rundung ab.<br \/>\n&#8220;H\u00e4ngen sie nun oder nicht?&#8221;<br \/>\nDas Chaos wurde perfekt, denn fast alle meinten, dass sie mogelte, weil sie sich auf dem Stuhl zu weit nach hinten lehnte. Baff starrten wir auf ihre freigelegten Milchdr\u00fcsen, die auf dem angehenden B\u00e4uchlein wie \u201em\u00e4chtig, gewaltige\u201c Flaschenk\u00fcrbisse prangten. Kreischend ergriff sie anschlie\u00dfend das Glas und kippte den Inhalt dem N\u00e4chstsitzenden ins Gesicht.<br \/>\n&#8220;Fakt ist! An diese Br\u00fcste kommen solche geilen Tiere wie ihr nicht&#8230;!&#8221;<br \/>\nIn dem ganzen Durcheinander setzte Icke noch etwas drauf.<br \/>\nW\u00e4hrend Rosemarie sich oben herum wieder ordnete, nestelte er an seinem Hosenstall herum.<br \/>\n&#8220;Icke hab zwar nich solch gro\u00dfe Titten wie die Olle, kann aber mit wat anderem dienen, wat sicher ooch keener von euch hat!&#8221;<br \/>\nDabei kramte er seinen erigierten Jogi raus und hielt ihn an die Tischkante, dabei konnten wir sehen, dass sich auf seinem Schwanz ein t\u00e4towiertes Bandma\u00df befand.<br \/>\nDas einhergehende Kreischen und Lachen brachte die Trapo auf den Plan, wir mussten augenblicklich bezahlen und wurden vom Bahnhofsgel\u00e4nde verwiesen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die andere Seite der 13ten dOCUMENTA<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[37],"tags":[],"class_list":["post-17675","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-gmx-war-dabei"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17675","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=17675"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17675\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":30222,"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17675\/revisions\/30222"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=17675"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=17675"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=17675"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}