{"id":19232,"date":"2012-10-24T05:02:23","date_gmt":"2012-10-24T04:02:23","guid":{"rendered":"http:\/\/12decode.de\/zonenklaus\/wordpress\/?p=19232"},"modified":"2012-10-24T05:02:23","modified_gmt":"2012-10-24T04:02:23","slug":"schavans-freudsche-schwache-das-ist-doch-alles-lange-her","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=19232","title":{"rendered":"Schavans freud&#8217;sche Schw\u00e4che &#8211; Das ist doch alles lange her"},"content":{"rendered":"<p>Langsam kommt es mir vor, als ob eine sehr agile Riege von Claqueuren und Hofberichterstatter alles daran setzen, dass sich Frau Professor Doktorin(?!) Schavan noch weitere 32 Jahre ihres Teil-Plagiates oder soll man besser sagen, ihres Drittel- bzw. Dreiviertel-Doktortitels erfreuen kann. Was da nun zur Besch\u00f6nigung an den Haaren herangezogen wird, geht langsam auf keine Milka-Kuhhaut mehr drauf.<br \/>\nHat <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/kolumne-leichts-sinn-schavans-freudsche-schwaeche\/7281074.html\">Onkel Robert<\/a> \u00fcberhaupt geschnallt, dass er genau die gleiche Messlatte anlegt, die er dem SPD-Fraktionsgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Thomas Oppermann abspricht? Er z\u00e4umt seinen Gaul lediglich von der anderen Seite auf. Witzig kommt dann seine Interpretation daher, er versucht es folgenderma\u00dfen hinzu biegen: Eine T\u00e4uschung &#8211; oder gar F\u00e4lschung kann nicht vorliegen, <em>deshalb kann von T\u00e4uschung oder F\u00e4lschung keine Rede sein. H\u00f6chstens von der Faulheit der Promovierenden.<\/em> Er bringt in dem Moment einen ganz anderen Aspekt ins Spiel. Frau Dr?! S. scheint mit Unterst\u00fctzung ihrer Faulheit an das K\u00fcrzel gekommen zu sein? Wie soll ich das sonst verstehen? Da hat sie schon Plato, Thomas von Aquin, Kant, Sigmund Freud und Daisy Duck<strong> (<\/strong>Gerade bei D.D trifft zu &#8211; <em>Dieses rekapitulierende Pr\u00e4ludium ist eine m\u00fchselige Archivarbeit,  hilft freilich beim Schutz vor (schein-)originellen (Eigen-)Gedanken und  dient nat\u00fcrlich auch der Selbstschulung.<\/em><strong>)<\/strong> nicht im Original verarbeitet, sondern Sekund\u00e4rliteratur abgepinselt und nicht kenntlich gemacht.<br \/>\nWeshalb diskreditiert Meister Leicht \u00fcberhaupt all jene, die ihre Doktorarbeit schwer erarbeitet haben und sich durch Originalwerke durcharbeiteten? Weshalb regt sich eigentlich nichts aus dieser Ecke, denn mit solchen Aussagen, wie in dem Artikel dargelegt, relativiert er doch alle wissenschaftlichen Arbeiten.<br \/>\nWas ist dieser Titel dann letztendlich noch wert?<!--more--><br \/>\nEr pusht damit allerdings auch all jene Leute nachtr\u00e4glich auf, die wegen psychischer Probleme unbedingt diese beiden Buchstaben anstrebten, die sich durch geschlechtsspezifischen Aktionismus billig den Titel besorgten oder solche Narren, die nie einen Federstrich t\u00e4tigten, aber schon lange mit dem \u201eDr.\u201c kokettieren&#8230;<br \/>\nAls das Sch\u00e4rfste empfinde ich sein Res\u00fcmee &#8211; bei mir kommt es so an, dass damit Totschl\u00e4ger und Plagiatoren auf eine Ebene gestellt werden und er eine Generalamnestie f\u00fcr alle geouteten Lala-Doktoren fordert.<br \/>\nDer Artikel von <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/annette-schavan-das-ist-doch-alles-lange-her\/7279354.html\">Anna Sauerbrey<\/a> ist noch lustiger. Es beginnt mit dem Photo, worunter der folgende Satz steht: <em>\u201eAnnette Schavan k\u00e4mpft um ihre Doktorw\u00fcrde\u201c<\/em>. Dies l\u00e4sst sich an ihrem ungemein k\u00e4mpferischen Blick erkennen!<br \/>\nWer da nun, und wie, als Alibi herhalten muss, bringt mich zum Quietschen. Denn darin werden Eierkohlen mit Kartoffeln verglichen und jenes Gemenge als Jugends\u00fcnden abgetan. Bill Boy hat gekifft, <strong>(<\/strong>Lie\u00df sich gerne einen blasen &#8211; Was doch f\u00fcr ihn spricht.<strong>)<\/strong>, Grass war bei der Waffen-SS <strong>(<\/strong>Seine Verschwiegenheit in der Angelegenheit spricht B\u00e4nde \u00fcber sein Verh\u00e4ltnis zur Wahrheit.<strong>)<\/strong> <em>und Annette Schavan hat eine Doktorarbeit geschrieben.<\/em><br \/>\nWeshalb wird ihr \u201eWerk\u201c eigentlich so \u201etopsecret\u201c geh\u00e4ndelt, als ob es sich dabei um die Geheimformel f\u00fcr das ewige Leben handelt?<br \/>\nHier komme ich mal zu der merkw\u00fcrdigen Definition von den \u201eJugends\u00fcnden\u201c der drei Genannten.<br \/>\nClinton, da wurde sich geeinigt, nuckelte zwar an einem bewiesenen Joint &#8211; aber inhalierte nicht! Wenn G\u00fcnni damals Courage gezeigt h\u00e4tte, st\u00e4nde seine langj\u00e4hrige Phase der Reinkarnation des erigierten moralischen Zeigefingers der Nation heute noch in einem anderen Licht. Letztlich waren beider \u201eVerfehlungen\u201c nicht entscheidend f\u00fcr ihren weiteren Lebensweg.<br \/>\nBei Frau Professor Doktorin S. sieht es aber anders aus. Statt eines entsprechenden geradlinigen Weges \u00fcber Diplom oder Magister, w\u00e4hlte sie etwas von mittenmang, nicht Fisch nicht Fleisch &#8211; deshalb bliebe ihr ohne Dr. &#8211; nur die Erinnerung.<br \/>\n<em>&#8230;Seitdem hat sie eine Vielzahl \u00f6ffentlicher \u00c4mter und Mandate wahrgenommen. Sie war Vorsitzende der Jungen Union&#8230;<\/em><br \/>\nAls Basis daf\u00fcr muss ihr Titel angesehen werden, ansonsten w\u00e4re A.S. auf irgendeinem Amt versauert und sp\u00e4ter nie in die jetzige Position gerutscht. Eigentlich k\u00f6nnte man fast sagen, ihren Weg machte sie als Hochstaplerin.<br \/>\n<em>&#8230;Andere \u2013 Parteifreunde, Wissenschaftler, Kommentatoren \u2013 halten dagegen, man m\u00fcsse ihr ihre (wie auch immer zu bewertenden) Fehler als \u201eJugends\u00fcnden\u201c nachsehen..<br \/>\n&#8230;Der Rigorismus, den manche hier am Werk sehen, steht im Widerspruch zu unserer Vorstellung vom frei handelnden Menschen. Der Mensch, so m\u00f6chten wir es, wird nicht auf die Schiene des Lebens gesetzt und dampft darauf voran, gesteuert aus einer fernen Leitstelle f\u00fcr moralische Determination. Einmal gemachte Fehler bestimmen seinen Weg nicht, im Gegenteil. Wir halten uns f\u00fcr wandelbar. <\/em><br \/>\nDer letzten Satz sagt alles \u00fcber den Zeitgeist aus &#8211; er beinhaltet einen gewaltigen Trugschluss, den die meisten Leute aufsitzen &#8211; <em>WIR halten uns f\u00fcr wandelbar<\/em>, sind es aber nicht! Heutzutage ist in, sich jeder Lebenslage anzupassen, wie tote Fische im Strom und auch dort nur nicht auffallen! Am idealen mediengerechten \u201eMenschenbild\u201c bastelt die Meute gegenseitig herum und alles St\u00f6rende wird mit politischer Korrektheit gedeckelt, \u00fcbrig bleiben entsprechend funktionierende Abziehbilder, die ein anderen kriecherisch hofieren.<br \/>\nWer noch in der Lage ist, sich selbst zu reflektieren, hat auch begriffen, dass alle begangene Fehler letztendlich Bausteine seiner selbst sind.Es kommt ansonsten nicht darauf an, wie oft man auf die Fresse fliegt, sondern wie schnell man wieder aufrecht steht, dazu geh\u00f6rt ebenso, dass man ohne Wenn und Aber auch zu seinen Blessuren steht!<br \/>\nM\u00f6ge es der Herr oder die Dame da oben so richten, dass mir Leute eines Schlages, wie Sauerbrey, Leicht oder Schavan <strong>(<\/strong>mit oder ohne Dr.<strong>)<\/strong>, niemals meine Wege kreuzen m\u00f6gen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Langsam kommt es mir vor, als ob eine sehr agile Riege von Claqueuren und Hofberichterstatter alles daran setzen, dass sich Frau Professor Doktorin(?!) 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