{"id":19512,"date":"2012-12-08T20:54:37","date_gmt":"2012-12-08T19:54:37","guid":{"rendered":"http:\/\/12decode.de\/zonenklaus\/wordpress\/?p=19512"},"modified":"2012-12-09T22:40:11","modified_gmt":"2012-12-09T21:40:11","slug":"bilanz-der-klimakonferenz-in-doha","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=19512","title":{"rendered":"Bilanz (?) der Klimakonferenz in Doha (I)"},"content":{"rendered":"<p>Eigentlich hatte ich mich am gestrigen Abend nur wegen des endw\u00f6chentlichen Fricko-Events aus der H\u00f6hle entfernt, bin schlie\u00dflich etwas l\u00e4nger versackt.<br \/>\nIm Wirtshaus wurde einiges angesprochen, was mir echt am Arsch vorbei ging. Auf der anderen Seite staute sich neuerlicher Unwillen auf, hatte ich doch morgens bereits einen ganz \u201ewichtigen\u201c Beitrag zur weltgr\u00f6\u00dften Masturbationsperformance in Doha gelauscht.<br \/>\nWieder daheim &#8211; wurde erstmal einen koffeinhaltigen Sud ges\u00fcffelt, dann wollte ich weitersehen&#8230;<br \/>\n<strong>&#8211; <\/strong>Der Rest vom gestrigen Schrieb fiel heute meiner eigenen Zensur zum Opfer.<br \/>\nRetour zum angesprochenen <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/interview\/1943463\/\">Interview<\/a> auf d-radio, es begann bezeichnender Weise, wie dieses merkw\u00fcrdige Happening endete &#8211; chaotisch und nichtssagend. Anfangs kam noch nicht mal eine Verbindung zustande, es ging auch nicht hervor, ob diese Tante dort unten hockte, was letztlich bei ihrem abgelieferten Blabla sowieso keine Rolle spielte.<br \/>\nDer Blick ins Netz belehrte mich eines Besseren.<br \/>\nLili Fuhr scharwenzelte dort unten herum in der Funktion einer \u201eReferatsleiterin der Internationalen Umweltpolitik\u201c des \u201eINFO- und EXPERTENDIENSTes Heinrich-B\u00f6ll-Stiftung.\u201c (<em>Klingt doch erstmal janz jeil!<\/em>)<br \/>\nNach ihren \u201ebedeutsamen\u201c Aussagen zu urteilen, schien es mir aber so, dass L.F. von ihren Auftraggebern lediglich auserkoren ward, da sie auf Grund ihres <em>Unit\u00e4ts<\/em>abschlusses (<em>Diplom-Geographin<\/em>) wusste, wo man dieses Nest finden konnte.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Doha<\/strong>, Doha<strong>!?<\/strong><br \/>\nDer weitgereiste Weltenb\u00fcrger kannte bisher dieses Nest nur von irgendwelchen Zwischenlandungen gen Fernost und in umgekehrter Richtung &#8211; unsereins, weil von dort \u201e<a href=\"http:\/\/www.aljazeera.com\/watch_now\/\">Al Jazeera<\/a>\u201c sendet.<\/p>\n<p><strong>&#8211; <\/strong><em>Mich verschlug es mal nach Bahrein, weil es auf dem R\u00fcckflug von Rotchina Probleme mit der 747 gab, sich unser Pilot zu einer unvorhergesehenen Landung entschloss, ehe die Taube es ohne sein Eingreifen selbst erledigte. Danach d\u00fcste der vorsichtige Mann mehr als eine Stunde \u00fcber den Emiraten herum. Schon recht merkw\u00fcrdig, wenn solch eine Durchsage erklingt und anschlie\u00dfend nichts zur sofortigen Landung unternommen wird, zumal jeder angeschnallt in seinem Sesselchen klemmen musste.<br \/>\nBei dem ewigen Potenzgehabe der dort ans\u00e4ssigen Sippen, die allesamt ihr Erd\u00f6l als pekuni\u00e4res Viagra einsetzen, existieren \u00fcberall in der W\u00fcste Airports, n\u00e4chtens glei\u00dfend erleuchtet &#8211; aber niemand wollte uns haben.<br \/>\nScheinbar feilschten alle, wie auf dem Basar um Landegeb\u00fchren, vielleicht musste British Airways aber nur irgendwo in einen Totenbriefkasten, erst das Bakschisch deponieren. M\u00f6glicherweise schlief aber das gesamte Bodenpersonal bereits oder sie gaben sich gerade der Zwiesprache mit ihrem Propheten hin.<br \/>\nEndlich unten, verkroch ich mich sofort und ratzte augenblicklich ein. Pl\u00f6tzlich emsiges Treiben, haufenweise wuselten Uniformierte umher, die alle Passagiere aus dem Transitraum scheuchten, aber am kontrollierenden Zoll vorbei &#8211; gegen 2 Uhr Ortszeit.<br \/>\nBei den Kommunisten fast drei Wochen VIP-Behandlung erfahren, man kam sich oft vor wie ein rohes Ei, glich dies nun einem Kontrastprogramm.<br \/>\nEndlich an der Reihe, quatschten vor mir die beiden Klamottenschn\u00fcffler ewig von \u201eWeapons\u201c, sollte deshalb den gesamten Inhalt meines Rucksacks auspacken, w\u00e4hrenddessen sie sich an meinem anderen, auch etwas gr\u00f6\u00dferen Stoffbeh\u00e4ltnis zu schaffen machten. Lachend alles begutachteten: eine 80 cm gro\u00dfe menschliche Figur, mehrere \u00fcberdimensionierte Ohren, verkleinerte H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe, alles aus Plastik, versehen mit den Meridianen f\u00fcr Akupunktur, nebst entsprechender Literatur &#8211; die sich sp\u00e4ter allesamt als sehr schlechte \u00dcbersetzungen herausstellten.<br \/>\nIrgendwann reichte es mir und zeigte keine Regung den Rucksack zu \u00f6ffnen. Laberte deshalb leise aber unfl\u00e4tig im Berliner Dialekt zur\u00fcck. Auf Anfragen \u00fcbersetzte G. mein Gen\u00f6le in h\u00f6fliches Oxford-Englisch, was mich noch w\u00fctender machte. Meine \u201eSimultandolmetscherin\u201c lie\u00df nebenher noch einflie\u00dfen, dass die Gef\u00e4ngnisse in Bahrein bestimmt nicht so komfortabel seien, wie in der DDR&#8230;<br \/>\nDas reichte mir, schob daraufhin mein gesamtes Ger\u00f6del den Kontrolletties entgegen, \u201ewisst ihr was, diesen ganzen Schei\u00df schenke ich euch, steckt ihn irgendwo hin, lasst mich gef\u00e4lligst in Ruhe\u201c, zog meine Papiere aus der Hand des Z\u00f6llner, spazierte in den Nachbarraum und machte es mir augenblicklich wieder auf dem Boden bequem.<br \/>\nVerdutze schleppte ein Wei\u00dfkittel, im landes\u00fcblichen Schick, die beiden Gep\u00e4ckst\u00fccke hinterher und stellte sie vorsichtig in der N\u00e4he ab. Mein Verhalten f\u00fchrte zu einiger Unruhe bei vielen Wartenden, denn endlich rebellierten andere Leute auch, da sie nicht einsahen, was diese Aktion \u00fcberhaupt sollte. Denn in wenigen Stunden musste die gleiche Prozedur in umgekehrter Richtung wiederholt werden, zumal es sich nur um Passagiere unseres Fluges handelte, die wirklich alle hinausgekehrt wurden.<br \/>\nSp\u00e4ter etwas ausgeruht, ging von meiner Seite alles etwas ruhiger ab, bis die Frage zu den \u201eWeapons\u201c kam. Der Rucksack richtig knirsch gepackt, wollten diese Leute bis zum Boden vordringen. Deshalb erkundigte ich mich bei den neugierigen Mannen nach einem Messer und machte ihnen den Vorschlag, den Rucksack unten einzuschneiden, wo die beiden beanstandeten Teile klemmten.<br \/>\nEs hie\u00df nur, alles auspacken, aber nicht in einem angrenzendem Rau, nee, am Counter!<br \/>\nIch tat ihnen den Gefallen.<br \/>\nGut Ding braucht Weile, lie\u00df mir beim Entleeren sehr viel Zeit und beim Einpacken ebenso, w\u00e4hrend die beiden Z\u00f6llner sich angeregt unterhielten, dabei warfen sie keinen Blick auf den ganzen Haufen.<br \/>\nEndlich ein Auflachen ihrerseits beim Anblick der beanstandeten Gegenst\u00e4nde.<br \/>\nDie eine \u201e<\/em>Waffe<em>\u201c war der spacig aussehender<a href=\"http:\/\/www.xxcycle.fr\/stander-fur-lowrider-tubus,,de.php\"> Hinterbaufahrradst\u00e4nder<\/a> (<\/em>der so \u00e4hnlich aussah<em>), an dem ein ein halbrunder Werbebanner aus Metall pappte und deshalb mit viel krankhafter Phantasie f\u00fcr eine Mini-MPi gehalten wurde, als \u201e<\/em>Handgranate<em>\u201c erkannten die Jungs das Gewicht einer alten Balkenwaage&#8230;<br \/>\n<\/em><strong><br \/>\nFu\u00dfnote:<\/strong><br \/>\nDie n\u00e4chste unvorhergesehene Zwischenlandung fand wenige sp\u00e4ter in Rom statt, die zweist\u00fcndige Wartezeit konnte allerdings mit viel Zecherei im Flieger \u00fcberbr\u00fcckt werden&#8230;<\/p>\n<p><strong>Fortsetzung folgt!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eigentlich hatte ich mich am gestrigen Abend nur wegen des endw\u00f6chentlichen Fricko-Events aus der H\u00f6hle entfernt, bin schlie\u00dflich etwas l\u00e4nger versackt. 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