{"id":19900,"date":"2013-01-29T23:02:25","date_gmt":"2013-01-29T22:02:25","guid":{"rendered":"http:\/\/12decode.de\/zonenklaus\/wordpress\/?p=19900"},"modified":"2018-09-29T01:51:16","modified_gmt":"2018-09-29T00:51:16","slug":"%e2%80%9c-weil-nicht-sein-kann-was-nicht-sein-darf-%e2%80%9d","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=19900","title":{"rendered":"\u201c&#8230;weil nicht sein kann, was nicht sein darf&#8230;\u201d"},"content":{"rendered":"<p>Durch den <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/medien\/sexismus-talk-bei-jauch-wibke-bruhns-spricht-von-kuehen-und-stieren\/7695574-2.html\">TAGESSPITZEL <\/a>landete ich in der ARD-Mediathek.<br \/>\nF\u00fcr besagte Sendung lautet der Reklamespruch: <em>Der Polittalk aus dem Herzen der Hauptstadt: G\u00fcnther Jauch diskutiert in seiner Sendung sonntags nach dem Krimi mit interessanten G\u00e4sten aus Politik und Gesellschaft das Thema der Woche.<br \/>\nAktuell, relevant und bewegend. Die einst\u00fcndige Sendung ist live. <\/em><br \/>\nNat\u00fcrlich setzte der Quotenheinz im Gasometer auf das mediale Schattenboxen und alles lief unter der Rubrik: <em>Herrenwitz mit Folgen &#8211; hat Deutschland ein Sexismus-Problem?<\/em><\/p>\n<p>Gleich nach der Larvenpr\u00e4sentation im Rund wollte ich schon wegschalten, hielt es dann aber noch\u00a0 etwas aus und machte w\u00e4hrend der beginnenden 8. Minute den Abgang.<br \/>\nSo viel Expertentum neben einer fetten Erk\u00e4ltung kann man nicht gebrauchen.<br \/>\nBegn\u00fcgte mich nur mit dem Artikel, der warf wieder Fragen auf.<br \/>\nWas ich auch dort vermisste, niemand l\u00e4sst endlich mal r\u00fcberwachsen, was so ein alter, h\u00e4sslicher Pf\u00e4lzer in weinseliger Stimmung unter einem Herrenwitz versteht&#8230;<br \/>\nDaf\u00fcr besa\u00df Frollein S. den absoluten Durchblick, wie hie\u00df es da?<br \/>\n<em>&#8211; Sicher traf Alice Schwarzer den Kern der scheinbar so pl\u00f6tzlich \u00fcber uns hereingebrochenen Problematik. Sie gibt zu bedenken, dass die zunehmende Qualifikation von Frauen in der Arbeitswelt neue Verteilungsk\u00e4mpfe zwischen den Geschlechtern hervorruft. Sexistische Bemerkungen und anz\u00fcgliche Gesten aber geh\u00f6rten zum m\u00e4nnlichen Versuch der Machtsicherung, womit junge, professionelle Frauen nicht gerechnet hatten. Umso gr\u00f6\u00dfer nun deren Erwachen und Emp\u00f6rung. <\/em><br \/>\nInteressant sind nat\u00fcrlich ihre dargebotenen Windungen zur gedruckten Sprechblase&#8230;<br \/>\nVon den <em>sexistischen Bemerkungen<\/em>, den <em>anz\u00fcglichen Gesten<\/em>, die letztlich von Typen als f\u00fcrchterliche Waffe zur <em>Machtsicherun<\/em>g eingesetzt werden.<br \/>\nWenn<em> junge, professionelle Frauen<\/em> damit <em>nicht gerechnet hatten<\/em>, geh\u00f6ren sie auch nicht in solche Positionen, wo es auch darum geht den Typen Paroli zu bieten.<br \/>\nMit welchen Ma\u00dfeinheiten bedenkt denn Alitze die Gr\u00f6\u00dfe des <em>Erwachens und Emp\u00f6rung&#8230;<\/em><br \/>\nBei Letzterem empfinde ich lediglich ein geschlechtsspezifisches Zeter &amp; Mordio.<!--more--><br \/>\nWesentlich verst\u00e4ndlicher brachte es der Kommentar von Senta Berger r\u00fcber, sie wird mit ihrer Aussage zwar den <em>k\u00e4mpfenden<\/em> Geschlechtsgenossinnen in den R\u00fccken gefallen sein, allerdings geben die wenigen S\u00e4tze etwas von Lebenserfahrung wieder <strong>&#8211;<\/strong> <em>Es liegt an jedem selbst, sich dagegen zu wehren<\/em> <strong>&#8211;<\/strong> und zwar wenn solche Situationen anstehen! Da muss Mann\/Frau nicht auf eine F\u00fcrsprecherin bzw. auf das Rudel warten!<br \/>\nSo manche <em>K\u00e4mpferinnen<\/em> haben recht simple schwarz\/wei\u00df Malereien verinnerlicht, gef\u00fchlsm\u00e4\u00dfig kommt eine grunds\u00e4tzliche Einstellung hinzu, dass nicht sein kann, was nicht sein darf und dies verhindert auch m\u00f6gliche Ver\u00e4nderungen in zwischenmenschlichen Bereichen unter den Geschlechtern.<br \/>\nHaben diese Tanten \u00fcberhaupt mal registriert, dass solche Exzesse auch massenhaft von der weiblichen Seite ausgehen k\u00f6nnen?<br \/>\nMal zu mir, ich habe gewisse <em>sexistisch<\/em>e Anmachen niemals als solche empfunden, im Gegenteil, es bereitet mir schon zu Anfangszeiten Lustgewinn, habe immer versucht mit mir selber ins Reine zukommen, es als Lehrstoff f\u00fcr sp\u00e4ter verstanden und bin niemals damit hausieren gegangen&#8230;<br \/>\nUnter Schweigen und Genie\u00dfen wurden die manchmal recht unverst\u00e4ndlichen Eigenheiten des anderen Geschlechtes abgebucht. Bin dabei sehr gut gefahren, denn anders ging es ja auch nicht.<br \/>\nWenn mit noch keinen 15 Lenzen auf dem Buckel, eine mehr als dreimal \u00e4ltere Frau \u00fcberein herf\u00e4llt und gleich das ganze Programm abspielt &#8211; aber Holla die Waldfee&#8230;<br \/>\nNoch witziger ging es zwei Jahre sp\u00e4ter ab, da gab sich eine alte Bootverleiherin die Ehre. Bei dem Biest musste man sehr vorsichtig sein. Schl\u00e4ge auf die Arschbacken gingen ja noch, auch der Griff in die behaarte Brust, wenn sie einem aber voll in die Eier grabschte, war unter Umst\u00e4nden alles zu sp\u00e4t.<br \/>\nEgal was anlag, meistens war da noch ein Kahn angebunden, f\u00fcr den es <em>nie Ruder<\/em> gab. Wenn mein Kumpel dort auftauchte, fanden sich immer zwei an.<br \/>\nWie er das anstellte?<br \/>\nDa kam nur ein breites Grinsen, irgendwann sah ich es vom Kiosk aus. Der Typ ging in ihre kleine Butze, verschloss die T\u00fcr, nach wenigen Minuten hatte er die Ruder auf dem Ast.<br \/>\nKurz darauf brauchte ich unbedingt jenes Boot, wegen einer K\u00e4the.<br \/>\nAuf der westlichen Seite des alten Warnow-Arms befand sich die VP-Meldestelle, daneben eine Eisdiele oder B\u00e4ckerei. Das M\u00e4del sollte dort auf mich warten, ich wollte r\u00fcber gerudert kommen. Au\u00dferdem konnte man von dort die T\u00fcr des Bretterverschlages nicht sehen&#8230;<br \/>\nGegen mein Lampenfieber wurde am Kiosk ein Flachmann gekippt und zwei Flaschen Bier erstanden.<br \/>\nEine gewisse Notgeilheit war schon vorhanden, aber nicht wegen der Verleiherin, eine spindeld\u00fcrre, kleine Frau, die mit ihrer ledernen Haut an eine Squaw erinnerte. Die kleinen Br\u00fcste im Oberteil eines Bikinis erinnerten an Fahradwimpel, die eigentliche \u00dcberwindung bei diesem Kanossagang &#8211; hinter ihren grell rot lackierten Lippen sah man, wenn sie schallend lachte, die Skyline von Manhattan&#8230;<br \/>\nDann ging alles ganz schnell, hockte mich auf den einzigen Stuhl, in der einen Hand \u00b4n Pulle Bier, in der anderen \u00b4n Kippe und schon begann die Schnatterei.<br \/>\nBesser gesagt, Madame begann wie bl\u00f6de zu Wichsen.<br \/>\nIm richtigen Augenblick rutschte mein Jogi an ihren Mandeln vorbei&#8230;<\/p>\n<p>Die andere Geschichte ereignete sich am ersten Arbeitstag in der Schoko von Tangerm\u00fcnde.<br \/>\nStoney und ich sollten ein altes Trockenband demontieren. Der Meister hatte uns Tom zur Seite gestellt, dieser Sack legte uns das erste Einstandskuckucksei.<br \/>\nNachdem alle Bodenverschraubungen gel\u00f6st waren, schob er einen Hubwagen unter diese vielleicht 12 Meter lange Anlage, quatschte dabei ganz wichtigen Stuss und wir beiden registrierten nicht, dass alle Kollegen, die vorher dort herumstanden, pl\u00f6tzlich weg waren.<br \/>\nDann erfolgte die idiotische Anweisung, ganz an die Maschine zu gehen und die oberen Laufketten festzuhalten. Der Hubwagen besa\u00df eine Eigenheit, er war defekt und lie\u00df sich deshalb nicht langsam absenken.<br \/>\nTommy trat auf den entsprechenden Hebel, es gab einen infernalischen Knall und er rannte sofort aus dem Raum. Im ersten Moment waren wir nur verdutzt, sahen aber gleichzeitig die Bescherung. Hunderte von Kakerlaken waren aus der Maschine gefallen, in Bruchteilen von Sekunden zischten sie nach allen Seiten von dannen, etliche nat\u00fcrlich durch die Hosenbeine am K\u00f6rper hoch.<br \/>\nNun hagelte es Tipps, wie wir dieses Viecher schnell wieder loswerden konnten.<br \/>\nWieder retour, hatte unser Schlosserkollege zwei kleine, flache Montagew\u00e4gelchen besorgt, auf die legte man sich drauf und konnte w\u00e4hrend der Demontage unter der Anlage herum rollen.<br \/>\nIrgendwann musste ich mal aufstehen, zog mich an den Rand, bemerkte pl\u00f6tzlich einen gr\u00f6\u00dferen Schatten \u00fcber und zwei wuchtige Beine versperrten mir den weiteren Weg. Endlich gewahrte ich, was da los war, nebenbei erscholl infernalisches Gel\u00e4chter, versetzt mit saud\u00e4hmlichen Bemerkungen.<br \/>\nWieder zur\u00fcckgerudert und \u00fcberlie\u00df ich meinem Kumpel den Vortritt. Der wurde auch nicht raus gelassen, rollte deshalb laut fluchend auf die andere Seite r\u00fcber und stand dort auf.<br \/>\nAch so, jetzt will mancher vielleicht wissen, woran sich in der Abteilung alle erg\u00f6tzten, nat\u00fcrlich \u00fcber unsere Reaktion.<br \/>\nDa Stand also eine breitbeinige Vettel mit rotunterlaufenen Beinen die an Tempels\u00e4ulen erinnerten. Schenkel die unf\u00f6rmig nach oben ausliefen, quer dazwischen dichte Behaarung und mittenmang baumelten zwei recht ausgepr\u00e4gte Schamlippen&#8230;<\/p>\n<p><strong>Fu\u00dfnote:<\/strong><br \/>\nIn jene Richtung k\u00f6nnte ich noch mit einem Haufen weiterer Geschichten kommen, auch sehr lustige dabei&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Durch den TAGESSPITZEL landete ich in der ARD-Mediathek. 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