{"id":19921,"date":"2013-02-01T01:29:03","date_gmt":"2013-02-01T00:29:03","guid":{"rendered":"http:\/\/12decode.de\/zonenklaus\/wordpress\/?p=19921"},"modified":"2021-02-07T19:01:13","modified_gmt":"2021-02-07T18:01:13","slug":"nicht-mehr-mali-zuruck-zum-sexismus-der-anderen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=19921","title":{"rendered":"Nicht mehr Mali &#8211; zur\u00fcck zum sexismuS der Anderen!"},"content":{"rendered":"<p>In der Reihenfolge bekomme ich nicht mehr alles hin.<br \/>\nZu den 20 Uhr-Nachrichten m\u00fcmmelte ich wie \u00fcblich. Ansonsten nichts besonderes, keine vern\u00fcnftige Panikmeldung, nur Lala&#8230;<br \/>\nBeim Anblick von Netanjahu kamen mir einige Gedanken.<br \/>\nSoll ich gewissen Kreisen in Israel gratulieren, dass sie sich<em> dem lang ersehnten Krieg immer mehr n\u00e4hern<\/em> &#8211; mhhh &#8211; klingt nicht so gut, denn bei dem Staat des <em>auserw\u00e4hlten Volkes<\/em> handelt es sich doch um eine <em>friedliebende Demokratie, <\/em>munkelt man zumindest&#8230;<br \/>\nDemn\u00e4chst werde ich jede milit\u00e4rische Aktion im Zeichen des Davidsterns nur noch als &#8211; <em>pr\u00e4ventive Vorw\u00e4rtsverteidigung mit eventuellen Kollateralsch\u00e4den <\/em>&#8211; bezeichnen&#8230;<br \/>\nSofort fielen mir Teile der gestrigen <a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/nachrichten\/politik\/2013_01\/deutschkron_bundesrat.html\">Rede von Inge Deutschkron<\/a> ein.<br \/>\nZwei Generationen fr\u00fcher h\u00e4tte sie die Gelegenheit beim Schopf packen sollen, 1968, als Beate Klarsfeld dem Kanzler der Gro\u00dfen Koalition aus CDU und SPD, Kurt Georg Kiesinger, einen hei\u00dfen Lauscher verpasste. Zu einer Zeit, in der in Ost und Westdeutschland noch m\u00e4chtig geklittert wurde, was die Nazizeit betraf.<br \/>\nVielleicht sollte Frau Deutschkron ganz bestimmte Teile ihres Vortrages mal <em>Bibi<\/em> zu lesen geben&#8230;<br \/>\nDer Pr\u00e4sident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, scheint auch unterhalb unserer Erdenscheibe zu leben, sonst h\u00e4tte etwas anderes abgelassen.<br \/>\n<em>&#8220;Hier h\u00e4lt eine Zeitzeugin im Bundestag so eine bewegende Rede. Der Bundespr\u00e4sident ist da, die Kanzlerin, das ganze Kabinett. Und das \u00f6ffentlich-rechtliche Fernsehen mit seinen beiden Hauptsendern schaltet sich aus&#8221;, zeigte sich Graumann emp\u00f6rt. Er sprach von einer eklatanten moralischen Fehlleistung und forderte Konsequenzen. Eine &#8220;goldene Gelegenheit, die Herzen und die K\u00f6pfe vieler junger Menschen zu erreichen&#8221;, habe man verstreichen lassen. <\/em><br \/>\nBei der Einsch\u00e4tzung einer \u201e<em>moralischen Fehlleistung<\/em>\u201c und den \u201e<em>Konsequenzen<\/em>\u201c, kann ich ihm noch folgen. Aber dann: <em>Eine &#8220;goldene Gelegenheit, die Herzen&#8230;<\/em><br \/>\nDa scheint lediglich ein frommer Wunsch der Vater des Gedankens gewesen zu sein.<!--more--><br \/>\nIn den letzten anderthalb Jahren war ich zweimal mit Schweizer Freunden im KZ Sachsenhausen und sie waren auch alle entsetzt, wie man dort die Vergangenheit interpretiert.<br \/>\n\u00dcberall breite Rampen f\u00fcr Rollstuhlfahrer, alles frisch gewei\u00dfelte, Meterweise Stellw\u00e4nde, Decken und B\u00f6den zum <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Aktion_T4\">T4-Programm<\/a> bepflastert, die dortigen B\u00f6den mit gr\u00fcnlichen Securitglas ausgelegt, helle Beleuchtung in modernen Leuchtk\u00f6rpern mit Energiesparlampen, vieles sah aus wie aus einem IKEA-Katalog.<br \/>\nVerbl\u00fcfft waren wir \u00fcber die k\u00fcnstlerische Freiheit jener Macher der Sonderausstellung. <strong>(<\/strong><em>Irgendwann hatte ich mal etwas \u00fcber die beiden Besuche geschrieben, alles wurde aber irgendwo versenkt und nicht wiedergefunden.<\/em><strong>) <\/strong>Die SA-Uniform am Eingang stammte bestimmt aus dem Fundus von Laienschauspielern&#8230;<br \/>\nMehr als Peinlich war die Pr\u00e4sentation eines Musikinstrumentes \u00fcber der Vitrine mit der Uniform. Dort baumelte n\u00e4mlich eine Martinstrompete, die mit dem braunen Kleidungsst\u00fcck in Verbindung gebracht wurde. Nun h\u00e4tte man als Ausstellungsmacher zumindest wissen sollen, dass die Roten Schalmeienkapellen hatten, die Nazis hingegen tr\u00f6teten in Fanfarenz\u00fcgen herum!<br \/>\nDas witzigste war die Ausstattung einer gr\u00f6\u00dferen Freifl\u00e4che, dort ward <em>Equipment f\u00fcr die Reparaturkolonnen<\/em> im KZ aufgeschichtet.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/12decode.de\/zonenklaus\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/STACHELDRAHT.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-19922 alignleft\" title=\"STACHELDRAHT\" src=\"http:\/\/12decode.de\/zonenklaus\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/STACHELDRAHT-150x81.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"81\" srcset=\"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/STACHELDRAHT-150x81.jpg 150w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/STACHELDRAHT-300x163.jpg 300w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/STACHELDRAHT-1024x558.jpg 1024w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/STACHELDRAHT.jpg 1091w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Alle Stapelkisten stammten aus Zonenproduktion, genauso s\u00e4mtliche Isolatoren die ansonsten Mauer und Zaun zierten. Bei der Masse an Stacheldrahtrollen hatte sie noch nicht mal die Produktionsschilder entfernt &#8211; Siechmund Freud lie\u00df gr\u00fc\u00dfen&#8230;<br \/>\nUns lief die ganze Zeit niemand \u00fcber den Weg der Deutsch sprach, mehrere Jungendgruppen <strong>(<\/strong><em>derer viele<\/em><strong>)<\/strong> stammten aus Italien, Spanien, Portugal und Frankreich. Am Ausgang trafen wir dann auf ein riesigen Pulk aus UK&#8230;<br \/>\nAlle Jungendgruppen wurden aus EU-Mitteln finanziert, kam auf meine Frage.<br \/>\n<strong>\u00a0 &#8211; W<\/strong>ie fr\u00fcher die obligatorischen Klassenreisen von Wessiland nach West-Berlin, da wurden auch vorher dr\u00f6ge Stunden im Ostteil verbracht<strong>!<\/strong><br \/>\nIm letzten Jahr lief es in Dachau \u00e4hnlich ab.<br \/>\nEine Baracke ganz frisch eingerichtet, neue Spinde, Bettetagen, Tische, einige St\u00fchle, Energiesparlampen und Rampen f\u00fcr Rollstuhlfahrer.<br \/>\nDort am\u00fcsierten sich ein paar Jugendliche.<br \/>\n\u201eIst doch hier alles sch\u00f6n eingerichtet&#8230;\u201c<br \/>\n\u201eSogar an die Behinderten haben sie gedacht&#8230;\u201c<br \/>\n\u201eVielleicht etwas eng, aber&#8230;\u201c<br \/>\nHier wie dort, immer wieder diese uns\u00e4glichen Stellw\u00e4nde mit Larven von beiden Seiten, die sich von den Konterfeis her nur durch Uniformteile unterschieden und Texte, Texte, zwischendurch schlecht dargestellte Statistiken!<br \/>\nWer von III. Reich nichts wei\u00df, nichts vom Zusammenspiel des Repressionsapparates, wird dort nichts lernen, nebenher erlischt auch noch jegliches Interesse f\u00fcr weitere Exkursionen in selbige Richtung&#8230;<br \/>\nDen Herrn Grauman m\u00f6chte ich ja nicht seiner Illusionen berauben, nat\u00fcrlich gibt es noch den ein oder anderen Jugendlichen der sich f\u00fcr die Vergangenheit interessiert, die sind aber Ausnahmen!<br \/>\nVor vielen Jahren, am BK und an der Uni machte ich bei Linxwixern meine Tests, bei Leuten die allen erz\u00e4hlten, dass sie zu Hause nachgeforscht haben&#8230;<br \/>\nUnter vier Augen, beim verbalen Luftkampf am Biertisch, kam heraus, dass sich n\u00e4mlich niemand gewagt hatte, seine Eltern, geschweigen die autorit\u00e4ren V\u00e4ter nach Alltags- oder Kriegserlebnisse <em>auszuforschen<\/em>.<\/p>\n<p>Will mal den Rest meines kurzen Fernsehabends noch schildern.<br \/>\nIrgendwann tauchte <a href=\"https:\/\/sven2204.wordpress.com\/2010\/01\/07\/westerwelle-und-das-prekariat\/\"><em>Guida Schwesterwelle<\/em><\/a> auf &#8211; mit ganz, ganz wichtiger Mine: Blabla zu Mali.<br \/>\nIm Hintergrund huschte eine <em>Viererbande<\/em> durchs Bild, nebst UNSERES vermeintlichen Tittenfetischisten und Dirndelfachmannes aus dem Musterl\u00e4ndle.<br \/>\nWeshalb die Regie dann den Blick zur <a href=\"http:\/\/www.google.de\/imgres?q=plenarsaal+reichstagsgeb%C3%A4ude&amp;start=212&amp;hl=de&amp;sa=X&amp;tbo=d&amp;biw=1280&amp;bih=612&amp;tbm=isch&amp;tbnid=L57uFtp3bNV2KM:&amp;imgrefurl=http:\/\/akkordwechsel.de\/957-berlin-fuehrung-im-reichstagsgebaeude\/&amp;docid=0bTy3dBvLpvcnM&amp;imgurl=http:\/\/akkordwechsel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/comp_z_img_6409.jpg&amp;w=1024&amp;h=682&amp;ei=Jv0KUdKnG43SsgaMwIDwDg&amp;zoom=1&amp;iact=hc&amp;vpx=627&amp;vpy=130&amp;dur=779&amp;hovh=161&amp;hovw=233&amp;tx=123&amp;ty=87&amp;sig=106038907392821324985&amp;page=10&amp;tbnh=141&amp;tbnw=194&amp;ndsp=29&amp;ved=1t:429,r:16,s:200,i:52\">Kuppel des Plenarsaales <\/a>montierte, versteh wer will.<br \/>\nAllerdings zischte mir etwas durch die grauen Zellen, gerade in diesen wilden <em>Sexismus<\/em>zeiten, da muss man doch \u00fcberall h\u00f6llisch aufpassen, dass nicht wieder so ein <em>g\u00b4schamichtes Wesen<\/em> traumatisiert wird.<br \/>\nWas hatte sich damals der Herr Oberstararchitekt und sein Team w\u00e4hrend des Brainstormings eigentlich gedacht, als die Kuppel und der h\u00e4ngende Inhalt aufs Trapez kam?<br \/>\nDa ging es bestimmt M\u00e4nner- und Weiberfeindlich her!!!<br \/>\nWas soll nun dieses Teil bedeuten?<br \/>\nKann es sich um die Vergr\u00f6\u00dferung des erigierten Penisses vom Halb-Vulkanier, Mr Spock handeln oder ist es die Darstellung der gewaltigen Klitoris einer Landsm\u00e4nnin von ihm?<\/p>\n<p><strong>W<\/strong>as abschlie\u00dfend kommt, dazu noch eine Erkl\u00e4rung.<br \/>\nBesagter STERN mit der Z\u00fcndschnur f\u00fcr diese d\u00fcmmliche Debatte erschien am 23. Januar, aber <em>am 18. wurde die folgende Sendung im gro\u00dfen Sendesaal des Hessischen Rundfunks aufgezeichnet.<br \/>\n<strong>Frankfurt: Helau! &#8211; <a href=\"http:\/\/programm.daserste.de\/pages\/programm\/detail.aspx?id=8485E46EC912FAB5BDE66DACED504D19\">Die Inthronisation des Prinzenpaares<\/a><\/strong><br \/>\nEine dreist\u00fcndige Langfassung ist am 5. Februar um 22.45 Uhr im hr-fensehen zu sehen.<\/em><br \/>\nMeine Pfoten noch feucht, wegen der Schlachtung einer Orange, konnte ich die Fernbedienung nicht sofort einsetzen und bekam so die ersten Minuten noch mit!<br \/>\n<strong>UND was geschah dann???<\/strong><br \/>\nAuf der Kamerafahrt wurde in das kuschelige Tintenbukett einer jungen Frau hineingezoomt.<br \/>\nNun sind ja B\u00fcttenreden nicht gerade Brandbriefe f\u00fcr katholische Jungm\u00e4dchenvereine, noch dazu bei vorger\u00fcckter Stunde.<br \/>\nVielleicht hatte ich die Einblendung der FSK verpasst und alles war erst ab 21 Jahre freigegeben.<br \/>\nHoffentlich wurde der Streifen nicht durch eine gerichtliche Verf\u00fcgung abgesetzt, Frollein <em>Alitze<\/em> Schwarzer traue ich so etwas zu.<br \/>\nWas k\u00f6nnte dann als Ersatz gelaufen sein?<br \/>\n\u201eHeidi\u201c oder \u201ePatt Garrett jagt Doris Day\u201c&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Reihenfolge bekomme ich nicht mehr alles hin. 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