{"id":20578,"date":"2013-03-30T21:42:26","date_gmt":"2013-03-30T20:42:26","guid":{"rendered":"http:\/\/12decode.de\/zonenklaus\/wordpress\/?p=20578"},"modified":"2013-03-30T21:47:47","modified_gmt":"2013-03-30T20:47:47","slug":"karfreitag-vor-der-glotze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=20578","title":{"rendered":"Karfreitag vor der Glotze"},"content":{"rendered":"<p>Gestern Nachmittag kreierte ich mir einen Topf Moppelkotze <strong>(<\/strong><em>eigentlich etwas undefinierbares gutschmeckendes Fresschen<\/em><strong>)<\/strong>, von der Zeitdauer der Herstellung in Richtung einer 5 Minuten Terrine. Schmalzfleisch von Feinkost-LIDL &#8211; die Dose f\u00fcr 1,40 &#8211; zu Mauerzeiten war dieses Beh\u00e4ltnis noch doppelt so gro\u00df und kostete 50 Pfennig &#8211; allerdings handelte es sich dabei um <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Senatsreserve\">Senatsreserven<\/a>&#8230;<br \/>\nAlso den Inhalt klein gew\u00fcrfelt, in einen Schwapp Wasser gekippt, hinzu zwei Pfund gefrorener Rosenkohl, mit etwas gek\u00f6rnter Gem\u00fcsebr\u00fche, Pfeffer und Salz. Parallel dazu eine gr\u00f6\u00dfere Tasse Bulgur, in den doppelten Tasseninhalt von Wasser und eine Prise Salz in einem zus\u00e4tzlichen Pott.<br \/>\nLas nebenbei den Rest der vort\u00e4glichen Zeitung, machte einen Test, Kohl und Bulgur waren noch al dente, kippte beides zusammen, r\u00fchrte um und der Pamps schmeckte recht lecker. Dachte nun, wirst alles noch etwas verfeinern, packte obendrauf vier Scheiben Kr\u00e4uterk\u00e4se. In jenem Moment wurde mir der Telefonh\u00f6rer in die Hand gedr\u00fcckt. Es sollte nur ein ganz kurzes Gespr\u00e4ch werden, verga\u00df aber das Ceranfeld auszustellen. Auch unter der geringen Hitze ward nach 10 Minuten alles zusammen geschnurzt und besa\u00df nun die Konsistenz von sehr weichem Fensterkitt. Der urspr\u00fcngliche Kohl- und Fleischgeschmack hatte sich auch verfl\u00fcchtigt.<\/p>\n<p><strong>&#8211; <\/strong>Mein Gericht erinnerte mich an einen Ernstfallfra\u00df, den wir bei den \u201eFreunden\u201c des Patenregimentes der Roten Armee kredenzt bekamen, anl\u00e4sslich einer Fete zum 50 Jahrestages der Oktoberrevolution &#8211; Pilaw mit Hammel &#8211; der Reis allerdings total zerkocht. Der Dolmetscher machte uns darauf aufmerksam, dass alle die verbeulte Alusch\u00fcssel richtig festhalten sollten, da der Koch die Kelle mit ganzer Kraft auf den Rand knallte, dadurch bekam jeder eine Halbkugel des Essens in seinen Napf&#8230;<br \/>\nAlles erinnerte so an einen Pudding, schmeckte aber gigantisch&#8230;<\/p>\n<p>Mit solch einer Kuller auf dem Teller gings in Richtung Glotze und begann dort nebenher bis Kanals 15 zu zappen, blieb schlie\u00dflich bei N24 h\u00e4ngen &#8211; \u201e<a href=\"http:\/\/www.n24.de\/mediathek\/unendliche-weiten-superteleskope_1549317.html\">Unendliche Weiten: Superteleskope<\/a>\u201c anschlie\u00dfend noch: \u201e<a href=\"http:\/\/www.n24.de\/mediathek\/geheimnisse-des-weltalls-zuhause-in-der-milchstrasse_1576030.html\">Geheimnisse des Weltalls: Zuhause in der Milchstra\u00dfe<\/a>\u201c.<br \/>\nBlieb deshalb bei diesem Sender h\u00e4ngen, da ich w\u00e4hrend des ersten Werbeblocks mir mal die Programmzeitschrift vorgenommen hatte und registrierte, dass eigentlich nur G\u00fclle sowie blutr\u00fcnstige Sachen liefen. Nat\u00fcrlich wegen der Quoten und um die Kinds mal von ihren PC-Monitoren wegzulocken.<br \/>\nWenn es Herrn INRI vor fast zwei tausend Jahren schon so dreckig ging, warum sollte es den Akteuren, zumindest in den verfilmten Storys, dann anders gehen? Schlie\u00dflich l\u00e4utete der Karfreitag das \u201ch\u00f6chste Fest\u201c der Christenheit ein, was mir schon in fr\u00fcheren Tagen nie so richtig in die Birne wollte, da es sich bei dem Osterfest um einen Wanderfeiertag handelt. Denn Ostern kommt immer an dem Wochenende nach dem ersten Fr\u00fchlingsvollmond aufs Trapez&#8230;<br \/>\nNun ja, zu etwas sp\u00e4teren Zeiten kamen mir irgendwann alle Konfessionen suspekt vor, bis hin zu den kommunistischen, den der Nazis und allem was dazwischen auch noch klemmt&#8230;<!--more--><br \/>\nEinzig die KPD\/RZ w\u00e4hlte ich, so lange sie existierte ohne irgendwelche Skrupel. Sogar noch, als der Gro\u00dfe Vorsitzende seinen Posten an den \u201eWahren Heino\u201c abtrat&#8230;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/12decode.de\/zonenklaus\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Kpd-1-\u00e4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-20589\" src=\"http:\/\/12decode.de\/zonenklaus\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Kpd-1-\u00e4-150x111.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"111\" srcset=\"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Kpd-1-\u00e4-150x111.jpg 150w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Kpd-1-\u00e4-300x222.jpg 300w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Kpd-1-\u00e4-1024x758.jpg 1024w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Kpd-1-\u00e4.jpg 1723w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/12decode.de\/zonenklaus\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Kpd-2-\u00e4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-20590\" src=\"http:\/\/12decode.de\/zonenklaus\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Kpd-2-\u00e4-150x112.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"112\" srcset=\"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Kpd-2-\u00e4-150x112.jpg 150w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Kpd-2-\u00e4-300x224.jpg 300w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Kpd-2-\u00e4-1024x766.jpg 1024w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Kpd-2-\u00e4.jpg 1705w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Sowie Werbung auftauchte ging es zu einem anderen Programm, blieb dann etwas l\u00e4nger beim ZDF h\u00e4ngen, dort lief \u201eDie Samenr\u00e4uberin\u201c. Mir war nur der Vater von dem Clan bekannt, allerdings noch nicht mal vom Namen her. Beim nochmaligen Blick in den Teletext kam mir erst, der Titel hie\u00df: \u201e<a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDF\/zdfportal\/programdata\/3c6207e5-5373-4524-870d-7e7c80b6e84f\/20138824?doDispatch=1\">Die Samenh\u00e4ndlerin<\/a>\u201c!<br \/>\nNun hat ja schon lange die waagerechte Hormonnivellierung im t\u00e4glichen Nachmittagsprogramm Einzug gehalten und ging dort ebenfalls von statten. Allerdings gab es eine Szene, an die hatte sich weiland Oswald Kolle noch nicht mal herangetraut. Sie lief nach der geschlechtsspezifischen Devise ab &#8211; was ich als M\u00e4dchen immer schon wissen wollte, aber mich nie getraute zu fragen: \u201eWie nehme ich als Schwangere eine handwerklich korrekte Abtreibung an mir vor?\u201c<br \/>\nDas M\u00e4del hockte sich dabei breitbeinig hin, ohne zu vergessen, vorher ihre Str\u00fcmpfe gewissenhaft herunter zurollen, schob sich anschlie\u00dfend einen sehr langstieligen Dachshaarpinsel in ihre Lustgrotte und rammte beim ruckartigen Hinsetzen auf den Boden, jenen spitzen Stiel in die Leibesfrucht&#8230;<br \/>\nKurz darauf, nach mehreren anderen Szenen, betrat ihr Gatte den Tatort, ein Gew\u00e4chshaus, sah diesen blutigen Pinsel herumliegen und wusste sofort, was damit geschehen war.<br \/>\nIn der Mitte des 19. Jahrhunderts eine recht unwahrscheinlich Kombinationsgabe. Ebenso wirkten jegliche Bumsszenen irreal, da es zu jener Zeit die Regel war, nur bei einer Frau anzudocken, wenn es darum ging einen \u201eZeugungsakt\u201c zu vollziehen, wie von Kirchens vorgeschrieben. Und dieses Ritual wurde auch in gro\u00dfb\u00fcrgerlichen Kreisen nur im Stockdunkeln vollzogen, wobei die Frau vollends noch, bis oben hin in ihrer Nachtbekleidung eingeschn\u00fcrt des Gatten lauerte, der dann\u00a0 lediglich seinen Degen freilegte, wenn er blank in den kurzen ehelichen Kampf zog.<br \/>\nAu\u00dferdem dauerte alles nicht viel l\u00e4nger als bei Karnickeln&#8230;<strong>*<\/strong><br \/>\nIch bin wirklich nicht pr\u00fcde, aber auf diese Szene h\u00e4tte verzichtet werden m\u00fcssen!<\/p>\n<p><strong>(*)<\/strong> Bis heute hat sich in jener Richtung nicht viel ge\u00e4ndert. Dabei wird der Variantenreichtum im Zusammenhang mit dem Hormonaustausch bereits seit vielen Jahrtausenden dargestellt und es gibt unz\u00e4hlige Schilderungen in der klassischen Weltliteratur aus allen Herren- und Frauenl\u00e4ndern, in denen ganz unterschiedliches Erleben geschildert werden, von sachlich trocken bis hin zum Quieken&#8230;<\/p>\n<p><strong>Fu\u00dfnote:<\/strong> Oft kommt es mir vor, wenn ich in Filmen hoppelnde P\u00e4rchen sehe &#8211; wobei sich DrehbuchautorenInnen seit l\u00e4ngerem bereits auf die \u201e<a href=\"http:\/\/www.joyclub.de\/sex\/stellungen.html\">Reiterstellung<\/a>\u201c eingeschossen haben &#8211; sie allerdings oft so merkw\u00fcrdig dargestellt werden, dass ich immer wieder zu dem Schluss gelange, diese schreibenden \u201eExpertenInnen\u201c focken im realen Leben wohl nur in der Missi&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern Nachmittag kreierte ich mir einen Topf Moppelkotze (eigentlich etwas undefinierbares gutschmeckendes Fresschen), von der Zeitdauer der Herstellung in Richtung einer 5 Minuten Terrine. 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