{"id":20668,"date":"2013-04-05T23:52:15","date_gmt":"2013-04-05T22:52:15","guid":{"rendered":"http:\/\/12decode.de\/zonenklaus\/wordpress\/?p=20668"},"modified":"2025-02-03T09:13:42","modified_gmt":"2025-02-03T08:13:42","slug":"holger-witzel-das-dirndl-ist-die-burka-des-westens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=20668","title":{"rendered":"Holger Witzel, &#8220;Das Dirndl&#8221; ist die Burka des Westens"},"content":{"rendered":"<p>Seit langer Zeit schon hasse ich Werbefuzzies und deren Erg\u00fcsse fast noch mehr als Nazis und Neobolschewiken, deshalb stellte ich den Erwerb dieses Hamburger Donnerstagsmagazin bereits vor rund 30 Jahren ein, da es sich in jenen Jahren schon als widerliche Reklamepostille nebst merkw\u00fcrdiger Texte entwickelte.<br \/>\nGut, manchmal las ich in den Schaltjahren trotzdem mal einen Artikel, aber sonst n\u00fcscht!<br \/>\nHeute best\u00e4tigte eine Ausnahme die Regel und warf deshalb den Blick auf den Anhang eines Elektrobriefes, der mich aus den Bergen Ostberlins ereilte <strong>(<\/strong><em>Dank an In\u00e4s!<\/em><strong>)<\/strong>. Fand den <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/schnauze-wessi-das-dirndl-ist-die-burka-des-westens-1981002.html\">Artikel <\/a><strong>(<\/strong><em>Aber auch alles anklicken im Text!<\/em><strong>)<\/strong> sehr witzig, er ist aber trotzdem keine Grund, um sofort n\u00e4chste Woche jenes Bl\u00e4ttchen zu erstehen.<br \/>\nZumal dem Autor, Holger Witzel, auch ein Erlebnis der besonderen Art zuteil wurde, was sich aus dem Unverst\u00e4ndnis eines Wortes ergab und weil es mir vor \u00fcber 35 Jahren \u00e4hnlich erging, allerdings gleich mit zwei neuen Begriffen.<br \/>\nIn meiner damaligen Stammpinte, dem \u201eZillemarkt\u201c, meldete ich auf althergebrachte Art &#8211; war gerade mal ein paar Wochen im Westen &#8211; ein ganz bestimmtes Bed\u00fcrfnis an.<br \/>\nNoch dazu stoned kam mir pl\u00f6tzlich, dass meine Gegen\u00fcberin recht lecker aus ihrer W\u00e4sche schaute und offerierte mein Begehren, hinsichtlich einer Nacht in ihrer Kiste, da sich meine Unterkunft noch im Rotkreuzheim befand&#8230;<br \/>\nFrei nach der Devise jenes merkw\u00fcrdigen Spruches den man damals in allen Toiletten der Stadt finden konnte, witziger Weise aber nur an den W\u00e4nden von Pissbuden f\u00fcr Typen, der da lautete:<br \/>\n\u201eEinsamer sucht Einsame zum Einsamen\u201c. Weshalb solche notgeilen M\u00e4nnchen ihn gerade dort verewigten, wo nun die holde Weiblichkeit sich nicht gerade in gro\u00dfen Scharen verirrte, blieb mir immer ein R\u00e4tsel. Nach meinem Spruch kam von der K\u00e4the, lediglich, \u201cna, wir sind wohl ein kleiner <em>Schowie<\/em>?\u201c<br \/>\nEs begann in den grauen Zellen zu rattern&#8230;<br \/>\nMein Unverst\u00e4ndnis muss mir auf der Stirn gestanden haben, ringsherum begannen meine Kumpels, die bereits einige Tage mehr in der <em>freien westlichen Welt<\/em> verbracht hatten und sich mit solchen Gepflogenheiten scheinbar auskannten, recht unversch\u00e4mt zu grinsen. Das M\u00e4del legte noch einen nach, \u201ewir sind wohl ein kleiner <em>Fallokrat<\/em>?\u201c. Nun war ringsherum kein halten mehr, langsam d\u00e4mmerte es mir &#8211; \u201e<em>Phallo&#8230;<\/em> was?\u201c<br \/>\nWeshalb benutzte dieses Braut eigentlich den Begriff <em>Chauvi<\/em> in dem Zusammenhang, wenn man lediglich Lust auf einen unverbindlichen Ausflug in einen Frauenk\u00f6rper versp\u00fcrte? Schlie\u00dflich hatte sie vorher gewisse Signale ausgestrahlt, die ich aber falsch interpretiert haben musste, wie sich herausstellte. Ihre Blo\u00dfstellung meiner Wenigkeit fuchst mich doch gewaltig, auch die Entgegnung auf meine Frage mit zwei Gegenfragen, die ich anfangs nicht kapierte. Wobei sie doch ganz einfach mit <em>ja<\/em> oder <em>nein<\/em> h\u00e4tte beantworten k\u00f6nnen, wie gewohnt von der anderen Mauerseite&#8230;<br \/>\nF\u00fcr jemanden meiner Ostsozialisation waren anfangs wirklich alle <em>Westk\u00e4then<\/em> sehr kompliziert, eigentlich bis heute.<br \/>\nIn dem Fall legte ich nat\u00fcrlich auf meine ganz besondere Art auch entsprechend nach, ist doch logisch, gelegentlich ist man n\u00e4mlich zu faul zum Wichsen&#8230;<br \/>\nKomme endlich mal auf den Punkt.<br \/>\nSexismus beginnt doch in dem Moment, wenn Frau es als st\u00f6rend empfindet und problematisch wird es aber in dem Augenblick, wenn sie dann nicht in der Lage ist, mit wirklich letzter Konsequenz\u00a0 darauf entsprechend zu kontern.<br \/>\nIm Tierreich l\u00e4sst es sich sehr sch\u00f6n beobachten, wie <em>niedere<\/em> Kreaturen sich verhalten und mit welchen Mitteln sie auf gewisse Avancen eingehen, da k\u00f6nnten sich die <em>Kronen der Sch\u00f6pfung<\/em> etliche Tricks abschauen.<!--more--><\/p>\n<p>Die Geschichte mit den Bed\u00fcrfnissen anmelden, konnte ich diese Woche in einem Fahrradgesch\u00e4ft erleben. Muss dazu noch einschieben, mir w\u00fcrde es nie einfallen einem Verk\u00e4ufer die Ohren abzukauen, wenn ich genau wei\u00df, was er mir raus suchen soll.<br \/>\nZwei \u00e4ltere Semester, merkw\u00fcrdig aufgedonnert mit entsprechender Pappe im Gesicht, quatschen und quatschen durcheinander ohne Punkt und Komma, der Verk\u00e4ufer h\u00f6rt mit Engelsgeduld zu. F\u00fcr mich war auch nicht ersichtlich was die beiden <em>Damen<\/em> eigentlich erstehen wollten. Immer wieder fanden sie in dem recht vollgestopften Laden irgendein Ding, was sie sich gegenseitig vorf\u00fchrten und dabei den Verkaufsknecht permanent mit einbezogen, der noch keine Reaktion zeigte, obwohl ewig auch gem\u00e4kelt wurde. Dann kam es endlich, \u201eich wei\u00df was ich jetzt kaufen werde! Zeigen sie mir doch bitte mal einen h\u00fcbsch aussehenden Fahrradst\u00e4nder!\u201c<\/p>\n<p>Bin mal wieder am Thema vorbeigerauscht.<br \/>\nNochmals zur\u00fcck zum Sexismus! Nun hat bekanntlich jedes Ding zwei Seiten, alles kann man au\u00dferdem negativ und positiv deuten, wie dies letztlich aussieht h\u00e4ngt von einem selber ab.<br \/>\nNun kam mir vor einigen Tagen zwei Gebrauchsgegenst\u00e4nde unter, die ohne weiteres auch als sexistisch eingestuft werden k\u00f6nnten, wegen ihrer lasziven Haltung.<br \/>\nMachte mich heute nochmals in ein Caf\u00e9 auf, weil die letzten Photos nichts geworden waren. Das Kaffeehaus nebst kleinem warmen Imbiss und schnuckeligen Salaten, betreiben zwei junge T\u00fcrkinnen, eigentlich wirken sie nicht mehr ganz taufrisch, sind halt gestanden Weibsbilder im besten Alter und sehr sympathisch.<br \/>\nFragte die Scheffin ob ich besagtes Corpus Delicti mal mit nach drau\u00dfen neben k\u00f6nnte wegen der etwas besseren Lichtverh\u00e4ltnisse. Sie wollte nat\u00fcrlich wissen, warum ich diese Teile unbedingt photographieren wollte.<br \/>\n\u201eWeil ich das Objekt total sexistisch finde!!!\u201c<br \/>\nJene Frau holte sich vor Lachen \u00fcberhaupt nicht mehr ein, dass sogar ihre Kollegin von hinten auftauchte und nach der Erkl\u00e4rung sofort mit quietschte.<br \/>\nKann mir schon vorstellen, wenn so eine \u00e4ltliche, chronisch unterv\u00f6gelte Mammi mit ihrem \u00fcberbeh\u00fcteten Produkt einer sinnlos verbrachten Tanzpause dieser Gegenst\u00e4nde ansichtig w\u00fcrde, dass sie eventuell ausflippt&#8230;<br \/>\nEs handelte sich dabei um Herrn Pfeffer und Frau Salz oder umgekehrt<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/12decode.de\/zonenklaus\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/IMG_7099-\u00e4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-20669\" src=\"http:\/\/12decode.de\/zonenklaus\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/IMG_7099-\u00e4-112x150.jpg\" alt=\"\" width=\"112\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/IMG_7099-\u00e4-112x150.jpg 112w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/IMG_7099-\u00e4-225x300.jpg 225w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/IMG_7099-\u00e4-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 112px) 100vw, 112px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/12decode.de\/zonenklaus\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/IMG_7101-\u00e4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-20670\" src=\"http:\/\/12decode.de\/zonenklaus\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/IMG_7101-\u00e4-111x150.jpg\" alt=\"\" width=\"111\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/IMG_7101-\u00e4-111x150.jpg 111w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/IMG_7101-\u00e4-222x300.jpg 222w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/IMG_7101-\u00e4-760x1024.jpg 760w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/IMG_7101-\u00e4.jpg 997w\" sizes=\"auto, (max-width: 111px) 100vw, 111px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/12decode.de\/zonenklaus\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/IMG_7103-\u00e4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-20671\" src=\"http:\/\/12decode.de\/zonenklaus\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/IMG_7103-\u00e4-150x125.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"125\" srcset=\"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/IMG_7103-\u00e4-150x125.jpg 150w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/IMG_7103-\u00e4-300x251.jpg 300w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/IMG_7103-\u00e4-1023x858.jpg 1023w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/IMG_7103-\u00e4.jpg 1259w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit langer Zeit schon hasse ich Werbefuzzies und deren Erg\u00fcsse fast noch mehr als Nazis und Neobolschewiken, deshalb stellte ich den Erwerb dieses Hamburger Donnerstagsmagazin bereits vor rund 30 Jahren ein, da es sich in jenen Jahren schon als widerliche Reklamepostille nebst merkw\u00fcrdiger Texte entwickelte. 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