{"id":22009,"date":"2013-08-20T01:11:41","date_gmt":"2013-08-20T00:11:41","guid":{"rendered":"http:\/\/12decode.de\/zonenklaus\/wordpress\/?p=22009"},"modified":"2020-05-16T16:14:08","modified_gmt":"2020-05-16T15:14:08","slug":"bvg-schluss-mit-der-bordell-werbung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=22009","title":{"rendered":"BVG: Schluss mit der Bordell-Werbung"},"content":{"rendered":"<p>Wiedermal ist die B.Z. mit ihrem gestrigen Artikel vorgeprescht, denn weder TAGESSPITZEL noch Berliner Zeitung waren auf den verkappten Wahlkampfgag der Sozis eingegangen, wird wohl erst heute geschehen. Auf der anderen Seite offeriert die B.Z. bekanntlich auch <a href=\"http:\/\/www.berlin-diskret.de\/berlin\/index.php?display=2\">einschl\u00e4gige Anzeigen<\/a>.<br \/>\nBj\u00f6rn Eggert, jugendpolitischer Sprecher der Sozialdemokraten, kann ja mit seinen 33 Lenzen auf dem Buckel, schon als Berufsjugendlicher durchgehen. Er scheint lange gesucht zu haben, bis er etwas fand um sich ins Gespr\u00e4ch zubringen, nun hei\u00dft es f\u00fcr ihn &#8211; <a href=\"http:\/\/www.bz-berlin.de\/aktuell\/berlin\/bvg-schluss-mit-der-bordell-werbung-article1724036.html\">Kampf der <em>Erotik-<\/em>Werbung<\/a>!<br \/>\nWobei der herangezogene altgriechische Begriff fehl am Platz ist, womit eigentlich so etwas, wie die <em>sinnliche<\/em> Liebe umschrieben wird, man im Regelfall aber Erotik heutzutage mit Sex gleichgesetzt.<br \/>\nHabe die \u201eErotik\u201c betreffend, mal das Netz bem\u00fcht. Dort schl\u00e4ngeln sich die Erkl\u00e4rer bei <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Erotik\">WIKI <\/a>recht verklemmt durch unterschiedlichste Erkl\u00e4rungsmuster.<br \/>\n<em>&#8230;die den geistig-seelischen ebenso wie den k\u00f6rperlichen Bereich umfasst, in allen ihren Erscheinungsformen<\/em>, das hei\u00dft doch, unter Einschluss von Sex mit Kids und Tieren, oder?<br \/>\nAls Witz empfinde ich auch folgenden Satz: <em>Erotik wird von der Pornografie abgegrenzt, die nur auf die Befriedigung des Sexualtriebs abzielt.<\/em><br \/>\nNa, na, na.<br \/>\nAbgesehen davon, dass zweifellos die Prostitution als das \u00e4lteste Gewerbe seit Menschengedenken anzusehen ist, gehe ich noch einen Schritt weiter. Es ist billig das <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/print\/d-46415515.html\">Gunstgewerbe<\/a> lediglich auf die Begl\u00fcckung w\u00e4hrend der Hormon-Nivellierung zu reduzieren! In jedweder Form m\u00fcssen wir uns doch alle auf irgendeine Art und Weise prostituieren, wenn der Schornstein rauchen soll.<br \/>\nDie Wertigkeit meines Satzes liegt nat\u00fcrlich einzig im Sinne des jeweiligen Betrachters&#8230;<!--more--><\/p>\n<p>BVG-Sprecherin Petra Reetz meinte im Zusammenhang mit dem vermeintlich anstehenden Verbot der Sex-Reklame zur B.Z.: <em>\u201eEs gab Beschwerden von einigen Fahrg\u00e4sten, die nicht wollten, dass Kinder und Jugendliche die Werbung sehen k\u00f6nnen. Also haben wir in Abstimmung mit Wall entschieden, die Werbevertr\u00e4ge mit dem Artemis auslaufen zu lassen.\u201c<\/em> <em>Das Unternehmen vermarktet f\u00fcr die BVG die Werbefl\u00e4chen.<\/em><br \/>\nNebenbei wird der hiesige \u201eStadtm\u00f6belschnitzer\u201c bestimmt einen Dreh finden, um die anstehende Konventionalstrafe bei Vertragsbruch, der BVG draufzudr\u00fccken.<br \/>\nWas mich wirklich nervt, ist die Tatsache, dass laut Verkehrsvertrag bis zu 25 Prozent der Busfensterbereiche zugeklebt werden d\u00fcrfen und dies mit ganz anderer G\u00fclle, als nur Reklame f\u00fcr ein Luxusbordell.<br \/>\n<em>Und w\u00e4hrend die Anzeigen von Bussen und Trams verschwinden, gibt es immer mehr Erotik-Werbungen an U-Bahn- oder Uhrens\u00e4ulen in Berlin. Sehr leicht bekleidete Damen sind darauf zu sehen mit oft sehr eindeutigen Texten.<\/em> Ist doch vollkommen korrekt, das macht doch einen guten Werbegag aus! Bereits Andy Warhol hat der Produktwerbung eine Krone aufgesetzt.<br \/>\n<em>Angepriesen werden zumeist erotische Massagesalons. Dem will die SPD jetzt einen Riegel vorschieben. <\/em>Dies mit dem Riegel ist wiedermal ein richtiger <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Freud%E2%80%99scher_Versprecher\">Freudscher<\/a>, denn feministisch gef\u00e4rbte M\u00e4dels w\u00fcrden darin n\u00e4mlich ein flaches Phallussymbol sehen.<br \/>\nZumindest erh\u00e4lt das \u201e<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Artemis_%28Bordell%29\">Artemis<\/a>\u201c in den folgenden Wochen einen m\u00e4chtigen kostenlosen Bekanntheitsgrad. Verstehe sowieso nicht, weshalb unbedingt teure Werbung f\u00fcr Spermatherapiepraxen und deren angestellten Therapeutinnen gemacht werden m\u00fcssen. Also ich finde Werbekampagnen in allen Lebenslage vollkommene Schei\u00dfe&#8230;<\/p>\n<p>Nun m\u00f6chte ich mir kein Urteil \u00fcber jene bigotten N\u00f6ler erlauben, die scheinbar der BVG auf den Z\u00fcnder gehen, bestimmt Leute darunter, die ihrer Erzeugungskarnickelnummer in v\u00f6lliger Dunkelheit und angekleidet vollziehen, anschlie\u00dfend sogar von schlechtem Gewissen gepeinigt, am n\u00e4chsten Tag sofort zur Beichte huschen&#8230;<br \/>\nIch muss gar nicht soweit gehen, in jeder irgendwie sexuell betonten Zweierbeziehung, egal welcher Ausrichtung, gehen die<em> Partner<\/em> in gewissen Situationen ganz versch\u00e4rft der Prostitution nach. In tausende von Filmen, wurden schon entsprechende Umst\u00e4nde auch tiefenpsychologisch ausgeschlachtet und der Zuschauer konnte anschlie\u00dfend seinen latent vorhandenen schweinischen Eingebungen freien Lauf lassen, wenn es um den teuren Pelz, dem neuen Luxusschlitten oder den geschenkten Diamanten ging.<br \/>\nTja, unter welchem Einsatz der verschiedenen Perforationen des menschlichen K\u00f6rpers gelang der Coup? <strong>(<\/strong><em>Am ehesten denkt Mann in dem Fall sowieso nur an eine h\u00f6llisches Blaskonzert<\/em>.<strong>) <\/strong><br \/>\nWas f\u00fcr Extremit\u00e4ten oder Toys kamen denn zur Anwendung?<\/p>\n<p>Kommen nochmal zur fast allt\u00e4glichen Prostitution retour.<br \/>\nBeginne mit der Gattin des Mutters\u00f6hnchens und Empork\u00f6mmling C. W. W. Wulff, den ich zum Tode nicht abkonnte, aber diese Frau irgendwann bei mir einen gewissen Stand erreichte und sogar etwas Mitgef\u00fchl aufkam, als Springer sie ewig anschoss, wegen ihres angeblichen Jobs in jenem s\u00fcndigen Tempel w\u00e4hrend des Studiums. Dabei hatte Madame \u00fcberhaupt nichts unverzeihliches getan, trotzdem schlug die Presse gnadenlos auf sie ein. Scheinbar waren die spie\u00dfigen Schreiberlinge aus einem identischen Holz geformt, wie ihr G\u00f6ttergatte. Es existieren Gegebenheiten im Leben eines anderen, denen begegnet man lediglich mit entsprechender Contenance. <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pierre-Auguste_Renoir\">Auguste Renoir<\/a> wird folgendes Bonmot zugeschrieben:<strong> &#8220;<\/strong><em>Ob Hure oder K\u00f6nigin, jede Frau verdient den gleichen Respekt.<\/em><strong>&#8220;<\/strong><br \/>\nSelbigen Spruch k\u00f6nnen die meisten Leute eh nicht verstehen, schon gar nicht respektlose Schmierfinken welche ihren \u00fcberdimensionierten Lebenswandel damit finanzieren, wenn sie lediglich die niedrigsten Instinkte der dr\u00f6gen Masse bedienen&#8230;<\/p>\n<p>Wohin soll das \u00fcberhaupt f\u00fchren, wenn nun dieser rote Don Quichotte, der seinen sp\u00e4ten Aufstieg durch das Hintert\u00fcrchen mit einem Scharm\u00fctzel gegen Werbung f\u00fcr ordentlich gef\u00fchrte Luxusbordelle beginnt? Wiedermal eine Symptombek\u00e4mpfung, die am eigentlichen Umstand, der zur bezahlten k\u00f6rperlichen Entspannung f\u00fchrt, absolut nichts \u00e4ndert wird. Auch nicht am Leben jener vielen Frauen, das oft mit Angst und Bangen verbunden ist vor der eventuellen Preisgabe ihrer Jobs, sei es durch Zufall oder anderer widriger Umst\u00e4nde.<br \/>\nSarkastisch beschrieb mir gegen\u00fcber mal eine junge Polin ihr janusk\u00f6pfiges Dasein, Mama erz\u00e4hle ich immer, dass ich in Deutschland putzen gehe &#8211; mache ich ja eigentlich auch &#8211; ich putze <a href=\"http:\/\/12decode.de\/zonenklaus\/wordpress\/?p=3104\">Schw\u00e4nze<\/a>&#8230;<br \/>\nBin mir sehr sicher, so manche polnische matka oder russische \u043c\u0430\u0442\u044c ahnt wie ihr T\u00f6chterchen an Euronen kommt. Da aber in absehbarer Zeit nichts Gutes zu erwarten ist, l\u00e4sst sie sich ihre Vermutung und ihren Schmerz in weiser Voraussicht nicht anmerken, verbunden mit der Hoffnung, dass auch niemand anderes etwas dar\u00fcber erf\u00e4hrt&#8230;<\/p>\n<p><strong>Hier noch der Nachsatz zum Artikel:<\/strong><br \/>\n<em>Eggerts Appell an die Berliner: \u201eWenn Sie Werbungen sehen, die Ihrer Meinung nach Grenzen \u00fcberschreiten, dann informieren sie die Senatsverwaltung f\u00fcr Jugend oder die f\u00fcr Jugendschutz zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden.\u201c <\/em><br \/>\n<strong>Gilt jene Aufforderung eigentlich auch bei Werbung f\u00fcr die Bundeswehr<\/strong>?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wiedermal ist die B.Z. mit ihrem gestrigen Artikel vorgeprescht, denn weder TAGESSPITZEL noch Berliner Zeitung waren auf den verkappten Wahlkampfgag der Sozis eingegangen, wird wohl erst heute geschehen. Auf der anderen Seite offeriert die B.Z. bekanntlich auch einschl\u00e4gige Anzeigen. 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