{"id":24505,"date":"2014-07-20T23:26:06","date_gmt":"2014-07-20T22:26:06","guid":{"rendered":"http:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=24505"},"modified":"2023-04-16T09:09:51","modified_gmt":"2023-04-16T08:09:51","slug":"seit-gestern-geht-manfred-sexauer-nicht-mehr-einkaufen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=24505","title":{"rendered":"Seit gestern geht Manfred Sexauer nicht mehr einkaufen"},"content":{"rendered":"<p>Durch Zufall registrierte ich Mitte der 1960er, dass wochentags im Vorabendprogramm vom <em>Saarl\u00e4ndischen Rundfunk<\/em> \u201eHallo Twen\u201c <strong>(<\/strong><em>Klang sehr bieder, aber 20 Jahre nach Kriegsende entsprach dies trotzdem noch einer Art Sakrileg.<\/em><strong>) <\/strong>lief.<br \/>\nSeit Ende der F\u00fcnfziger kam mit meiner Radiobastelei der unstillbare Hunger nach westlicher Musik. Anfangs pendelte ich auf Mittelwelle ewig zwischen <em>AFN<\/em> und <em>Radio Luxemburg<\/em>, schlie\u00dflich kamen sp\u00e4tnachts noch die <em>Piratensender<\/em> hinzu und dann nat\u00fcrlich der <em>Saarl\u00e4nder<\/em>, Mittelwelle 1421 kHz, sehr nah am <em>Luxemburger<\/em> auf 1439 kHz.<br \/>\nMit den 60ern wurde auch die \u00c4ra der \u201eAnodenwummen\u201c abgel\u00f6st &#8211; nach eine Stunde etwas lautere Musik machten alle Batterien die Gr\u00e4tsche, dass waren rund 20 Ostmark, wobei es die Anodenbatterien in Provinz nicht immer gab. In Sangerhausen existierten z. B. nur zwei L\u00e4den, in denen sie \u00f6fters noch als B\u00fcckware angeboten wurden&#8230;<br \/>\n<strong><a href=\"https:\/\/www.sr.de\/sr\/sr1\/wir\/manfred_sexauer_gestorben102.html\">Manfred Sexauer<\/a> schrieb in der guten alten Radiozeit Geschichte!<\/strong><!--more--><br \/>\nIm deutschsprachigen Raum gab es bis dato keine Rundfunkstation, die auf Mittel- bzw. Kurzwelle sendete, auf der unsereins zur Mucke mit zus\u00e4tzlichen Infos bedacht wurde.<br \/>\nAu\u00dferdem galten seine anschlie\u00dfenden Sendungen von Montag bis Freitag als Erg\u00e4nzung zum Rock\u00b4n Roll und Beat, der von 15-18 Uhr auf <em>RFE<\/em> (im 16-49 Meterband) zu den entsprechenden Sendungen auf polnischer, tschechischer und ungarischer Sprache liefen.<br \/>\nWir Hardcore-R\u00b4n B-Fans waren noch mit einem ganz anderen Qualit\u00e4tsverst\u00e4ndnis beseelt. Wenn ich mir vorstelle, was da manchmal aus den Lautsprechern quoll, bei den ganzen atmosph\u00e4rischen St\u00f6rungen, den blubbernden Sinfonien der St\u00f6rsender&#8230;<br \/>\nDa ist der Klang den eine Ziege erzeugt, die in einen Melkeimer schei\u00dft, schon nahe am Highfidelity Sound.<br \/>\nWas haben mir solche Leute wie Manfred Sexauer, angefangen in ausgehenden Kindheitstagen, mein ganzes Leben bis zum Knast permanent f\u00fcr einen \u00c4rger bereitet und den brauchte ich&#8230;<br \/>\nJeder Crash mit einer roten Flachzange, resultierend aus meiner Lebensweise, gab mir dann immer wieder die Gewissheit, da existiert noch mehr als jene ideologische Zonen-Piefigkeit&#8230;<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter gab es zum \u00fcblichen Dudelfunk, auf manch anderen Stationen mit deutscher Zunge, n\u00e4chtens die eine oder andere Spezialsendung.<br \/>\n<strong>Was aber Sexauer damals begann, blieb einzigartig!<\/strong><br \/>\nGut, mit der fl\u00e4chenm\u00e4\u00dfigen Verbreitung von UKW \u00e4nderte sich vieles, ungeachtet dessen, wurde die Qualit\u00e4t der Beitr\u00e4ge von M.S. sehr selten in bundesgermanischen Landen erreicht.<br \/>\nSchon gar nicht von gewissen netten (<em>Nett ist die kleine Schwester von Schei\u00dfe!<\/em>) Mainstream-Dummschw\u00e4tzern gerade aus Bayern, die teilweise heutzutage noch den Leuten in der Glotze auf den Geist gehen d\u00fcrfen &#8211; meine <em>Jauch &amp; Gottschalk<\/em>!&#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Durch Zufall registrierte ich Mitte der 1960er, dass wochentags im Vorabendprogramm vom Saarl\u00e4ndischen Rundfunk \u201eHallo Twen\u201c (Klang sehr bieder, aber 20 Jahre nach Kriegsende entsprach dies trotzdem noch einer Art Sakrileg.) lief. 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