{"id":25104,"date":"2014-10-29T01:12:32","date_gmt":"2014-10-29T00:12:32","guid":{"rendered":"http:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=25104"},"modified":"2025-09-10T02:31:10","modified_gmt":"2025-09-10T01:31:10","slug":"mark-twain-in-berlin-bummel-durch-das-europaeische-chicago","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=25104","title":{"rendered":"Mark Twain in Berlin &#8211; BUMMEL DURCH DAS EUROP\u00c4ISCHE CHICAGO"},"content":{"rendered":"<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><a href=\"http:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Twain1\u00e4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-25105\" src=\"http:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Twain1\u00e4-96x150.jpg\" alt=\"Twain1\u00e4\" width=\"96\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Twain1\u00e4-96x150.jpg 96w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Twain1\u00e4-192x300.jpg 192w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Twain1\u00e4-657x1024.jpg 657w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Twain1\u00e4-624x971.jpg 624w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Twain1\u00e4.jpg 828w\" sizes=\"auto, (max-width: 96px) 100vw, 96px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Twain2\u00e4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-25106\" src=\"http:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Twain2\u00e4-95x150.jpg\" alt=\"Twain2\u00e4\" width=\"95\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Twain2\u00e4-95x150.jpg 95w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Twain2\u00e4-191x300.jpg 191w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Twain2\u00e4-654x1024.jpg 654w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Twain2\u00e4-624x976.jpg 624w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Twain2\u00e4.jpg 822w\" sizes=\"auto, (max-width: 95px) 100vw, 95px\" \/><\/a>Es handelt sich dabei um ein sehr kurzweiliges B\u00fcchlein, angefangen mit den Betrachtungen von A. Austilat. Allerdings flunkert Martenstein in seinem Vorwort genauso, wie der Autor.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\">Wenn M. behauptet, dass Twain Deutsch lernte und deshalb den Struwwelpeter ins Englische \u00fcbersetzen konnte, so stimmt dies nicht ganz. Schlie\u00dflich schlamperte der Ami bereits vorher mehrfach durch die alte Welt, sein \u201e<a href=\"https:\/\/www.welt.de\/reise\/article7248946\/Sittengemaelde-Mark-Twain-hatte-in-Deutschland-viel-zu-staunen.html\">Bummel durch Europa<\/a>\u201c erschien bereits 1880, ebenso \u201e<a href=\"https:\/\/www.reclam.de\/data\/media\/978-3-15-019493-5.pdf\">Die schreckliche deutsche Sprache<\/a>\u201c. Selbiges Teil h\u00e4tte er ohne Kenntnis des hiesigen Idioms bestimmt nicht so gigantisch verzapfen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\">\u00a0<strong>&#8211; <\/strong>In den 1990ern t\u00e4tigte der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer vom \u201eKr\u00fcppelkranzler\u201c\u00a0 <a href=\"https:\/\/kobinet-nachrichten.org\/2014\/01\/15\/neues-in-der-villa-donnersmarck\/\">(Blisse 14 Caf\u00e9<\/a>) \u00a0 mit <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stefan_Wigger\">Stefan Wigger<\/a> einen kleinen Deal, zu jener Zeit spielten wir in dem vornehmen Laden DOKO.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\">Peter, so ein <i>Netter, <\/i><span style=\"font-style: normal;\">allerdings mit einer totalen Glatze was Literatur und andere k\u00fcnstlerische Gewerke betrafen, au\u00dfer Jazz, hing in den Seilen.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><span style=\"font-style: normal;\">Eines Abends wurde ich nach Gesch\u00e4ftsschluss kurzfristig zu mehreren Drinks eingeladen. Bis er endlich mit seinem Problem herausr\u00fcckte, war ich dann schon fast besoffen. <\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><span style=\"font-style: normal;\">Wigger wollte seinen Teil des Gesch\u00e4ftes einl\u00f6sen und eine kurze Lesung veranstalten, hatte aber dem Budiker h\u00e4ngen lassen, denn er sollte sich etwas aussuchen. Scheinbar mit dem Hintergedanken, dass <em>Pedder<\/em> damit \u00fcberfordert war und alles im Nichts endete.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><span style=\"font-style: normal;\">Kurz vorher hatte ich mal wieder \u201eBummel durch Europa\u201c verschenkt, wei\u00df gar nicht, ob in der Originalausgabe eigentlich \u201e<\/span><span style=\"font-style: normal;\"><span style=\"font-weight: normal;\"><a href=\"https:\/\/www.reclam.de\/data\/media\/978-3-15-019493-5.pdf\">Die Schrecken der deutschen Sprache<\/a>\u201c ver\u00f6ffentlicht wurden. <\/span><\/span><span style=\"font-style: normal;\"><b>(<\/b><\/span><i><span style=\"font-weight: normal;\">Nebenbei, \u201eBummel durch Europa\u201c, \u201e<a href=\"http:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=244\">Ali und Nino<\/a>\u201c sowie \u201e<a href=\"http:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=21697#more-21697\">Sternstunde der M\u00f6rder\u201c<\/a> sind die drei B\u00fccher, die ich ganz oft verschenkte. Zum Kohout muss noch gesagt werden, wegen meines ungeheuren Nachholbedarf an Literatur, habe ich im Westen nie wieder <\/span><\/i><em><i><span style=\"font-weight: normal;\">Science<\/span><\/i><\/em><i><span style=\"font-weight: normal;\">&#8211;<\/span><\/i><em><i><span style=\"font-weight: normal;\">Fictions<\/span><\/i><\/em><i><span style=\"font-weight: normal;\"> noch Krimis anger\u00fchrt, die \u201eSternstunde&#8230;\u201c machte da eine Ausnahme, eigentlich nur wegen des Autors.<\/span><\/i><span style=\"font-style: normal;\"><b>)<\/b><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; font-weight: normal;\"><span style=\"font-style: normal;\">Deshalb fiel mir ganz spontan besagte Abhandlung von Twain ein, allerdings war der Scheff ob meines Vorschlags doch etwas irritiert. Misstrauischerweise zog er deshalb sogar Erkundigungen ein&#8230;<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; font-weight: normal;\"><span style=\"font-style: normal;\">Wigger fand die Entscheidung sehr weise, ging begeistert darauf ein und die Lesung ward gigantisch. Meine Freundin und ich kamen \u00fcber G\u00e4steliste rein und zur n\u00e4chsten Gelegenheit f\u00fcllte mich Peter nochmals ab&#8230; <\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; font-weight: normal;\"><span style=\"font-style: normal;\">Bin wieder ganz sch\u00f6n abgedriftet.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; font-weight: normal;\"><span style=\"font-style: normal;\">Wollte noch kurz auf Austilats Flunkerei eingehen, weil er behauptet, Twains f\u00fcnf Geschichten erschienen erstmals auf Deutsch. Zumindest bei der letzten bin ich mir sehr sicher, dass ich sie bereits als Jugendlicher gelesen hatte, m\u00f6glicherweise in einer ollen Reclam-Ausgabe der 20er Jahre. Viele Jahre war es mir nicht gelungen den Autor \u00fcber das Chaos der Berliner Hausnummern herauszubekommen, in meinen Erinnerungen suchte ich ewig bei<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Egon_Erwin_Kisch\"> Kisch<\/a> und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Alfred_Polgar\">Polgar<\/a>. <\/span>Z<span style=\"font-style: normal;\"><span style=\"font-weight: normal;\">um Schluss wurden in der <\/span><\/span><i><span style=\"font-weight: normal;\">National-Zeitung<\/span><\/i><span style=\"font-style: normal;\"><span style=\"font-weight: normal;\"> noch auf\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/John_Habberton\">John Habberton<\/a> und\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bret_Harte\">Bret Harte<\/a> erw\u00e4hnt, allerdings will ich in dem Zusammenhang noch auf den etwas fr\u00fcheren <\/span><\/span><span style=\"font-style: normal;\"><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/James_Fenimore_Cooper\">James Fenimore Cooper<\/a> und den sp\u00e4teren\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jack_London\">Jack London<\/a> hinweisen, aber auf keinen Fall\u00a0<\/span><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-style: normal;\"><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Friedrich_Gerst%C3%A4cker\">Friedrich Gerst\u00e4cker<\/a> vergessen, der sich als Deutscher auch dem Genre der vorher genannten Autoren hingab, allerdings nicht auf der Ebene von Karl May! Sehr schnell hatte ich als Kind begriffen, weshalb mein Gro\u00dfvater fast nichts von dem spinnerten Sachsen besa\u00df aber so gut wie alles von den ber\u00fchmten Amis. <\/span><\/span><!--more--><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-style: normal;\">Jetzt bin ich wiedermal an einen Punkt gekommen, wo in mir uns\u00e4gliche Wut auf die <em>Mutter meiner Schwester<\/em> hochkommt. Hatte dieses Weibst\u00fcck, nach dem Verkauf des Hauses ihrer Eltern, tausende von B\u00fcchern ihres Vaters vor der Veranda in den Garten gefeuert und von einem Knecht des Altstoffh\u00e4ndlers abholen lassen. Wie man so pervers mit B\u00fcchern umgehen konnte, schrieb ich schon damals ihren neo<\/span><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>bolschewistischen <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Freunden<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-style: normal;\"> zu, alles Leute, die auch meine Gro\u00dfmutter tief verachtete!<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-style: normal;\">Mir kamen als Kind mehrere Dinge zugute, ich ben\u00f6tigte immer schon wenig Schlaf, hatte als Ableger einer <em>chronisch unterv\u00f6gelten stalinistischen Zecke<\/em>, w\u00e4hrend der ersten Schuljahre keine Freunde und wirklich alle Klassenkameraden mit denen ich mich abgeben durfte, auch solch <em>rotes Kroppzeug,<\/em> die waren noch dazu ausgesprochen dumm. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-style: normal;\">Das ganze materielle Zeug, mit dem mich <em>die Alte<\/em> permanent abf\u00fcllte und was manchmal von den Gro\u00dfeltern abgetrotzt wurde, n\u00fctzte mir \u00fcberhaupt nichts und war mir folglich relativ unwichtig.<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-style: normal;\">Dadurch wuchsen B\u00fccher an mein Herz, denn in den Geschichten warteten die Gef\u00e4hrten. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-style: normal;\">Allerdings sa\u00df ich von Anbeginn der vielen Leserei einem Trugschluss auf: B\u00fccher beantworteten n\u00e4mlich keine Fragen! Im Gegenteil, es kamen unendlich viele hinzu, besonders bei gef\u00e4hrlicher Literatur \u00fcber deren Inhalte stillschweigen gewahrt werden musste. Dies ging mir bei den ganzen <\/span><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Highlights <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-style: normal;\">des III. Reiches so, die Opa zwar genehmigt besa\u00df, aber niemanden zug\u00e4nglich machen durfte&#8230;<\/span><\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.arte.tv\/de\/videos\/055887-001-A\/die-grosse-literatour-mark-twains-deutschland\/\">Die gro\u00dfe Literatour &#8211; Mark Twains Deutschland<\/a><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es handelt sich dabei um ein sehr kurzweiliges B\u00fcchlein, angefangen mit den Betrachtungen von A. Austilat. Allerdings flunkert Martenstein in seinem Vorwort genauso, wie der Autor. 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