{"id":27595,"date":"2015-12-26T21:14:25","date_gmt":"2015-12-26T20:14:25","guid":{"rendered":"http:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=27595"},"modified":"2024-08-04T07:03:27","modified_gmt":"2024-08-04T06:03:27","slug":"saeugling-in-stall-gefunden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=27595","title":{"rendered":"S\u00e4ugling in Stall gefunden"},"content":{"rendered":"<p><em>Polizei und Jugendamt ermitteln &#8211; Schreiner aus Nazareth und unm\u00fcndige Mutter vorl\u00e4ufig festgenommen<\/em><br \/>\nHier die Sicht auf den <a title=\"eigentlichen Akt\" href=\"http:\/\/www.humanistische-aktion.de\/weihna02.htm#hae\">eigentlichen Akt<\/a>, weswegen diese jahrtausendealte Nerverei zum Jahresende den H\u00f6hepunkt erreicht.<br \/>\nNach dem monatelangen Schei\u00df ist nun endlich alles vor\u00fcber. Wenn einem s\u00e4mtliche ideologischen Anwandlungen und die meisten Religionen der Menschheit sowieso m\u00e4chtig auf den Sack gehen, weil man sich jenen irren Ausw\u00fcchsen nicht entziehen kann, reicht es wirklich irgendwann.<br \/>\nHerausragend waren f\u00fcr mich lediglich das gestrige Dinner bei Frau Dr. T. und Herrn Dr. K. Die heutige Umrundung des Wei\u00dfensees und der am Strandbad ausgeschenkte Punsch, m\u00fcssen allerdings auch noch positiv erw\u00e4hnt werden&#8230;<\/p>\n<p><strong>\u00a0&#8211; <\/strong>H\u00e4tte fast meinen kurzen Auftritt als Weihnachtsmann vergessen, der am 24. stattfand. Der Job war mir ganz kurzfristig zugefallen. Gab unter der Bedingung die Zusage, dass ich nicht bereit sei, vermeintliche p\u00e4dagogische Defizite aufzuarbeiten und dem Zwerg f\u00fcr das kommende Jahr Auflagen zu erteilen. Darauf lachte die junge Frau am anderen Ende der Leitung herzlich auf.<br \/>\nDer Bonsai entpuppte sich als ein sehr aufgewecktes B\u00fcrschchen von dreieinhalb Jahren. Nachdem ich mich umgezogen hatte, gings wieder kurz vor die Wohnungst\u00fcr und es wurde nochmal geklingelt, worauf der Bube vorsichtig die T\u00fcr \u00f6ffnete. Ganz kurz irritierte ihn, nachdem er seinen Namen genannt hatte, die Aufforderung: \u201eGive me five!\u201c Daraufhin klatschte er lustig grinsend seine kleine Hand voll Power in meine Pranke und f\u00fchrte mich anschlie\u00dfend ins Wohnzimmer. W\u00e4hrenddessen produzierten die beiden Omas nebst einer Zwillingsschwester ein Haufen digitalen M\u00fcll, eine der beiden Mamis und eine weitere junge Frau taten es ihnen gleich. Das witzigste zu Beginn war, dass der Kleine keinen Augenblick fremdelte. W\u00e4hrend meiner kurzen Vorstellung kamen immer wieder Verst\u00e4ndnisfragen, besonders interessierte ihn, wie man ohne Schnee mit einem Schlitten vorfahren konnte&#8230;<br \/>\nWissensdurstig lauschte er in dem Moment mehr meinen Notwahrheiten, wobei gar nicht so richtig ein Drang aufkam, was die Geschenke im Sack angingen.<br \/>\nDann war alles zu sp\u00e4t, ich holte meine beiden <a title=\"Teppichratten\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=l9mhu99FncQ\">Teppichratten<\/a> heraus, stellte sie aufs Tischchen, allerdings ohne den kleinen Weihnachtsmann und wir schalteten sie gemeinsam an. Einige sangen den Text mit und sein Blick lachender Blick geisterten in die Runde, zu mir und wieder retour zu dem kleinen <em>Wunderwerk<\/em>.<br \/>\nDann gab es das erste Geschenk, ehrfurchtsvoll nahm er es entgegen. Ganz un\u00fcblicherweise fragte er ganz entspannt Mutti, ob er es gleich aufmachen k\u00f6nnte oder es erst mal zu den anderen Geschenken legen sollte, die sich vor einem gro\u00dfen, sehr liebevoll geschm\u00fcckten Baum, stapelten. Die beiden Mamis \u00fcberlie\u00dfen ihn die Entscheidung. Also wurde mit Auspacken begonnen &#8211; dann doch lieber erst s\u00e4mtliche Geschenke erhalten wollen&#8230;<br \/>\nNach dem zweiten P\u00e4ckchen, eine Omastimme aus dem Off, \u201esag bitte danke!\u201c<br \/>\nDann wieder, \u201eWie sagt man?\u201c<br \/>\nNun kam mein Part,\u201cna wie sagt man?\u201c Ich lie\u00df ihm nicht die Zeit f\u00fcr eine Antwort, \u201eschnell her damit, aber dalli, sagt man!\u201c<br \/>\nZur Auftraggeberin gewandt, \u201eAnne, es war ausgemacht, dass ich p\u00e4dagogische Defizite \u00fcberh\u00f6re! Au\u00dferdem bin ich ein Weihnachtsmann, bei dem sich ein Kind nicht bedanken muss! Ich registriere die Danksagung in den Augen!\u201c<br \/>\nDas gen\u00fcgte, nun verkr\u00fcmelte sich die Oma ins Nachbarzimmer. Habe anschlie\u00dfend vergessen, mal nachzufragen was sie fr\u00fcher gemacht hatte. Wusste lediglich, dass sie aus Dessau stammt, vermutete deshalb eine ehemalige Funktion\u00e4rin oder P\u00e4dago<i>chin. <\/i><br \/>\n<!--more--><b>(<\/b><i>Sie erinnerte mich in dem Moment an die Mutter einer Bekannten. <\/i><br \/>\n<i>War damals aus der kalten Heimat gekommen und holte Madame in Magdeburg ab. Tippte bei der alten Dame auf Lehrerin, nach einer Aktion ihrerseits und hatte Recht mit meiner Vermutung. <\/i><br \/>\n<i>War der mein Auftritt peinlich, Z\u00f6pfe im Bart, barfu\u00df, dazu mein Senior-Hippie-Outfit&#8230; <\/i><br \/>\n<i>Allerdings \u00e4nderte sich ihre Betrachtungsweise mir gegen\u00fcber, als sie erfuhr, dass ich mit einem BMW-Kombi vorgefahren war um ihre Tochter abzuholen. Als wir endlich Anstalten zum Aufbruch t\u00e4tigten, wollte sie sich noch etwas ihre Beine vertreten, uns bis zur Magistrale begleiten und von dort nachhause spazieren. Mutti durfte Beifahrerin sein, machte sie aber gleich darauf aufmerksam &#8211; \u201e<\/i>\u00a71, jeder macht Seins und wer f\u00e4hrt hat immer recht!<i>\u201c <\/i><br \/>\n<i>Lediglich einen Stra\u00dfenzug war sie still, dann begann Mami mich vorausschauend zu delegieren. \u201eDie n\u00e4chste Stra\u00dfe m\u00fcssen sie rechts rein, denn links <\/i>k\u00f6nnen<i> sie nicht fahren, weil es eine Einbahnstra\u00dfe ist!\u201c<\/i><br \/>\n<i>Sonntags kurz nach 6PM, keine Sau auf der Stra\u00dfe und pl\u00f6tzlich schreit die Tante auf, \u201ejetzt kommt die Stra\u00dfe, wo sie nicht links fahren <\/i>k\u00f6nnen<i>!\u201c Ich rein in die Eisen, wobei sie total erschrak. \u201eWas hei\u00dft hier, ich <\/i>kann<i> da nicht lang fahren? Ich werde ihnen beweisen, dass ich es <\/i>kann<i>! Sie scheinen den Unterschied zwischen <\/i>k\u00f6nnen <i>und <\/i>d\u00fcrfen<i> nicht zu kennen! Ich beweise ihnen jetzt, dass ich dort hineinfahren <\/i>kann!\u201c <i>Wieder auf der Vorfahrtstra\u00dfe, kam es zur sofortigen Verabschiedung &#8230;<\/i><b>)<\/b><\/p>\n<p>Beim gr\u00f6\u00dften Paket sollte ich den Filius noch beim Auspacken helfen. Darin befand sich ein etwas gr\u00f6\u00dferer Plastikkran, mit dem er sicherlich nicht viel Spa\u00df haben wird. Denn die Teile sollten nur zusammengeklippt werden, eigentlich m\u00fcssten sie in den Ecken mit einem guten Kleber behandelt oder siliconiert werden.<br \/>\nDa lie\u00df ich noch eine kleine Erinnerungsspitze ab.<br \/>\n\u201eK\u00f6nnt ihr euch noch erinnern, wie es zu Mauerzeiten war, wenn ein Westpaket kam? Das Geschenkpapier wurde sorgf\u00e4ltig entfernt, anschlie\u00dfend entsprechend zusammengefaltet, mit Bleistift der Name notiert, von wem es kam, und das Band am n\u00e4chsten Tag sofort geb\u00fcgelt&#8230;\u201c<br \/>\nAbschlie\u00dfend las ich noch Loriots Advent vor&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Polizei und Jugendamt ermitteln &#8211; Schreiner aus Nazareth und unm\u00fcndige Mutter vorl\u00e4ufig festgenommen Hier die Sicht auf den eigentlichen Akt, weswegen diese jahrtausendealte Nerverei zum Jahresende den H\u00f6hepunkt erreicht. Nach dem monatelangen Schei\u00df ist nun endlich alles vor\u00fcber. 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