{"id":27626,"date":"2016-01-02T21:48:51","date_gmt":"2016-01-02T20:48:51","guid":{"rendered":"http:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=27626"},"modified":"2023-08-15T23:19:12","modified_gmt":"2023-08-15T22:19:12","slug":"deutschlandradio-kultur-mal-so-mal-so","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=27626","title":{"rendered":"deutschlandradio kultur &#8211; mal so, mal so &#8211; u.a. versucht es Edelgard Abenstein mit William Faulkner"},"content":{"rendered":"<p>Gestern ging es nach 9am musikm\u00e4\u00dfig um alle m\u00f6glichen <a title=\"Gen\u00fcsse und deren Folgen\" href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/tagesplaylist-dkultur.279.de.html?drpl:date=2016-01-01&amp;drpl:page=2\">Gen\u00fcsse und deren Folgen<\/a>&#8230;<br \/>\nWaren schon ganz sch\u00f6ne Schnulzen dabei. Nur gut, mit <a title=\"Summer Wine\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=UH800q8qQsg\"><i>Summer Wine<\/i><\/a> ging Lee Hazlewood\u00b4s Fassung mit Nancy Sinatra \u00fcber den Sender. Anschlie\u00dfend lief <i>Sugar man <\/i>von <a title=\"Sixto Rodriguez\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rodriguez_%28Musiker%29\"><i>Sixto Rodriguez<\/i><\/a>, leider spielen sie heute nicht mehr die originalen Songs, alles nur noch remastered, da fehlt immer etwas&#8230;<br \/>\nDer Moderator ging mit einigen S\u00e4tzen auf den <a title=\"Gl\u00fcckspilz\" href=\"https:\/\/www.udiscover-music.de\/platten\/wiederveroffentlichungen-von-rodriguez-der-sugar-man-kehrt-zuruck\">Gl\u00fcckspilz<\/a> ein und verwies auf sein weiteres Leben nach fast 30 Jahren. Erw\u00e4hnte allerdings nicht, weshalb seine beiden LP\u00b4s Anfang der 1970er, im damaligen Amiland, nicht so richtig ankamen. Gut, da m\u00fcsste man sich nat\u00fcrlich mit den Texten besch\u00e4ftigen! Was allerdings am Neujahrstag, noch dazu am Fr\u00fchst\u00fcckstisch, nicht das Gelbe vom Ei gewesen w\u00e4re, schon wegen der anstehenden <i>Guten Vors\u00e4tze<\/i>, zumindest f\u00fcr die ersten Tage des neuen Jahres!?<br \/>\nS\u00fc\u00dfe breitete sich weiter aus, allerdings ging es in dem Song auch nicht um Kandiszucker <strong>(<\/strong><em>Habe hier mal die <a title=\"Variante\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=-thyLYxuVJA&amp;list=RD-thyLYxuVJA#t=22\">Variante<\/a> vom Kleinen Richard gew\u00e4hlt, weil fast unbekannt.<\/em><strong>)<\/strong> , denn die gesamte <a title=\"Sticky Fingers\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=pImwSh_6h60\"><i>Sticky Fingers<\/i><\/a> durchzieht eine ganz bestimmte Problematik&#8230;<!--more--><\/p>\n<p>Heute ward nun, zur fast gleichen Zeit, Boulevardniveau angesagt. Da durfte nat\u00fcrlich ein Hinweis auf Tatort-Tilly-Doppel-Schweiger nicht fehlen. Drei\u00dfig Minuten sp\u00e4ter wurde alles mit der Buchkritik noch getoppt. Edelgard Abenstein gab sich dabei sehr gro\u00dfe M\u00fche, titelte scheinbar deshalb mit gerade heute g\u00e4ngigen Reizworten: <a title=\"Inzest, Gewalt, Verrat und Rassismus\" href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/buchkritik.949.de.html\"><i>Inzest, Gewalt, Verrat und Rassismus<\/i><\/a><br \/>\nDa sie f\u00fcr meine Begriffe, was ihre Betrachtungsweise angeht, sich wie ein toter Fisch auf den Wellen des Mainstreams treiben l\u00e4sst, kann ich sie wirklich nicht ab. Nun wollte ich endlich mal etwas mehr \u00fcber die Tante erfahren und landete auf der Heimatseite von <a title=\"Lillemores Frauenliteratur\" href=\"http:\/\/lillemorsfrauenliteratur.blogspot.de\/2012\/04\/lesen-macht-klug-und-schoen-632.html\"><i>Lillemores Frauenliteratur <\/i><\/a><b>(<\/b><span style=\"font-size: xx-small;\"><i>Lillemors Frauenbuchladen ist die Antwort auf das \u00f6ffentliche Verschweigen weiblicher Lebenswirklichkeit und Lebenszusammenhaenge in der Literatur, in der Kunst und in den Medien.<\/i><\/span><b>)<\/b>, dort<b> <\/b>stach mir etwas von EA in meine entz\u00fcndeten \u00c4uglein: <i>Lesen macht klug und schoen 632<\/i> &#8211; Icke wee\u00df ja nich &#8211; musste mich gleich noch vergewissern, ob ich nicht auf den Werbegag eines Sch\u00f6nheitssalon hereingefallen war. Nee, nee, die machen wirklich auf Literatur!<br \/>\n<b>&#8211; <\/b>Retour zu D-radio<br \/>\nPl\u00f6tzlich horchte ich auf, denn es ging um <a title=\"William Faulkner\" href=\"https:\/\/archive.org\/stream\/collectedstories030393mbp#page\/n5\/mode\/2up\">William Faulkners<\/a>: &#8220;Absalom, Absalom!&#8221; und dieses Werk habe ich noch nicht gelesen. Werde mir allerdings eine \u00e4ltere Ausgabe besorgen, denn mit der <i>neuen \u00dcbersetzung<\/i> hat bestimmt politische Korrektheit Einzug gehalten, brrrr!<br \/>\nDie paar Minuten kosteten mich sehr viel \u00dcberwindung, ohne meinen eigentlichen Trieb freien Lauf zulassen und an der M\u00f6hre das entsprechend Kn\u00f6pfchen zu bedienen. Ob die beiden M\u00e4dels \u00fcberhaupt mal etwas von dem Herrn gelesen haben?<br \/>\nUte Welty beginnt die <a title=\"Moderation\" href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/buchkritik.949.de.html\">Moderation<\/a> mit dem Satz, <i>Joyce, Proust und Faulkner, diese drei machen das Dreigestirn der literarischen Moderne aus.<\/i> Warum sie ausgerechnet <i>Virginia Woolf <\/i>unterschlug, die im mitgelieferten Text, gemeinsam mit den drei Typen <i>das Zentralgestirn der literarischen Moderne bilden<\/i>, verstehe wer will.<br \/>\nVersch\u00e4rft fand ich ja den Hinweis zu Quentin Tarantino, der sich in seinem neuen <i>Django-Film<\/i> auch bei Faulkner bediente. Ist ja nun bekannt, dass er klebrige Finger hat, wenn es darum geht gewisse Pointen irgendwo wegzufinden. Muss dazu bemerken, dass ich nur einen Film mit ihm gesehen habe: <b>From Dusk Till Dawn (<\/b><a title=\"Blo\u00df die Szene blieb h\u00e4ngen!\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=k2MOsK1TUfY&amp;list=RDk2MOsK1TUfY#t=10\"><i>Blo\u00df die Szene blieb h\u00e4ngen!<\/i><\/a><b>)<\/b> und der wurde auch nach dem Genuss eines fetten H\u00f6rnchens nicht besonders aufgewertet, der Rest ist mir lediglich aus den Medien bekannt.<br \/>\nDiese merkw\u00fcrdige Art der Krittelei, beliebiger Cocktail-Small-Talk, veranlasste mich, doch mal im Netz zu st\u00f6bern und fand auch etwas wesentlich ergiebigeres, allerdings aus \u00e4lteren BILD-Zeitungen f\u00fcr Intellektuelle: <a title=\"SPIEGEL 47\/1953\" href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/print\/d-25657983.html\">SPIEGEL 47\/1953<\/a>, <a title=\"SPIEGEL 32\/1962\" href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/print\/d-45141175.html\">SPIEGEL 32\/1962<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/print\/d-46173021.html\">SPIEGEL 49\/1963<\/a><br \/>\nLeute! Lasst Euch nicht von jener merkw\u00fcrdigen Dampfplauderei der beiden <i>stupidierten<\/i> Tanten abschrecken, Faulkner ist ein gro\u00dfartiger amerikanischer Literat!<br \/>\nIn heutiger Zeit, wo das Lesen anspruchsvoller Klassiker schon lange nicht mehr den Stellenwert besitzt wie noch vor 50 Jahren, fand ich die Herangehensweise verwerflich. Denn ihre merkw\u00fcrdige Interpretation lud nicht gerade ein, jenes Buch irgendwann mal in Erw\u00e4gung zuziehen. Wenn der krittelnden Dame bereits Faulkner\u00b4s Stilistik eine Herausforderung darstellt, dann sollte sie es vielleicht mal als <i>Rasende<\/i> Stau<i>reporterin<\/i> versuchen und ihre Denkmuster bei einem anderen Sender im Verkehrsressort unterbringen&#8230;<br \/>\nGebe mal einen Tip f\u00fcr unbedarfte Leser, denen Faulkner bisher nichts sagt, empfehle da seinen Schelmenroman: The Reivers, der auf gleicher Ebene von Mark Twain liegt &#8211; wie er in der deutschen \u00dcbersetzung lautet, ist mir nicht mehr gel\u00e4ufig. Diese Story hatte ich seinerzeit schon in der Zone gelesen.<br \/>\nIm Netz fand fand ich eine nicht sehr getreue <a title=\"Verfilmung mit Steve McQueen\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=v64kwEABCWk\">Verfilmung mit Steve McQueen<\/a> in der Hauptrolle. Auch wer des angels\u00e4chsischen Idioms nicht besonders m\u00e4chtig ist, die Bilder sprechen f\u00fcr sich! Allerdings sind oftmals gerade die winzigen Pointen kastriert worden. Besonders fiel mir das bei der Szene auf, wo die drei Ausrei\u00dfer in der total schlammigen Furt h\u00e4ngen blieben und der schlitzohrig Farmer sein Gesch\u00e4ft t\u00e4tigte. Er sich schlie\u00dflich bequemte und sie f\u00fcr einen horrenden Preis mit den G\u00e4ulen herauszerrte. Im Buch werfen die so geretteten kurz darauf einen Blick zur\u00fcck, wobei sie registrierten, dass er mit seinen Zossen den Schlamm umpfl\u00fcgte&#8230;<\/p>\n<p>Mist, eigentlich wollte ich mich ganz kurz fassen und habe dadurch meinen gestrigen Schrieb nicht fertig gestellt&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern ging es nach 9am musikm\u00e4\u00dfig um alle m\u00f6glichen Gen\u00fcsse und deren Folgen&#8230; Waren schon ganz sch\u00f6ne Schnulzen dabei. Nur gut, mit Summer Wine ging Lee Hazlewood\u00b4s Fassung mit Nancy Sinatra \u00fcber den Sender. 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