{"id":28739,"date":"2016-09-22T22:00:49","date_gmt":"2016-09-22T21:00:49","guid":{"rendered":"http:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=28739"},"modified":"2016-09-25T11:25:37","modified_gmt":"2016-09-25T10:25:37","slug":"ausstellung-im-victoria-albert-museum-die-schnellsten-jahre","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=28739","title":{"rendered":"Ausstellung im Victoria &#038; Albert Museum- Die schnellsten Jahre"},"content":{"rendered":"<p>Endlich mal <a title=\"zwei Briten \" href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/ausstellung-in-london-das-age-of-aquarius-ist-reif-fuers-museum\/14581414.html\">zwei Briten <\/a>die ihre Finger aus den Perforierungen ihrer Sitzwangen zogen und statt zu lamentieren, sich auf Zeiten besannen, in denen es nach vielen Pleitejahren, endlich aufw\u00e4rts ging. Jener harte \u00c4ra, die nach Ende des II. Weltkrieges begann, UK fast in den finanziellen Ruin trieb, wo bis Anfang der 1960er, der anschlie\u00dfende Verluste fast s\u00e4mtlicher Kolonien alles noch toppte.<br \/>\nFast zwanzig Jahre sp\u00e4ter begannen Teile, jener noch w\u00e4hrend des brutalen Waffenganges gezeugten Nachkommen, sich gegen die bis dato vorhandenen stockkonservativen Rahmenbedingung aus Kriegstagen aufzulehnen.<br \/>\nWitzigerweise holten diese blutjungen Musiker ihre Inspirationen ausgerechnet von der schwarzen US-amerikanischen Minderheit. Was in einem Land, mit nicht nur latent vorhanden Rassenproblemen, zu weiteren Konflikten f\u00fchrte.<br \/>\nDie <i>befreiende Explosion des Pop nach 1966<\/i>, wurde nicht nur \u00fcber den gro\u00dfen Teich als <i>British Invasion <\/i>verschrien, sie breitete sich auch flugs gen Osten auf dem europ\u00e4ischen Festland aus. Knallte voll in den samst\u00e4glichen Nachmittagsfrohsinn des \u201eBlauen Bocks\u201c und in das gewandelte <i>Volksliedgut <\/i>eines Peter Alexanders, einer Marika R\u00f6ck und den drauf folgenden Newcomern Heintje, Wilma, Roy Black und wie sie alle hie\u00dfen. In der Zone entwickelte sich alles noch wesentlich versch\u00e4rfter. Eine Bemerkung war in den Tagen der Mitsechziger in beiden deutschen Staaten noch allgemeing\u00fcltig: <i>Solche wie euch, h\u00e4tte man fr\u00fcher vergast!\u00a0 <\/i>Im Fr\u00fchsommer 1966 sagte der Vater eines Schulfreundes zu mir, <i>wenn wir mal wieder bestimmen, wer ein Deutscher ist, da liefere ich dich pers\u00f6nlich im Lager ab und von dort gibt es f\u00fcr dich nur ein Entkommen &#8211; durch die Esse! <\/i><i><br \/>\n<\/i> <strong>(<\/strong>Eine<i> Fu\u00dfnote nebenher. Jener noble Herr war am Ende des Krieges Major der Wehrmacht. Nach dem Mauerfall wurde seine Pension entsprechend hochgerechnet und mit dem Dienstgrad verquickt, den er nach dem <\/i>Endsieg<i> h\u00e4tte erreichen k\u00f6nnen oder anschlie\u00dfend bei der Bundeswehr. Es existieren dazu Tabellen im Netz, da kann sich jeder ausrechnen, welche Rentennachzahlung er nach dem 3. Oktober \u00b490 als Neubundesgermane einstrich.<\/i><b>)<br \/>\n<\/b>Weil ich den Kuratoren Victoria Broackes und Geoffrey Marsh etwas unterstellen m\u00f6chte, wird mit einem Spruch von <em>Ortega y Gasset <\/em><b>(<\/b><em>Dabei handelt es sich nicht um die Typenbezeichnung eines spanischen Automobils der Luxusklasse!<\/em><b>)<\/b> begonnen! Der da lautet: \u201eTraditionen pflegen hei\u00dft, die Flamme bewahren &#8211; nicht die Asche anbeten.\u201c<br \/>\nM\u00f6glicherweise kennen beide weder den Philosophen, noch selbigen Spruch. Dann haben sie unbewusst etwas erkannt und zugleich angeschoben, n\u00e4mlich, dass noch etwas Glut vorhanden ist, um ein neuerliches Feuer zu entfachen, sich dabei aber eine Mehrheit wieder an gute alte britische Tradition erinnern sollte, ergo auch zwingend nach ihnen handeln muss.<br \/>\nJene steinige Route wird in den n\u00e4chsten Jahren bestimmt kein leichter Gang werden, dar\u00fcber hinaus mit einer Konsumreduzierung verbunden sein. Letztlich nur die Abkehr vom sinnlosen \u00dcberfluss, kann doch aber als befreiend empfunden werden, zwar in die Richtung, lieber etwas <i>\u00e4rmer<\/i> sein, daf\u00fcr aber frei!<br \/>\nWenn ich daran denke, dass die Bexit-Insulaner demn\u00e4chst z. B. Bananen und Gurken fressen k\u00f6nnen, ohne R\u00fccksicht auf EU-Vorgaben betreffs Kr\u00fcmmung und L\u00e4nge &#8211; dies wirklich bis zum Erbrechen! Wobei sie dann vollkommen straffrei in Richtung Kontinent kotzen d\u00fcrfen, ohne dusselige Abmahnungen der unterbelichteten Selbstdarsteller, Aschenanbeter und Rosst\u00e4uscher aus Br\u00fcssel bef\u00fcrchten zu m\u00fcssen, diese Vorstellung ist doch einfach nur geil!<\/p>\n<p>Den anschlie\u00dfenden Artikel sollte man sich aber auch noch einziehen!<br \/>\n<i>Ein Gespr\u00e4ch mit Martin Roth, dem Direktor des Victoria &amp; Albert Museum<\/i>, er h\u00e4ngt der berechtigten Vermutung an: <a title=\"Brexit ist \u00fcberall\" href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/ein-gespraech-mit-martin-roth-dem-direktor-des-victoria-und-albert-museum-brexit-ist-ueberall\/13785846.html\"><i>Brexit ist \u00fcberall<\/i><\/a><!--more--><\/p>\n<p><b>Fu\u00dfnote:<\/b> Eine Empfehlung in jene Richtung!<br \/>\nDie Beatles mochte ich nie, aber in Halle existiert schon ein paar Jahre ein kleines Museum \u00fcber die <a title=\"Fab Four\" href=\"http:\/\/www.beatlesmuseum.net\/cms\/\"><i>Fab Four<\/i><\/a>, in dem etliches \u00fcber den damaligen Zeitgeist r\u00fcber kommt. Es existiert auch eine kleine Ecke \u00fcber die \u201e<a title=\"Haarlekins\" href=\"http:\/\/images.google.de\/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fcdn2.spiegel.de%2Fimages%2Fimage-609419-breitwandaufmacher-ijmm-609419.jpg&amp;imgrefurl=http%3A%2F%2Fwww.spiegel.de%2Feinestages%2Fjugendprotest-in-der-ddr-a-947898.html&amp;h=320&amp;w=860&amp;tbnid=s9VrV76oIz5EFM%3A&amp;docid=7HUWfoUDuULHSM&amp;ei=mJfnV5j2FoXxUI7tBA&amp;tbm=isch&amp;iact=rc&amp;uact=3&amp;dur=372&amp;page=0&amp;start=0&amp;ndsp=28&amp;ved=0ahUKEwiYoqOHmarPAhWFOBQKHY42AQAQMwgfKAMwAw&amp;bih=674&amp;biw=1440\">Haarlekins<\/a>\u201c von Lichtenberg. Ich fuhr damals \u00f6fters mit einer <i>D-Zug-Umwegkarte<\/i> \u00fcber Berlin von Warnem\u00fcnde nach Sangerhausen und lernte dadurch die dortigen <a title=\"Jungs\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Diana_Show_Quartett\">Jungs<\/a> und M\u00e4dels kennen&#8230;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?attachment_id=28757\" rel=\"attachment wp-att-28757\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-28757\" src=\"http:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Fr\u00fchjahr-1966-104x150.jpg\" alt=\"Fr\u00fchjahr-1966\" width=\"104\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Fr\u00fchjahr-1966-104x150.jpg 104w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Fr\u00fchjahr-1966-208x300.jpg 208w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Fr\u00fchjahr-1966-713x1024.jpg 713w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Fr\u00fchjahr-1966-624x896.jpg 624w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Fr\u00fchjahr-1966.jpg 1016w\" sizes=\"auto, (max-width: 104px) 100vw, 104px\" \/><\/a>Es war die Zeit, wo Trapo-Knechte in den Vorortz\u00fcgen zwischen Warnem\u00fcnde und Rostock, langhaarige Leute hopp nahmen und zum Fris\u00f6r karrten, wenn die Frisur nicht mit dem Passbild im Ausweis \u00fcbereinstimmte.<br \/>\nMir f\u00e4llt in dem Zusammenhang noch etwas ein. Anfang der 1970 brauchte ich nach \u00fcber einem Jahr meiner Armeezeit, einen neuen Ausweis, um den dauernden Malaisen aus dem Weg zugehen, das alte Teil musste daf\u00fcr einem Waschgang unterzogen werden. Dabei hatte ich ich in den Antragsformularen, zur Frage des Geburtslandes, wahrheitsgem\u00e4\u00df SBZ notiert.<br \/>\nWas danach geschah, ist aber schon wieder eine andere Geschichte&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Endlich mal zwei Briten die ihre Finger aus den Perforierungen ihrer Sitzwangen zogen und statt zu lamentieren, sich auf Zeiten besannen, in denen es nach vielen Pleitejahren, endlich aufw\u00e4rts ging. Jener harte \u00c4ra, die nach Ende des II. 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