{"id":28992,"date":"2016-11-30T22:15:02","date_gmt":"2016-11-30T21:15:02","guid":{"rendered":"http:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=28992"},"modified":"2023-04-16T09:03:41","modified_gmt":"2023-04-16T08:03:41","slug":"die-stones-sind-zurueck-wir-werden-auf-der-buehne-krepieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=28992","title":{"rendered":"Die Stones sind zur\u00fcck! \u201eWir werden auf der B\u00fchne krepieren\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Beginne mal mit dem <em>Schlachtschiff<\/em> aus der Berliner Kochstrasse: <a title=\"Was hei\u00dft hier, dass sie zur\u00fcck sind?\" href=\"http:\/\/www.bild.de\/unterhaltung\/musik\/rolling-stones\/wir-werden-auf-der-buehne-krepieren-48936334.bild.html\">Was hei\u00dft hier, dass sie zur\u00fcck sind?<\/a><br \/>\n<a title=\"The Rolling Stones als Botschafter des Blues\" href=\"http:\/\/www.luzernerzeitung.ch\/nachrichten\/kultur\/Die-Botschafter-des-Blues;art9643,900178\">The Rolling Stones als Botschafter des Blues<\/a>, <a title=\"Chicago Tribune\" href=\"http:\/\/www.chicagotribune.com\/entertainment\/music\/kot\/ct-rolling-stones-chicago-blues-album-review-20161122-column.html\">Chicago Tribune<\/a> und <a title=\"Rolling Stone\" href=\"http:\/\/www.rollingstone.com\/music\/features\/inside-the-rolling-stones-new-album-blue-lonesome-w450645\">Rolling Stones<\/a><br \/>\nJene Meute hat sich lediglich etwas rar gemacht, was ihre anf\u00e4nglich abgekupferten Blues-Wurzeln betrafen. Ihre schwarze Ader waren der eigentliche Grund, ein Stones-Fan zu werden, als die ersten Wei\u00dfbrote, neben den Animals, die jenes Feeling in Europa salonf\u00e4hig machten&#8230;<br \/>\nDenn vorher gab es hier ganz wenig Radiostationen die Blues und Soul, eigentlich nur tr\u00f6pfelnd \u00fcber die Sender laufen lie\u00dfen. Ausnahmen machten lediglich AfN sp\u00e4t in der Nacht, Radio Monte Carlo, Radio Luxemburg nach 20 Uhr und die Piratensender in der Nordsee, allerdings in saum\u00e4\u00dfiger Mittelwellenqualit\u00e4t.<br \/>\nWas schwarze Mucken angingen gingen an den Wochentagen, von 15 bis 18 Uhr, auf \u201eRadio Freies Europa\u201c lediglich pigmentierte Musiker mit viel Rock&#8217;n Roll in den \u00c4ther, vornweg nat\u00fcrlich Chuck Berry, Bo Diddley und Little Richard&#8230;<br \/>\nDa die drei Stationen, welche in tschechischer, polnischer und ungarischer Sprache sendeten, im 19 und 16 Meterband dicht nebeneinander lagen, wurde ewig zwischen den Stationen gewechselt. Hinzu kam, dass ewig St\u00f6rsender blubberten, einigerma\u00dfen lie\u00dfen sich die Sender nur unter Br\u00fccken und anderen Stahlbetonkonstruktionen recht gut empfangen, z. B. in der kalten Heimat war es der Bahnhofsneubau&#8230;<br \/>\nZwei Radiostationen h\u00e4tte ich fast vergessen, <i>Freiheitssender 904<\/i> und den <i>Deutschen<\/i> <i>Soldatensender<\/i> &#8211; Ostpropagandastationen, die damit kokettierten, dass sie nicht unter Regierungskontrolle standen, was logisch war, denn sie sendeten in der N\u00e4he von Burg. Da liefen in den Nachtprogrammen schon mal leicht bluesige Mucken. Auch in den morgendlichen Werbebl\u00f6cken vom <i>Hessischen Rundfunk<\/i> oder dem <i>NDR<\/i> konnte man sehr selten sogar mal <a title=\"Fats Domino\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=H1z45jVlM34\">Fats Domino<\/a>, <a title=\"Chubby Checker\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=eh8eb_ACLl8\">Chubby Checker<\/a> lauschen, das war es dann schon. In jenen Jahren wurde im Osten die schwarze Musik einfach ignoriert. Kein Wunder, rekrutierten sich die redaktionellen Radiomacher in Westeuropa haupts\u00e4chlich noch aus rassistischen Altlasten, in beiden deutschen Staaten fanden oftmals, im Westen allerdings wesentlich mehr, noch die gelernten Nazi-Rundfunk-Heinze ihr gut dotiertes Auskommen.<br \/>\nIm Osten handelte es sich h\u00e4ufig um \u00e4hnliche Typen, nun allerdings gewendet, da war vielleicht ein Pack drunter! Dazu muss gesagt werden, was die schmutzigen moralisch\/ethische Vorstellungen der gerade vergangenen 1000 Jahren angingen, konnte man sie fast \u00fcbergangslos bei den Kommunisten wiederfinden, den latent vorhandenen Rassismus und eine ausgepr\u00e4gte xenophobische Grundeinstellung mit rotem Anstrich, zus\u00e4tzlich ideologisch begr\u00fcndet als weichgesp\u00fclte Staatsdoktrin galt! Da jeder als Kind seiner Zeit durch die Gegend sterzelt, werden fr\u00fchzeitige Pr\u00e4gungen in die neuerlichen Systemen mit hin\u00fcbergeschleppt. Deshalb ist es f\u00fcr die dr\u00f6ge Masse nicht selbstverst\u00e4ndlich, dass sie pl\u00f6tzlich ihre ehemalige tiefsitzende ideologische Indoktrination, wie ein abgetragenes J\u00e4ckchen, bei den neuen Machthabern abgeben. Jenes Privileg eines renegatischen Feelings ist nur ganz bestimmten Leuten von Haus aus gegeben und die leben es in allen Systemen frisch frei und fr\u00f6hlich aus, als ob es vorher nichts anderes gab.<br \/>\nEin Freund dr\u00fcckte es anl\u00e4sslich des ersten Klassentreffens nach dem Mauerfall so aus, da eine rote Zecke meinte, vorher hing es ihr bereits sehr gut, da h\u00e4tte sich im <i>neuen<\/i> <i>demokratischen Rechtsstaat, <\/i>f\u00fcr sie absolut nichts ge\u00e4ndert &#8211; \u201eschon klar, hartleibige Schei\u00dfest\u00fccke schwimmen in jedem Sud an der Oberfl\u00e4che!\u201c, somit gehen sie zwangsl\u00e4ufig immer als tragende S\u00e4ulen jeglicher Gesellschaftsordnungen durch.<br \/>\nWitzig finde ich nur die Tatsache, weil Rechtsextremismuse<i>ks<\/i>perten, <i>P\u00fccho<\/i>-, <i>Soziolochen<\/i> und die vielen anderen &#8211;<i>lochen<\/i> immer noch r\u00e4tseln und teilweise mit vollkommen abstrusen Argumentationen medientr\u00e4chtig hausieren gehen, weshalb massenhaft Leute im eingemeindeten Restdeutschland, f\u00fcr rechtslastiges Gedankengut so anf\u00e4llig sind. Viele haben lediglich ihren damals andressierten ideologischen D\u00fcnnschiss gehorsam weitergegeben, in \u00e4hnlicher Preislage wird es doch hier auch von der Bev\u00f6lkerung verlangt&#8230;<!--more--><br \/>\n&#8211; Bin mal wieder weit abgedriftet, also retour zu den Zeiten, wie ich schlie\u00dflich beim Blues landete!<br \/>\nBei mir war alles zu sp\u00e4t, nachdem ich im Radio die gesamte Bluesgarde der damaligen Zeit registrierte, besonders hatte es mir die <a title=\"Temptations\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=7NEtZGJTDEs&amp;index=1&amp;list=RD7NEtZGJTDEs\"><i>Temptations<\/i><\/a> und <i>Otis Redding<\/i> angetan.<br \/>\nNun empfand ich langsam in ausgehenden Kind- und Jugendtagen mein ganz spezielles Handicap, n\u00e4mlich unschuldig im Osten die n\u00e4chsten 65 Jahre zu verbringen. Sp\u00e4ter, als <i>Blueser<\/i>, f\u00fcr die Stasi war unsereins ein \u201eaktiver Beatanh\u00e4nger\u201c, der nun noch zus\u00e4tzlich geschlagen ward, weil im Bezirk Halle aufzuwachsen, in dem wirklich ausgepr\u00e4gte Flachzangen bestimmten, welchem kulturpolitischen Frohsinn man fr\u00f6nen sollte. Eine weitere Steigerung kam noch hinzu, das Niveau der roten <i>Kultureliten<\/i> in den drei Kreisen des Mansfelder Landes tendierte sogar gegen minus unendlich, kam da immer Freude auf&#8230;<br \/>\nSehr schnell konnte jeder mitbekommen, mit ganz bestimmten musikalischen Heroen aus dem Amiland war es zweifelsohne m\u00f6glich, diesen Fuzzis b\u00e4renm\u00e4\u00dfig auf den Z\u00fcnder zugehen und in selbige Kerbe schlug ich hemmungslos ein. Es begann anfangs lediglich mit <a title=\"Little Richard\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=pa4unAZbxyI\">Little Richard<\/a>, <a title=\"Bo Diddley\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=yeZHB3ozglQ\">Bo Diddley<\/a> und <a title=\"Mr. Redding\" href=\"https:\/\/archive.org\/details\/OtisRedding-AnthologyI\">Mr. Redding<\/a>, <strong>(<\/strong><em>M\u00f6chte\u00a0 in dem Zusammenhang <\/em><em>aber <\/em><em>unbedingt <\/em><em>auch noch ein Wei\u00dfbrot erw\u00e4hnen: <\/em>Steve Wahrer<em> von den <\/em><a title=\"Trashman\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=o5YZHU17rfI\">Trashman<\/a><strong>) <\/strong>bei\u00a0 <a title=\"Jimi \" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=IZBlqcbpmxY\">Jimi <\/a>oder <a title=\"James Brown\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=j0A_N-wmiMo&amp;index=16&amp;list=PL6Uu6NhrmUZkC18JWfZbITuKClSyegBzH\">James Brown<\/a> h\u00f6rte der Spa\u00df dann vollends auf.<br \/>\nAlles kulminierte dann im Warnem\u00fcnder Lehrlingswohnheim, w\u00e4hrend t\u00e4glicher Musiksendungen von Radio Kopenhagen oder schwedischen Stationen und die besseren Empfangsm\u00f6glichkeiten von Mittelwellenstationen aus UK&#8230;<\/p>\n<p>Bin wieder mal nicht fertig geworden<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beginne mal mit dem Schlachtschiff aus der Berliner Kochstrasse: Was hei\u00dft hier, dass sie zur\u00fcck sind? The Rolling Stones als Botschafter des Blues, Chicago Tribune und Rolling Stones Jene Meute hat sich lediglich etwas rar gemacht, was ihre anf\u00e4nglich abgekupferten Blues-Wurzeln betrafen. 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