{"id":30761,"date":"2018-01-10T22:29:17","date_gmt":"2018-01-10T21:29:17","guid":{"rendered":"http:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=30761"},"modified":"2025-02-09T22:26:39","modified_gmt":"2025-02-09T21:26:39","slug":"wir-fordern-die-freiheit-aufdringlich-werden-zu-duerfen-dank-an-c-deneuve-und-ihre-vielen-mitstreiterinnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=30761","title":{"rendered":"\u201eWir fordern die Freiheit, aufdringlich werden zu d\u00fcrfen\u201c &#8211; Dank an C. Deneuve und ihre vielen Mitstreiterinnen!"},"content":{"rendered":"<p>Es gleicht einer Sternstunde, dass sich endlich ein gestandenes Weibsbild, noch dazu eine Pers\u00f6nlichkeit ohne Fehl und Tadel, zu jenem Sachverhalt \u00e4u\u00dferte.<br \/>\n<span style=\"font-size: medium;\">Las heute in irgendeiner Postille, dass sich die beiden Urheberinnen von <\/span><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/MeToo\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>#mE t00<\/i><\/span><\/span><\/a><span style=\"font-size: medium;\"> dar\u00fcber beschwerten, weil sie zum vergangenen Golden-Globes-Ringelpiez nicht eingeladen wurden, war aber schaaade!<\/span><br \/>\nModele zum Abend in Hollywood noch einen Satz von Franz Werfel <span style=\"font-size: small;\"><b>(<\/b><\/span><span style=\"font-size: small;\"><i>Leider kennt den sowieso keine Sau mehr.<\/i><\/span><span style=\"font-size: small;\"><b>) <\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">etwas um: \u201eDas Wesen farbloser Mitl\u00e4ufer<\/span><b>*<\/b><sup><b>INNEN usw. u.\u00e4.\u00a0 <\/b><\/sup><span style=\"font-size: medium;\">besteht ja gerade darin, dass sie ohne jeglichen Charakter die jeweiligen Initiatoren<\/span><b>*<\/b><sup><b>INNEN usw. u.\u00e4.\u00a0 <\/b><\/sup><span style=\"font-size: medium;\">spiegeln!\u201c <\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: medium;\">Nun verr\u00e4t <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/article172370654\/Danke-Catherine-Deneuve-fuer-den-MeToo-Brief.html\">Catherine Deneuve<\/a> auch noch massenhaft ihre Geschlechtsgenossinnen, oh weiowei! <\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: medium;\">Bi<\/span>n ich froh, dass nicht <em>Claudia Roth<\/em> oder<em> Petra Pau<\/em> auf selbige Idee kamen. Ihr eventueller Einsatz h\u00e4tte nat\u00fcrlich weiteren medialen Disputen lediglich den Boden vollst\u00e4ndig entzogen! M\u00f6glicherweise haben sich beide nur deshalb aus dieser total zerredete Problematik herausgehalten, da sie aus eigener praktischer Erfahrung sowieso nicht mithalten k\u00f6nnten&#8230;<br \/>\nWas sicher nicht des Pudels Kern trifft, denn viele Politiker plaudern selbstverliebt und au\u00dfergew\u00f6hnlich gern \u00fcber Sachverhalte, von denen sie nur eins viel haben, n\u00e4mlich wenig Ahnung!<br \/>\nM\u00f6chte hier kurz einige Schnurren ablassen, wie ich mit <i>Anmachen<\/i> von weiblicher Seite umging, die andere als <i>sexistische P\u00f6beleien<\/i> bezeichnen w\u00fcrden, was mir nie auffiel, im Gegenteil, von mir wurde alles entsprechend zur\u00fcck gegeben und kein Deut entsch\u00e4rfter.<br \/>\nAls Eulenspiegel in allen Lebenslagen, fanden meine Retouren nat\u00fcrlich auf gleicher Ebene statt. Muss noch einf\u00fcgen, ob es sich dabei lediglich um verbale Attacken oder des zus\u00e4tzlichen k\u00f6rperlichen Einsatzes handelte, f\u00fcr beide Gegebenheiten muss auch immer die entsprechende Bereitschaft vorhanden sein, alles entweder zu akzeptieren oder sofort einen Riegel vorzuschieben und zwar hundertprozentig!<br \/>\nKann mich aber nicht daran erinnern, dass es mir irgendwann mal in den Sinn kam, jemals die zweitgenannte M\u00f6glichkeit auch nur ansatzweise in Betracht zuziehen&#8230;<br \/>\nF\u00fcr Sensibelchen waren viele Ausw\u00fcchse allerdings nie etwas, solche Leute hatten dann aber auch f\u00fcr ewig ganz schlechte Karten.<br \/>\nWenn ich mich im Nachhinein erinnere, welche beschissene Arbeit Rudel von Frauen im Dreischichtsystem erledigen mussten, z. B. Speichenf\u00e4dlerinnen im MIFA-Werk oder in der Schoko, die Pralinenpackerinnen.<br \/>\nDa bekamen selbst primitivste sexuellen Anspielungen zwangsl\u00e4ufig eine zus\u00e4tzlich Ventilfunktion.<br \/>\nAm Stausee Kelbra war es nicht anders, da gab es Regentage, wo sich w\u00e4hrend der Schicht niemand sehen lie\u00df. Statt die biederen Hausfrauen an solchen Tagen, mit voller Bezahlung nachhause zu schicken, hockten alle die gesamte Zeit sinnlos ab. Wenn dann leicht gezecht wurde, hing auch ich als Quotenm\u00e4nnchen oft unter dem weiblichen <i>Lohngesindel&#8230;<\/i><br \/>\nDabei gab es f\u00fcr mich immer etwas zu tun, denn meine kleine Werkstatt war optimal ausgestattet. Konnte deshalb ewig Schwei\u00df- oder Lackierarbeiten in der Schattenwirtschaft t\u00e4tigen, au\u00dferdem wartete der Traktor ewig auf seinen Einsatz ebenso der kleine Vierseitenkipper.<br \/>\nNebenher konnte mein Tonband sehr lautstark <i>westlich dekadente<\/i> Mucken pl\u00e4rren und ich musste mich deshalb an solchen Tagen nicht ewig von irgendwelchen roten Flachzangen anmachen lassen, die dort als Badeg\u00e4ste umherirrten&#8230;<br \/>\nAnsonsten war ich ewig am Splei\u00dfen f\u00fcr alle m\u00f6glichen Schaukelarten, die mein <i>Schefff <\/i>in viele Kinderferienlager gut honoriert vertickte.<!--more--><br \/>\n<strong>&#8211;<\/strong> Im Moment fiel mir gerade mein letzter <a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/zonenklaus\/37471403944\/in\/album-72157627685719972\/\">Deutschlehrer<\/a> ein: \u201eKlaus, du sollst doch beim Thema bleiben! Mach ansonsten zwei oder mehrere Geschichten draus!\u201c<br \/>\nSchon klar, bin wiedermal m\u00e4chtig abgedriftet, verbuche deshalb mein vorangegangenes Geschreibsel unter einer nicht ganz korrekten Einleitung!<\/p>\n<p>Zehn Jahre sp\u00e4ter, 1983, begann eine ganz anders gelagerte Anmache, der ich mich ganz billig h\u00e4tte entziehen k\u00f6nnen! Mir ging es m\u00e4chtig auf den Z\u00fcnder, weil irgendwelche Deppen an der Uni mich ewig mit <i>Genosse<\/i> anredeten, wegen meines Rauschebartes. Teilte deshalb den Gesichtskanten und flocht mir zwei Z\u00f6pfe.<br \/>\nNun begannen ewig irgendwelche Frauen an den Teilen ungefragt herum zu zupfen, waren die einfach nur bekloppt? Ich ging ihnen doch auch nicht ewig an ihre Titten.<br \/>\nWesentlich merkw\u00fcrdiger war in jenen Tagen das Erlebnis in einer Kneipe an einem Speedway-Stadion, im Tschechland, wo wir uns \u00f6fters mit Freunden trafen. Zu meinem bisherigen Outfit kam eine eigenen Kreation von Pelzm\u00fctze hinzu. Das obere gr\u00f6\u00dfere Lederk\u00e4ppie ward ringsherum mit Pelz besetzt und hinten hing ein Wolfsschwanz herab. Irgendjemand lie\u00df damals ab, \u201ejetzt siehst du aus wie einer der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Die_Saporoger_Kosaken_schreiben_dem_t%C3%BCrkischen_Sultan_einen_Brief\">Kosaken auf dem Gem\u00e4lde von Repin<\/a>, die dem t\u00fcrkischen Sultan gerade einen Brief schreiben.\u201c <span style=\"font-size: small;\"><b>(<\/b><\/span><span style=\"font-size: small;\"><i>Die Jungs waren noch richtige Kerle, man studiere deshalb den Inhalt jenes Schriftst\u00fcckes! Was h\u00e4tte Erdo\u011fan eigentlich veranstaltet, wenn B\u00f6hmermann ihm diesen Text als Ballade gesandt h\u00e4tte?<\/i><\/span><span style=\"font-size: small;\"><b>)<\/b><\/span><br \/>\nAm sp\u00e4ten Nachmittag enterte ich mit einem Kumpel die Kneipe, der Wirt kannte uns bereits, allerdings keiner von den acht oder neun Tschechen in Arbeitsklamotten, die um einen gr\u00f6\u00dferen Tisch hockten. Alle lachten nat\u00fcrlich lauthals auf, als sie mich gewahrten, nach der freundlichen Begr\u00fc\u00dfung wurde am Nachbartisch Platz genommen und dort harrten wir der anderen von uns.<br \/>\nEs dauerte ein Weilchen, bis alle eingetrudelt waren. W\u00e4hrenddessen ging es mit gro\u00dfen Pilsen zur Sache. Von den einheimischen Zechern versuchte sich hernach einer auf meine Kosten zu profilieren, ging\u00b4s auf die Toilette, erfolgten Anmachen nebst entsprechenden Zeichengebungen betreffs meiner Bartform. Zwischendurch begann eine Diskussion, ob es sich bei mir um eine <em>Schwuchtel<\/em> handeln w\u00fcrde. Irgendwann griff der Kneipier bei seinen Leuten &#8211; alle in unserem Alter &#8211; beschwichtigend ein. Aber ein Typ wollte sich nicht einholen, bis ein \u00e4lterer Mann auftauchte, allerdings gelang es ihm auch nicht ganz, dass selbiger Suffkie endlich Ruhe gab.<br \/>\nMittlerweile waren meine Bekannten eingetrudelt und von den G\u00e4sten alle vollkommen korrekt als Ossis und Wessis kategorisiert worden. Pl\u00f6tzlich stand der neue Gast an unserem Tisch und fragte in einwandfreiem Deutsch, ob er etwas bei uns sitzen k\u00f6nnte. Logo, alles nat\u00fcrlich verbunden mit verst\u00e4ndnisvollen Blicken der Ostseite, der Alte ist von der Stasi!<br \/>\nKurz darauf kam eine Frage, ob mich interessierte, was seine Landsleute \u00fcber mich redeten. Mir war es in dem Moment eigentlich egal. Dann wollte er wissen, <i>weshalb ich solch eine Barttracht bevorzugen w\u00fcrde<\/i> und bat darum, es anschlie\u00dfend ins tschechische \u00fcbersetzen zu d\u00fcrfen. Kein Problem, wegen seines akkuraten Sprachverst\u00e4ndnisses kam eine recht bl\u00f6de Antwort, mit einleuchtender Erkl\u00e4rung, ungef\u00e4hr so: <i>Leben hei\u00dft k\u00e4mpfen und weil ich permanent k\u00e4mpfen muss, halte ich es mit der Tradition der Wikinger. Die in solch brenzligen Situationen dann ihre Haare und B\u00e4rte immer zu Z\u00f6pfen flochten. <\/i><br \/>\nMittlerweile war jenes Lokal recht gut besucht, haupts\u00e4chlich von Tschechen, die alle schon l\u00e4ngere Zeit gespannt den ziemlich lautstarken Disput zwischen beiden Tischen interessiert verfolgten. Nach der \u00dcbersetzung und einer ganz kurzen Verbl\u00fcffung erfolgte kreischendes Gel\u00e4chter. Nur der St\u00e4nkerer fiel nicht so herzlich mit ein, br\u00fcllte lallend aber in das abebbenden Lachen eine Frage, auf die Totenstille folgte, alles verbunden mit betretenen Gesichtern. Unser Dolmetscher wollte daraufhin nicht \u00fcbersetzen, er entschuldigte sich f\u00fcr den angetrunkenen Landsmann und meinte, die Frage w\u00e4re sehr unh\u00f6flich gewesen, deshalb seine Reaktion.<br \/>\nNun hatten wir seit l\u00e4ngerer Zeit immer wieder den Begriff <em><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">homosexu\u00e1l\u00a0 <\/span><\/span><\/em>vernommen, dass sich alle Deutschen zusammenreimen konnten, worauf die ge\u00e4u\u00dferte Neugier hinauslief, was ich auch meinem \u00fcbersetzenden Nachbarn kund tat.<br \/>\nDa ging mir ein Licht auf, dem Mann war die entstandene Situation total peinlich geworden.<br \/>\nNun erhob ich mich und stellte die Frage in den Raum, ob nicht jemand anders \u00fcbersetzen k\u00f6nnte. Dies wollte wiederum der bisherige Dolmetscher nicht aufsich sitzen lassen und zischte w\u00fctend im Dialekt etwas zum Nachbartisch. Schon anhand der K\u00f6rpersprache wurde klar, der Suffkopp wollte unbedingt eine Antwort.<br \/>\nIn meinem Kopf ratterte es, wie erteile ich dem Typen die entsprechende Antwort?<br \/>\nAlle stierten mich an, der Blick meiner Leute sagte mir, <i>los Alter mach was richtiges draus<\/i><strong>!<\/strong><i><br \/>\n<\/i>Aber was?<i><br \/>\n<\/i>Nebenher hatte ich auch noch den recht schwierig auszusprechenden Vornamen des Neugierigen vergessen.<br \/>\nHilflos begann nun mein Dolmetscher mit vielen Umschreibungen die Frage zu formulieren, meine Beistand verunsicherte ihn schlie\u00dflich total.<br \/>\n<i>Also, dein Landsmann will lediglich wissen ob ich homosexuell bin, ein Arschficker<\/i><strong>?<\/strong><br \/>\nNun totale Stille im Raum, meine Kumpels gaben sich irritiert und nun begann eine langatmige Antwort, die ich aber unterbrach, wollte stattdessen den Namen von dem Eierkopp wissen und bat um eine Simultan\u00fcbersetzung. Redete meinen Widerpart pers\u00f6nlich an. <i>Also, du brauchst keine Angst zu haben, ich bin kein\u00a0 A r s c h f i c k e r <\/i><strong>!<\/strong><br \/>\nPl\u00f6tzlich wusste ich eine passende Antwort. War mir aber absolut nicht sicher, ob ich hinterher nicht die Fresse poliert bekomme&#8230;<br \/>\n<i>Wei\u00dft du was? Du gehst jetzt nach Hause, holst deine Frau und lieferst sie anschlie\u00dfend bei mir<\/i><em> ab<\/em><strong>!<\/strong><i> Dann gehe ich mit ihr gemeinsam in die Datscha und sie wird dir morgen verraten, wie ich sexuell drauf bin! <\/i><br \/>\nMeine Gefolgschaft schaute mich in dem Augenblick sehr betreten an.<br \/>\nDie kurze \u00dcbersetzung lief ohne gro\u00dfartige Stockungen ab, musste wohl sehr genau gewesen sein, denn die gesamte Kneipenbesatzung brach nach dem letzten Wort in kreischendes Gel\u00e4chter aus. Allerdings schien der neugierige Zeitgenosse nicht richtig zufrieden mit der Antwort, hinzu kam, dass seine Zechkumpane sofort begannen ihn sticheln.<br \/>\nUnser Sprachmittler brachte anschlie\u00dfend alles vollst\u00e4ndig ins Lot, indem er drei gro\u00dfe Schn\u00e4pse bestellte und vor dem Ansto\u00dfen sich noch als Friedenstifter bet\u00e4tigte&#8230;<br \/>\nBullshit! Die eigentliche Sache fehlt wieder, da ich ja Anmachen von fraulicher Seite schildern wollte&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gleicht einer Sternstunde, dass sich endlich ein gestandenes Weibsbild, noch dazu eine Pers\u00f6nlichkeit ohne Fehl und Tadel, zu jenem Sachverhalt \u00e4u\u00dferte. Las heute in irgendeiner Postille, dass sich die beiden Urheberinnen von #mE t00 dar\u00fcber beschwerten, weil sie zum vergangenen Golden-Globes-Ringelpiez nicht eingeladen wurden, war aber schaaade! 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