{"id":31196,"date":"2018-03-10T20:31:16","date_gmt":"2018-03-10T19:31:16","guid":{"rendered":"http:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=31196"},"modified":"2021-05-14T21:28:10","modified_gmt":"2021-05-14T20:28:10","slug":"treffen-mit-kim-jong-un","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=31196","title":{"rendered":"Treffen mit Kim Jong-un"},"content":{"rendered":"<p>Fortsetzung vom gestrigen Schrieb!<\/p>\n<p>Bis zu unserem vorgesehenen Stellplatz spazierten wir auf der Tartanbahn etwa 200 Meter entlang. Bereits w\u00e4hrend der ersten Meter ins Stadion, mit \u00fcber 40 000 Zuschauern gef\u00fcllt, stellte ich fest, dass ungef\u00e4hr f\u00fcnf Windst\u00e4rken wehten, optimal quer in Richtung der l\u00e4ngsseitigen Zuschauertrib\u00fcnen. Sofort lie\u00df ich mich zur\u00fcckfallen und trottete als letzter hinterdrein. Da unsere Gruppe aus einer ungeraden Anzahl bestand, ward mir dann Freiheit nach alle Seiten beschert.<br \/>\nWas in dem Fall hie\u00df, den Ring f\u00fcr die Seifenblasenl\u00f6sung lediglich in das Beh\u00e4ltnis tauchen und ihn anschlie\u00dfend nur hochhalten. Optimaler k\u00f6nnen die vielen Blasen nicht erzeugt werden. Keine 10 Meter von den ersten Zuschauern entfernt huschten s\u00e4mtliche schillernden Teile direkt \u00fcber die K\u00f6pfe, der kurzzeitig verbl\u00fcfften Leute, die Trib\u00fcne hinauf.<br \/>\nEben noch sa\u00dfen M\u00e4nnchen und Weibchen, alle in schlichtem ernstfallgr\u00fcn und blau gekleidet, wie Salzs\u00e4ulen herum. Dabei freuten sich s\u00e4mtliche Einheimischen immer schon ungemein, wenn sie meiner Ansichtig wurden, schon wegen der Z\u00f6pfe im Bart. Nun war aber alles zu sp\u00e4t, nach dem jemand versucht hatte, eine Blase zu fangen. Im gleichen Augenblick sprangen ringsumher die Leute auf und taten es ihm gleich, alles verbunden mit unbeschreiblich kreischenden Zurufen, aus johlend feixenden Gesichtern untereinander. Auf der gesamten Seite kamen mehrere tausend Einheimische zusammen, die sich pl\u00f6tzlich wie kleine Kinder gehen lie\u00dfen. Nicht zufassen, lediglich mit Seifenblasen hatte ich den angesagten Drill total aufgebrochen<br \/>\nMittlerweile registrierte jeder in meiner Meute, was der eigentlich Ausl\u00f6ser, jenes, sich unbeschreiblich fortsetzenden Chaos war. Nur das K\u00fcken, ein 16j\u00e4hriger Knabe aus Bremen, dem die Oma den Trip gesponsert hatte, grinste, wie ein Erdalfrosch, der Rest schien absolut <i>not amused<\/i>!<br \/>\nDie paar Gruppen, welche bereits auf der Rasenfl\u00e4che standen, mit Blick in Richtung der Trib\u00fcne, drehte sich nun um und fielen in die Lacherei mit ein, ebenso die uns noch folgenden Delegationen.<br \/>\nIch kam mir pl\u00f6tzlich vor, wie der Zauberlehrling. Dachte mir aber im gleichen Augenblick, nun hast du etwas losgetreten, was du auch beenden musst. Kopf hoch und durch!<br \/>\nZumal jedem bewusst schien, nicht verordneter Frohsinn und hemmungslose, fast grundlose Freude, ist wei\u00df Gott nicht das Ding von ideologisch vernagelten Kommunisten. Nach den 200 Metern war mein erstes Pustfix endlich leer, das zweite lie\u00df ich geflissentlich in meinem Parka&#8230;<br \/>\nIrgendwie erinnerte es mich alles an <i>La Ola, <\/i>die Leute, an denen ich bereits vorbei spaziert war, johlten und klatschten abschlie\u00dfend noch, dann sa\u00dfen sie wieder leicht versteinert herum&#8230;<br \/>\n<!--more--><br \/>\n&#8211; Will nur kurz noch zwei zwei Episoden aus der <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/menschen\/deutscher-bahnhof-in-china-nostalgie-plus-shopping-mall-12599551.html\"><i>ehemaligen deutschen Kolonie<\/i> <i>Tsingtao<\/i><\/a> einflie\u00dfen lassen.<br \/>\nGerade auf dem Bahnhof dieser Stadt angekommen, gewahrte ich auf den m\u00e4chtigen Doppel-T-Tr\u00e4gern der Dachkonstruktion auf den Bahnsteigen, in gro\u00dfen Pr\u00e4gebuchstaben KRUPP 1904<sup><b>(?)<\/b><\/sup>, beim Datum kann ich mich leicht irren, stellte meinen Rucksack ab, nahm bei gez\u00fccktem Hut ehrfurchtsvolle Haltung an. War schon klar, dass nur der <i>ehemalige Ostler<\/i> etwas dabei empfinden konnte&#8230;<br \/>\nUnser Berliner Scheffchen blickte mich dabei entgeistert an. Schon frappierend, wie leicht man einen m\u00e4nnergruppenerprobten, linkslastigen Spring-ins-Feld, immer wieder raus locken konnte.<br \/>\nAbends im Hotel sollte wir entscheiden, ob wir \u00fcbern\u00e4chsten Tag das <i>meereskundliche Institut<\/i> besichtigen wollten.<br \/>\nWar nat\u00fcrlich dagegen, hatte mir in verschiedenen L\u00e4ndern solche interessanten Einrichtungen bereits angesehen, die sich trotzdem irgendwie glichen. Machte mehr provokant den Vorschlag, lieber die riesige Klapsm\u00fchle in der Stadt anzuschauen, mir war n\u00e4mlich bekannt, dass sich im Ort jene Irrenantalt befand.<br \/>\nDa hatte ich ja etwas losgetreten!<br \/>\nMit Hilfe einiger sehr schr\u00e4gen <i>demokraturischer <\/i>Finessen, kam am n\u00e4chsten Morgen w\u00e4hrend des Fr\u00fchst\u00fccks in der Gruppe, die einfache Mehrheit zustande. Unser frommer Wunsch irritierte die Gastgeben zwar etwas, aber am Tag darauf, ging es in die psychiatrische Klinik. Nach dem doch recht herben, aber sehr interessanten Ausflug, bedankten sich anschlie\u00dfend alle bei mir&#8230;<br \/>\nH\u00e4tte ja gerne gewusst, was f\u00fcr Diskussionen unter den dortigen Funktion\u00e4re stattgefunden haben, bis sie schlie\u00dflich unseren Wunsch genehmigten&#8230;<\/p>\n<p><strong>&#8211; <\/strong>Lande endlich wieder bei Nixons Chinabesuch, den anschlie\u00dfenden Folgen f\u00fcr die Weltwirtschaft und besonders den Malaisen f\u00fcr das Amiland. Da denken solche Selbstdarsteller nur soweit, wie ein Schwein schei\u00dft und in solch gro\u00dfen Karos, dass seinerzeit f\u00fcr den bauernschlauen Kommunisten-Caudillo gen\u00fcgend Platz vorhanden war, um dort permanent durchzuschl\u00fcpfen&#8230;<br \/>\n\u00c4hnliches hat Maestro Trump jetzt auch vor, <em><b>America First! <\/b><\/em><br \/>\nNun will er scheinbar dem roten Despoten in Nordkorea, fehlenden Stahl und Aluminium verscherbeln, welche jener <i>Komiker<\/i> dringen f\u00fcr seine Raketenabschussrampen ben\u00f6tigt<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fortsetzung vom gestrigen Schrieb! Bis zu unserem vorgesehenen Stellplatz spazierten wir auf der Tartanbahn etwa 200 Meter entlang. Bereits w\u00e4hrend der ersten Meter ins Stadion, mit \u00fcber 40 000 Zuschauern gef\u00fcllt, stellte ich fest, dass ungef\u00e4hr f\u00fcnf Windst\u00e4rken wehten, optimal quer in Richtung der l\u00e4ngsseitigen Zuschauertrib\u00fcnen. 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