{"id":31968,"date":"2018-10-12T11:58:22","date_gmt":"2018-10-12T10:58:22","guid":{"rendered":"http:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=31968"},"modified":"2022-01-21T16:16:46","modified_gmt":"2022-01-21T15:16:46","slug":"nzz-12-okt-wir-sind-zum-vertrauen-verurteilt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=31968","title":{"rendered":"(I) &#8211; NZZ, 12.Okt. &#8211; Wir sind zum Vertrauen verurteilt"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/vertrauen\/zum-vertrauen-verurteilt-koennen-wir-ueberhaupt-nicht-vertrauen-ld.1427276?mktcid=nled&amp;mktcval=107&amp;kid=_2018-10-11\">Alle Welt misstraut:<\/a> der Politik, Journalisten, der Wissenschaft, Muslimen und den Versprechungen von Autoverk\u00e4ufern.<br \/>\nMuss damit beginnen, letztlich beinhaltet Vertrauen im zwischenmenschlichen Bereich, sei es nur unter zwei Individuen, eine korrekte Wechselbeziehung auf gleicher Ebene. Mir wurde jene Umgangsform nur einmal im Leben zuteil, eine Frau darunter, zu der allerdings auch nie sexuelle Ambitionen aufkeimten. Es handelte sich um meine Oma m\u00fctterlicherseits&#8230;<br \/>\nStimmt nicht ganz, fast h\u00e4tte ich Mar&#8230; vergessen, eine sehr attraktive Milf, die damals mehr als doppelt so alt war, wie meine Wenigkeit und ich j\u00fcnger als ihre beiden S\u00f6hne. Allerdings dauerte jenes blinde Vertrauensverh\u00e4ltnis lediglich ein Wimpernschlag! Alles geschah im Sommer 1971 beim Trampen, von Freitag Nachmittag bis Sonntagabend&#8230;<br \/>\nDies w\u00e4re aber auch eine ganz andere Geschichte.<br \/>\nM\u00f6chte eine Verkn\u00fcpfung zu dem folgenden Artikel herstellen: <i>Drei Menschen erz\u00e4hlen, wie ihr Vertrauen missbraucht wurde: von der Partnerin, der Mutter, dem Chef<\/i> &#8211; wo eine Frau \u00fcber ihre Mutter spricht. Dort k\u00f6nnte ich lediglich mehrere gleichlautende Erg\u00e4nzungen hinzuf\u00fcgen.<br \/>\nDie jahrzehntelange Gehirnw\u00e4sche, hatte Spuren in mir hinterlassen, was meinen<em> Erzeuger<\/em> anging &#8211; ein schwarzes Loch in den grauen Zellen.<br \/>\nErste Aufkl\u00e4rungen erfolgten, da war ich Anfang 20, sie resultierten aus einem Missverst\u00e4ndnis heraus. Hatte kurz vor Schichtschluss meine Lohnt\u00fcte erhalten, ohne drauf zuschauen, auf der R\u00fcckseite meinen Wilhelm gemacht, wunderte mich allerdings kurz, weshalb wesentlich mehr Kohle darin lag als sonst und sofort ging es in den <i>Blutigen Knochen<\/i> zu Lisbeth&#8230;<br \/>\nAm n\u00e4chsten Tag stellte sich heraus, dass man mir den Restlohn eines Angeh\u00f6rigen, der Mischpoke meines Alten, ausgeh\u00e4ndigt hatte&#8230;<br \/>\nNat\u00fcrlich ging jene pekuni\u00e4re Verwechselung im Meisterbereich herum, worauf mich auch der Chef von den <em>Rundmachern<\/em> ansprach. Da lebte ich bereits mehrere Jahre mit Heinz P. in der gleichen Platte, sogar im selben Eingang und wusste bis dato nicht, dass mein <em>Anr\u00fchre<\/em>r ein guter Bekannter von ihm war. zu beider Schulzeiten.<br \/>\nJene Problematik wurde am gleichen Abend, diesmal allerdings im <i>Klosterkeller<\/i> ausdiskutiert, besser gesagt, der Kollege wurde von mir ausgiebig gel\u00f6chert und ich schien anschlie\u00dfend leicht deformiert zu sein.<br \/>\nDanach kam mir kurz, den Kerl mal aufzutreiben. Lie\u00df es aber sein, denn eigentlich existierte er f\u00fcr mich ja nie, wenngleich nun ein ganz anderes Bild von ihm entstand, weil wir zeitlebens von seiner Ex ganz harsch angelogen wurden.<!--more--><br \/>\nEins ihres fiesesten Spielchen lief so ab.<br \/>\nWusste die Alte nicht weiter, ging sie zur Bodentreppe und kam triumphierend wedelt, mit der dort h\u00e4ngenden <a href=\"https:\/\/www.google.de\/imgres?imgurl=http:\/\/www.kosakenreiten.de\/1_876_b.jpg&amp;imgrefurl=http:\/\/www.kosakenreiten.de\/ausruestung1.htm&amp;h=381&amp;w=500&amp;sz=63&amp;tbnid=M74boSHRASQJ6M:&amp;tbnh=99&amp;tbnw=130&amp;prev=\/images%3Fq%3Dnagaika&amp;hl=de&amp;usg=__gtUtz-7kx2W4-5TIOZkDvQoy33E=&amp;ei=ztF5S6iwN4r4-AbRip2kCA&amp;sa=X&amp;oi=image_result&amp;resnum=8&amp;ct=image&amp;ved=0CBcQ9QEwBw\">Nagaika<\/a> zur\u00fcck, <i>jetzt werde ich dir den Hosenboden versohlen, wie es deine Vater fr\u00fcher tat. <\/i><br \/>\nDabei hatte er nie solche Ambitionen gehabt, der schrie noch nicht mal vor seinen Kindern herum.<br \/>\n<b>In meinen w\u00fcstesten Tr\u00e4umen tauchte er immer als Untier auf, welches hemmungslos pr\u00fcgelte, vollkommen unpolitisch war, sich mit allen Leuten stritt, ewig soff und allerorten als arbeitsscheu galt&#8230;<\/b><br \/>\nWenn ich es gewollt h\u00e4tte, Heinz war bereit, vor meiner <i>Mutter<\/i> endlich ihr L\u00fcgengeb\u00e4ude zum Einsturz zubringen, legte darauf aber keinen gesteigerten Wert.<br \/>\nGro\u00dfmutter mochte ihren Schwiegersohn eben sowenig, statt mal im Garten etwas zu tun, hockte er lieber neben seinem Koffergrammophon, h\u00f6rte Swing- und Jazzplatten, las dabei oder pflegte penibel und sehr ausgiebig seine Fingern\u00e4gel&#8230;<br \/>\n\u00dcber zwanzig Jahre versank der Mann dann wieder in den Tiefen meiner Hirnwindungen.<br \/>\nZu beginn der 1990er begann eine Bekannte, zu insistieren, <i>um irgendwann wirklich deine Ruhe zu finden, solltest du endlich beginnen, deinen Vater zu suchen! <\/i><br \/>\nGott nochmal, der Typ war f\u00fcr mich gestorben!<br \/>\nDann kam es doch zu einer Wende, allerdings aus finanziellen Gr\u00fcnden&#8230;<br \/>\nHatte mich Ende 1989 aus meinem Mietvertrag freikaufen lassen, f\u00fcr 15 000 Steine. Davon gingen ein Tausi f\u00fcr Getr\u00e4nke und Fressereien an Silvester drauf, bezahlte meine au\u00dfenstehende Verbindlichkeiten und streckte den Rest auf mehrere Monate. Dann gab es wieder Schwindsucht in der Geldkatze und mir fiel ein, dass der Alte fr\u00fcher f\u00fcr seine Kinder Alimente gezahlt haben musste, nachdem er in den Westen abgehauen war.<br \/>\nErkundigte mich daraufhin bei der <i>Gr\u00e4fin<\/i> v. d. S., nach den M\u00f6glichkeiten, an die eventuelle Kohle heranzukommen. Die meinte prompt, <i>bist wohl verr\u00fcckt? Das geht gar nicht, sollte irgendwo Geld deponiert sein, st\u00e4nde es euch zwar zu. Aber bedenke, falls dein Vater noch leben sollte, vielleicht als Sozialfall, da w\u00fcrdest du f\u00fcr ihn zur Kasse gebeten! Nur keine schlafenden Hunde wecken<\/i><strong>!<\/strong><br \/>\nSie wollte sich aber ganz unverbindlich beim Sterberegister seiner Geburtsstadt erkundigen, ob er \u00fcberhaupt noch lebte.<br \/>\nWochen sp\u00e4ter &#8211; kein Eintrag vorhanden!<br \/>\nDamit reichte es mir wieder, auf weitere Suche wurde meinerseits verzichtet.<br \/>\nEin halbes Jahr sp\u00e4ter, erreichte mich aus Erfurt die Anfrage, zwecks einer Erbschaft.<br \/>\nMan will es kaum glauben, aber in der Woche, als die Gr\u00e4fin ihr Nachsuchen startete, hatte er den Arsch zugekniffen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alle Welt misstraut: der Politik, Journalisten, der Wissenschaft, Muslimen und den Versprechungen von Autoverk\u00e4ufern. Muss damit beginnen, letztlich beinhaltet Vertrauen im zwischenmenschlichen Bereich, sei es nur unter zwei Individuen, eine korrekte Wechselbeziehung auf gleicher Ebene. 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