{"id":32612,"date":"2019-04-10T22:10:43","date_gmt":"2019-04-10T21:10:43","guid":{"rendered":"http:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=32612"},"modified":"2019-04-12T01:03:04","modified_gmt":"2019-04-12T00:03:04","slug":"wuetende-mieter-spazierten-durch-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=32612","title":{"rendered":"W\u00fctende Mieter spazierten durch Berlin"},"content":{"rendered":"<p>Mehr als 35.000 Menschen haben in Berlin gegen hohe Mieten und Verdr\u00e4ngung demonstriert. In Kreuzberg wurde ein Laden besetzt.<br \/>\nBeim sonnt\u00e4glichen Boulen ward eine Mitspielerin sehr euphorisch,<i> wir waren 40 000 auf der Stra\u00dfe!<\/i><br \/>\nWas ich allerdings anders auf den Punkt brachte, denn auf die Quantit\u00e4t des Rudels auf der Stra\u00dfe ist doch wirklich geschissen! Entscheidend ist letztendlich jene Minderheit, welche bis zum Schluss ihr Ding durchzieht.<br \/>\nIch wei\u00df, wovon ich spreche, auf den Monat genau vor 30 Jahren, stand unsere \u201eMietergemeinschaft\u201c in der <i>Nassauischen Stra\u00dfe<\/i> vor dem gleichen Problem, wie wir heute in der <i>Hol<\/i><strong>z<\/strong><i>steinischen..<\/i>.<br \/>\nDamals handelte es sich um die <a href=\"http:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?attachment_id=32613\" rel=\"attachment wp-att-32613\">Instand- Modernisierungsank\u00fcndigung<\/a> der Herren<a href=\"https:\/\/www.bauwert.de\/unternehmen\/?L=0\"><i> Dr.<\/i> Leibfried<\/a> &amp; Thomas Baumgarten, nun ist es eine GmbH Co. KG, die DeWAG Lux 5.Grundbesitz S.a r.|, 8 rue Marche-aux-Herbes<br \/>\nL-1728 Luxembourg.<br \/>\n<span style=\"font-size: xx-small;\">(Muss zu dem Brieflein noch etwas ablassen. Schon witzig, heutzutage liefern die Verfasser immer gleich ihre Legenden mit. <a href=\"http:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?attachment_id=32615\" rel=\"attachment wp-att-32615\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-32615\" src=\"http:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Danksagung-106x150.jpg\" alt=\"\" width=\"106\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Danksagung-106x150.jpg 106w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Danksagung-211x300.jpg 211w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Danksagung-768x1089.jpg 768w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Danksagung-722x1024.jpg 722w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Danksagung-624x885.jpg 624w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Danksagung.jpg 1209w\" sizes=\"auto, (max-width: 106px) 100vw, 106px\" \/><\/a>Ein <i>begr\u00fcntes Dach<\/i> kann man schon als <i>\u00f6kologisch sinnvoll<\/i> betrachten &#8211; aber &#8211; f\u00fcr ein traditionelles Berliner Dach war es damals die billigste L\u00f6sung, allerdings nie die beste! Was jene besondere <i>Sorgfalt<\/i> f\u00fcr die Kastanie angeht, da blieb ihm nichts anderes \u00fcbrig bei ihrem Umfang, als sie zu pflegen und zu hegen, <\/span><span style=\"font-size: xx-small;\">denn da h\u00e4tte es ohne weiteres keine F\u00e4llgenehmigung gegeben. <\/span><span style=\"font-size: xx-small;\">Die ganzen Jahre t\u00e4tigte ich aber nach dem Fall ihres letzten Blattes immer die endg\u00fcltige Feinharkung wegen der Miniermotte.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: xx-small;\"> Ein Beobachtung muss ich in dem Zusammenhang noch bemerken. Seit ungef\u00e4hr acht Jahren, klettern die Kohlmeisen wie Kleiber sogar kopf\u00fcber am Stamm herum. Scheinbar picken sie dort Gelege der Miniermotte aus der Borke?) <\/span><br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>Da kommt nat\u00fcrlich wieder viel Freude auf.<br \/>\nWas in solchen Momenten dann gruppendynamisch abl\u00e4uft, dar\u00fcber k\u00f6nnte ich stundenlang la\u00adbern, wie schnell sich n\u00e4mlich der kurzfristige <i>Zusammenhalt<\/i> von lediglich zehn Mietparteien im Nichts aufl\u00f6ste. Als ich gleich anschlie\u00dfend, nach einer anberaumten Mieterversammlung, meine Freundin bat, auf das Solidarit\u00e4tsgew\u00e4sch bestimmter Leute keinen Wert zulegen, war sie vollkommen irritiert &#8211; lebten <i>wir <\/i>doch <i>alle<\/i> in einer vollkommen intakten <i>Mietergemeinschaft<\/i>! Klar, wenn nichts weiter passierte und jeder seinen Teil am nichtssagenden Miteinander beitrug. An jenem Abend bat ich sie sofort, den Kl\u00fcngel zu verlassen, um unsere Angelegenheit allein durchzuziehen.<br \/>\nAls mich bereits nach wenigen Tagen, zwei anspruchslinke arrivierte Proletenableger ansprachen, dass sie mit der Verwaltung einen Deal ausgehandelt h\u00e4tten und wir auf ihren Schulterschluss nicht mehr z\u00e4hlen brauchten, gingen bei Madame langsam die Lichter an. Bei einem Volumen von 400 DM monatlich, nach den Bauma\u00dfnahmen einer halbseidenen Luxussanierung, hatten die sich f\u00fcr ein Judasobolus von 50 Mark kaufen lassen, als lebenslange Modernisierungszulage&#8230;<br \/>\nDabei h\u00e4tte kein Mieter auf irgendwelche Ma\u00dfnahmen eingehen m\u00fcssen, weil niemals dezidiert Baubeschreibungen f\u00fcr die einzelnen Wohnungen vorlagen und auch niemals nachgereicht wurden.<br \/>\nWankelm\u00fctig lie\u00df sich meine Freundin darauf ein und wir machten unser Ding. Wobei sich anschlie\u00dfend irgendwelche Leute aus dem Haus, immer mal wieder in kurzfristig wechselnden Koalitionen, wie Kletten an uns h\u00e4ngen wollten.<br \/>\nEs folgten fast ein dreiviertel Jahr Psychoterror, der an mir abperlte, meine LAG aber manchmal nahe an Nervenzusammenbr\u00fcchen brachte, abends in der K\u00fcche heulend wehklagte und kapitulieren wollte. Zumal dieses Pack auch ihre Kinder, acht und zehn Jahre alt, in den Clinch miteinbezogen.<br \/>\nAlles begann damit, dass ich bei voller Einr\u00fcstung des Hauses, die beginnenden Baut\u00e4tigkeiten stoppen lie\u00df, weil noch keine Genehmigung vorlag. Auf den damaligen jung dynamischen Al-Baustadtrat, Uwe Szelag, konnte ich mich dabei verlassen.<br \/>\nWeiter ging es, als mir der Schieber einen Plan zeigte, wie hinterher die neuerlich Gartengestaltung aussehen sollte. Dabei hatten wir anderthalb Jahre vorher 35 000 DM erhalten, aus dem Senatsfond f\u00fcr eine Hofbegr\u00fcnung, welche in Mieterinitiative vonstatten gehen musste. Dabei schien uns der Eigent\u00fcmer m\u00e4chtig gelinkt zuhaben, denn letztlich konnte dieses <i>Rattengesicht<\/i> beim anschlie\u00dfenden Hausverkauf, eine m\u00e4chtige Wertverbesserung vorweisen. Das III.Programm vom SFB zeigte Interesse f\u00fcr einen Beitrag im <i>Sorgentelefon, <\/i>allerdings nur, wenn man Ross und Reiter nennen w\u00fcrde. Kein Problem, allerdings schoss ich im selben Augenblick die entsprechende Senatsstelle gleich mit an, weil jenes Feigenblatt lediglich mit hei\u00dfer Nadel gen\u00e4ht ward&#8230;<br \/>\nMomentan k\u00f6nnte ich schon wieder kotzen!<br \/>\nMuss abschlie\u00dfend noch etwas ablassen \u00fcber die Initiative: \u201e<a href=\"https:\/\/www.deutsche-wohnen.com\/mieten\/mietangebote\/zuhause-mieten\/#commercializationType=rent&amp;utilizationType=flat\">Deutsche Wohnen<\/a> &amp; Co enteignen\u201c .<br \/>\nFinde ich recht lustig, welchen Dreh der <i>migrationsbehafte <\/i><a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/article216787069\/Darum-fuerchten-Berlins-Immobilienkonzerne-diesen-Mann.html\">Rouzbeh Taher<\/a> fand, um recht schnell durch ein Hintert\u00fcrchen in die gro\u00dfe Politik einzusteigen, wobei er bei dieser Luftnummer vollends auf die Plebse z\u00e4hlen kann.<br \/>\nHinter einem Volksbegehren, welches auf die Bestrafung all jener Leute hinaus ginge, die vor Jahren der <a href=\"https:\/\/www.deutsche-wohnen.com\/mieten\/mietangebote\/zuhause-mieten\/#commercializationType=rent&amp;utilizationType=flat\"><i>Deutsche Wohnen<\/i><\/a> und <i>anderen Gesellschaften<\/i>, f\u00fcr \u2018n Appel und \u2018n Ei Allgemeingut untert\u00e4nigst offerierten, h\u00e4tte ich auch meinen Wilhelm drunter gesetzt.<br \/>\nDa verscherbelten die Hellroten permanent das hiesige Tafelsilber, wobei es ja nicht nur um Wohnraum ging. Als dies alles geschehen war, schmiss deren lauwarme Galionsfigur lustlos den ganzen Bettel hin. Nun war Berlin zwar weiter sexy, aber noch bettel<i>arm<\/i>er geworden und <i>das war auch gut so! <\/i><br \/>\nWenn ich mir vorstelle, da wurden Gesch\u00e4fte get\u00e4tigt und eigentlich wertvolles Gesellschaftseigentum verh\u00f6kert, teilweise unter dem Siegel von Geheimvertr\u00e4gen, weil Parteiluschen und Senatspfeifen die Meinung vertraten, sie w\u00fcrden ihren Untertanen einen gro\u00dfen Gefallen tun, wenn sie sich <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/immobilien\/immobilienkonzern-immobilienboom-fuellt-deutsche-wohnen-die-kasse\/21108584.html\">solchen finanziellen Belastungen entledigten<\/a>. Wer nun unter der \u00c4gide solcher Stare seinem Tagwerk nachgeht und sich auch noch als Br\u00f6sel von tragenden S\u00e4ulen dieser <i>demokratischen<\/i> Gesellschaft versteht, der muss wirklich keine Feinde f\u00fcrchten!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mehr als 35.000 Menschen haben in Berlin gegen hohe Mieten und Verdr\u00e4ngung demonstriert. In Kreuzberg wurde ein Laden besetzt. Beim sonnt\u00e4glichen Boulen ward eine Mitspielerin sehr euphorisch, wir waren 40 000 auf der Stra\u00dfe! Was ich allerdings anders auf den Punkt brachte, denn auf die Quantit\u00e4t des Rudels auf der Stra\u00dfe ist doch wirklich geschissen! 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