{"id":32673,"date":"2019-05-12T21:43:06","date_gmt":"2019-05-12T20:43:06","guid":{"rendered":"http:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=32673"},"modified":"2022-02-24T22:51:24","modified_gmt":"2022-02-24T21:51:24","slug":"gerichtsaussage-in-berlin-deniz-yuecel-erhebt-vorwurf-der-folter-gegen-tuerkei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=32673","title":{"rendered":"Gerichtsaussage in Berlin: Deniz Y\u00fccel erhebt Vorwurf der Folter gegen T\u00fcrkei"},"content":{"rendered":"<p>Fand Y\u00fccels Herangehensweise und dessen Umgang mit der Problematik, was das l\u00e4ndliche NATO-Schlachtschiff, besser gesagt, des riesigen US-amerikanischen Flugzeugtr\u00e4gers gegen den IS-Terror und seines <i>tief demokraturisch gepr\u00e4gten<\/i> K\u00e4pt\u00b4n, Erdo\u011fan <i>Effendi <\/i>angeht, immer schon recht merkw\u00fcrdig.<br \/>\nWenn es jemand seinem <i>demokratisch\/aufkl\u00e4rerischen Ego<\/i> schuldet und die Meinung vertritt, dass er nur durch seinen provozierenden Charakter, sich schlie\u00dflich als eine Art von <i>pressefreiheitlich<\/i> <i>publizierendem<\/i> <em>Don Quijote<\/em> mit Migrationshintergrund <span style=\"font-size: small;\"><strong>(<\/strong><em>Was eigentlich von seiner Geburt her und der sp\u00e4teren Sozialisation in Bundesgermanien, so gar nicht stimmt&#8230;<\/em><strong>)<\/strong><\/span> versteht, deshalb meint, er k\u00f6nne etwas f\u00fcr einen<em> demokratischen Systemwandel<\/em> in <em>seiner Heimat<\/em> tun, so m\u00e4andert er auf einem ganz speziellen Holzweg umher.<br \/>\nIch erlebe es immer wieder, bei Zeitgenossen welche hier geboren wurden, allerdings in den Elternh\u00e4usern eine traditionelle Pr\u00e4gung ihrer Eltern erfuhren, die aus t\u00fcrkischen oder arabischen Gefilden stammten, nun mit ganz verschrobenen<em> Heimatbegriffen<\/em> kokettieren.<br \/>\nBesonders fiel mir dies bei der letzten Wahl auf, als Erdo\u011fan einen fulminanten Sieg einfuhr, den er mehrheitlich <em>seinen<\/em> mittlerweile arrivierten <em>Landsleuten <\/em>aus Westeuropa verdankte. Immer wieder versuchten mir hiesiger <em>Passgermanen<\/em> klarzumachen &#8211; keine hirnlosen T\u00fcrk-Plebejer darunter &#8211; weshalb sie trotz ihres hier erlangten Wohlstandes, unbedingt in ihrer Heimat jenen Pr\u00e4sidenten w\u00e4hlen mussten&#8230;<br \/>\nEs geht nicht, wie es Y\u00fccel beliebt, ewig auf Konfrontation bestehen und wenn es eng wird, die Schuld bei denjenigen Leuten suchen, die man permanent versucht anzupissen! Will mich hier nicht weiter auslassen \u00fcber all jene Folgen die solch Verhalten nach sich ziehen kann.<br \/>\nWei\u00df wovon ich rede, da fallen mir die M\u00fchlsteine s\u00e4mtlicher Erziehungsversuche ein, beginne mit denen der g\u00fctigen Gro\u00dfeltern und den ewigen Indoktrinationen ihrer Tochter, deren Methoden sich in der Schule, w\u00e4hrend der Lehrzeit, meiner 18monatigen Bereitschaftsbullenzeit fortsetzten, wobei es alle nur gut mit mir meinten, ich allerdings dort im Netz von witzloser Abh\u00e4ngigkeit umworben ward. Allerdings wurden die folgenden sechs Jahre, die mir anschlie\u00dfend noch im ersten sozialistischen Schlaraffenland der Arbeiter und Bauern blieben, dann breitgef\u00e4chert aufgedreht, bis in meine Knastzeit hinein.<br \/>\nLogischerweise hatte meine gelebte Verachtung f\u00fcr dieses System nat\u00fcrlich Folgen, was aber mein Problem blieb, wobei die H\u00f6hen und Tiefen fast masochistisch ausgelebt wurden. In jenen Tagen machten mir allerdings zwei einschneidende Kompromisse m\u00e4chtig zu schaffen.<br \/>\nErstmalig betraf es eine Geschichte bei der Truppe, als meine Felle begannen wegzuschwimmen. Als einziger Soldat in der Garnison hatte ich damals den Einmarsch des Warschauer Paktes ins Tschechland, als Einmischung in die inneren Angelegenheit dieses Staates verurteilt und verk\u00fcndete mehre Tage meine Meinung dazu. In dem Moment schnitten mich sogar Kumpels aus Angst heraus. Als man mir schlie\u00dflich Knast androhte, wegen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kriegs-_und_Boykotthetze\"><em>Boykotthetze<\/em><\/a> mit anschlie\u00dfendem <em>Nachdienen<\/em>. So kurz vor der Entlassung hielt ich dann doch meine Klappe.<br \/>\nDas andere betraf die einj\u00e4hrige Mitgliedschaft in der FDJ, um eine Delegierung zur Erlangung meines Facharbeiter Briefes zubekommen. Auf Anraten eines opportunistischen Kumpels (Ali), bezahlt ich f\u00fcr das Jahr meinen Beitrag. Nach Erhalt des entsprechenden Papierchens zerriss ich das Mitgliedsbuch und dr\u00fcckte es dem obersten FDJ-Heinz in seine feuchten H\u00e4nde.<br \/>\nEs w\u00e4re ganz einfach gewesen, meine Provokation schlicht einzustellen, h\u00e4tte damit aber einen Teil meines hineingewachsenen Selbstverst\u00e4ndnisses verloren und dies ging nun gar nicht. Deshalb kam mir aber auch nie die Idee, mich irgendwann und irgendwo als Opfer zu f\u00fchlen!<br \/>\nEs ist nat\u00fcrlich klar, Stolz und Dummheit liegen sehr dicht nebeneinander, haben eigentlich die gleichen Wurzeln! Wenn man sich \u00fcber die eventuellen Folgen seines Handelns nicht im Klaren sein sollte, ist es im Zweifelsfall besser, mal \u00fcber seinen Schatten zuspringen! Was ungemein schwer ist, wenn man sich vorher immer relativ kompromisslos seinen Weg bahnte.<br \/>\nNebenher \u00fcberf\u00e4hrt man dabei auch manchen Freund und Weggef\u00e4hrten&#8230;<br \/>\nDeshalb finde ich das Verhalten Y\u00fccel auch sehr merkw\u00fcrdig, dass er Monate nach seiner Inhaftierung, nun mit dem <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/video\/video-537357.html\">Foltervorwurf<\/a> herausr\u00fcckte.<br \/>\nHat f\u00fcr mich irgendwie ein merkw\u00fcrdiges Geschm\u00e4ckle.<br \/>\nDa ich auch wirklich allen, in bestimmten Situationen alles zutraue, mich eingeschlossen, kam mir der Gedanke, Meister Deniz gab mit der Aussage seinem Freund, <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Ozdemir-fordert-Ermittlungen-im-Fall-Yuecel-article21019236.html\">Bonusmeilen-Cem,<\/a> Sch\u00fctzenhilfe f\u00fcr seine Wahlauftritte, weil der nun prompt auf Y\u00fccel Pisse Kahn f\u00e4hrt&#8230;<!--more--><\/p>\n<p>Apropos Folter.<br \/>\nMuss in dem Zusammenhang eine ausgebuffte Methode, aus dem humanen sozialistischen Strafvollzug, noch zum Besten geben.<br \/>\nNach \u00fcber sechs Monaten U-Haft, steckte man mich nach der Verurteilung wieder in Einzelhaft. Mir wurde aber in der Zeit ein Privileg zuteil, bekam t\u00e4glich eins, zwei B\u00fccher. W\u00e4hlte dazu Brecht, Tucholsky, Schiller und Goethe aus. Letztere, \u00fcber 20 Jahre alte Werke, waren teilweise noch vom Schnitt verklebt, lernte dabei massenhaft Gedichte.<br \/>\nNach einer Woche wollte ich meinen Vernehmer sprechen, der Witzbold hie\u00df im Ernst: Klopffleisch &#8211; laut Stasiakte!<br \/>\nNichts geschah in jener Richtung, also wurde Hungerstreik verk\u00fcndet, der keine 30 Stunden anhielt. Dazu gen\u00fcgte eine ganz billige physikalische Methode in der winzigen Zelle.<br \/>\nZu den Mahlzeiten wurde die T\u00fcr aufgeschlossen und die Verpflegung, ohne Getr\u00e4nk, innen auf dem Boden abgestellt. Dazu kam nach dem ersten Fr\u00fchst\u00fcck eine Ansage, nach Toiletteng\u00e4ngen sollte ich mich bemerkbar machen. Was im ersten Moment unverst\u00e4ndlich blieb, auch g\u00e4be es keine B\u00fccher mehr, auch wurden Zigaretten und Streichh\u00f6lzer konfisziert.<br \/>\nDas unber\u00fchrte Essen entfernte der Knecht, dann kippte der Schlie\u00dfer <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ata_(Scheuermittel)\">ATA<\/a> in den Kackzylinder und das Wasser stellten sie drau\u00dfen ab. Noch vor dem Mittagessen wurde es recht ungem\u00fctlich, da lief die Dampfheizung voll Power. Meine Frage nach einem Getr\u00e4nk wurde beschieden, erst essen dann saufen!<br \/>\nAbends das gleiche Spielchen. Aufschlie\u00dfen, Essen hinstellen, irgendwann wieder entfernen.<br \/>\nZum Sp\u00fclvorgang kamen sie immer zu zweit.<br \/>\nInteressant sind die k\u00f6rperlichen Reaktionen in solchen Situationen. Man nimmt ja an, bei Fl\u00fcssigkeitsentzug wird die Zunge kleiner, nee, allerdings liegt sie auch wie ein St\u00fcck Holz in der Gusche. Irgendwann schwitzt man auch nicht mehr, die Augen beginnen zu schmerzen, dazu ganz wirre Tr\u00e4ume im Schlaf. Um alles noch mehr zu genie\u00dfen, ewige Lichtkontrollen und laufendes Knallen der Schl\u00fcsselbunde an der T\u00fcr.<br \/>\nInnerhalb ganz kurzer Zeit in dieser schweinischen Hitze und ohne Getr\u00e4nke erlebt man eigenartige Gedankeng\u00e4nge&#8230;<br \/>\nDas Pack wusste, sie hatten mich weichgekocht.<br \/>\nDas Fr\u00fchst\u00fcck wurde gar nicht mehr entfernt &#8211; erst essen, dann trinken!<br \/>\nAm sp\u00e4ten Vormittag h\u00e4tte ich zum Rocker werden k\u00f6nnen.<br \/>\nMann, dauerte das, bis ich das angetrocknete Marmeladenbrot runter gew\u00fcrgt hatte.<br \/>\nSchlie\u00dflich der erste Schluck Kaffee, allerdings nur eine viertel Tassenf\u00fcllung.<br \/>\nIn die Klosch\u00fcssel kam letztmalig das Scheuerpulver und das Wasser blieb noch abgestellt.<br \/>\nAlle halbe Stunde gab es etwas mehr von der hellbraunen Lorke.<br \/>\nNach dem Mittagessen bat der Vernehmer zur Audienz.<br \/>\nMuss abschlie\u00dfend noch ablassen, keiner der Angestellten lie\u00df anschlie\u00dfend irgendwelche triumphierenden Spr\u00fcche ab.<br \/>\nGenosse Klopffleisch fragte nach der Begr\u00fc\u00dfung lediglich, <em>war das denn notwendig Strafgefangener?<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fand Y\u00fccels Herangehensweise und dessen Umgang mit der Problematik, was das l\u00e4ndliche NATO-Schlachtschiff, besser gesagt, des riesigen US-amerikanischen Flugzeugtr\u00e4gers gegen den IS-Terror und seines tief demokraturisch gepr\u00e4gten K\u00e4pt\u00b4n, Erdo\u011fan Effendi angeht, immer schon recht merkw\u00fcrdig. 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