{"id":33667,"date":"2020-02-10T21:30:09","date_gmt":"2020-02-10T20:30:09","guid":{"rendered":"http:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=33667"},"modified":"2025-10-07T21:41:23","modified_gmt":"2025-10-07T20:41:23","slug":"regionalbahntrip-in-die-kalte-heimat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=33667","title":{"rendered":"Regionalbahntrip in die \u201eKalte Heimat\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Fragte die Tante am Schalter, ob ich wirklich fahren will, da sie Unwetter angesagt h\u00e4tten&#8230;<br \/>\n12:41 ging es los f\u00fcr 22 EU, mit dreimal Umsteigen in Wittenberg, Bitterfeld und Halle, insgesamt etwas mehr als drei Stunden Fahrt, wie zu meinen fast vergessenen Ostzeiten.<br \/>\nZum Lesen staken die drei Nummern des verl\u00e4ngerten Wochenend-Abos im Rucksack, notfalls gab es darin ja noch sechs Sudokus.<br \/>\nAn verschiedenen Haltestellen fielen mir alte Begebenheiten ein.<br \/>\nBereits als Kind, nur von den Gro\u00dfeltern darauf getrimmt worden, mir auch Kleinigkeiten zu merken, entwickelte ich nebenher ein ph\u00e4nomenales Ged\u00e4chtnis, was mir aber letztlich nie etwas einbrachte. Zum Leben ben\u00f6tigt man kein abgespeichertes Lexikonwissen, eben sowenig tausende von gebunkerten Telefonnummern&#8230;<br \/>\nWobei sich langsam sowieso alles im Nichts aufl\u00f6st.<br \/>\nAllerdings existiert noch eine recht intakte Datei, wo au\u00dfergew\u00f6hnlich erinnerungsw\u00fcrdige Momente fast vollst\u00e4ndig erhalten sind, samt der damals abgespulten Geringf\u00fcgigkeiten, in denen blitzschnelle Entscheidung getroffen werden mussten, worauf sich alle nachfolgenden Ereignisse kontinuierlich entwickeln konnten, zu vollsten Zufriedenheit beider Seiten&#8230;<br \/>\nAls <i>Gr\u00e4fenhainichen <\/i>angesagt wurde, konnte ich prompt einen Film abspulen, der 1971 in der <i>D\u00fcbener Heide<\/i> spielte und auch an einem sehr windigen Fr\u00fchsommertag begann.<br \/>\nWar in Halle gerade von der Dessauerstra\u00dfe auf die F100 abgebogen, als neben mir, im absoluten Halteverbot, ein wei\u00dfer \u0160KODA hielt. Gleichzeitig die Beifahrert\u00fcr aufging und eine Frauenstimme laut rief, \u201eschmei\u00dfen sie ihren Rucksack nach hinten und steigen sie schnell ein!\u201c\u00a0<strong>(<\/strong><span style=\"font-size: xx-small;\"><em> Bei st\u00fcrmischen Wetter entwickelte dieser tschechische Wagen recht gef\u00e4hrliche Fahreigenschaften, wegen seines Heckmotors, ohne entsprechendes Gewicht durch weitere Mitfahrer oder anderer Zuladungen.<\/em><strong>)<\/strong> <\/span><!--more--><br \/>\nDaraus entwickelten sich zweieinhalb Tage, von ganz ungew\u00f6hnlicher Zweisamkeit mit einer Frau, wie ich sie niemals vorher erlebt hatte und auch sp\u00e4ter nie wieder. Dies geschah irgendwo in der Pampa der <i>D\u00fcbener Heide<\/i>, ca. 30 Fahrradminuten auf einem Waldweg, vom <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Blaues_Auge_(Bad_Schmiedeberg)\"><i>Blauen Auge<\/i><\/a> entfernt.<br \/>\nJene kurze Zeit k\u00f6nnte ein fettes Drehbuch hergeben!<br \/>\nWer nun auf die Idee k\u00e4me, <em>dass ich sie irgendwann wie ein Westpaket aufgerissen h\u00e4tte, nur um mich dann sexuell auszuschei\u00dfen,<\/em> derjenige befindet sich Lichtjahre entfernt auf einem Holzweg!<br \/>\nDass ich gerade nicht auf diese Einfall kam und sich dadurch alles sehr bed\u00e4chtig entwickelte, erwuchs daraus eine fast unendliches Palette des Miteinanders, wobei die Herangehensweisen doch unterschiedlicher nicht sein konnten. Jene sehr frauliche Madame sogar einige Jahre \u00e4lter als die <em>Mutter meiner Schwester<\/em> und ich etwas j\u00fcnger als die ihre beiden S\u00f6hne&#8230;<br \/>\nWobei es f\u00fcr sie das erste mal ward, endlich aus dem total unbefriedigten Ehealltag auszubrechen, in dem nur noch f\u00fcr die Umgebung etwas kaschiert wurde, was letztlich bereits lange nicht mehr existierte, vielleicht zu keiner Zeit wirklich vorhanden war. Alles bezog sich auf die Brut, welche es mal besser haben sollte und dem <i>Wohlstand<\/i> mit dem ewig kokettiert wurde, sie \u00c4rztin im Bergbaukrankenhaus von Eisleben und er Ingenieur im Kalibergbau. Beide <i>fr\u00f6nten<\/i> eine<i> freie Beziehung<\/i>, wobei die nat\u00fcrlich einseitig ausgelebt wurde, wegen ihrer permanenten Skrupel. Anders gestaltete es ihr Gatterich, der an jenem Wochenende mit seiner neuen <i>Schnippdistel <\/i><span style=\"font-size: small;\">(<em>Sch\u00f6nes Wort, vernahm es erstmals im Zusammenhang mit einer j\u00fcngeren Beischl\u00e4ferin<\/em>.) <\/span>in Hiddensee zum Segeln weilte&#8230;<br \/>\nIrritierte sie in den Nachmittagsstunden noch meine laissez-fairen Umgangsformen, \u00e4nderte sich alles mit dem beginnenden Abend. Meine Gespielin begann n\u00e4mlich vorsichtig, alles m\u00f6gliche auszutesten. Da ich ihr nirgends Grenzen setzte, fing sie bald damit an, eigene Bed\u00fcrfnisse ungebremst anzumelden und sie entsprechend zu genie\u00dfen. Ihr forderndes Wesen schlug dar\u00fcber hinaus, augenblicklich immer wieder in tabulose Ergebenheit um&#8230;<br \/>\n<span style=\"font-size: medium;\">Nat\u00fcrlich ging es in erster Linie um das Ausleben von horizontalen Begehrlichkeiten, wobei die Lady immer wieder erstaunt zur Kenntnis nahm, welche Bandbreite meine Handhabungen besa\u00dfen, mit denen ich sie hemmungslos verw\u00f6hnte. Meine Vorgehensweisen sehr schnell abf\u00e4rbten und ich sogar etwas hinzulernte, denn bis dato war mir der <\/span><a href=\"https:\/\/www.definition-of.com\/coitus+saxonicus\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>Koitus Saxonicus<\/i><\/span><\/a><span style=\"font-size: medium;\"> noch unbekannt. Selbiger spielte allerdings nur eine nebens\u00e4chliche Rolle, denn als sehr attraktive, aber bereits <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>gut<\/i><\/span> <span style=\"font-size: medium;\"><i>abgehangene Portion Fleisch<\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>,<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> war bei ihr, in Richtung Vermehrung, nichts mehr zu erwarten. <\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: medium;\">Wobei ich nat\u00fcrlich, wegen der <a href=\"http:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Meine-andere-Schule-10.-Klasse.pdf\">Malaise als 15j\u00e4hriger<\/a>, dem angejahrten sch\u00f6nen Geschlecht ewig sehr zugetan war. <\/span><br \/>\n<em>&#8211; F\u00fcr dieses lang anhaltende Feeling, bin ich meiner 10 Lenzen \u00e4lteren Trainerin immer sehr dankbar geblieben&#8230;<\/em><br \/>\n<span style=\"font-size: medium;\">Der &#8220;<\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>Ko.Sa.&#8221;<\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> kam nur bei leicht reduzierter Geilheit zur Anwendung, wenn sie dann beim <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>Lutschen<\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\">, nicht schlucken wollte&#8230;<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: medium;\">Hier beende ich meine Erinnerungen!<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: medium;\">Wir fr\u00f6nten, in der kurzen Zeit empathische Umgangsformen in allen Lebenslagen und redeten auch \u00fcber Gott und die Welt. Wobei sich meine Partnerin oft kringelte, was meine farbigen Sprachkapriolen betrafen. Sie sogar Bedenken \u00e4u\u00dferte, weil ihr solcher Art Ausdr\u00fccke auch im Krankenhausbetrieb raus rutschen k\u00f6nnten. <\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: medium;\">Den Begriff: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>abgehangenes Fleisch,<\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> im Zusammenhang mit ihrem Alter,<\/span><i> <\/i><span style=\"font-size: medium;\">fand sie sehr witzig!<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">In Bitterfeld war es dann so warm und windstill, dass ich mich auf dem Bahnsteig auf einer Bank rekelte und Zeitung las, dabei t\u00f6nten ewig von irgendwoher Warnungen wegen des Orkans.\u00a0 <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><a href=\"http:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/EKB.pdf\">Hier folgen noch einige PDF-Seiten<\/a>, sie betreffen den sehr kurzen Auffenthalt in dem Nest, vom Sommer 1968.<br \/>\n<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fragte die Tante am Schalter, ob ich wirklich fahren will, da sie Unwetter angesagt h\u00e4tten&#8230; 12:41 ging es los f\u00fcr 22 EU, mit dreimal Umsteigen in Wittenberg, Bitterfeld und Halle, insgesamt etwas mehr als drei Stunden Fahrt, wie zu meinen fast vergessenen Ostzeiten. 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