{"id":34631,"date":"2020-05-27T21:20:55","date_gmt":"2020-05-27T20:20:55","guid":{"rendered":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=34631"},"modified":"2020-05-28T09:32:37","modified_gmt":"2020-05-28T08:32:37","slug":"tagesspiegel-27-mai-2020-der-ursprung-der-moderne-bernhard-schulz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=34631","title":{"rendered":"TAGESSPIEGEL, 27. Mai 2020 &#8211; Der Ursprung der Moderne, Bernhard Schulz"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\">Unter &#8211; <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/literatur\/max-weber-hat-die-entzauberung-der-welt-erforscht-der-ursprung-der-moderne\/25861602.html\"><b>Werturteilsfreiheit bedeutet, die Wirklichkeit auszuhalten<\/b> <\/a>&#8211; folgen abschlie\u00dfend selbige S\u00e4tze:<br \/>\n<i>In seinem Vortrag \u201ePolitik als Beruf\u201c vom Januar 1919 umrei\u00dft Weber die Eigenschaften, die ein Politiker zu seinem \u201eBeruf\u201c aufweisen m\u00fcsse: Leidenschaft, Verantwortungsgef\u00fchl und Augenma\u00df.<\/i><br \/>\n<i>Es sind dies Charakteristika der Lebensf\u00fchrung, die sich aus der Berufsethik und damit aus dem Urgrund der \u201einnerweltlichen Askese\u201c herleiten. Die schroffe Gegen\u00fcberstellung von \u201eGesinnungsethik\u201c &#8211; \u201eman tut recht\u201c &#8211; und \u201eVerantwortungsethik\u201c &#8211; \u201eman hat f\u00fcr die Folgen seines Handelns aufzukommen\u201c &#8211; als den polaren M\u00f6glichkeiten des Handelns, seit Webers Vortrag einseitig auf die Politik bezogen, verweist letztlich auf den Grundkonflikt der \u201eWertsph\u00e4ren\u201c, den Weber mehr<\/i><br \/>\n<i>und mehr im eigenen Leben erfuhr.<\/i><br \/>\n\u201e<i>Hei\u00dfe Leidenschaft\u201c und \u201ek\u00fchles Augenma\u00df\u201c verlangt Weber vom Politiker, aber damit spricht er zugleich von sich selbst. \u201eEitelkeit\u201c war ihm zuwider, er sah in ihr den \u201eallzu menschlichen Feind\u201c, den der Politiker \u201ein sich zu \u00fcber Winden\u201c habe: \u201edie ganz gemeine Eitelkeit, die Todfeindin der sachlichen Hingabe und aller Distanz, in diesem Fall: der Distanz sich selbst gegen\u00fcber\u201c. Diese Distanz ist eine der zentralen Eigenschaften, die den \u201eBerufsmenschen\u201c ausmachen.<\/i><br \/>\n<i>In den vorstehenden Ausf\u00fchrungen sind Aspekte seines Werkes gestreift worden. Zwischen ihnen gibt es innere Verbindungen &#8211; und das gilt f\u00fcr die zahllosen weiteren Fragestellungen, die Weber bearbeitet hat, nicht minder. Weber trieb Wissenschaft bis zum \u00c4u\u00dfersten &#8211; der pers\u00f6nlichen Kr\u00e4fte sowieso -, aber nicht um der blo\u00dfen Anh\u00e4ufung von Wissen willen: Er erkannte, dass Wissenschaft<\/i><br \/>\n<i>keine Antwort geben kann auf die Frage nach dem \u201eSinn\u201c der Moderne.<\/i><br \/>\n<i>Sein Werk ist eine Aufforderung, die unaufhebbare Konkurrenz unvereinbarer Wertsph\u00e4ren zu ertragen \u201eund der ,Forderung des Tages\u201c gerecht zu werden &#8211; menschlich sowohl wie beruflich. Die<\/i><br \/>\n<i>aber ist schlicht und einfach, wenn jeder den D\u00e4mon findet und ihm gehorcht, der seines Lebens F\u00e4den h\u00e4lt.\u201c Da spricht, so scheint es, Weber sich selber Mut zu.<\/i><br \/>\n<i>Denn das eben ist der Preis der Entzauberung: sich selbst entscheiden zu m\u00fcssen, wie und wof\u00fcr man leben will und welchen \u201eSinn\u201c man seinem Leben gibt.<\/i><br \/>\n<b>&#8211; <\/b>Auf keinen Fall ist jener Denkansto\u00df nur etwas f\u00fcr Politiker!<br \/>\nGebe aber zu bedenken, wenn jemand sozialisationsbedingt, im Oberst\u00fcbchen lediglich \u00fcber eine seelische Sahelzone verf\u00fcgt, kann dort nicht mal ansatzweise jenes zartes Pfl\u00e4nzchen der Empathie gedeihen. Obwohl mit einem Sch\u00e4del ausgestattet und deshalb sogar an ein menschliches Wesen erinnernd, sollte man sich keiner weiteren T\u00e4uschung hingeben, den Kopf wird der HERR ihm nur aus Mitleid verpasst haben, damit es in seinen Hals nicht hinein regnet&#8230;<br \/>\nWo sich nun lediglich ein recht nutzloser Hohlraum befindet, statt eines munteren Denkapparates, kann man folgende Schlussfolgerung ziehen, eine sehr alte aber best\u00e4ndige Erkenntnis <span style=\"font-size: xx-small;\"><b>(<\/b><\/span><span style=\"font-size: xx-small;\">Pirckheimer, 1470-1530<\/span><span style=\"font-size: xx-small;\"><b>)<\/b><\/span>: <i>Man lebt nur durch den Geist, alles andere ist dem Tod geweiht.<\/i><br \/>\nDeshalb m\u00fcsste vielen Zeitgenossen klar sein, weshalb alles so beschissen l\u00e4uft!<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">*<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Nun r\u00e4cht sich meine eingerissene abgrundtiefe Schlampigkeit, weil ich vor \u00fcber einem Jahrzehnt keine Entsprechend Ordnung in meine B\u00fcchersch\u00e4tze brachte. Am Beginn eines vollkommen neuen Lebensabschnittes, der sich letztlich angedacht, bis zur Urne hinziehen sollte, was bei meiner theoretischen Lebenserwartung noch runde 20 Jahre h\u00e4tte dauern k\u00f6nnen, drehte die Scheffin innerhalb von zwei Wochen total durch.<br \/>\nDas \u201eGut Ding Weile braucht\u201c, kann man in der Regel bei geschlechtsspezifischen Denkmustern, total vergessen! Rationale Herangehensweisen, auf l\u00e4ngere Sicht geplant, welche dadurch eine vern\u00fcnftige Basis bekommen, ist nicht deren Ding. Da bricht die lange, erfolglos versuchte Verdr\u00e4ngung der sog. <i>Hausfrauenfalle<\/i>, pl\u00f6tzlich wieder ungest\u00fcm durch. Der mit gro\u00dfm\u00e4ulig anmutender <i>Frauenpower<\/i>, \u00fcber drei\u00dfig Jahre retour, in violetten Latzhosen und mit fettigen Haaren abgeschworen wurde&#8230;<br \/>\nDa ich w\u00e4hrend der Verpackung auch schluste und die Helfer nicht ewig im Blick hatte, waren die 60 oder 70 Bananenkartons mit B\u00fcchern, irgendwann nicht mehr alle markiert.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/IMG_8341\u00e4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-34634\" src=\"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/IMG_8341\u00e4-113x150.jpg\" alt=\"\" width=\"113\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/IMG_8341\u00e4-113x150.jpg 113w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/IMG_8341\u00e4-225x300.jpg 225w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/IMG_8341\u00e4.jpg 528w\" sizes=\"auto, (max-width: 113px) 100vw, 113px\" \/><\/a> In der Bude, wo sie hin sollten, bin ich lediglich die W\u00e4nde abgelatscht, baute und hing danach die Regale entsprechend auf, alles unter sehr galligen Blicken, \u201edie bekommst du nie alle unter!\u201c<br \/>\n\u201eNat\u00fcrlich, vier Regale werden doppelt best\u00fcckt, wie vorher auch!\u201c<br \/>\nEin HB-M\u00e4nnchen war ein Schei\u00dfdreck dagegen!<br \/>\n\u201eTrenne dich doch von der H\u00e4lfte&#8230;\u201c<br \/>\nSie wurde rausgeschmissen.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/IMG_8340\u00e4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-34633\" src=\"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/IMG_8340\u00e4-150x113.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"113\" srcset=\"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/IMG_8340\u00e4-150x113.jpg 150w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/IMG_8340\u00e4-300x225.jpg 300w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/IMG_8340\u00e4-624x468.jpg 624w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/IMG_8340\u00e4.jpg 704w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Allein die vier Quadratmeter Amis, Briten und Franzen dauerten fast zwei Tage. B\u00fccher abwischen, diverse vorgefundene Zettel lesen, dann nebenbei auch noch im Netz st\u00f6bern, zwischendurch weiterlesen&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Mehrere Bretter mit slawischen Druckwerken bekam ich ebenfalls gebacken.<br \/>\n<!--more-->Tagelang wurde zwischendurch auch weiterhin gewerkelt in den anderen Zimmern.<br \/>\nDann hatte Madame ein Furz im Kopp, sollte in dem Chaosraum zuerst das G\u00e4stebett bauen. Brauchte aber den gesamten Platz, weil die deutschen Sachen wieder nach Themen geordnet werden sollten, wie fr\u00fcher gehabt. Man muss ja nicht alles gelesen haben, aber wissen wo die entsprechenden Dinge stehen. In der netzfreien Zeit, ging es nach dem entsprechenden Stichwort in mein Zimmer und dort wurde das entsprechende Machwerke dann sofort herausgefischt&#8230;<br \/>\nHeute alles kein Problem, da wischt die verbl\u00f6dende <i>iPhone-Generation<\/i> ewig auf ihren Kommunikationsprothesen herum. Ich sollte mir doch auch solch Ding zulegen und k\u00f6nnte mich dabei von den ganzen B\u00fcchern trennen!<br \/>\nDarauf kann verzichtet werden, will n\u00e4mlich nicht ewig und \u00fcberall erreichbar sein!<br \/>\nBei Belletristik wurde noch etwas Obacht gegeben, beim unendlichen Rest wurde begonnen, nach der Gr\u00f6\u00dfe alles einzusortieren. Bei den sich m\u00e4chtig entwickelnden Laufmaschen an den Synapsen, heutzutage kein leichtes Unterfangen etwas zu finden. Gut, in den verhangenen Jahren wurde einiges nachtr\u00e4glich geordnet und bestimmte Sachen auch verh\u00f6kert&#8230;<br \/>\nWie sich die B\u00fccherborde heutzutage pr\u00e4sentieren, sah es in vergangenen Zeiten nicht aus. Zumindest, was Literatur betraf war eine totale Systematik vorhanden, konnte dabei sogar fernm\u00fcndlich jemand beauftragen, bestimmte Sachen herauszuklauben, dies ging fr\u00fcher bei Werkzeug gleicherma\u00dfen!<br \/>\nIrgendwann ward alles entsprechend gerichtet nebst eines gro\u00dfen G\u00e4stebettes.<br \/>\nDazu gab es abschlie\u00dfend dann jene famili\u00e4re Belohnung, der geschlechtsspezifischen Art, auf die ein Typ recht selten kommt &#8211; \u201eSei wieder lieb! Guck doch mal, wie ich gerade daliegen!\u201c<br \/>\nNun kann ich endlich wieder zu M\u00e4xchen Weber kommen. Nat\u00fcrlich sagt mir der Mann etwas, irgendwo steht auch was von ihm herum, aber wo?<br \/>\nIst auch egal.<br \/>\nSeine entscheidenden Anliegen sind erw\u00e4hnt worden, was allerdings nicht viel bringen wird! Denn auf seine Werke werden auch nur wieder Interessenten zur\u00fcckgreifen, denen ein Qu\u00e4ntchen Interesse an dieser komplizierten Materie nachgesagt werden kann!<br \/>\nDie breite Masse wird sich sowieso ein Schei\u00dfdreck um seine Theorien und deren Erkenntnisse k\u00fcmmern, am allerwenigsten all jene, die meinen in der Politik mitmischen zu m\u00fcssen.<br \/>\n100 J\u00e4hrchen ist nun sein wichtigstes Geschreibsel alt!<br \/>\nWenn man Revue passieren l\u00e4sst, was in der Zeit alles geschah, ist doch mehr als blankes Kotzen angesagt!<br \/>\nGe\u00e4ndert hat sich auch nicht viel, was in Richtung der Vermittlung von menschliche Wertvorstellungen in der Politik m\u00e4andert.<br \/>\nWo soll es auch herkommen, die Biographien der meisten Politiker sprechen doch B\u00e4nde!<br \/>\nWas ich in den letzten Jahren der digitalen Verseuchung UNSERER Lebensgrundlage absolut nicht nachvollziehen kann, ist die Tatsache, dass sich keine Leute finden, die bei aufsteigenden Politstaren sofort beginnen aus dem N\u00e4hk\u00e4stchen zu plaudern, was selbige fr\u00fcher f\u00fcr Flachzangen waren und wie es m\u00f6glich wurde, dass blinde Plebse sie schlie\u00dflich auf den Schild der Macht hievten.<br \/>\nAuch im Nachhinein besteht doch die M\u00f6glichkeit jenen ewigen Klugschei\u00dfern, auch denen, welche an den Hebeln der Macht hockten, endlich einen vor den Ballon zuschie\u00dfen, damit sie ihre uns\u00e4glichen Sprechblasen, irgendwo im stillen K\u00e4mmerchen implodieren lassen!<br \/>\nErinnere nur an <b># u.a.<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter &#8211; Werturteilsfreiheit bedeutet, die Wirklichkeit auszuhalten &#8211; folgen abschlie\u00dfend selbige S\u00e4tze: In seinem Vortrag \u201ePolitik als Beruf\u201c vom Januar 1919 umrei\u00dft Weber die Eigenschaften, die ein Politiker zu seinem \u201eBeruf\u201c aufweisen m\u00fcsse: Leidenschaft, Verantwortungsgef\u00fchl und Augenma\u00df. 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