{"id":34877,"date":"2020-08-18T12:39:06","date_gmt":"2020-08-18T11:39:06","guid":{"rendered":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=34877"},"modified":"2020-10-24T21:59:04","modified_gmt":"2020-10-24T20:59:04","slug":"toben-vor-lachen-dennis-pohl-tagesspitzel-15-08-20","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=34877","title":{"rendered":"Toben vor Lachen, Dennis Pohl &#8211; TAGESSPITZEL, 15.08.20"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: small;\"><b><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-34879\" src=\"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/34jpg-300x109.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"109\" srcset=\"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/34jpg-300x109.jpeg 300w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/34jpg-150x54.jpeg 150w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/34jpg-768x278.jpeg 768w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/34jpg-624x226.jpeg 624w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/34jpg.jpeg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Bilduntertitel: <\/b>Der Grenzwert. Humor hat eine lange Tradition darin, auf Minderheiten abzuzielen. Doch heute reicht ein falscher Witz und der Shitstorm tobt.<b> <\/b><i>Illustration: iStock, Montage: Schneider; Fotos: imago\/Everett; D. Karmann\/ dpa; A. B. Andr\u00e9sd\u00f3ttir<\/i><\/span><br \/>\n<a href=\"https:\/\/epaper.tagesspiegel.de\/article\/34dd28eb34e92106436989a4db458f0e\">In dem gef\u00e4lligen Seite-3-Artikel<\/a>, der anfangs nat\u00fcrlich nicht ins Netz gepackt wurde, ging es um die Qualit\u00e4t von gleich anschlie\u00dfenden Lachkommentaren, zu entsprechenden Pointen bei Witzen und kabarettistischen Bemerkungen.<br \/>\nZu Beginn wurde gleich an <i><a href=\"https:\/\/www.lisaeckhart.com\/\">Lisa Eckart<\/a> <\/i>Ma\u00df genommen, die Frau finde ich sehr gut.<br \/>\nSchon merkw\u00fcrdig, da wird seit Jahren verbal herumgehurt, dass die deutschsprachige Kabarettszene total \u00fcbermackert ist und ausgerechnet von ihren Geschlechtsgenossinnen wurde sie nun am heftigsten angepisst. Wahrscheinlich die einzige M\u00f6glichkeit, auf jene Art dem eigenen Sozialneid freien Lauf zulassen, zus\u00e4tzlich alles noch gew\u00fcrzt mit etwas Philosemitismus&#8230;<br \/>\nBringe vorher noch eine abgewandelte Form von <i>Godwin\u2019s law<\/i> mit rein: \u201eMit zunehmender L\u00e4nge einer Minderheiten-Diskussion n\u00e4hert sich die Wahrscheinlichkeit f\u00fcr einen Vergleich mit Juden oder deren finanziellen Macht dem Wert Eins an.\u201c<br \/>\n<span style=\"font-size: medium;\">Hier nun <a href=\"https:\/\/comedyinenglish.de\/user\/cliff\/\">Caroline Clifford<\/a>:<\/span><i> \u201eWenn man gewisse Grenzen \u00fcberschreitet, muss der Witz allerdings richtig gut sein\u201c, sagt sie Aber wann ist ein Witz gut und wann nicht? Ist es eine heftige, aber gute Pointe, wenn die \u00f6sterreichische Komikerin Lisa Eckhart Metoo-Vorw\u00fcrfe gegen Harvey Weinstein, Woody Allen und Roman Polanski mit deren <\/i>j\u00fcdischem Glauben<i><b> <\/b>und finanzieller Macht in Verbindung bringt? Oder reproduziert sie damit gef\u00e4hrliche antisemitische Klischees?<\/i><br \/>\nFinde es immer schon zum Kotzen, wenn weltweit eine eigentlich ethnische Terminologie, nur bei den Juden, zu einer Glaubensdefinition stilisiert wird.<br \/>\nBringe dazu mein ewiges Beispiel, welches alles auf den Kopf stellt und anschlie\u00dfend irgendwelchen gutmenschelnden Deppen ewig versuchen, mir dann gewisse Befindlichkeit anzuh\u00e4ngen in Richtung der antisemitisch\/rassistischen Art&#8230;<br \/>\nWenn nun ein rabenschwarzer<em> Bantu-Neger<\/em> oder ein<em> Chinese<\/em> den mosaischen Glauben ann\u00e4hme mit allen dazugeh\u00f6rigen k\u00f6rperlichen Eingriffen, w\u00fcrden diese betreffenden Person, dann als Konvertiten, nicht als j\u00fcdisch anerkannt werden&#8230;<br \/>\nApropos, wie soll sich eigentlich ein Jude bezeichnen, der seinem mosaischen Glauben tiefgr\u00fcndig abgeschworen hat?<!--more--><\/p>\n<p><i><b>Lisa Eckhart wurde vom Harbour Front Festival ausgeladen<\/b><\/i><br \/>\n<i>Im WDR kommentierte sie 2018 den Sex-Skandal um Harvey Weinstein wie folgt: &#8220;Juden, da haben wir immer gegen den Vorwurf gewettert, denen ginge es nur ums Geld, und jetzt pl\u00f6tzlich kommt raus, denen geht\u2019s wirklich nicht ums Geld, denen geht\u2019s um die Weiber, und deshalb brauchen sie das Geld.&#8221; Dies rief sogar den Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung auf den Plan. <\/i><br \/>\n<i>Felix Klein forderte den WDR auf, den Beitrag aus der Mediathek zu entfernen&#8230;<\/i><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\"><b>((<\/b>Will noch etwas ablassen zur politisch korrekten Verbalhurerei, ist viele Jahre alt! <\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: medium;\"><b>&#8211; <\/b>Zu hundert Prozent bin ich mir sicher, was PC angeht, ist mir nichts heilig! Auf \u201epc\u201c schei\u00dfe ich, da sie das gesprochene Wort kastriert und bei Situationskomik jede Pointe g\u00e4nzlich killt. Dies m\u00f6chte ich mit Hilfe eines Spruches, an einem kleinen Beispiel aus meiner kalten Heimat darlegen. Es betrifft den langsam in Vergessenheit geratenen Begriff des <i><b>Fummelkl\u00f6tzchens<\/b><\/i>.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: medium;\">Urspr\u00fcnglich ein St\u00fcck Restholz vom Strebausbau in Bergwerken, zerkleinert auf Aktentaschenformat, musste es f\u00fcr so manches Kompensationsgesch\u00e4ft herhalten. <\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: medium;\">Da meine ich im Besonderen den Umstand, dass es eben diesen Kloben in k\u00e4lteren Jahreszeiten zu verdanken war, jenen geilen Individuen einen warmen Hintern zu verschaffen, in deren K\u00f6rper bestimmten biochemischen Vorg\u00e4ngen brodelten, und alles auf einen Hormonaustausch hinaus lief. Nun zu Volkes Stimme: \u201eBringst du Kl\u00f6tzchen, kriegst du F\u00f6tzchen! &#8211; Bringst du gro\u00dfe St\u00fccken, darfst du zweimal ficken!\u201c<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: medium;\">Auf gutmenschelndem Deutsch, <i>politisch korrekt ausgedr\u00fcckt, <\/i>k\u00f6nnte es so lauten:<\/span><br \/>\n\u201e<span style=\"font-size: medium;\">Bringst du Kl\u00f6tzchen darfst Du an mein prim\u00e4res Geschlechtsteil, bringst du gro\u00dfe St\u00fccke darfst du zweimal mit Pr\u00e4servativ koitieren.\u201c<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: medium;\">Kling doch etwas merkw\u00fcrdig. Oder?<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: medium;\">Ich lege gleich noch einen \u00e4hnlichen Spruch aus diesem Metier nach. Verkneife mir aber den Versuch, ihn auch <i><b>politisch korrekt<\/b><\/i> abzuleuchten. <\/span><br \/>\n\u201e<span style=\"font-size: medium;\">Ficken und besoffen sein, ist des Bergmanns Sonnenschein.\u201c<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: medium;\">Wer nun meint, diese beiden Ausspr\u00fcche seien Unterkante Stammtisch, der verkennt j\u00e4mmerlich die Situation in der sie entstanden oder verdr\u00e4ngt aus welchem Stall er selber stammt&#8230; <\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: medium;\">Das<i> Hardcore-Linke <\/i>in der Regel sowieso h\u00f6lzern daher kommen, erkannte letztens sogar der weit gereiste <i>Michael Moore<\/i>. Er lie\u00df bei einem Vortrag im Sommer 2004 in der Urania ab: <i>\u201eLinke allgemein sind ziemlich humorlos, im besonderen deutsche&#8230;\u201c <\/i><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: medium;\">Herrn Moore muss ich da vorbehaltlos Recht geben. Ein spontanes Lachen klingt bei jener besonderen Gattung dieser Gesellschaft meistens sehr gequ\u00e4lt, au\u00dferdem scheint es einer Zumutung gleichzukommen, wenn viele jener verklemmten Spezies mal \u00fcber sich lachen sollen. Ich meine damit Teile der <i>Nickelbrillenfraktion<\/i>, die heute mit <i>fleischfarbenen Badekappen <\/i>daherkommen oder deren Haupthaar und die unteren Gesichtspartien <i>schimmelfarbener Bewuchs <\/i>ziert. <\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: medium;\">Es fallen mir da Angeh\u00f6rige ganz bestimmter Berufsgruppen besonders auf. Jene Leute die selbstverliebt, behaftet mit krankhaftem Hang zur Harmonie, sich f\u00fcr pr\u00e4destiniert halten, anderen immer im Fressen herumm\u00e4hren zu m\u00fcssen. Spreche dabei nicht von unbekannten Leuten, sondern von vielen Bekannten, denen ich zeitweise ihre riesigen Wohnungen <b>(<\/b><i>Vorher WG\u00b4s, die W\u00e4nde mit Klassenkampfpostern, Che!, Mao, Ho u.\u00e4. sowie halbverhungerten Kids aus Biafra bepflastert waren, sp\u00e4ter dann ihre Eigentumswohnungen wurden und deren zus\u00e4tzlichen Datschen stylte.Will nicht dar\u00fcber meckern, dass viele der ehemaligen Genossen<\/i><sup><i><b>*INNEN usw.<\/b><\/i><\/sup><i>, es als eine Art von Klassenkampf verstanden, wenn sie Handwerker aus der Schattenbranche besch\u00e4ftigten. Muss zu jenen, nun lange etablierten Saisonrevoluzzern und jahrzehntelang gnadenlos hedonistisch konsumierenden Leutchen, noch etwas ablassen. Als Gentleman vom Scheitel bis zu den Haaren &#8211; und ich besitze einen breiten Scheitel &#8211; wurde von mir alles tief abgebucht, oftmals allerdings verbunden mit einer, mich ewig am\u00fcsierenden Verachtung!<\/i><b>) <\/b><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: medium;\">Mann, was habe ich in den fast 50 Jahren, meines Daseins <i>im Sumpf der freien westlichen Welt<\/i> f\u00fcr ungebildete Fachidioten mit schlechten Kinderstuben kennen gelernt, die es sp\u00e4ter gl\u00e4nzend verstanden, sich als tragende S\u00e4ulen dieser Gesellschaft zu verkaufen. Nebenher die ganze Schei\u00dfe die ihnen fr\u00fcher widerfuhr, mittlerweile nur etwas anders verpackt \u00fcber ihrer Brut ausgesch\u00fcttet haben. <\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> So mancher darunter, der <i>Nebukadnezar II, <\/i>sicher immer noch f\u00fcr einen griechischen Wagentyp der Formel 2 h\u00e4lt oder <i>Hatschepsut <\/i>f\u00fcr eine Reisspeise \u201ebeim Indonesier\u201c&#8230; <\/span><\/span><br \/>\n\u201e<span style=\"font-size: medium;\">Ick kann jar nich so ville fressen wie ich kotzen m\u00f6chte\u201c, frei nach Max Liebermann, der dies aber in einem ganz anderen Zusammenhang ablie\u00df. <\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: medium;\">Wer dieser, von mir sehr gesch\u00e4tzte Herr gewesen ist, erkl\u00e4re ich aber hier nicht.<i><b> M.L.<\/b><\/i> w\u00fcrde mir sicher Recht geben. (Achtung<b>!<\/b> Bei diesem K\u00fcrzel \u201e<i>ML<\/i>\u201c, absolut keine falschen Schlussfolgerungen mehr ziehen<b>!)<\/b><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: medium;\">Lustig finde ich eine Fiktion. <\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: medium;\">Etwas wie, 1977, beim G\u00f6ttinger Mescalero,<\/span><i>&#8220;Will eine klammheimliche Freude nicht verhehlen&#8221;, <\/i><span style=\"font-size: medium;\">wenn in wenigen Jahren die<\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i> heutige Demokratur in Deutschland<\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> l\u00e4ngst der Vergangenheit angeh\u00f6rt, die Todesstrafe wieder heftig grassiert und man sie zur Belustigung der Plebse erneut \u00f6ffentlich zelebriert, allerdings nebst Cheerleaders und entsprechenden Werbeunterb<\/span><span style=\"font-size: medium;\">rechungen<\/span><span style=\"font-size: medium;\">&#8230;<\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>))<\/b><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bilduntertitel: Der Grenzwert. 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