{"id":35077,"date":"2020-09-10T20:12:04","date_gmt":"2020-09-10T19:12:04","guid":{"rendered":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=35077"},"modified":"2021-09-20T09:07:14","modified_gmt":"2021-09-20T08:07:14","slug":"stadtmuseum-berlin-metropole-berlin-traum-und-realitaet-1920-202","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=35077","title":{"rendered":"STADTMUSEUM BERLIN, Metropole Berlin &#8211; Traum und Realit\u00e4t 1920\u20132020"},"content":{"rendered":"<p>War gestern im <i>M\u00e4rkischen Museum<\/i>, welches sich schon l\u00e4nger STADTMUSEUM BERLIN schimpft und konnte den Besuch eigentlich unter Ulk verbuchen.<br \/>\nWer sich nur etwas tiefgr\u00fcndiger mit der Entstehung von Berlin, bis hin zum <i>hundeverschissenen Bundeshauptdorf <\/i>besch\u00e4ftigt hat, wird gro\u00dfe Teile jener gehypte Ausstellung als haarstr\u00e4ubende <i>Pr\u00e4sentation<\/i> empfinden. Was wurde da geklittert und gelobhudelt, ich war perplex&#8230;<br \/>\nAlles firmierte unter: <i>Chaos &amp; Aufbruch, Berlin 1920|2020 <\/i>und letztlich erg\u00e4nzt werden sollte in: <i>Aufbruch ins Chaos, welches seit 100 Jahren kontinuierlichen Bestand hat. <\/i><br \/>\nDie zur Selbstinszenierung des Museums wiedergegebenen Pressestimmen, sind zus\u00e4tzlich zum Piepen, dargestellt mit Hilfe von Gef\u00e4lligkeitsjournalismus h\u00f6chster G\u00fcte. Frei nach der Devise, versuche Gutes zu tun und rede dr\u00fcber! Auch die<a href=\"https:\/\/www.stadtmuseum.de\/ausstellungen\/chaos-und-aufbruch\"> ver\u00f6ffentlichten Pressestimmen<\/a> k\u00f6nnen nicht \u00fcber den ewigen Provinzialismus dieses etwas gr\u00f6\u00dferen Marktfleckens hinwegt\u00e4uschen!<br \/>\nZumindest l\u00e4sst <i>Nikolaus Bernau, Fazit &#8211; Kultur vom Tage, Deutschlandfunk Kultur Podcast, <\/i>zart einflie\u00dfen, dass <em>wir heute doch ganz \u00e4hnliche Probleme <\/em><em>haben<\/em><em>. <\/em>In den vielen Jahrzehnten wurden, trotz der ganz unterschiedlichen Systeme, die Problematik der Entwicklung zu einer Metropole, von Anfang an, lediglich entsprechend anders aber weiterhin kleingeistig kultiviert.<br \/>\n<em> <b>&#8211; <\/b><\/em><em>Uwe Rada, Sch\u00fclerzeitung<\/em><em>, <\/em>entdeckt bei I<em>mpuls Berlin 2020, <\/em>in den oberen R\u00e4umlichkeiten, <em>kreative, utopische, k\u00fcnstlerische Interventionen&#8230;<\/em><br \/>\nGut, Kinder und Jugendliche besitzen ja bis zu einem gewissen Zeitpunkt ihre anf\u00e4ngliche, noch nicht abdressierten emotionale Sichtweise von unten, dies konnte man auch breitgef\u00e4chert bestaunen. Zur dort dargestellten Problematik fehlte f\u00fcr mich allerdings der tanzende Einsatz unter den Fittichen von entsprechend politisch korrekt klugschei\u00dfenden P\u00e4dago<em>ch<\/em>en&#8230;<br \/>\n<em><b>&#8211; <\/b><\/em><em><i>Andrea Handels, rbbKultur, <\/i><\/em>meinte: <em><i>\u201e\u2026da steckt viel Anspruch drin in dieser Ausstellung, viele innovative Ans\u00e4tze, viel zu lesen und zu experimentieren<\/i><\/em><em>,<\/em><em><i> [\u2026 ] trotz des f\u00fcr so etwas nicht gerade ganz idealen Geb\u00e4udes lohnt sich der Besuch da unbedingt.\u201c <\/i><\/em><br \/>\nGerade jenes Geb\u00e4ude ist ideal, allerdings h\u00e4tte die Ausstellung daf\u00fcr wesentlich anders konzipiert werden m\u00fcssen, deshalb lohnt sich der Besuch nicht&#8230;<br \/>\n<em><i><b>&#8211; <\/b><\/i><\/em><em><i>Nikolaus Bernau, Berliner Zeitung<\/i><\/em><em>: \u201e&#8230;ein sinnliches Erlebnis&#8230;\u201c [&#8230;] \u201e&#8230;spannende Ausstellung&#8230;\u201c, <\/em>er finde dort sogar eine erotische Komponente &#8211; icke wee\u00df nich!<!--more--><\/p>\n<p>Wegen meiner tief verwurzelten Weisungsresistenz stie\u00dfen mir nat\u00fcrlich so mache dort livrierten<em> Wichtigtuer<\/em><em><sup><b>*INNEN usw.<\/b><\/sup><\/em> absolut ekelhaft auf, dabei empfand es die <em>Scheffin<\/em> \u00e4hnlich, obwohl es sich bei ihr um ein Gesch\u00f6pf handelt, die in allen Lebenssituation \u00fcberdurchschnittlich optimal funktioniert.<br \/>\nMan konnte sogar regelrechte Idioten dort registrieren, die einem wortreich klarmachten, <a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/zonenklaus\/50329873253\/in\/dateposted-public\/\">wie bl\u00f6de man hier ankam<\/a> und deshalb nicht in der Lage sei, f\u00fcnf Finger an zwei H\u00e4nden abzuz\u00e4hlen. Zwei Typen darunter, denen sollten sie lieber einen Job als Ober<i>st<\/i>lehrer in einem Schwachstromkolleg vermitteln!<br \/>\nDer Pfiffi im Garderobenraum war noch \u00fcberfreundlich, bei ihm musste man sich aber erst desinfizieren, um welches Zeug es sich handelte, dar\u00fcber gab es keine Auskunft. Dann sollte man mindesten noch einen Einweghandschuh \u00fcberst\u00fclpen&#8230;<br \/>\nAn jedem Durchgang befanden sich\u00a0<a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/zonenklaus\/50329875818\/in\/dateposted-public\/\">Ziffern,<\/a> welche die St\u00fcckzahlen der Besucher vorgaben. War deshalb nah dran, so schnell als m\u00f6glich wieder abzuhauen. Irgendwann kam mir auf, dass es sich beim Kurator<em>, <\/em><a href=\"https:\/\/www.kwhistu.tu-berlin.de\/fachgebiet_neuere_geschichte\/menue\/ueber_uns\/team\/schaulinski_gernot\"><em><i>Gernot Schaulinski<\/i><\/em><\/a><em>, <\/em>bestimmt um einen<em><i> linkslastigen IKEA-Spie\u00dfer<\/i><\/em> handeln m\u00fcsste. Wie in der M\u00f6belh\u00fctte gab es keine M\u00f6glichkeit vorzeitig zu verschwinden. Hinzu kam der Witz, da ich morgens mehrere Kaffees geschl\u00fcrft hatte, meldete sich irgendwann die Blase und es gab kein zur\u00fcck in <a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/zonenklaus\/50329875953\/in\/dateposted-public\/\">Richtung Lokus im Eingangsbereich<\/a>. Auch die Behindertentoilette befand sich irgendwo in weiter Ferne, da h\u00e4tte ich nach dem Abstrahlen auch nicht wieder retourgehen k\u00f6nnen!<br \/>\nAuf die gr\u00f6\u00dfte<em> Flitzpiepe<\/em> traf ich oben, in einem Raum befand sich eine gro\u00dfe Reliefdarstellung, die mich aber nicht interessiert. Wollte rechts an ihr vorbeigehen, da baute sich der <em>wuschelk\u00f6pfige Scheff-Pr\u00e4sidenten-Ober-Corona-Aufseher<\/em> vor mir auf, dies ginge nicht! Im gleichen Moment ferzte mich eine alte Tusse in einem AOK-Chopper neben mir an, ob ich <a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/zonenklaus\/50329873858\/in\/dateposted-public\/\">die Pfeile auf dem Boden<\/a> nicht sehen w\u00fcrde und gef\u00e4lligst linksherum, um das Teil gehen sollte! Als ich trotzdem auf ihn zuging, sprang er aber beiseite.<br \/>\nMuss sagen, es gab unter dem dortigen \u00dcberwachungslohngesindel auch sehr zuvorkommendes Personal, auf solch eine Angestellte traf ich in einem gro\u00dfen Raum. In dem steinernen Fuchsbau wieder die gleiche Frage nach der Toilette. Es folgte eine ausf\u00fchrliche Beschreibung in jene Richtung. Bin aus Erfahrung sehr misstrauisch, da ich immer wieder auf Leute treffen, welche mit ihrer Rechts-Links-Schw\u00e4che hadern. Mit ihr kam ich dann noch in ein kurzes Gespr\u00e4ch \u00fcber die merkw\u00fcrdige Situation im Haus.<br \/>\nAbschlie\u00dfend konnte ich ein Kompliment nicht verkneifen, es betraf ihre sehr sch\u00f6nen und wachen Augen. Mir war klar, sie w\u00fcrde nicht wie <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/sexismus-vorwuerfe-ex-botschafter-entschuldigt-sich-bei-chebli\/20476844.html\">Sawsan Chebli<\/a> reagieren, ihr L\u00e4cheln konnte ich unter ihrem entstellenden Textilfromms erahnen. \u00d6fters werden Leute von mir, nach einem interessanten Smalltalks gebeten, den<em> faschistoid anmutenden Corona-Mummenschanz<\/em> kurz zu l\u00fcpfen, was mir auf gar keinen Fall jemals verwehrt wurde und es auch von Frauen dann nie dusseligen Bemerkungen gab. In solchen Momenten wird selbstverst\u00e4ndlich mein Konterfei auch entkleidet!<\/p>\n<p>F\u00fcr den exorbitanten Medienrummel und den massenhaften<a href=\"https:\/\/www.politische-bildung-brandenburg.de\/system\/files\/publikation\/pdf\/lpb_metropole-berlin_web.pdf\"> Vertrieb der Begleitb\u00fcchlein,<\/a> ist mir noch nichts zu eingefallen. Hat garantiert etwas mit der uns\u00e4glichen Selbstdarstellung UNSERER beiden ganz wichtigen Kulturstare<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-35081\" src=\"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/O-O-150x91.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"91\" srcset=\"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/O-O-150x91.jpg 150w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/O-O-300x181.jpg 300w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/O-O-768x464.jpg 768w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/O-O-624x377.jpg 624w, https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/O-O.jpg 1002w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/>zu tun&#8230;<br \/>\nAlso, die Ausstellung lohnt nicht, allerdings ist das kleine Druckwerk zu empfehlen! Habe es allerdings noch nicht vollst\u00e4ndig \u00fcberflogen, kann mir deshalb auch noch keine abschlie\u00dfende Meinung bilden \u00fcber dortige Entstellungen der Berliner Historie.<\/p>\n<p><b>Fu\u00dfnote: <\/b>Etwas positives muss ich unbedingt noch erw\u00e4hnen, es betrifft die angebotenen Klappst\u00fchle! Sehr leicht vom Gewicht her und genial zu h\u00e4ndeln, nebenher auch gut als Kr\u00fcckstock zu gebrauchen. Diese Art kannte ich bisher nur als wei\u00dffarbener Variante, dort gab es sie lediglich in den Anarchofarben schwarz und rot. Schon klar, dazu noch die ganz helle Ausf\u00fchrung &#8211; undenkbar, denn jene Farbt\u00f6nung h\u00e4tte n\u00e4mlich immer wieder an Reichskriegsflaggen erinnert&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>War gestern im M\u00e4rkischen Museum, welches sich schon l\u00e4nger STADTMUSEUM BERLIN schimpft und konnte den Besuch eigentlich unter Ulk verbuchen. 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