{"id":37718,"date":"2022-01-08T22:26:45","date_gmt":"2022-01-08T21:26:45","guid":{"rendered":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=37718"},"modified":"2022-01-11T23:14:08","modified_gmt":"2022-01-11T22:14:08","slug":"teil-3-immer-noch-das-leidliche-68er-gewese","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=37718","title":{"rendered":"Teil 3: Immer noch das leidliche 68er Gewese"},"content":{"rendered":"<p>Was 1968 im Wessiland abging, bekam ich nur partiell mit, wenn Heimaturlaub angesagt war, weil mich in der Kaserne, weder der Ostschei\u00df im Radio, noch im Fernsehen interessierten. Da dar\u00fcber hinaus durften nur ganz bestimmte <em>rote Zecken<\/em> beide Rundfunkger\u00e4te bedienen.<br \/>\nMittlerweile gab es im Kompaniebereich nur noch einen illegalen Transistorempf\u00e4nger, den besa\u00df der stellvertretende Waffenscheich und er war nicht immer abk\u00f6mmlich, um ewig Radio zuh\u00f6ren&#8230;<br \/>\nBin ab Mai \u00f6fters in Ausgang gewesen, um wenigsten etwas von den Bambulen, die in\u00a0 Frankreich angesagt waren, etwas mitzubekommen. Um faire Kontakte zu kn\u00fcpfen, stellete sich meinen Bullenuniform, anfangs immer als sehr hinderlich heraus. Gott sei Dank kannte man mich in beiden Pinten, in denen ich entsprechende Informationen erheischen konnte und es nahm keiner ein Blatt vor den Mund. Im<i><a href=\"https:\/\/www.geschmackverstaerker.com\/rund-ums-essen\/erlebtes\/hach-wie-schoen-wars-damals-erlebnisse-einer-untergegangen-epoche\/\"> Sargdeckel<\/a>,<\/i> der sich nahe der Uni befand, gab es Zecher mit etwas mehr Grips, auch unter der dortigen Arbeiterschaft. Im <i>Salzwirker, <\/i>am Hallmarkt(?) f\u00fchlte ich mich allerdings viel wohler. An manchen Tagen lungerten dort viele Jahrzehnte Knast herum, Hallenser Bodensatz der<em> sozialistischen Gesellschaft<\/em>. Unter ihnen befanden sich ganz versch\u00e4rfte Kunden.\u00a0 M\u00e4nnlein und Weiblein allerm\u00f6glicher Gewerbe, welche teilweise bereits in KZ\u00b4s einsa\u00dfen, zu Beginn ihrer Karrieren bei den Nazis, sp\u00e4ter dann bei den Kommunisten. Ein feiner Pinkel darunter, der in einer gesonderten Brieftasche seine Entlassungspapiere aufbewahrte und Totensonntage in Bautzen, Waldheim und B\u00fctzow abgehakt hatte. Jahre nach dem Krieg in den Westen ging, dort schlie\u00dflich Fremdenlegion\u00e4r wurde, irgendwann auch dort wieder t\u00fcrmte, um letztlich ein weiteres Mal im Osten zu landen&#8230;<br \/>\nWas zu jener Zeit im Westen ablief interessierte jene Zecher nat\u00fcrlich keine Bohne, denn die jungen Rowdys auf der Stra\u00dfe, seien sowieso nur Kommunisten. Allerdings wurde das Geschehen im Tschech\u00adland interessiert beobachtet und mit viel H\u00e4me die Reaktionen in der <i>Hauptstadt <\/i>und Moskau kommentiert.<br \/>\nMir wurde \u00f6fters versichert, ich br\u00e4uchte wegen meiner \u00c4u\u00dferungen kein Bammel zuhaben, sie seien eine verschworene Gemeinschaft, deshalb befanden sich unter ihnen keine <em>Ratten<\/em>&#8230;<br \/>\nWas bl\u00f6de schien, im Ort konnte man nicht durchg\u00e4ngig gutes Westbild empfangen.<br \/>\nIm Dorf bekam ich auch nur nebenbei etwas mit, da die wenigen Stunden ganz anders abgebucht wurden. Auf der anderen Seite interessierte mich die Vorf\u00e4lle im Tschechland wesentlich mehr, was aber der<em> bundesgermanischen Linken<\/em>, g\u00e4nzlich an ihren \u00c4rschen vorbei ging. Da kamen mir interne Informationen von meinem Schulfreund wesentlich n\u00e4her, schlie\u00dflich wohnte dessen restliche Mischpoke noch dort.<br \/>\nEine sehr witzige Begebenheit lie\u00df er in jenen Tagen ab, als die Handballer aus Sangersdorf zu einem Freundschaftsspiel in Prag weilten und anschlie\u00dfend mehrere Tage noch alles m\u00f6gliche geboten bekamen. Besuchten Museen, das <i>Schwarze Theater<\/i> und am vorletzten Abend eine Strip\u00adtease-Bar. Dort schafften sich die Damen anfangs hinter einer gro\u00dfen Milchglasscheibe, es gab deshalb eine Art von Schattentheater. Zum H\u00f6hepunkt hin, wurden s\u00e4mtliche Ostblockg\u00e4ste aufge\u00adfordert, innerhalb einer halben Stunde die Lokalit\u00e4t zu verlassen. Die gesamten Handballer betraf diese Anweisung nicht, allerdings wurden bei allen anderen G\u00e4ste die P\u00e4sse kontrolliert und noch einige verwiesen. Dann r\u00e4umte man die riesige Scheibe von der B\u00fchne und alle<i> Nacktk\u00fcnstlerinnen<\/i> traten nochmals auf, nur mit sehr knappen Slips und <a href=\"https:\/\/www.burlesque-dessous.de\/erotische-party\/accessoires\/nipple-pasties\/nipple-pasties-mit-quasten\"><i>Nipple Pasties mit Quasten<\/i><\/a> bekleidet.<!--more--><br \/>\nDie Damen standen abschlie\u00dfend am B\u00fchnenrand und lie\u00dfen gemeinsam die Quasten rotieren, wie Propeller von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Junkers_Ju_87\"><i>Stukas<\/i><\/a>. <span style=\"font-size: xx-small;\"><b>(<\/b><\/span><span style=\"font-size: xx-small;\">Diese Beschreibung benutzte Helmut zur gro\u00dfe Freude seines Vaters, einem kriegsfreiwilligen Piloten in der <\/span><span style=\"font-size: xx-small;\"><i>Legion Condor<\/i><\/span><span style=\"font-size: xx-small;\">.<\/span><span style=\"font-size: xx-small;\"><b>)<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>&#8230;<\/b><\/span><br \/>\nHatte nach meinem<i> Wehrdienst<\/i> sp\u00e4ter alles nachgeholt und wunderte mich dann, was f\u00fcr verschla\u00adfene Haufen diese linken <i>Demonstrierer<\/i> eigentlich waren. Da wurden \u201edie Notstandsgesetze\u201c im Mai 1968, einfach so durchgewunken, <i>jenes Machwerk der ersten Gro\u00dfen Koalition. <\/i>Einen Monat sp\u00e4ter segnete der Bundesrat alles ab und der<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=t2cNS4wZTK4\"><em> Witzbold<\/em> L\u00fcbke<\/a> gab seinen Wilhelm.<br \/>\nKann es mir heute nur so vorstellen, weil jetzt immer noch legend\u00e4r herumgehurt wird, was diese Bewegung alles progressives erreichte, dem aber letztlich nicht so war. Weil auch nach \u00fcber 50 Jahren immer noch die anf\u00e4ngliche zuckende Motorik und ihre damaliges Erstarren, geschickt \u00fcberspielt werden muss.<br \/>\nGerade in jenen Tagen,<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mai_1968_in_Frankreich\"> im Mai, war besonders in Paris<\/a> m\u00e4chtig Bambule angesagt, unter Leitung von <i> Dani Le Rouge <\/i>und in Bundesgermanien wurde die entscheidende <i>Initialz\u00fcndung<\/i> schlicht verpennt, welche dar\u00fcber hinaus in anderen europ\u00e4ischen Staaten einen Fl\u00e4chenbrand h\u00e4tte ausl\u00f6sen k\u00f6nnen.<a href=\"https:\/\/www.dailymotion.com\/video\/x4paqyu\"> Sogar bei den Amis war Kampf an vielen Unis angesagt&#8230;<\/a><br \/>\nIrgendwie ist mir noch keine plausibele Erkl\u00e4rung eingefallen, weshalb heutzutage noch massenhaft <i>Klassenk<\/i>r<i>ampf erprobte<\/i> <i>Mumien<\/i>, zwar ihre Mundwerke mit den Kukident gepflegten Fressleisten immer wieder bis zum Anschlag aufrei\u00dfen, aber damals auf ganzer Linie versagt haben. Allerdings erbl\u00fchen nebenher die Legenden weiterhin pr\u00e4chtig, ged\u00fcngt mit entsprechenden <i>Notwahrheiten<\/i> und <i>Beschwichtigungsl\u00fcgen<\/i>. <i> <\/i><br \/>\nAm n\u00e4chsten kommt noch eine Prophezeiung vom <i>\u0412\u0435\u043b\u0438\u043a\u0438\u0439 \u0442\u043e\u0432\u0430\u0440\u0438\u0449 \u0412\u043b\u0430\u0434\u0438\u043c\u0438\u0440 \u0418\u043b\u044c\u0438\u0447 \u0423\u043b\u044c\u044f\u043d\u043e\u0432,<\/i> was den <i>nachhaltigen<\/i> Flop der 68er betrifft, als er in weiser Voraussicht ablie\u00df: <i>\u201eRevolution in Deutschland? Das wird nie etwas, wenn diese Deutschen einen Bahnhof st\u00fcrmen wollen, kaufen die sich noch eine <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bahnsteigkarte\">Bahnsteigkarte<\/a>!\u201c<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was 1968 im Wessiland abging, bekam ich nur partiell mit, wenn Heimaturlaub angesagt war, weil mich in der Kaserne, weder der Ostschei\u00df im Radio, noch im Fernsehen interessierten. Da dar\u00fcber hinaus durften nur ganz bestimmte rote Zecken beide Rundfunkger\u00e4te bedienen. Mittlerweile gab es im Kompaniebereich nur noch einen illegalen Transistorempf\u00e4nger, den besa\u00df der stellvertretende Waffenscheich [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-37718","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemeines"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37718","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=37718"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37718\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":37738,"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37718\/revisions\/37738"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=37718"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=37718"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=37718"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}