{"id":41261,"date":"2024-03-04T20:20:39","date_gmt":"2024-03-04T19:20:39","guid":{"rendered":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=41261"},"modified":"2024-06-23T10:52:17","modified_gmt":"2024-06-23T09:52:17","slug":"stuart-hagman-the-strawberry-statement-1970","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=41261","title":{"rendered":"Stuart Hagmann &#8211; The Strawberry Statement (1970)"},"content":{"rendered":"<p>Letztens gab es eine kurze Diskussion \u00fcber Ausl\u00e4ndische Filme in der Zone, so landeten wir schlie\u00dflich bei den Erdbeeren&#8230;<br \/>\nEtwas aus der<a href=\"https:\/\/taz.de\/Die-Erdbeersaison-dauert-das-ganze-Jahr\/!786600\/\"> Sch\u00fclerzeitung<\/a>:<br \/>\n<i>1970 erhielt<a href=\"https:\/\/www.zora.uzh.ch\/id\/eprint\/43280\/4\/Kultfilm1.pdf\"> \u201eBlutige Erdbeeren\u201c<\/a> den Jurypreis des Filmfestivals in Cannes. W\u00e4hrend er im Westen wenig Beachtung fand, wurde er<a href=\"https:\/\/www.kinokalender.com\/film513_blutige-erdbeeren.html\"> in der DDR zu einem echten Kultfilm<\/a>, <u>machte er die zuschauende DDR-Jugend doch indirekt zum Teil der weltweiten Protestbewegung.<\/u><\/i> <b>(<\/b>Ganz typisch f\u00fcr die Postille, denn hierbei handelt es sich um eine vollkommen idiotische Bemerkung!<b>)<\/b><br \/>\n<i>Noch \u00fcberzeugender als die gute Sache waren die gute Musik \u2013 Crosby, Stills, Nash &amp; Young, Joni Mitchell, John Lennon<\/i><strong> &#8211;<\/strong> <span style=\"font-size: small;\">fand es gro\u00dfe Schei\u00dfe, weil Buffy Sainte-Marie keine Erw\u00e4hnung fand! <\/span><br \/>\n<strong>&#8230;<\/strong><i>und die lockeren<\/i> Sitten<strong>&#8230;<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">*<\/p>\n<p><em>Gunnar Leue<\/em> ist vielleicht eine Nase, wenn er sich so ausdr\u00fcckt. Unsereins und eine recht verbreitete Minderheit, verzichteten auf den verordneten Frohsinn der SED-Fuzzis und gaben sich auch in der Zone noch wesentlich lockeren Sitten hin &#8211; sogar in der ALTMARK!<strong>*<\/strong><br \/>\nDas ging in unserem ehm. Pfarrhaus so weit, dass der B\u00fcrgermeister, ob unser w\u00f6chentlichen Feten auf die Idee kam, unser S\u00fcndenpfuhl auszutrocknen. Der fette Dorfschulze wollte mich damals (1972) sogar einbuchten lassen, wegen permanenter Zuh\u00e4lterei!<br \/>\nWar manchmal nicht so witzig, was sich die roten S\u00e4cke bisweilen einfallen lie\u00dfen. <em>Genosse Basteck<\/em> wurde schlie\u00dflich recht sauer, wie ich jene Malaise, mit Hilfe eines durchdachten Hinweises umging, allerdings war alles mit einer<em> seltsamen Ma\u00dfnahme<\/em> verkn\u00fcpft. T\u00e4tigte daraufhin mehrere Wochen, bei frem\u00adden G\u00e4sten Ausweiskontrollen. Die Knaben hatten dabei die besseren Karten, sie wurden mit voll\u00adendeten 16 Jahren in unseren gro\u00dfen Partykeller gelassen, M\u00e4dels mussten allerdings 18 Lenze vorweisen k\u00f6nnen!\u00a0<b> <\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>*<\/strong><\/p>\n<p>&#8230;<i>und die lockeren<\/i> Sitten, die<i> im Film vorgef\u00fchrt wurden. Auch wenn aufgezogene Karteischrankf\u00e4cher die Oralsex-Demonstration einer Streikaktivistin verdeckten, erkannte doch jeder, dass der antiim\u00adperialistische Kampf ziemlichen Spa\u00df machen konnte und auch ohne sozialistische Moral funkti\u00adonierte.<\/i><br \/>\nWas lie\u00df der seltsame Lohnschreiber da f\u00fcr ein D\u00fcnnschiss ab? In solchen Situationen, auch unter Ami-Studies ging es doch nebenher auch um: High sein &#8211; frei sein &#8211; Chaos muss dabei sein! Nebenher bemerkt, <em>sozialisitische Moral <\/em>ist f\u00fcr mich in hiesigen Gefilden, auf der Ebene von Katholen angesiedelt&#8230;<br \/>\nIn dem Film fehlt<a href=\"https:\/\/ok.ru\/video\/6307763128915\"> allerdings jene Szene.<\/a> Erinnere mich aber, die wenigen Sekunden der dargestellten Schnatterei hatten es aber in sich. Da h\u00e4tte jeder Pornofilmer etwas lernen k\u00f6nnen! W\u00e4hrend der Darstellung kam es nicht nur mir so vor, als ob es sich um eine tats\u00e4chliche Spermathe\u00adrapie gehandelt hatte.<br \/>\nWas sollen eigentlich irgendwelche <em>moralische Klassifizierungen<\/em>, wenn es darum geht, wenn zwei oder mehrere Menschenkinder, sich hemmungslosen Hormonnivellierungen hingeben wollen? Ein <em>deutsch\/deutsche Charakteristikum<\/em> f\u00e4llt mir nebenbei noch ein. Mit der nicht nur meine Wenigkeit im Westen Neuland betrat, dies ging so manchen M\u00e4nnchen und Weibchen \u00e4hnlichaus den Bekanntenkreisen, welche ich aus der Zone kannte. Der lockere Umgang in sexueller Hin\u00adsicht war pl\u00f6tzlich weg, nur ein kurzes Beispiel hierf\u00fcr&#8230;<br \/>\n<strong> &#8211; <\/strong>Im West-Berliner \u201eZillemarkt\u201c traf sich ewig ein bestimm\u00adtes Klientel der Ostdeut\u00adschen <em>Tramper- <\/em>und <em>Blues-Szene.<\/em> Komme eines Nachmittags dort an und da sa\u00df eine <em>K\u00e4the <\/em><span style=\"font-size: xx-small;\">(ugs. Begriff f\u00fcr ein M\u00e4del in der Runde von <i>aktiven Beatanh\u00e4ngern und Trampern, <\/i>die kursiven Worten sind wiederum Bezeichnungen der Stasi f\u00fcr unsereins&#8230;<b>) <\/b><\/span>an unserem Stammtisch, im <em>obligatorischen Shellparka<\/em> und ansonsten mit der entsprechenden Locker\u00adheit aus alten Zeiten. Irgendwann hockten Teile unseres Rudels noch drum\u00adherum und ich hatte seit wenigen Tagen gera\u00adde eine eigene Bude und baggerte althergebracht das M\u00e4del an.<br \/>\nWarum soll man eigentlich gro\u00dfes Ge\u00adwese machen, <em>wenn man irgendwie, lediglich einen netten n\u00e4chtlichen Ausflug in einen Frauen\u00adk\u00f6rper machen will<\/em>? Zumal, wenn beide im Vorfeld bereits ihre Bed\u00fcrfnisse fair anmelden, um anschlie\u00dfend hemmungslos \u00fcbereinander herfallen wollen und dann alles einhergeht mit entsprechendem Lustgewinn&#8230;<br \/>\nBrachte ohne l\u00e4ngeres Insistieren meine Begierde an die Fremde. Von vornherein so ausge\u00addr\u00fcckt, dass sie ohne weiteres mit <i>ja<\/i> oder <i>nein<\/i> antworten konnte. Da wurde mein simple Frage mit einer Gegenfrage beantwortet: \u201eWir sind wohl ein kleiner Phallokrat?\u201c<br \/>\nDie drumherum Sitzenden hatten alles registriert und fingen prompt zu lachen an, weil ich daraufhin sehr bl\u00f6de dreinschaute, wusste n\u00e4mlich in dem Moment nichts mit ihrem Begriff anzu\u00adfangen&#8230;<br \/>\nSolcherart u<span style=\"font-size: small;\">ngewohnter seltsam geschlechtsspezifischer <\/span>Reaktionen kamen mir sp\u00e4ter noch \u00f6fters unter, besonders aus der Richtung <em>jener Weib\u00adlich\u00adkei\u00adten in violetten Latzhosen und fettigen Haaren&#8230;<\/em><\/p>\n<p><strong>*<\/strong>Muss dazu noch einen Nachtrag einf\u00fcgen, es stammt aus einem ganz anderen Schrieb von mir: Irgend jemand verglich mal seine Heimatstadt mit dem Zentralfriedhof von Chicago und stellte da\u00adbei fest, dass sein Wohnort zwar halb so gro\u00df wie jener Gottesacker sei, aber daf\u00fcr doppelt so tot. Dies traf f\u00fcr das Nest, in dem ich das Licht der Welt erblickte und den gr\u00f6\u00dften Teil meiner Jugend ver\u00adbrachte, wei\u00df Gott nicht zu! Denn nur doppelt so tot, w\u00fcrde die Situation wie ich sie erlebte, nur nur besch\u00f6nigen oder besser gesagt, es w\u00e4re sogar eine Aufwertung f\u00fcr diesen Marktflecken&#8230;<br \/>\nDabei ward Sangerhausen in jenen Tagen ein bl\u00fchendes St\u00e4dtchen, im Gegensatz zu heute!<br \/>\nDazu ein Beleg!<br \/>\nVor ein\/zwei Jahren fuhr ich, zu einer sonnt\u00e4glichen Fr\u00fchnachmittagsstunde, von der Jacobikirche ins Zentrum von S\u00fcdwest. W\u00e4hrend der Fahrt stiegen irgendwann noch zwei Leutchen ein. Ansons\u00adten sah ich auf der ganzen Strecke nicht einen Menschen auf der Stra\u00dfe.<br \/>\nBeim Aussteigen bedankte ich mich beim Busfahrer, weil mir auf der ganzen Tour jenes untr\u00fcgliche Gef\u00fchl hochkam, man h\u00e4tte hier eine Neutronenbombe abgeworfen und dies war doch auch etwas!<br \/>\nDer Typ lachte kreischend auf und meinte noch, vor sehr langer Zeit w\u00e4re es mal ganz anders gewe\u00adsen, das m\u00fcsste ich ihm glauben!<br \/>\nDies nahm ich dem Typ sogar bedingungslos ab.<br \/>\nAllerdings liegen meine Erinnerungen dazu, breits 50 Jahre retour!<br \/>\n<a href=\"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=2254\">OST!<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2008\/05\/Hund.CamiAlgarve.pdf\">West01<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/A-l-g-a-r-v-e.pdf\">West 02<\/a><br \/>\nHier noch der Link zu einem anderen Schrieb von mir. Selbiger befasst sich letztlich auch mit einem besonderen <a href=\"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=32929\">Ami-Film<\/a>!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Letztens gab es eine kurze Diskussion \u00fcber Ausl\u00e4ndische Filme in der Zone, so landeten wir schlie\u00dflich bei den Erdbeeren&#8230; Etwas aus der Sch\u00fclerzeitung: 1970 erhielt \u201eBlutige Erdbeeren\u201c den Jurypreis des Filmfestivals in Cannes. 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