{"id":6663,"date":"2010-03-03T20:55:10","date_gmt":"2010-03-03T19:55:10","guid":{"rendered":"http:\/\/12decode.de\/zonenklaus\/wordpress\/?p=6663"},"modified":"2010-03-03T20:57:51","modified_gmt":"2010-03-03T19:57:51","slug":"paracelsus-arzt-und-naturforscher-1493-1541","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=6663","title":{"rendered":"Paracelsus &#8211; Arzt und Naturforscher 1493 &#8211; 1541"},"content":{"rendered":"<p>Alle Dinge sind Gift &#8211; und nichts ist ohne Giftigkeit.<br \/>\nAllein die Dosis macht, dass etwas giftig wird.<\/p>\n<p>Der folgende Text sollte eigentlich gestern noch angeh\u00e4ngt werden. Zwar passt er nicht 100-pro zu dem \u201eWELTonline\u201c-Teil, hat aber im weitesten Sinne etwas mit Drogen zu tun.<\/p>\n<p>&#8211; Es ist schon etwas l\u00e4nger her, dass ich durch die 10. Klasse schlenzte.<br \/>\nMein Abschlusszeugnis kommentierte die damalige Klassenlehrerin ungef\u00e4hr so: \u201eDaf\u00fcr, dass Du mehr Zeit in Kneipen vertr\u00f6delt hast als in der Schule, ist Dir trotzdem ein beachtlicher Abschluss gelungen.\u201c<br \/>\nMuss allerdings vorher noch etwas ablassen, was mein Geschreibsel angeht.<br \/>\n&#8211; Zu dem teilweise sadistischen Lehrerpack meiner vielen Schuljahre, gesellten sich in in den letzten beiden Klassen richtig menschliche Wesen, die es allerdings mit mir nicht leicht hatten. Da ich kurz nach der Einschulung begann, meinen abgrundtiefen Hass, betreffs der Schule, auf ewig zu kultivieren, was mir bis dahin optimal gelang.<!--more--><br \/>\nIn der 10. Klasse lief ich Lehrern \u00fcber den Weg, die es sogar fertig brachten, mir etwas zu vermitteln und war anschlie\u00dfend sogar in der Lage einen Idioten wie unseren Stab\u00fc-Lehrer zu ertragen.<br \/>\nAls herausragende Pers\u00f6nlichkeiten empfand ich damals meine Klassenlehrerin; den Physikpauker &#8211; \u201ePento\u201c und die Chemie- und Biolehrerin &#8211; \u201eAmalie\u201c.<em> (Bei meinem ersten Klassentreffen nach dem Mauerfall konnte ich mich bei ihr noch bedanken, dass ich froh war, so jemanden wie sie erlebt zu haben. Ihr Durchblick bewahrte mich anl\u00e4sslich einer alkoholbedingten Malaise, w\u00e4hrend der letzten Klassenfahrt, vor der Einweisung in den Jugendwerkhof&#8230;<br \/>\n\u201ePento\u201c war damals schon verschieden. Er verlor unter niemals gekl\u00e4rten Umst\u00e4nden bei einem Verkehrsunfall sein Leben. Freunde behaupteten, an dieser Kiste h\u00e4tten die Kommunisten Anteile, denn sein Auftreten als Laienprediger passte nicht in ihre kleinkarierte Weltanschauung)<\/em><br \/>\nAls Fan der naturwissenschaftlichen F\u00e4cher entwickelte ich noch beil\u00e4ufig ein tiefgr\u00fcndigeres Interesse f\u00fcr biologische Gegebenheiten, die zwar wegdrifteten, aber keineswegs im Zusammenhang mit dem Unterricht von Frau R\u00f6tling standen.<br \/>\nDas unstillbares Interesse weckte ein recht merkw\u00fcrdiger Typ, der auf meine Frage, ob er auch unter die Generalamnestie <em>(Ende 1964)<\/em> gefallen war, nur lapidar ablie\u00df, \u201eja, so \u00e4hnlich k\u00f6nnte man es bezeichnen!\u201c<br \/>\nTage sp\u00e4ter kam seine Erkl\u00e4rung, \u201eich war anderthalb Jahre bei der \u201egr\u00fcnen SS\u201c an der Mauer und bin gerade entlassen worden.\u201c<br \/>\nMir fiel auf, wenn das Rudel zum versch\u00e4rften Saufen \u00fcberging, nebenbei Rangeleien\u00a0 begannen, er sich immer klammheimlich verkr\u00fcmelte.<br \/>\nBei ihm kam hinzu, dass er auch zu den wenigen geh\u00f6rte, die mich unbedingt l\u00e4utern wollten, was mein sonderbares Freizeitverhalten anging. Seine merkw\u00fcrdige Vergangenheit schien ihm daf\u00fcr als Beleg zu dienen &#8211; der widerliche Erzeuger hatte sich endlich tot gesoffen und Mutti kam mit dieser Situation \u00fcberhaupt nicht klar. Sie\u00a0 vermisste scheinbar die Gewaltexzesse vom Gatten und begann nun, es ihm gleich zu tun, zechte fast t\u00e4glich bis zum Umfallen.<br \/>\nWas meinen neuen Bekannten veranlasste, immer \u00f6fter bei der Gro\u00dfmutter, in einem kleinen Riethdorf der \u201eGoldenen Aue\u201c unterzutauchen. Oma war g\u00fctig, verst\u00e4ndnisvoll und lieb &#8211; f\u00fcr viele war sie allerdings ein schrulliges Kr\u00e4uterweiblein &#8211; gar eine \u201eHexe\u201c.<br \/>\nIch wei\u00df nicht was in dem Jungen abging. Auf der einen Seite lief er durch die Gegend als autodidaktischer Fachidiot, was Drogen und deren Heilkr\u00e4fte angingen, dann aber die immer wiederkehrende Scham &#8211; nebenher sein Leben als Maurer zu fristen.<br \/>\nDabei waren Leute mit seinem ererbten Wissen sehr d\u00fcnn ges\u00e4t. Wir kamen uns n\u00e4her, als am Biertisch der Name Theophrastus Bombast von Hohenheim fiel und in der Runde nur mir etwas sagte.<br \/>\nAls 16-j\u00e4hriger total unbeleckt was Rauschmittel aus heimischen Gefilden angingen und der Mann machte heimlich Selbstversuche, lie\u00df mich verbal daran teilnehmen. Ich raffte es nicht, schon vom Zuh\u00f6ren machte sich in mir m\u00e4chtiger Bammel breit. Aber meine Zeit war noch nicht reif f\u00fcr das Unbekannte, von dem er so schw\u00e4rmte.<br \/>\nNebenbei er\u00f6ffnete sich auch eine ganz andere Sparte von Literatur. Zum Piepen, was man auch im Osten alles auftun konnte, \u00fcber Leute die sich damit schon seit Jahrhunderten befassten.<br \/>\nAls wir f\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter endlich chemische Cocktails einpfiffen, wusste niemand wo mein Spezi abgeblieben war, man munkelte, er sei in den Westen verduftet.<br \/>\nSo gingen bestimmte Erfahrungen mit nat\u00fcrlichen Wirkstoffen, aus der sch\u00f6nen Vorharzer Landschaft fast g\u00e4nzlich an mir vorbei.<br \/>\nJahre sp\u00e4ter&#8230;<br \/>\nAnfangs verzichtete ich im Westen auf die hiesige Volksdroge, dem fl\u00fcssigen Nahrungsmittel aus Hopfen und Malz &#8211; Gott erhalts!<br \/>\nWir pickten H\u00f6rnchen ein, mit nat\u00fcrlichen Ingredienzien aus allen m\u00f6glichen Ecken dieser Erdscheibe&#8230;<br \/>\nIn der \u201eKalten Heimat\u201c begannen derweil Kumpels polnische Suppe zu pumpen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alle Dinge sind Gift &#8211; und nichts ist ohne Giftigkeit. Allein die Dosis macht, dass etwas giftig wird. Der folgende Text sollte eigentlich gestern noch angeh\u00e4ngt werden. Zwar passt er nicht 100-pro zu dem \u201eWELTonline\u201c-Teil, hat aber im weitesten Sinne etwas mit Drogen zu tun. &#8211; Es ist schon etwas l\u00e4nger her, dass ich durch [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-6663","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemeines"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6663","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6663"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6663\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6673,"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6663\/revisions\/6673"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6663"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6663"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6663"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}