{"id":727,"date":"2008-10-01T21:30:01","date_gmt":"2008-10-01T20:30:01","guid":{"rendered":"http:\/\/12decode.de\/zonenklaus\/wordpress\/?p=727"},"modified":"2018-01-16T12:54:15","modified_gmt":"2018-01-16T11:54:15","slug":"falk-atlas-p10-sommer-82","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=727","title":{"rendered":"FALK-ATLAS P\/10 &#8211; Sommer 82"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Es soll ja Leute geben, die bei den Namen Langhans und Schadow fast einen Orgasmus bekommen und mit verkl\u00e4rtem Blick dann sofort an das Brandenbur\u00adger Tor denken. <\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Mag sein, mir kamen aber solche Gef\u00fchle nie auf. Zwar fand ich als Kind dieses Teil auch gewaltig, aber schon als Halbstarker sah ich es unter einem ganz ande\u00adren Aspekt, wobei ich die Leistung beider M\u00e4nner in keiner Weise schm\u00e4lern m\u00f6chte. <\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Berlin w\u00e4re fast ein Nichts ohne dieses monstr\u00f6se Ding, was einfach so rum steht, zum Durchfahren oder Durchlatschen. <\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Dieses gewaltige Portal ist f\u00fcr mich immer ein Symbol merkw\u00fcrdigster Manifestation von Macht gewesen. Bei der Vorstellung, dass Hunderttausende in schnieker Milit\u00e4rkluft dort freudig durchmarschierten auf dem Weg zu Schlachtfelder in der ganzen Welt, es anschlie\u00dfend nie wieder sahen, da wird mir immer ganz anders. <\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Gott sei Dank, ging dieses zweifelhafte Privileg, irgendwo als uniformierter Tourist auf Jagd zu gehen, schlicht an mir vor\u00fcber. <\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Allerdings b\u00fc\u00dfte das Tor seinen milit\u00e4rischen Reiz auch zu Mauerzeiten nie ein. Denn beide Systeme kochten an dieser historischen St\u00e4tte ihr S\u00fcppchen. W\u00e4h\u00adrend Regierungsdelegationen bei ihren Besuchen in der \u201eHautstadt\u201c \u00fcber den publikumsfreien Pariser Platz schlamperten, wurden auf der Westseite, demo\u00adkratisch die h\u00f6lzerne Aussichtsplattformen weitr\u00e4umig f\u00fcr den P\u00f6bel gesperrt. <\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Bestimmt gibt es noch Leute, die sich daran erinnern k\u00f6nnen, wie Kognak-Willy ver\u00adsuchte, Lemmer von seinem schn\u00f6den Tun abzuhalten, der mit wutentbrannter Miene, scheinbar drauf und dran war, ei\u00adgenh\u00e4ndig ein St\u00fcck Mauer abzurei\u00dfen. <\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">F\u00fcr Leute, denen der Name Lemmer nichts sagt, er war damals u. a. \u201eBundesmi\u00adnister f\u00fcr innerdeutsche Fragen\u201c &#8211; brauchte also nie Antworten zu geben. Ernst L. aus Bonn, versuchte wenigstens zu handeln. Ganz im Gegensatz zu seinem Kollegen F.J.S., seines Zeichens Verteidigungsminister, der am 13. August be\u00adsoffen in seiner Koje lag, nicht gest\u00f6rt werden wollte und schlie\u00dflich noch tage\u00adlang seinen Kater auskurierte, und es folglich von der Hardth\u00f6he keine Reaktionen gab. <\/span><\/span><br \/>\n\u201e<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">The Brandenburg Gate\u201c besa\u00df fortw\u00e4hrend eine magische Anziehungskraft f\u00fcr Horden von Besatzern, die sp\u00e4ter auf der einen Seite Schutzm\u00e4chte hie\u00dfen, auf der anderen Freunde, die sich vor dem Tor ablichten lie\u00dfen. Wobei die gemeinen Sol\u00addaten aus der \u00f6stlichen Hemisph\u00e4re dieses Vergn\u00fcgen nur einseitig ge\u00adnie\u00dfen durften. Daf\u00fcr kamen bei Verwendung entsprechender Objektive, von der west\u00adlichen Seite, immer die \u00c4rsche der Quadriga-G\u00e4ule alle Fotos.<\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Seitens der \u201eStrasse des 17. Junis\u201c gab es die M\u00f6glichkeit viel n\u00e4her an das Tor heran zu kommen, allerdings erschienen die schamhaft mit grobem Holz in Kistenform verpackten Panzersper\u00adren auf der Ostseite, nicht gerade vorteilhaft f\u00fcr das Gesamtbild, aber Politik hat schlie\u00dflich nichts mit \u00c4sthetik zu tun. <\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">An die schizophrene Situation dieser Grenze wurde ich am Brandenburger Tor immer besonders erinnert. Nicht nur, weil dieses Bauwerk meine Sichtachse lot\u00adrecht zerhackte. Bis 1974 konnte ich vom Osten her die g\u00fcldene Sieges-Else auf ih\u00adrer S\u00e4ule betrachten und durfte die grenzenlose Freiheit nach oben genie\u00dfen, die mir aber als fl\u00fcgelloses Wesen nichts n\u00fctzte. Deshalb waren auch die hundert Meter bis hinter das Tor un\u00fcber\u00adwindbar. Ende \u00b475 ging es mir bei meinem Blick durch die S\u00e4ulen nicht anders, zwar wesentlich n\u00e4her am Portal, nun mit Blick nach Osten zum Roten Rathaus, aber die Un\u00fcberwindbarkeit der Grenze bestand f\u00fcr mich nach wie vor. <\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Was war aber dieser kleine beschr\u00e4nkte Durchblick im Gegensatz dazu, dass mir ja nun fast die gesamte Welt offen stand. Was lange vor dem Mauerfall eine ganz andere Wertigkeit besa\u00df und jeder erfassen konnte, der auf der anderen Seite angekommen war. <\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Bevor die Organe mir den PM 12 <span style=\"font-size: small;\"><b>(<\/b><\/span><span style=\"font-size: small;\"><i>Kennkarte als Ausweisersatz, mit dem der Inhaber das Staatsgebiet der DDR nicht verlassen konnte, auch nicht in Richtung Polen oder des Tschechlandes<\/i><\/span><span style=\"font-size: small;\"><b>)<\/b><\/span> verpassten, gen\u00fcgte mir im Osten noch die ausgerissene Seite aus einem Volksschulatlas mit den angrenzenden Gefilden \u00f6stlich der Oder, in den Reichsgrenzen von Ende Oktober 1939. <\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">L\u00e4nger lie\u00df man mir meine Longe nicht, da ich als aktiver Beatanh\u00e4nger &#8211; <\/span><\/span><em><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>(<\/b><\/span><\/span><\/em><em><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Stasislang<\/span><\/span><\/em><em><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>)<\/b><\/span><\/span><\/em> <span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">versuchte, auf dem Gebiet <\/span><\/span><em><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">unsrer Deutschn Demokrtschn Replik<\/span><\/span><\/em><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> der westlich dekadenten Lebensweise zu fr\u00f6nen. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"CENTER\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>*<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Irgendwann, nach dem Oktober \u00b475, waren dann Kartenausschnitte vom Globus als erkl\u00e4rende Hilfsmittel f\u00fcr kleine Fluchten angesagt. <\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Trotzdem landete ich die ganzen Jahre immer wieder an dieser Stelle, die man auf \u00e4lteren Berliner Stadtpl\u00e4nen des Falk-Verlages, unter den Koordinaten P\/10 finden konnte. Schuld daran war eine Eigenart von mir. F\u00fcr Ortunkundige Freun\u00adde, fungierte ich den ersten Tag ihres Berlinaufenthaltes im\u00admer als Scout, und da war halt das Brandenburger Tor obligatorisch. <\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Unter ihnen befanden sich Personen, die im Laufe der Zeit wahre Berlinfans wurden, und denen ich dann bei Gegenbesuchen spezifische Geschenke mitbrach\u00ade. Schilder von den Interzonenz\u00fcgen: Hoek van Holland-Berlin-Warschau, Halte\u00adstellentafeln der BVG, am beliebtesten stellten sich aber die kleinen Hinweisschilder heraus, die alle paar hundert Meter entlang der Grenze im Auftrag der Schutz\u00adm\u00e4chte gepflanzt wurden. Sehr attraktiv fand ich die polierten Granittafeln der Fran\u00adzosen, die au\u00dferdem in Brusth\u00f6he angebracht waren. Von denen ich allerdings nur eine im Eiskeller weg fand. Die Demontage konnte nur mit sehr viel Aufwand vons\u00adtatten gehen, denn die Befestigungsschrauben waren gesenkt eingelassen in Bet\u00adonhalterungen und total eingerostet. <\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Sahen die franz\u00f6sischen Teile gediegener aus, so fand ich die britischen richtig poppig, allerdings wesentlich h\u00f6her angebracht, ich sch\u00e4tze, um die sieben Fu\u00df. Sie lie\u00dfen sich erheblich einfacher verlagern, denn es mussten nur zwei M 8er Schrauben gel\u00f6st werden. Allerdings gab es da ein anderes Prob\u00adlem: Der rege Besucherstrom an diesen Stellen, denn der britische Sektor grenzte innerst\u00e4dtisch an den russischen. <\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Drei Teile wurden von mir zu den unterschiedlichsten Tageszeiten demontiert, imm\u00ader s\u00fcdlich des Brandenburger Tores im Sektor P\/10. Obwohl sich in Wurfweite, hinter Str\u00e4uchern ein h\u00f6lzerner Beobachtungsturm haupts\u00e4chlich f\u00fcr grenzgeile Touries befand, war die Stelle gut gew\u00e4hlt, denn dort wuchs das hohe Buschwerk ziemlich an die Mauer ran.<\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Die letzte Aktion gestaltete sich f\u00fcr mich am schwierigsten. Nicht etwa, weil ich er\u00adwischt wurde und es Folgen hatte, nee, bei der Demontage ging mir ein KOB m\u00e4chtig auf den Keks. Danach war auch zappo, wegen der ver\u00e4nderten Form aller Befe\u00adstigung. <\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Schild Nr.1 hing an zwei verrosteten Schrauben, da half Caramba-Rostl\u00f6ser. Nr.2 hing an fast neue Muttern. Beim letzten waren allerdings die Gewinde\u00adst\u00fccken schon f\u00fcrchterlich mit dem Hammer aufgepilzt, aber mit zwei 13er Markenringschl\u00fcsseln gab es keine gr\u00f6\u00dferen Probleme. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"CENTER\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>*<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Zur Erinnerung, diese Schilder sahen folgenderma\u00dfen aus: 50 mal 50 cm, die Fl\u00e4che in wei\u00df gehalten und rot umrandet. Mittig im oberen Teil prangte der Union Jack, in 15 mal 8 cm Gr\u00f6\u00dfe. W\u00e4hrend sich in der linken oberen Ecke die fortlau\u00adfende Nummerierung befand, f\u00fcr die Kennzeichnung der Punkte, an denen sie angebracht waren, stand unten rechts RMP, wenn mich nicht alles t\u00e4uscht, be\u00addeutete dies: <\/span><\/span><em><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Royal Military Police<\/span><\/span><\/em><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">. Meine Schilder trugen immer die Nr. 13 und die Aufschrift war folgende:<\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">END OF BRITISH SECTOR<\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">DO NOT PASS THIS POINT<\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">ENDE DES BRITISCHEN SEKTORS<\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">VOR DEM WEITERGEHEN<\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">WIRD GEWARNT<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Mitte der Achtziger erhielt ich preiswert ein gebrauchtes Motobecane-Rad, checkte es durch, und testete es anschlie\u00dfend. Es schien die Gelegenheit zu sein, mal wieder am Punkt 13 vorbeizuschauen, denn Krefelder Freunde w\u00fcnschten sich f\u00fcr ihre WG-K\u00fcche et\u00adwas berlinerisches. Was passte besser dorthin, als eins dieser Schilder. <\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Kreuz und quer gings durch den Tiergarten, nebenbei stellte ich fest, dass man hier unbedingt ein Rad mit 21er Gangschaltung brauchte. Ein Tourenrad mit dreier Nabenschaltung w\u00e4hre optimal gewesen, denn mit den Alufelgen lie\u00df sich nur bedingt die Bordsteine hoch und runter h\u00fcpfen. <\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Jeder konnte auch registrieren, dass man in unmittelbarer Mauern\u00e4he nicht radeln konn\u00adte, denn \u00fcberall lagen zert\u00f6pperte Bier- und Schnapsflaschen rum. <\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Jener Samstagnachmittag schien auch ung\u00fcnstig gew\u00e4hlt f\u00fcr meine Unterneh\u00admung, denn \u00fcberall schienen sie Busladungen von Touries abgekippt zu haben. M\u00e4ch\u00adtiges Gewimmel fand ich am Ausguck vor. Als es etwas d\u00fcnner wurde, setzte ich mich oben auf eine Ecke des Gel\u00e4nders, lie\u00df die Beine nach au\u00dfen baumeln und betrachtete schr\u00e4g vor mir \u00fcber dem Gr\u00fcn mein Schild. Noch in Gedanken ver\u00adsunken bemerkte ich, dass mich von unten jemand ankr\u00e4hte, so von wegen, schlechtes Beispiel f\u00fcr Kinder und Jugendliche. Nur \u00fcberh\u00f6ren und nicht nach dem Schreier schauen, der schien sich nicht einholen zu k\u00f6nnen. Endlich machte mich ein neben mir stehender vorsichtig darauf aufmerksam, wer sich da ebenerdig echauffierte. Das Gesicht des armen Gendarmen hatte schon eine gef\u00e4hrlich rote F\u00e4rbung angenommen, au\u00dferdem zierten sein Uniform\u00adhemd m\u00e4chtige Schwitzflecken. Der Mann schien sichtlich sauer, dass er an ei\u00adnem solchen Tag dem lieben Gott die Zeit stehlen sollte. Von den Umstehenden wollte ich erst mal wissen, ob sie nicht auch meiner Meinung w\u00e4ren, dass der Herr viel dicker sein k\u00f6nnte, auch nicht so schwitzen w\u00fcrde, bei etwas weniger Gekreische. <\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Verhaltenes Kichern und b\u00f6se Blicke veranlassten mich, die Taktik zu \u00e4ndern. Gelangweilt drehte ich mich nach innen, blieb aber weiter sitzen. Die Plattform be\u00adgann, sich zu leeren, dabei hagelte es noch Spr\u00fcche von Lieschen und Otto Nor\u00admalo. Meine Frage, ob sie mich etwa verantwortlich machen wollten f\u00fcr p\u00e4dagogi\u00adsche Defizite irgendwelcher dahergelaufener Elternteile, falls ihre Kinder sich auch so bequem hinhocken w\u00fcrden wie ich, lie\u00dfen alle unbeantwortet. <\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Nun machte die kleine gr\u00fcne Rothaut An\u00adstalten die Treppe zu erklimmen. Kurz spielte ich mit dem Gedanken, in dem Moment, wenn er die Plattform betrat die vier Meter runter zuspringen, aber es reichte mir. W\u00e4hrend des Hinabsteigens ging sein Geplapper von vorn los. Da ich ihn nicht weiter beachtete, wurde er seltsamerweise ruhiger, rief mir aber noch etwas hinterher, als ich mich verbotener Weise radelnd entfernte. Vielleicht 50 Meter weiter lie\u00df ich die Karre fallen und legte mich auf den Rasen. Nun war es an ihm, mich zu ignorie\u00adren, als er vorbeiging. Alsbald gings retour, lehnte mein Rad an das Rohr, stieg auf die Querstange und begann, die Schrauben erst mal zu lockern. Der Teu\u00adfel wollte es, gerade beim Verstauen der Schraubenschl\u00fcssel im Parka, sprach mich jemand an, was ich dort oben machen w\u00fcrde. <\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Nein, nicht schon wieder. <\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">F\u00fcr ihn war es genauso verwerflich, auf einem Herrenrad zu stehen, sich dabei an dem Rohr festzuhalten und in der Gegend herumzuschauen. Dabei gab es gar nichts zu sehen, denn \u00fcber den Beton konnte ich wegen der H\u00f6he nicht schauen, ansonsten rechts und links von meinem Platz nur Geb\u00fcsch und vor mir bemalte Wand. Hoffentlich nahm er das Schild nicht weiter in Augenschein. <\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Schlie\u00dflich packte ich mein Fahrrad, lehnte es an den Beton und hockte mich da\u00adneben, mit dem R\u00fccken an die Mauer gelehnt. Ob nicht bekannt w\u00e4re, dass ich mich in diesem Augenblick einer Grenzverletzung schuldig machte. Nun reichte es mir und verlangte f\u00fcr weitere Belehrungen einen alliierten Offizier. Daraufhin dreht der Mann bei und verschwand. Meinen Renner band ich wieder an das Rohr und beobachtete den Polizisten, der sich ins Endlose trollte. <\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Endlich sicher, dass er nicht noch mal auftauchen w\u00fcrde, erklomm ich erneut die Querstange und nach wenigen Handgriffen hielt ich mein Beutegut in den H\u00e4nden. Von mehreren Gaffern kamen positive Spr\u00fcche, denn sie fanden die Geschenkidee sehr originell. <\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wieder auf dem Rad sitzend, wurde das Blech unter meinem Parka verstaut, die unteren Schn\u00fcre festgezurrt und los gings in Richtung Lenne\u00b4-Stra\u00dfe. Das war ein schei\u00df radeln. Immer wechselseitig knallten meine Schenkel gegen das St\u00fcck Metall. Am Dreieck k\u00e4mpfte ich mich durch hohes Unkraut und Ge\u00adb\u00fcsch, auf einem Pfad weiter zur Bellevue Stra\u00dfe. Lauschte kurz vor einem hohen Kantstein auf den Verkehr, sicher dass nichts kam, h\u00fcpfte ich elegant auf den Bitu\u00admen. In diesem Augenblick kam ein Narr mit hoher Geschwindigkeit von links an\u00adgebrettert. Ruckartig hie\u00df es nun sich auf mehrere Dinge gleichzeitig konzentrie\u00adren. Musste beim Springen Obacht auf die Felgen geben, ein Auge auf das Auto werfen, und die Karre scharf nach rechts ziehen. Hupend zog der Kraftfahrer schleudernd sehr weit links an mir vorbei und touchierte fast im gleichen Augen\u00adblick ein entgegenkommendes Fahrzeug. In diesem Moment \u00f6ffnete sich die Kordel meines Parkas und das Schild schlitterte \u00fcber die Fahrbahn. Der Fahrer des vom Kemperplatz kommenden Autos, gerade ein Lenkman\u00f6ver hinter sich, wurde wieder irritiert und stand mit quietschenden Reifen, pl\u00f6tzlich quer, mitten auf der Stra\u00dfe. Auf beiden Fahrbahnseiten Bremsger\u00e4usche, Hupen und lautes Flu\u00adchen. Die Situation roch nach einer Lynchfete, also nur weg. So ganz nebenbei kam die Erkenntnis, dass meine Bremsen nicht korrekt eingestellt waren. Ein paar Meter hinter dem unversehrt mitten auf Stra\u00dfe liegendem Schild kam ich zwi\u00adschen mehreren Autos zum Stehen. Sprang vom Rad, lud es, so wie es stand auf meinen Ast, rannte die paar Meter retour, wobei das wedelnde Vorderrad mich heftig am Rennen hinderte. Der Lenker knallte mir dabei mehrfach an den Kopf, ich klaubte das Blechteil auf, huschte diagonal \u00fcber die Entlastungsstra\u00dfe in Rich\u00adtung Tiergartenstra\u00dfe, schwang mich auf meinen Hirsch und verkr\u00fcmelte mich ra\u00adsant in den kleinen Fahrwegen hinter der Philharmonie. Auf der Rasenfl\u00e4che an der Matth\u00e4ikirche war dann relaxen angesagt, wobei ich beschloss, beim n\u00e4chsten Mal anders vorzugehen. <\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Dazu kam es aber nicht mehr. Kurz darauf waren Muttern, Schrauben und Halterung aus Flacheisen, durch eine E-Schwei\u00ad\u00dfung eins geworden, leider gab es die Accu-Flex f\u00fcr den priva\u00adten Gebrauch noch nicht. <\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Vom Krefelder Detlev wei\u00df ich, dass er dieses Relikt des kalten Krieges aus WG-Zeiten r\u00fcbergerettet hat und es immer noch existiert. <\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Mit ihm und einem Freund erlebte ich sp\u00e4ter etwas, dass bei der versuchten De\u00admontage eines Stra\u00dfenschildes allerdings leicht h\u00e4tte ins Auge gehen k\u00f6nnen. <\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Gemeinsam mit meiner Freundin waren wir und die Krefelder abends im <\/span><\/span><em><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Cafe<\/span><\/span><\/em><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">\u00b4 <\/span><\/span><em><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Carroussel<\/span><\/span><\/em><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">, in der <\/span><\/span><em><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Eisenacher Stra\u00dfe<\/span><\/span><\/em><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> verabredet. <\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Kurz nach dem die beiden eintrudelten, begannen sie mir ein Ohr abzukauen. Die Zwei waren vom <\/span><\/span><em><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Ku-Damm<\/span><\/span><\/em><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> zur Kneipe spaziert und dabei die <\/span><\/span><em><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Motzstra\u00dfe<\/span><\/span><\/em><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> \u00fcberquert, eben dort kam die Idee, eines dieser Schil\u00adder abzumontieren, denn in der WG-K\u00fcche sollte eine Motz\u00adecke etabliert werden. Es w\u00e4re doch kinderleicht so ein Teil abzuschrauben, wegen der zwei VA-Schlauchschellen zur Befestigung. Deshalb sollte diese Aktion noch in dieser Nacht steigen. Was ich total bescheuert fand, denn am helllichten Tag k\u00f6nnte es viel unauff\u00e4lliger vonstatten gehen. Mein Vor\u00adschlag lief darauf hinaus, am n\u00e4chsten Tag, zwei Leute im Blaumann mit Eimerchen, Lappen und kleiner Leiter, ganz unauff\u00e4llig ein paar Schilder putzen und nebenbei eins abzumontieren. Leider fand diese Idee keine Zustimmung. Da ich zu einer n\u00e4chtlichen Aktion keine Lust versp\u00fcrte, war das Thema f\u00fcr Stunden beendet. <\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Kurz vor unserem Aufbruch, weit nach Mitternacht, lie\u00df ich mich trunkend \u00fcberreden, es in der Dunkelheit zu probieren. Detlev und Ralf schlamperten in Richtung <\/span><\/span><em><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Motzstra\u00dfe<\/span><\/span><\/em><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> los. Meine Freundin fuhr mich nach Hause, um entspre\u00adchendes Werkzeug einzustecken: mehrere Schraubendreher, Seitenschneider und eine Kneifzange. Dann fuhren wir zum Treffpunkt an der westlichen Einm\u00fcn\u00addung besagter Stra\u00dfe am <\/span><\/span><em><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Viktoria Luise Platz<\/span><\/span><\/em><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">. Evi, obwohl ihr sehr mulmig ward, wollte in der Einm\u00fcndung <\/span><\/span><em><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Winterfeldstra\u00dfe<\/span><\/span><\/em><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> auf uns warten. Im Rahmen einer Verkehrsberuhigung war die <\/span><\/span><em><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Motzstra\u00dfe<\/span><\/span><\/em><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">, dort als Sackgasse, durch Poller von den anderen Stra\u00dfen abgetrennt worden.<\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Gemeinsam schlamperten wir die <\/span><\/span><em><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Motze<\/span><\/span><\/em><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> bis zur <\/span><\/span><em><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Ansbacher<\/span><\/span><\/em><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> runter und beschlos\u00adsen schlie\u00dflich am Platz das Schild zu nehmen. Nebenbei kamen nun von Detlev Vorbehalte. Wieder oben angekommen, gab meine Freundin durch kurzes Fernlichtaufblinken zu verstehen, dass sie auch bereit sei. <\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Bei Alt\u00adberliner Stra\u00dfenschildern w\u00e4re es einfacher gewesen, denn dort wurde das beschriftete Blech nur in einen Rahmen geschoben und durch eine Schraube gesichert.<\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Detlev wollte, in gewisser Entfernung am Platz zwischen <\/span><\/span><em><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Motz-<\/span><\/span><\/em><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> und <\/span><\/span><em><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Regensburger<\/span><\/span><\/em><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> die Gegend sichern. Ralf lehnte sich mit dem R\u00fccken an die Laterne, ich bestieg seine R\u00e4uberleiter und hielt ich mich oben mit einer Hand fest. Der Versuch die Schelle mit Hilfe einer langschenkeligen Kneifzange zum Bersten zu bringen, musste sehr schnell aufgegeben werden. Endlich die erste Befestigung mit einem Kreuzschlitzschraubendreher aufgefummelt, das Schild klappte auf halb acht nach unten, wurden wir beide pl\u00f6tzlich von aufge\u00adblendeten Scheinwerfern etwa f\u00fcnfzig Meter vor uns angestrahlt. Gleichzeitig, mit sich fast \u00fcberschla\u00adgender Stimme, kam aus der Richtung dr\u00f6hnend die Frage, was wir dort t\u00e4ten. Noch w\u00e4hrend Ralf mir zuraunte, \u00bblos runter!\u00ab, \u00f6ffnete er seine beiden H\u00e4nde und ich schrammte am Laternenpfahl abw\u00e4rts und knallte mit den nackten F\u00fc\u00dfen auf den Gehsteig. Mein Spezi drehte sich zur Leuchte, schrie mit ver\u00addrehten Kopf zur\u00fcck: \u00bbMann, k\u00f6nnen sie es nicht sehen, ich will pinkeln!\u00ab<\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Dann \u00fcberschlugen sich die Ereignisse. Affenartig klaubte ich meine Jesuslatschen und das verstreut liegende Werkzeug auf und registrierte w\u00e4hrenddessen, dass der aufgeblendete Wagen \u00adstartet, jemand schreiend in unsere Richtung rannte: \u00bb&#8230;wenn sie pinkeln wollten, wat sucht da jemand auf ihren Schultern? Halt stehen bleiben! Polizei!\u00ab<\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Von Detlev bekam ich nur noch einen Kondensstreifen mit, er jagte die <\/span><\/span><em><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Regensburger<\/span><\/span><\/em><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> runter. Ralf preschte \u00fcber den Platz in Richtung <\/span><\/span><em><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Welserstra\u00dfe. <\/span><\/span><\/em><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">F\u00fcr mich blieb gerade noch etwas Zeit, hinter einigen B\u00fcschen abzutauchen. Dort lie\u00df sich beobachten, dass beide Zivis am Tatort neben ihrer laufenden Karre standen und sich unterhielten. Gleichzeitig aber, schr\u00e4g gegen\u00fcber, mein Fluchtfahrzeug startete und sich entfernte. <\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wenig sp\u00e4ter tauchte Ralf la\u00adchend auch wieder im \u201eCarrousel\u201c auf. Meine Freundin schien nach Hause gefahren zu sein und Detlev trafen wir Stunden sp\u00e4ter, verschlafen kauernd auf der untersten Treppenstufe vor meiner Wohnungst\u00fcr an. Statt uns wieder in der Kneipe zu su\u00adchen, versuchte er lieber, im Hausflur zu pennen, denn er traf von meinen WG-Ge\u00adnossen niemanden an. <\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Dieter, der Zapfer, kringelte sich, als wir ihm unser erfolgloses n\u00e4chtliches Unterfangen schilderten. Sp\u00e4ter kam er mit einer einleuchtenden Erkl\u00e4rung, warum dort Zivis rumlungerten. <\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wochen vorher war um die Ecke, in einer j\u00fcdi\u00adschen Kneipe, dem &#8220;Mifgash&#8221; <\/span><\/span><em><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>(<\/b><\/span><\/span><\/em><em><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Nachodstra\u00dfe<\/span><\/span><\/em><em><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>)<\/b><\/span><\/span><\/em><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">, eine Bombe hochgegangen, dabei starb ein Baby, 20 Menschen wurden verletzt. Die Kneipe be\u00adwirtschaftete man anschlie\u00dfend nicht wieder is\u00adraelisch, au\u00dferdem wurden die teilweise sehr merkw\u00fcrdig anmutenden Hintergr\u00fcn\u00adde dieses Anschlags, nie aufgekl\u00e4rt.<\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Deshalb der monatelange Aufwand einer Bewachung, da der Legende nach, jeder T\u00e4ter an den Tatort zur\u00fcckkehrt <\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es soll ja Leute geben, die bei den Namen Langhans und Schadow fast einen Orgasmus bekommen und mit verkl\u00e4rtem Blick dann sofort an das Brandenbur\u00adger Tor denken. Mag sein, mir kamen aber solche Gef\u00fchle nie auf. Zwar fand ich als Kind dieses Teil auch gewaltig, aber schon als Halbstarker sah ich es unter einem ganz [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[21],"tags":[],"class_list":["post-727","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hundescheisshaufen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/727","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=727"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/727\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":30809,"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/727\/revisions\/30809"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=727"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=727"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=727"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}