{"id":7281,"date":"2010-04-24T23:21:52","date_gmt":"2010-04-24T22:21:52","guid":{"rendered":"http:\/\/12decode.de\/zonenklaus\/wordpress\/?p=7281"},"modified":"2021-10-26T14:48:03","modified_gmt":"2021-10-26T13:48:03","slug":"alfred-polgar-%e2%80%a0-1954-04-24-zurich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=7281","title":{"rendered":"Alfred Polgar, \u2020 1954-04-24 Z\u00fcrich"},"content":{"rendered":"<p>Letzten Sonntag erinnerte mich ein Artikel \u00fcber Mark Twain an mehrere Schreiber, die sich Anfang letzten Jahrhunderts ebenfalls kurzzeitig in Berlin niederlie\u00dfen, Alfred Polgar und Egon Erwin Kisch fielen mir als erste ein.<br \/>\nVielleicht war ihre Antimilitarismus auch ein Grund, sich ausgerechnet im Zentrum von Preu\u00dfen niederzulassen.<br \/>\nAch so, warum ich diese Zeilen ablie\u00df? <strong>Zur Erinnerung!<\/strong> Denn vor genau 55 Jahren gab AP seinen L\u00f6ffel in Z\u00fcrich ab.<br \/>\nHier folgen nun einige S\u00e4tze von: Amazon.at-Redaktion<br \/>\nPolgar war ein Meister der kleinen Form, dem das Leben zu kurz schien f\u00fcr lange Literatur. Er schrieb deshalb Feuilletons, Skizzen, eine F\u00fclle von Rezensionen und Kritiken, Aphorismen und wieder Feuilletons. Und diese kurzen Texte darf man nicht untersch\u00e4tzen. Immer wieder verbl\u00fcfft, wie viel er darin verpacken konnte. So l\u00e4sst sich gut demonstrieren, wie Texte, die eigentlich f\u00fcr den Tag geschrieben wurden, noch nach Jahrzehnten witzig, unterhaltend und sehr nahe sein k\u00f6nnen. Wohltuend ist dabei auch, dass seiner Sprache das heute \u00fcbliche Knallige und Spektakul\u00e4re g\u00e4nzlich abgeht.<br \/>\nUnter den Nationalsozialisten musste Polgar emigrieren. Nach dem Krieg kehrte er zur\u00fcck, und man verpasste ihm schnell das Etikett eines Klassikers &#8211; oder wie er es ausdr\u00fcckte: &#8220;In \u00d6sterreich ist ein empfindlicher Mangel an Klassikern ausgebrochen, und da musste ich eben aushelfen.&#8221; Herumgereicht wurde er gerne, doch war sein intellektueller Witz und sein unbestechlicher Blick unbequem geworden. Genaue Beobachter st\u00f6ren immer, besonders wenn am Wiederaufbau gearbeitet wird und die fr\u00fcheren Jahre m\u00f6glichst schnell vergessen werden sollten.<br \/>\nDiese Auswahl in diesem gro\u00dfen Lesebuch macht Lust auf mehr Polgar. Deshalb ist die Ank\u00fcndigung erfreulich, dass ein weiterer Band folgen soll, diesmal mit seinen Theaterkritiken. &#8211;Tobias Hierl &#8212; Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verf\u00fcgbare Ausgabe dieses Titels.<br \/>\nPressestimmen<br \/>\n&#8220;Man sollte Polgar lesen, weil er Vergn\u00fcgen macht und gescheit ist.&#8221; (Elke Heidenreich)<\/p>\n<p><!-- @page { margin: 2cm } P { margin-bottom: 0.21cm } --><strong>FUSSNOTE:<\/strong> Diese <a href=\"http:\/\/www.literaturepochen.at\/exil\/articles.pdf\">Hausseite<\/a> der Universit\u00e4t Salzburg, mit den Links zu A. Polgar und E. E.Kisch, umfasst nur \u00d6sterreichische Schriftstellerinnen und Schriftsteller des Exils seit 1933!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Letzten Sonntag erinnerte mich ein Artikel \u00fcber Mark Twain an mehrere Schreiber, die sich Anfang letzten Jahrhunderts ebenfalls kurzzeitig in Berlin niederlie\u00dfen, Alfred Polgar und Egon Erwin Kisch fielen mir als erste ein. Vielleicht war ihre Antimilitarismus auch ein Grund, sich ausgerechnet im Zentrum von Preu\u00dfen niederzulassen. Ach so, warum ich diese Zeilen ablie\u00df? 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