{"id":8166,"date":"2010-07-20T22:56:47","date_gmt":"2010-07-20T21:56:47","guid":{"rendered":"http:\/\/12decode.de\/zonenklaus\/wordpress\/?p=8166"},"modified":"2010-07-21T09:41:33","modified_gmt":"2010-07-21T08:41:33","slug":"f-t-ein-68er-der-nur-67-wurde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zonenklaus.de\/wordpress\/?p=8166","title":{"rendered":"F.T. &#8211; ein 68er der nur 67 wurde"},"content":{"rendered":"<p>Zeit meines Lebens war ich ein Fan von Toten\u00e4ckern, begonnen hatte es w\u00e4hrend meiner Kindheit. Im Herbst hie\u00df es Bucheckern sammeln auf dem Friedhof, denn auf den Wegen lie\u00dfen sie sich einfacher aufsammeln. Diese kleinen Br\u00f6sel kamen anschlie\u00dfend zur Trocknung auf die B\u00e4nke in der Veranda. Zum Schluss wurden sie im K\u00fcchenherd ger\u00f6stet, noch warm ausgepolkt, dann in einer kleinen Handm\u00fchle geraspelt und irgendwann entstand ein leckerer Bienstich&#8230;<br \/>\nSp\u00e4ter interessierten mich Pilze, Him- und Brombeeren nicht mehr, die man dort in Massen finden kann. <em>(Vor einigen Jahren fand ich innerhalb weniger Minuten einen gro\u00dfen Spankorb voller Steinpilze auf dem Waldfriedhof in <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Waldfriedhof_Halbe\">Halbe<\/a>&#8230;) <\/em><br \/>\nAllerdings geben Friedh\u00f6fe nicht nur etwas von der in den entsprechenden L\u00e4ndern anzutreffenden\u00a0 Kultur wieder, sie sind auch willkommene Inseln der Ruhe.<br \/>\nMein Verh\u00e4ltnis zu diesen Parkanlagen hat sich in den letzten Jahren etwas gewandelt, weil die Freiwilligkeit meiner dortigen Aufenthalte fast g\u00e4nzlich abhanden kam. Immer \u00f6fters finden dort Feten statt, auf die nicht nur ich ungern hin latsche. Gut, man trifft dort manchen Kunden wieder, den man schon als verschollen glaubte, auch meinte, unbewusst schon auf ihm herum getrampelt zu sein.<br \/>\nLetzten Donnerstag ging solch ein Kelch an mir vor\u00fcber, allerdings ist in drei Wochen das n\u00e4chste Meeting angesagt. <!--more--><br \/>\nAls ich mich gegen 18 Uhr in M\u00fcnchen in den ICE setzte, war in Berlin schon alles gelaufen. Eigentlich schade, denn mit gro\u00dfer Sicherheit h\u00e4tte ich dort ein Haufen Leute getroffen, die mir irgendwie abhanden kamen, vor allen Dingen &#8211; heute noch einigerma\u00dfen bei Gesundheit sind&#8230;<br \/>\nFreitags krallte ich mir morgens in der Baguetterie mehrere Berliner Presseerzeugnisse &#8211; zweimal Springer und den \u201eTAGESSPITZEL\u201c.<br \/>\nIn der \u201e<a href=\"http:\/\/www.bz-berlin.de\/bezirk\/mitte\/68er-jointschaft-bis-in-den-tod-article920966.html\">BZ<\/a>\u201c traute sich diese Schreibertusse auch noch ihren Namen zu nennen.<br \/>\nAlles sehr geistreich, was sie da verzapft hat, z. B:\u00a0 \u201eEIN LETZTER ZUG F\u00dcR FRITZ TEUFEL\u201c<br \/>\nNat\u00fcrlich \u201eF\u00dcR FRITZ!\u201c Mit ihm war schlecht m\u00f6glich! Wenn ich jenes obere Bild richtig deute, ruhte Fritz zu diesem Zeitpunkt bereits recht beengt in dem hellen Erdm\u00f6bel&#8230;<br \/>\nDiese Seite wird Otto Stinknormalo, nebst Gattin richtig gefallen haben<br \/>\nIn der \u201e<a href=\"http:\/\/www.morgenpost.de\/printarchiv\/berlin\/article1349638\/Ein-letzter-Gruss-von-den-Genossen-des-2-Juni.html\">MOPO<\/a>\u201c nat\u00fcrlich der gleiche Flachzangenreport, etwas aufgelockert durch den greisen\u00a0 Chlorophyllmarxisten. Sein Erscheinen deute ich als kleine Danksagung an Fritz, denn auf seiner Pisse ist Str\u00f6bi schlie\u00dflich viele Jahre in Richtung Politik gerudert. F\u00fcr mich nicht vorstellbar, dass er als Verteidiger von Karnickeldieben und BVG-Schwarzfahrern solch kometenhaften Aufstieg hingelegt h\u00e4tte.<br \/>\nArmer Fritz, da musstest du stundenlang sein Geplapper stoisch ertragen<br \/>\nIm <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/vollversammlung-auf-dem-friedhof\/1884610.html\">\\&#8221;TAGESSPITZEL\\&#8221;<\/a> nicht ganz so ein D\u00fcnnschi\u00df, den man aus einem Meter Entfernung durch ein Nadel\u00f6hr h\u00e4tte kacken k\u00f6nnen, au\u00dferdem buntere Bilder und 200 mehr Trauerg\u00e4ste. Nicht zu vergessen, Hansi Str\u00f6bele wurde auch erw\u00e4hnt.<br \/>\nEigentlich schade, dass Enzensberger nicht das monotone Ger\u00e4usch \u00fcber sich vernahm, als er diesen alten Hut wieder in den Ring warf: \u201eTeufels Bemerkung, er erhebe sich im Gerichtssaal, <em>wenn es der Wahrheitsfindung dient<\/em>, ist zum gefl\u00fcgelten Wort geworden.\u201c<br \/>\nHerr Gott nochmal, dies ist ein ganz ausgelutschter Knasterspruch, allerdings immer wieder gut f\u00fcr Spie\u00df- und Kleinb\u00fcrger. Fritz lie\u00df ihn damals f\u00fcr die Spingerjournaille zur richtigen Zeit und am richtigen Platz ab<br \/>\nWenn dies mit dem Aufstehen heute gel\u00e4nge, k\u00f6nnte man Herrn Teufel neben Jesus Christus stellen, au\u00dferdem w\u00fcrde er dann irgendwann wieder auftauchen &#8211; das g\u00e4be eine Gaudi und dabei w\u00fcrden Joints kreisen, von den Ausma\u00dfen mitteleurop\u00e4ischer Ofenrohre!<br \/>\nBis dies geschieht, verweise ich ich seine geschriebenen Worte.<br \/>\nZu finden bei <a href=\"http:\/\/www.rickzontar.de\/fritz-II.html\">Rick Zontar<\/a><\/p>\n<div id=\"_mcePaste\" style=\"position: absolute; left: -10000px; top: 183px; width: 1px; height: 1px; overflow: hidden;\"><!-- \t\t@page { margin: 2cm } \t\tP { margin-bottom: 0.21cm } --><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\">Allerdings ist in drei Wochen ist bereits das n\u00e4chste Meeting angesagt.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zeit meines Lebens war ich ein Fan von Toten\u00e4ckern, begonnen hatte es w\u00e4hrend meiner Kindheit. Im Herbst hie\u00df es Bucheckern sammeln auf dem Friedhof, denn auf den Wegen lie\u00dfen sie sich einfacher aufsammeln. Diese kleinen Br\u00f6sel kamen anschlie\u00dfend zur Trocknung auf die B\u00e4nke in der Veranda. 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