5. Februar 2012

Anfangs sollten es nur einige Sätze werden,

Abgelegt unter: ALLGEMEINES — ede @ 17:26

da bestimmt nur wenige in „Blumen blühen auf Befehl“ die Zeitungsausschnitte lesen können, weil alle Zeitungsschnipsel in Frakturschrift vorliegen.
Ähnliches betrifft sehr oft Dokumente in Museen und Ausstellungen.
Immer wieder kann jeder feststellen, dass ein Haufen Zeug präsentiert wird, welches neben Frakturschrift sogar in Sütterlin abgefasst wurde.
Wenn ich mit Freunden solche Sachen anschaue, stellte es für mich kein Problem dar die   Übersetzungen zuliefern. Oft habe ich aber dann zusätzlich recht distanzloses Pack an der Backe kleben. Das Entziffern bereitet manchmal doch leichte Schwierigkeiten, wenn es sich um krakelige Schrift handelt und fremde Leute auch noch schnurrig werden, weil es ihnen zu lange dauert, dann ist aber alles zu spät. So geschehen vor zwei Jahren im DHM bei Hitler. Ich hackte entsprechend zurück und ward wenigstens für kurze Zeit die Leute los.

Ganz schlimm ist teilweise die eben angesprochen Situation im „hochgelobten“ Jüdischen Museum.
Dort ist mir allerdings noch ein anderes Missgeschick widerfahren.
- Kurz vor Betreten des Objektes rauchte ich noch eine vorläufig letzte Zigarette und da fiel mir plötzlich ein, dass ich meine Weste hätte zu Hause lassen sollen. Anna beruhigte mich, da es bestimmt Schränke gäbe, wo man das Teil einschließen konnte – aber Anschiss.
Vor uns mehrere Rudel von Schulklassen, vielen sah man an, dass sie keinen richtigen Bock hatten für einen stundenlangen Aufenthalt in den Ausstellungsräumlichkeiten.
Warum bringen Pädagochen eigentlich niemals den Mut auf und befragen ihre Schüler vorher, ob sie überhaupt Interesse für solche Art von Schulausflug aufbringen würden?
Gerade dort fragte ich mich mal wieder, was wird nun höher bewertet, gruppendynamisches Verhalten gepaart mit geheucheltem Geschichtsinteresse oder der von oben verordnete  Philosemitismus…
Auch diese Kids wurden hochnotpeinlich von den Sicherheitskräften kontrolliert.
Es wäre für uns besser gewesen, in dieser Situation beizudrehen.
Als wir endlich an der Reihe waren, konzentrierten sich alle auf die Weste. Wegen des Kindes unterdrückte ich meinen anfänglichen Groll. Kurz darauf hingen drei Security-Knechte an dem vor ihnen liegenden Corpus Delicti und die Kontrolle uferte vollkommen aus.
Als ich äußerte, dass mir dies alles zu viel sei und die Klamotte retour haben wollte um zu gehen, rückten sie das Teil nicht sofort wieder raus, sondern schnüffelten weiter, bis alles peinlich genau untersucht hatten.
Meine abschließende Bemerkung ließ ringsherum alle verstummen.
„Danke für diese Erfahrung! Mir kam gerade das Gefühl auf, dass sie mich eben wie einen Palästinenser behandelt haben…“ (weiterlesen…)

4. Februar 2012

Rouladen (?!) einmal etwas anders

Abgelegt unter: REZEPTE — ede @ 22:10

Auf diese Improvisation erhebe keine Copyright!
Da alles auf Wohlwollen der Scheffin stieß, setze ich das Rezept rein.
Fast sämtlich Zutaten stammen aus Polen.
Rouladen
Steinpilze
Pfifferlinge
Eine Packung Trockengemüse – Pastinaken, Möhren, Zwiebeln, Petersilie, Porree
Scheibenkäse
Zwiebeln
Bautz´ner Senf und diverse Gewürze, die Mengen sollte jeder nach seinen Vorstellungen festlegen.
Trockenpilze morgens getrennt im Wasser zum Quellen bringen, es waren ungefähr sex Stunden.
Fleisch mit Klopfer prügeln, die flachen Brösel dann gut mit Senf einstreichen und mit frisch gemahlenen Pfeffer bestreuen.
Die noch feuchten Pilze gleichmäßig verteilen, darüber einen Esslöffel Trockengemüse streuen, alles mit würzigem Scheibenkäse abdecken und anschließend das Fleisch zusammenfalten. Aus Ermangelung vernünftiger Rouladenklammern benutze ich immer Sternzwirn. (Madame mobbert manchmal wegen der Längen – ob ich mit den Resten anschließend noch Drachen  steigen gehen will)
Die ganze Schose anbraten, nebenbei Zwiebeln achteln und irgendwann zugeben. Wenn die Schmorphase beginnt, Lorbeerblätter, Thymian, Beifuß, Wacholderbeeren, Pfeffer und mehrere ungeschälte Knofiezehen rein schmeißen.
Ist alles gut durchgeköchelt werden die Lorbeerblätter und Knofiezehen rausgefischt, ebenso die Rouladen. Danach erfolgt noch eine Feinabschmeckung mit Salz, Zitronensaft und etwas Zucker.
Dann erfolgt der Einsatz des Pürierstabes, je nachdem welche Konsistenz die Soße letztendlich haben soll…
Ich verzichte hier auf Mengenangaben, konnte mir aber zum Schluss einen gestrichenen Teelöffel Tandoori-Masala nicht verkneifen….
Dazu gab es nur Salzkartoffeln

Lieber ein gutes Bild mit schlechter Technik, als ein schlechtes Bild mit guter Technik – Robert Capa

Abgelegt unter: ALLGEMEINES — ede @ 21:20

Heute brachte Kiez-Wölfchen einen kleinen Schatz mit ins Café – eine „Rollette“ – machte sofort einige Bilder.

Bei der Suche im Netz stieß ich auf mehrere gute Heimatseiten:
Das Lippische Kamera Museum
Das virtuelle Kameramuseum der Schweiz
Wikipedia:Fototipps

Den „John Hedgecoe“ kann man wirklich absoluten Blindfischen in die Hand drücken, allerdings begann damals gerade die digitale Müllherstellung…

(weiterlesen…)

Intim-Operationen haben in den letzten 100 Jahren um 30 Prozent zugenommen.

Abgelegt unter: ALLGEMEINES — ede @ 01:59

Bin mir sehr sicher, dass ich nach dem Artikel wiedermal alles falsch interpretierte.
Natürlich können unendlich viele Gründe bei menschlichen Wesen zu Frustration wegen ihrer körperlichen  Konstitution führen, wobei mache erziehungsbedingte Ursachen haben. Möglicherweise hat in dem geschilderten Fall die verklemmte Mama an allem schuld, da sie ihrer Tochter niemals erklärte, dass frau ihrer Nylons eigentlich an Strapsen befestigen sollte…
Den Artikel sehe ich lediglich als trickreiche Werbung für Chirurgen an, so sieht es auch „Terre des Femmes“.
Ob sich nach einer OP wirklich alle Probleme dieser Frau gelöst haben?
Auf der anderen Seite kann ich mir gut vorstellen, eine dauerhafte Narbe hat für einen schwanzfixierten Bumser bestimmt auch etwas…
Fußnote:
Vielleicht sollte ich auch mal in Erwägung ziehen, operativ etwas gegen meine dauerhafte Bauchspeckschwangerschaft zu unternehmen, denn sie gleicht optisch mindesten dem siebten Monat einer mitteleuropäischen Frau. Das Ü-Gewicht entspricht mittlerweile drei 20er Schachteln Gerstenkaltschale, was ich täglich witzloserweise mit mir herumschleppe. Also Fettabsaugen lassen, die danach entstehenden Schürze vom Bauchlappen könnte für eine neue Tasche meines Laptops reichen…

3. Februar 2012

Das Netz lebte immer nur von seinen Scheinfreiheiten und so sollte es auch bleiben!

Abgelegt unter: ALLGEMEINES — ede @ 22:51

Der Hinterbänkler Ansgar Heveling macht in der Ecke Korschenbroich Lokalpolitik, dieser Marktflecken liegt in der Niederrheinischen Ebene. Der Legende nach kam es nur irrtümlich zur Gründung dieser Ansiedlung, da sich zufälligerweise genau an jener Stelle, auf einer Generalsstabskarte von Kaiser Napoleon während seines Rückzuges nach Waterloo, ein Fliegenschiss befand…
(Das -broich im Ortsnamen wird wie broo(i)ch – das doppelte „oo“ wird mehr wie ein gedehntes „u“ in  school ausgesprochen, das i ist ein Dehnungs-i.) Dieses Wort ist  für einen Rucksackpreußen jedenfalls nicht aussprechbar.
Geboren wurde er um die Ecke, in Rheydt.
75 Jahre vor ihm erblickte in jenem Nest schon mal eine recht zweifelhafte Figur das Licht dieser Erdenscheibe. Über die Qualitäten dieses Knabens möchte ich mich hier nicht weiter auslassen, aber der spätere Demagoge war ein begnadeter Redner…
In Bezug auf das Buch „Die Sternstunde der Dilettanten“ fällt mir ein, dass man eigentlich noch Dienstgrade einführen sollte, entweder aus der Beamtensphäre oder dem militärischen Bereich.
Herrn Heveling würde ich zumindest einen unteten Generalsrang zusprechen…
Auf der anderen Seite könnte ich ihn mir auch gut als dritten Mann zwischen Statler and Waldorf
vorstellen, dann käme er sogar recht witzig rüber.
So bleibt nur ein Axiom von Einstein übrig – “Zwei Dinge sind unendlich. Das Weltall und die menschliche Dummheit. Aber beim Weltall ist es nicht ganz sicher.” (weiterlesen…)

3sat – Was geschah in Tunguska?

Abgelegt unter: ALLGEMEINES — ede @ 14:18

Beim Suchen nach der Kulturzeitsendung vom gestrigen Abend fand ich diesen Beitrag – “hitec”

2. Februar 2012

Mit „Blumen blühen auf Befehl“

Abgelegt unter: ALLGEMEINES — ede @ 22:49

verhält es sich genauso wie mit dem gestrigen Tip. Das Buch wird auch nur all jene ansprechen, die sich schon immer mit den angesprochen Problematiken beschäftigt haben.
Was …v. d. Wense angeht, in meinem Wust von Publikationen befinden sich zwei ähnliche Machwerke, eins in A4, das andere in A5. Beide kommen genauso schlecht rüber wie diese gebundene Ausgabe. Irgendwelche Narren haben in der Nazizeit aus recht unterschiedlichen Gründen irgendwelches Zeug willkürlich ausgeschnitten, gesammelt und auf Papier geklebt. Meine Konvolute hangeln sich wenigstens noch an einer gewissen Thematik entlang – Heer, Luftwaffe, Marine und Feldzüge. Vom Hurra und der Euphorie des Blitzkrieges bis hin zu 1944, die weitere  Entwicklung wurde dann ausgelassen.
Sind aber letztendlich genauso wertlos wie das gebunden Exemplar, bei dem kommt noch hinzu, dass heute fast keiner mehr Frakturschrift lesen kann….
Weil niemand die Publikationen erwähnte, woher jene Zeitungsschnipsel stammten, noch die entsprechenden Daten hinzufügte. (weiterlesen…)

1. Februar 2012

“Die Stunde der Dilettanten”

Abgelegt unter: ALLGEMEINES, BÜCHER — ede @ 23:24

Thomas Rietzschel, Wie wir uns verschaukeln lassen
Endlich ist es auf dem Markt!
Bekanntlich wird sich auch nach dieser Publikation nicht die Bohne ändern!
Dafür sind die vorhandenen Strukturen seit Jahren bereits so stahlhart verknöchert, die Netze der Seilschaften schon so engmaschig, dass noch nicht mal eine Sackratte durchschlüpfen könnte.
Wenn Rietzschel meint – Wie wir sehen werden, ist es dieses egoistische, aus den persönlichen Ansprüchen wachsende, unerschütterliche Selbstvertrauen, das den Dilettanten zum Tatmenschen macht. – kann ich ihm nicht folgen. Es handelt sich dabei nicht um „unerschütterliches Selbstvertrauen“, so etwas kennen diese Leute gar nicht. Ihnen fehlt auch nur ansatzweise das Gefühl für Unrechtsbewusstsein. Pädagogische Defizite sind die Ursache, dabei spielt es absolut keine Rolle in welchem Stall der Heranwachsende aufwuchs, auch die soziale Herkunft ist vollkommen nebensächlich. Mir ist doch deshalb ein respektvoller Proll tausendmal lieber als eine überkanditelte Flachzange mit “feinen” Manieren aus großbürgerlichen Verhältnissen.

Es ist auch nicht machbar, sich mit jemanden über Respekt zu unterhalten, wenn er ihn im Elternhaus nie erfahren hat. So jemand kann daher ganz bestimmte Verknüpfungen für ein sozialverträgliches Leben überhaupt nicht herstellen. Deshalb muss in solchen Fällen immer die Hure der „politischen Korrektheit“ mit ran – ich weiß, du bist in jeder Lebensalge ein Dilettant, das darf aber keiner direkt äußern, weil es im umgekehrten Fall genauso zwingend angesagt ist und wer möchte schon diese Erkenntnis täglich offeriert bekommen?
In dem Zusammenhang wurde mir schon oft die Frage gestellt, ob ich etwas gegen „niederes Lohngesindel“ haben würde.
Keineswegs!
Auf Grund meiner Sozialisation war ich die meiste Zeit im Rudel der Proletarier eingebunden.
Mir sind aber auch andere Bevölkerungsschichten nicht fremd, allerdings bevorzuge ich seit Jahren bereits Menschengruppen die für mich berechenbar sind, wenn ich mich tiefgründiger mit ihnen einlasse. Berechenbarkeit hat nämlich etwas mit Respekt untereinander zu tun. Auf einem berechenbaren Menschen kann man allzeit bauen, ihm sind auch andere Tugenden nicht fremd, z. B. Geradlinigkeit, Verlässlichkeit, Vertrauen, Spiel- und Streitkultur. Zu seinem Wort stehen und zwar solange, bis es im Vorfeld widerrufen wird!
Rechtzeitig seine Bedürfnisse anmelden… (weiterlesen…)

31. Januar 2012

Geschichten des Gelingens – Ein Projekt von Futur Zwei und Kulturzeit

Abgelegt unter: ALLGEMEINES — ede @ 23:19

Leben und leben lassen
Die Philosophie des Unternehmers Heini Staudinger

Habe mal in der Heimatseite vom „Kulturwissenschaftliche Institut“ in Essen (KWI) herum gestöbert. Dabei meine Schubladen weit geöffnet und der Reihe nach alle wieder zugeknallt.
Allein beim “Gespräch” von Harald Welzer (Sozioloche und Sozialpücholoche) erigierten die wenigen Flaumborsten auf meiner fleischfarbenen Badekappe.
Nordwestdeutsche würden ihn als einen schnackenden Spökenkieker bezeichnen.
Alles nur schrecklich. Da stolpert jemand viele Jahre als politisch-korrekter Gutmensch durch die Gegend, landet irgendwann in einem Elfenbeinturm und fokussiert von dort mit einem guten Feldstecher Teile der Gesellschaft, wie es ihm gerade in den Kram passt. Stiert dabei aber von hinten in das Fernglas…
Hat denn HW seine letzten Jahre verpennt? Er tut ja so, als ob die von ihm gerade erkannten, weltweiten Phänomene erst seit letzter Woche existent sind.
Diese Leute kommen mir immer wieder so vor, als ob sie urplötzlich das Rad neu erfinden wollen. Nun will eine Stiftung „Verrückte“ beobachten und deren Tun analysieren. Ich meine mit „Verrückte“ allerdings keine Leute, die krankheitsbedingt mächtige Webfehler in ihren Gehirnwindungen vorweisen können, sondern all jene Menschen, die sich immer schon außerhalb des Mainstreams besser gefühlt haben. Denen deshalb gewisse Konventionen fortlaufend auf den Keks gingen und sie folglich andere Wege suchten und beschritten.
Nun wird versucht diese Minderheit auch zu instrumentalisieren von „Wissenschaft“ und den Medien. Heini Staudingers kann für in Anspruch nehmen, dass er der erste war…
Ich könnte wiedermal nur kotzen.
Wo bleiben jene Stimmen, die auch einem Herrn Welzer versuchen zu vermitteln, dass er nur warme Luft (Ich drücke mich hier sehr zurückhaltend aus!) ablässt?
Ist vielleicht der Doktorgrad und die „gehobene“ Amtsbezeichnung lediglich ein Schutzschild gegen andere, die solchen Leuten folglich nur mit Demut begegnen können?
Ich raffe es nicht!
Deshalb höre ich hier auf
Etwas gehässiges muss ich doch noch ablassen. Vielleicht ist alles gar nicht so wild und HW möchte lediglich öfters mal in Talkshows auftreten. Soll er mal machen, da bekomme ich ihn wenigstens nicht mit…
Bloß Scheiße, dass mir 3SAT mit seinen Konzepten und solchen Leuten die Lust an „Kulturzeit“ langsam vermiest…

Vielleicht ist der Eigentümer dieses City-Panzers auf Suche nach der Realität für das Projekt „FUTUR ZWEI“

Kleine Beobachtungen über eine aussterbende Spezies…

Abgelegt unter: ALLGEMEINES — ede @ 21:31

- Der  Thurn und Taxis-Sippe kam in relativ kurzer Zeit, vom 16. bis 18. Jahrhundert, zu sagenhaftem Reichtum.
Eigentlich begannen die Malaisen der Posteinrichtungen bereits in der zweiten Hälfte des 19ten-Jahrhunderts, als sich der preußische Staat ihren Service einverleibte.
Die Verurteilung zu einem nicht enden wollenden Siechtum wurde den Posthörnchen im 20sten-Jahrhundert verpasst, durch fast kriminelle „Nieten in Nadelstreifen“…
Nun wird irgendwie gewurstelt und fast alle nehmen es mit stoischer Ruhe hin (weiterlesen…)

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