23. Oktober 1975 – ein schicksalhafter Tag, nicht nur für mich, am 52. Geburtstag der Mutter meiner Schwester, begann mein zweites Leben auf der anderen Seite vom Zaun.
Es war mir nie möglich mit ihr über Probleme, die uns beide betrafen, zu sprechen. Es gab Zeiten, da hätte es mich interessiert, was in ihr vorgegangen war, als ihre Genossen sie mit 51 Jahren in die Wüste schickten. Mir war, dass sie sich bereits lange Zeit etwas vormachte, schon als wir Kinder noch feucht hinter den Ohren waren. Mich traf es dabei am schlimmsten, denn ich schien von ihr auserkoren, stellvertretend, ihre niemals verwirklichten Träume zu realisieren und dies in einer Welt, wo sie Mauern aus Lügen, nicht nur um ihre Kinder baute.
(Pech für mich, dass mein Erzeuger, 1994, schier in der Woche das Zeitliche segnete, als ich noch etwas halbherzig begann, ihn ausfindig zu machen. Allerdings ist es dieser Tatsache zu verdanken, dass ich überhaupt von seinem Tod erfuhr. Anschließend musste ich, nach der Sichtung von Unmengen seiner akribisch gesammelten Papiere, feststellen, dass nichts auch nur annähernd den Angaben entsprach, die seine Geschiedene über Ihren Ex uns gegenüber verlauten ließ. Der Mann entpuppte sich schlicht als das ganze Gegenteil von dem, was mir berichtet wurde. In meinen minimalen Erinnerungen war er abgrundtief schlecht.) (weiterlesen…)