Die „BZ“ ist auch nicht mehr, was sie mal war…

Lasse mal einige Bemerkungen zu zwei gestrigen Artikeln aus dem Hause Springer ab.
Beginne mal mit der Klage gegen den Finanzausgleich und einer geklitterten Konstruktion nach einem Spruch vom bayerischen Fimi.
Ach so, muss vorher noch bemerken, dass ich weder die Partei der Christsozialisten mag, noch deren Funktionsträger. Angefangen beim großen Vorsitzenden, dem gewisse katholische Traditionen vordergründig nur in den Kram passen, wenn sie seine Untertanen betreffen sollten.
Eigentlich passt es doch nicht so richtig ins Licht eines konservativ-katholisch Vorkämpfers, wenn man davon ausgehen muss, dass in den entscheidenden Momenten seiner Hinwendung zum Christentum reichliche Lücken klaffen. Sollte es sich um krankheitsbedingte Fehlzeiten handeln, können sie nicht als Entschuldigungen herhalten, schließlich werden ganz banale Richtlinien immer wieder hergebetet, gerade was die Gebote betreffen.
Wie heißt es im 11. so schön – von der Ziffer her handelt es sich fast um eine Eselsbrücke – „Du sollst Deinen elften Finger nicht in fremde Löcher stecken!“
Da es sich einfach nur um die Kluft ewige zwischen Theorie und Praxis handelt, möchte auf jene Schwäche von Hottes Fleisch nicht weiter eingehen und es betreffs seiner Geliebten bei einer zeitgenössischen Metapher belassen, schließlich gehört zu einem Automobil auch ein Ersatzreifen…
Christgenosse Söder scheint da aus einem anderen Holz geschnitzt zu sein. Eventuell ist es auch altersbedingt und deshalb hat das Coolidge-Syndrom ihn noch nicht gekrallt…
Markus verkauft sich ja auch immer noch als jung-dynamisch, was bei mir allerdings anders ankommt. Mehr so in Richtung eines alerten Naturells. Werde ich seiner irgendwo ansichtig, gehen meine Nackenhaare augenblicklich in den erigierten Zustand über.
Soviel zum zweitgrößten Vorsitzenden dieses christlichen Kleingärtnerverbandes, jenes zänkischen Bergvolkes nördlich der Alpen und seines getreuen Adlatus´…
Wenn nun das Sozischeffchen nach Söders Spruchs: „Seit heute Morgen, um 9 Uhr, wird geklagt“, damit fatal an den Satz von Adolf dem Gütigen, vom 1. September 1939, erinnert wird: „Seit heute früh, 5.45 Uhr, wird zurückgeschossen“, sollte er wirklich mal in sich gehen, ob er überhaupt noch richtig tickt! Damit meine ich aber nicht nur die unterschiedlich Zeitansagen. Außerdem finde ich, dass zwischen „klagen“ und „schießen“ gelegentlich ein winziger Unterschied besteht…
FJS hätte den verbalen Ausfall bestimmt nicht mit einem Lächeln quittiert, sondern gekontert.

Nur ganz kurz noch zum ewigen Hickhack am Filetstück südliche der East Side Gallery.
Weshalb werden diese senkrechten Autobahnplatten eigentlich so genannt? Sie sind doch auf der nördlichen Seite kunstvoll bekritzelt!
Will es mal kurz machen.
Schon recht merkwürdig, wie schleichend und häppchenweise mit den Plänen einer Bebauung dieses Areals herausgerückt wird.
Wieweit ist denn UNSERER Oberdofschulze da wieder in jene Sache verwickelt, dass er seinen Aufenthalt in Chicago so geschickt verplant hat?
Will wohl nur auf vollendete Tatsachen warten, bis schon soviel Knete verpulvert wurde, dass wieder alles bis zum traurigen Ende durchgezogen werden muss…
Der verantwortlich  Chlorophyllmarxist hält sich auch verdächtig aus der ganzen Angelegenheit raus.
Nun wurde in der gestrigen BZ eine neue Visualisierung veröffentlicht.
Erinnert der 63 Meter hohe Luxuswohntempel, mit seinen 14 Geschossen, bereits an lose gestapelte Weinkisten, folgt dem ein markanter 120 Meter langen Gebäuderiegel, der mich an einen potthässlichen Fickzellenhochbunker erinnert. Wird sich bestimmt nur um den Anfang einer riesigen Wohnschlange handeln, dessen Ende erst vor dem Friedhof der Zwinglikirchengemeinde in Stahlau abzusehen ist. Was den Koloss von Prora (Im Rahmen der nationalsozialistischen Bewegung „Mumm durch Fez“ entstanden.) aber noch nicht auf den zweiten Platz verdrängen würde.
Wie heißt es in dem Artikel irgendwo – …Hinter diesem Projekt steckt der israelische Investor Alon Mekel, der sich aus der öffentlichen Diskussion aber komplett raushält.
Geschickt gehändelt! Damit ist bereits alles abgegessen und es gibt deshalb überhaupt keinen Grund, dass der Investor sich in irgendeiner Form äußern sollte, dies werden im richtigen Augenblick seine Anwälte tun. Denn jeder, der ab nun auch nur Andeutungsweise etwas gegen das Projekt sagen sollte, bekommt sofort eine Breitseite verpasst, wegen der nun entstandenen  Fakten…

Nachtrag:
Heute morgen hatte ich ganz vergessen noch einige Stichworte für mein Geschreibsel zu verbraten.
Es ging letztlich um diesen genialen Schachzug hinsichtlich der nachhaltigen (Ein geiles Wort, was seit kurzem immer und ewig irgendwo mit einfließt!) Erschließung am Mühlenweg.
Ab heute ist es ohne weiteres möglich, dass auf jegliche Kritik an den Bauvorhaben in einer ganz bestimmten Art eingegangen wird. Sich jeder Malefikant in der nächsten Zeit nicht nur gefallen lassen muss, in einem Atemzug mit Söder genannt zu werden. Es wird schlimmer kommen, denn selbiger kann einer speziellen Art von Rassismus erliegen und sehr schnell in der antisemitischen Ecke landen und wer will dies schon?
Damit ist eine bestimmte Gruppe bereits im Vorfeld von ihrem Prostest ausgeschlossen…

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