Archiv der Kategorie: GULDUR UN GUNST

Sendung vom 12.09.2020, 23:05, DLF, „Castles Made Of Sand

Zum 50. Todestag von Jimi Hendrix
Hatte die Sendung bereits letzte Nacht vernommen, auf Deutschlandradio Kultur, mich störte allerdings, dass permanent der Hendrix-Eksperte, Klaus Theweleit, zitiert wurde. Das ist der mit seinen unsäglichen Männerphantasien!
„EIN ERFOLGSBUCH DER 1970er-JAHRE“, habe diese irrwitzige Zeit noch in der Birne, hakte damals gerade mein Neckermann-Abitur ab. In unserem Kurs befanden sich weit über 70 Frauen und lediglich 12 Quotenmännchen!
Mann, in den Tagen waren 68er, die Männergruppenheinze und strickenden Softies überall schräg drauf und jene Schwarte galt plötzlich als eine Art Bibel für jene, oftmals total verklemmten, linkslastigen Saisonrevoluzzer. Habe etliche Bekannte, die heutzutage nicht mehr an diese Zeit erinnert werden möchten…
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STADTMUSEUM BERLIN, Metropole Berlin – Traum und Realität 1920–202

War gestern im Märkischen Museum, welches sich schon länger STADTMUSEUM BERLIN schimpft und konnte den Besuch eigentlich unter Ulk verbuchen.
Wer sich nur etwas tiefgründiger mit der Entstehung von Berlin, bis hin zum hundeverschissenen Bundeshauptdorf beschäftigt hat, wird große Teile jener gehypte Ausstellung als haarsträubende Präsentation empfinden. Was wurde da geklittert und gelobhudelt, ich war perplex…
Alles firmierte unter: Chaos & Aufbruch, Berlin 1920|2020 und letztlich ergänzt werden sollte in: Aufbruch ins Chaos, welches seit 100 Jahren kontinuierlichen Bestand hat.
Die zur Selbstinszenierung des Museums wiedergegebenen Pressestimmen, sind zusätzlich zum Piepen, dargestellt mit Hilfe von Gefälligkeitsjournalismus höchster Güte. Frei nach der Devise, versuche Gutes zu tun und rede drüber! Auch die veröffentlichten Pressestimmen können nicht über den ewigen Provinzialismus dieses etwas größeren Marktfleckens hinwegtäuschen!
Zumindest lässt Nikolaus Bernau, Fazit – Kultur vom Tage, Deutschlandfunk Kultur Podcast, zart einfließen, dass wir heute doch ganz ähnliche Probleme haben. In den vielen Jahrzehnten wurden, trotz der ganz unterschiedlichen Systeme, die Problematik der Entwicklung zu einer Metropole, von Anfang an, lediglich entsprechend anders aber weiterhin kleingeistig kultiviert.
Uwe Rada, Schülerzeitung, entdeckt bei Impuls Berlin 2020, in den oberen Räumlichkeiten, kreative, utopische, künstlerische Interventionen…
Gut, Kinder und Jugendliche besitzen ja bis zu einem gewissen Zeitpunkt ihre anfängliche, noch nicht abdressierten emotionale Sichtweise von unten, dies konnte man auch breitgefächert bestaunen. Zur dort dargestellten Problematik fehlte für mich allerdings der tanzende Einsatz unter den Fittichen von entsprechend politisch korrekt klugscheißenden Pädagochen…
Andrea Handels, rbbKultur, meinte: „…da steckt viel Anspruch drin in dieser Ausstellung, viele innovative Ansätze, viel zu lesen und zu experimentieren, [… ] trotz des für so etwas nicht gerade ganz idealen Gebäudes lohnt sich der Besuch da unbedingt.“
Gerade jenes Gebäude ist ideal, allerdings hätte die Ausstellung dafür wesentlich anders konzipiert werden müssen, deshalb lohnt sich der Besuch nicht…
Nikolaus Bernau, Berliner Zeitung: „…ein sinnliches Erlebnis…“ […] „…spannende Ausstellung…“, er finde dort sogar eine erotische Komponente – icke weeß nich! Weiterlesen

DIE BERLINER STADTMUSIKANTEN

Einem Zufall war es zu verdanken, dass wir am vergangenen Sonntag im „Theater der Zitadelle“ landeten, einem sehr kleinen, aber feinen Musentempel.
Atmosphärisch erinnerte mich alles wehmütig an Salons in unserer alten Bude.
In der heutigen Zeit, wo machthungrige Dilettanten Marschrichtungszahlen vorgeben, Leute darunter, die anscheinend nie gelernt haben Obacht auf jene Kleinigkeiten zugeben, die das eigentliche Leben ausmachen – in eben dieser merkwürdigen Periode – da amüsiert sich weitab vom gegenwärtigen Lifestyle eine kleine Gruppe von Zuschauern 80 Minuten lang über aberwitzig Malaisen der „Berliner Stadtmusikanten“ im tierischen Seniorendomizil – Äsop und die Gebrüder Grimm hätten ihre wahre Freude daran gehabt.
War schon toll, auf welche Art den unterschiedlichsten Charakteren Leben eingehaucht wurde, teilweise zum Quieken, aber niemals klamaukig.
Mir rollten vor Lachen irgendwann mal die Tränen.
Ein grandioses Stück! Leider scheint es in den nächsten Monaten keine weiteren Aufführungen zugeben.
Ohne die FSK einzuschalten, würde ich dieses Stück von 13 Jahren bis Scheintod freigeben…
Erhebend war für mein Gemüt auch das anwesende Publikum, nicht weil man von einer Ü50+ Party ausgehen konnte, hinterher erfolgte aber wirklich von keiner Seite dümmliches Kritteln…(*)

Fußnote:http://www.theater-zitadelle.de/index.php/die-berliner-stadtmusikanten.html
Nur ein Bild gelang mir mit meiner kleinen Digitalmöhre, was nichts weiter macht. Denn die Bilder des Profis auf der Heimatseite vom Theater, sind wesentlich besser.

DAS THEATER ZITADELLE

8UNG! 8UNG!
Setze mal den sehr erfreulichen Hinweis der Scheffin nach oben!
Hallo, wegen der großen Nachfrage nehmen wir ” Die Berliner Stadtmusikanten” zusätzlich im Programm auf.
Termine: MI18., DO 19., FR 20. April und FR 25., SA 26. Mai jeweils 20 Uhr und am SO 27. Mai um 17 Uhr. Wir freuen uns auf euch.
Übrigens hat eine ältere Zuschauerin nach dem Stück gefragt: ” Habt ihr in unserem Heim recherchiert ?”
Regina Wagner/ Theater Zitadelle

Fußnote: Ich möchte ja in keinem Seniorenverwahresilo auch nur tot über dem Treppengeländer hängen!

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RUMBALOTTE

In den nächsten Tagen findet mal wieder eine Dampferfete statt. Unser Geburtstagskind wünscht sich dafür das entsprechende Outfit.
In dem Zusammenhang fiel mir wieder ein, dass ich mich vor Jahren mal über „Rumbalotte“ (etwas Geschreibseltes) von Bert Papenfuß ausgelassen hatte, es aber irgendwo versenkte.
Das vorletzte Mal stolperte ich nächtens, am diesjährigen Karfreitag, über jenen Begriff.
Tagsüber waren wir, mein Gattin und zwei junge Eidgenossinnen in Oranienburg nebst dem dort ansässigen KZ aus braunen und roten Zeiten.
Abends ging es etwas beschaulicher weiter, ich zog mit den beiden Mädels in den Mauerpark, von dort weiter durch das Prenzelgebirge zum Alex. An einer bestimmten Kneipe in der Stredzkistrasse  kam plötzlich ein Aufschrei von Nicky: „Ede, falls du Knofo suchst, der hängt in der „Rumbalotte“… Sag mal Alter, du weißt doch was das bedeutet?“
„Logo, weiß man als Ex-Zoni was unter „Rumbalotte“ zu verstehen ist!“ Wieherndes Gelächter von den anwesenden Zechern und unverständliche Blicke meiner beiden Begleiterinnen, ich klärte sie aber anschließend sofort auf.
In Papes Kneipe hockten mehrere der Kukident-Anarchoszene vom Berg herum, aber kein Knofo mehr dabei…
Dunkel erinnerte ich mich an diese pseudo-intellektuellen Flitzekacke eines Herrn Michael Opitz über Papes Gedichte.
Jener Rezensent ließ etwas sehr merkwürdiges darüber ab. Wenn es sich bei MO um einen Ossi handeln sollte, der mit „Rumbalotte“ nichts anzufangen weiß, dann muss jener eine merkwürdige Sozialisation im kommunistischen Schlaraffenland hinter sich haben, als Wessi allerdings auch, dann bestimmt als K-Gruppensofti…
Allerdings traue ich Pape auch zu, dass er den Knaben ins Messer laufen ließ und sich hinterher alle ein zweites Loch in ihren Arsch lachten. Möglicherweise besitzt Micha ein erworbenes Halbwissen, auf dem ZBW angeeignet und fabrizierte deshalb die Geschichte des O als einen Leipziger Moppelkotz.
Zitat: Die einstige literarische Szene des Berliner Stadtbezirkes, zu der auch Papenfuß gehörte, hat sich trotz sehr individueller Tonlagen in einer Sprache artikuliert, die sich von der offiziellen, wie sie in der DDR gesprochen wurde, unterschied.
Zur Erinnerung, gewisse Kunden – in Stasi-Jargon hießen sie „Aktive Beatanhänger“ und große Teile der damaligen Halbstarken sprachen sowieso eine wesentlich bildhaftere Sprache als der gemeine Wessi gleichen Alters.
Zitat: Der Titel “Rumbalotte” klingt seltsam, denn er bringt zwei Worte miteinander in Beziehung, die sich auszuschließen scheinen: Rumba*, dieser herausfordernde lateinamerikanische Tanz, geht mit dem Vornamen Lotte eine Verbindung ein, der durch Goethes “Werther” und Thomas Manns “Lotte in Weimar” Eingang in die Literatur fand.
Man könnte Papenfuß dann auch unterstellen, dass er die Gattin von Onkel WU so mochte – nix mit Plagiat von Thomas Goethe oder Wolfgang von Mann!
Zitat: Wie in dem Gedicht “Sturmgesang der Baltischen Horden”, in dem davon die Rede ist, dass die schwarze Fahne – Symbol der Anarchie – gehisst wird, wenn der “Norden den Osten küsst”, plädiert Papenfuß für den Zusammenschluss von scheinbar Unvereinbarem.
Wo findet der Mann etwas von der Anarcho-Fahne?

In besagtem Gedicht heißt es:
…wenn der norden den osten küßt
werden die weißen laken gehißt
«niebieskoczarni» spielen wie sau
im glanz der finsteren frontfrau…

So richtig kann ich damit zwar auch nichts anfangen, aber „niebiesko czarni“ heißt im Deutschen aber blau schwarz und in Verbindung mit weiß ist es die Estnische Nationalflagge.
Vielleicht ist ja einer von beiden Farbenblind, bin mir da sehr sicher, Pape eher nicht!

Noch etwas zu “Rumbalotte” –
Pressestimmen zu Bert Papenfuß – «Rumbalotte»
Käpt’n Papenfuß wirft neue Flaschenpost in die Untiefen des Lyrikbetriebs

*“Und sie tanzen einen Rumba,
Kasavubu und Lumumba,
und die UNO kann nicht finden,
was daran verdächtig wär…”
Irgendwann tauchte dieser Hit im Osten auf (Anfang 60), mir ist nicht bekannt wo er herstammt…
Die Melodie kam von Hazy Osterwald

Was hat es nun wirklich auf sich mit der Rumbalotte? Weiterlesen

Verlängerte Rücken

Via Lavalampe
Einige Photos von Sitzwangen aus meinem Archiv. Manchmal verstehe ich nicht so ganz, was mir die “Günstler” damit sagen wollen.

FORMENTERA, Espaňa: El viento lo lievó, …und weg ist er...

FORMENTERA, Espaňa: El viento lo lievó, …und weg ist er…

Pista de aterrizaja, Landebahn

Pista de aterrizaja, Landebahn

Diese Untertitelung ist für mich absolut nicht nachvollziehbar. Da sich vorn rechts in dem Arsch keine Steuerbord-Positionsleuchte (grün) befindet, außerdem die Landeklappen nicht ausgefahren wurden, gehe ich von einer gewollten Wasserung der al-Qaida aus.

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Bei dieser Retusche kommen ihre hübschen Sitzwangen viel besser zur Geltung.

Bei dieser Retusche kommen ihre hübschen Sitzwangen viel besser zur Geltung.

 

 

 

 

 

Was Fälschungen von Politphotos angehen:     

 

 

NEUE PHOTOGRAPHISCHE GESELLSCHAFT


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Schon vor Jahren haben wir unser Tagesspiegel-Abo auf das Wochenende reduziert, eigentlich sollten wir uns ganz von dieser Postille verabschieden. Schon merkwürdig was die Jungs und Mädels darin für erwähnenswert halten, ganz zu schweigen was Kultur angeht.
Auf dem „Weg durch die Institutionen” scheint eine gewisse Klientel endlich am Ziel angelangt zu sein. Mir fällt es fortwährend auf, wenn es um die selektive Wahrnehmung dieser Leute geht. Immer das ganz Große als Balken vor den Augen und kein Gespür für Kleinigkeiten die das Leben eigentlich ausmachen, besonders wenn es um Kunst und Kultur geht. Weiterlesen

FRITZ TEUFEL – der letzte Eulenspiegel des vergangenen Jahrtausends

Einem Tippp von Micha war es zu verdanken, dass ich gestern den Finger aus der Vertiefung meiner Gesäßfalte zog und in der Groninger Strasse landete.
Im Telegrammstil:
Witzige Beschreibung von Radtouren im späteren „Neufünfland“…
Fritz ließ gar nicht ab, auf was für einem Drahtesel er seine Exkursionen Anfang der 90er unternahm – „Knofo“, kann ich mir überhaupt nicht auf einem Stahlross vorstellen…
(Zu jener Zeit düste auch ich partiell mit dem Radel in Meck-Pom rum, bis zu den Kreidefelsen und drei Tage Hiddensee, wo wir in der Literaturbaude vom „Bär“, in Neuendorf, wie Sprotten povten.)
Bis auf die respektlose, junge Mammi, die ihre Monster im Raum zur Langeweile verdonnerte und die Brut deshalb entsprechend reagierte, war es ein gelungener Abend. Besondere Erwähnung muss der „Thailändische Pausensnack“ hier noch finden – sehr lecker!!! Weiterlesen