Archiv der Kategorie: IN DEN EWIGEN JAGDGRÜNDEN…

Sidney Poitier geht nicht mehr einkaufen

Hatte bis zu dem Zeitpunkt, wo er sich etwas emanzipiert, ein sehr gespaltenes Verhältnis.
Für mich gehörte er zu der Riege von Renommier-Niggern aus dem Amiland, die sich auch noch recht dümmlich im Ostblock verheizen ließen. Fanden wir es immer zum Kotzen, weil unsereins niemals in den Genuss kam, entsprechende Stare live erleben zu können. Hätte gern, zu meinen Halbstarkenzeiten, mal ein Konzert von Harry Belafonte oder Louis Armstrong besucht.
Bis hin zum Ableben der Zone hatten jene idiotischen Kulturfuzzis ihr Spielchen weiter betrieben. Für Fernsehaufzeichnungen wurden Offiziersschüler, Stasidümmlinge und anderes Pack bemüht. Hat man heute nicht mehr nötig, allerdings ist die jetzige Kulturlusche in Berlin, auch aus solchem Holz geschnitzt.
Dabei sollte es verboten werden, solcherart Funktionär aus roten, über braunen, bis hin zu schwarze Gefilden, sich in Kultur austoben zulassen. Wobei der nebolschewistische Wruggenkopp, nebenher noch eine ganz wichtige Quote erfüllen musste, weil er vom anderen Bahnsteig kommt…
Poitier mochte ich trotz seiner Aura, zumindest seine Darstellungen in den Hollywoodschinken, wobei „Flucht in Ketten“, genauso „In der Hitze der Nacht“, typisch tränendrüsig ausgingen. Darauf hätte man in beiden Filmen verzichten sollen, da zum Schluss alles doch wieder, in dem rassistisch geprägten Land, zu einer typisch US-Amerikanisch verklärten Farce abglitt. Wo nichts weiter übrig blieb – so sind sie halt die Amis!
t-online sieht es natürlich ganz anders. Da sie die ewig kurzsichti­gen Plebse entsprechend hofieren müssen, weil die träge Masse sehr gern entsprechend vorgekauten gutmenschelnden Medienschleim frisst.
Fast hätte ich es vergessen, über der antirassistischen Poitier/Steiger-Schmonzette, thront natürlich Ray Charles mit seinem gigantischen Gesang!

Seit gestern geht Gerd Ruge nicht mehr einkaufen

Nun ist wieder jemand aus der Riege heimgegangen, den man unbedingt zu den Journalisten zählen muss, die zu Beginn der Restauration und dem beginnenden Wirtschaftswunder in der Bundesrepu­blik Deutschland, sich immer an vorderster Front, in politisch augenfälligen Gefilden aufhielten. Seine journalistische Laufbahn begann beim NWDR, wo Rundfunkreportagen aus dem Ausland zum Schwerpunkt jahrelanger Tätigkeit wurden.
War schon bewundernswert, was diese Leute im Westen dann publik machten und wie sie alles ent­sprechend aufarbeiteten, natürlich auch für die armen Brüder und Schwestern östlich der Elbe.
Ruges Namen war immer die Garantie für interessante Beiträge.
Mir fallen in dem Zusammenhang zwei Episoden ein. Als ich Anfang der 1980er stupidierte, stan­den dem Weltspiegel 600 DM für die Sendeminute zur Verfügung. Sämtlich Kulturkasper an den Samstagabenden, durften 3500 DM per Sendeminute verbraten, zu ihren Brot und Spiele Liveacts.
Muss zu jenen Spielshows bemerken, dass ich in meinem Leben niemals solchen Quotenunterhal­tungsdünnschiss jemals vollständig gesehen habe, noch nicht mal im Osten…
Hinzu kam, fast sämtliche Linxwixer im Bekanntenkreis, verabscheuten, zu mindestens bei langat­migen Diskussionen, ebendiese Abendunterhaltungen und ließen dabei kein gutes Haar dran. Dann passierte aber mal folgendes.
Eines nachmittags lungerte ich verbotenerweise, am Checkpoint Bravo herum, wollte über den Korridor nach Wessiland.
Registrierte plötzlich, wie aus einem Kleinbus mit ZDF-Reklame, auf dem Parkplatz nebenan, meh­rere junge Leutchen ausstiegen…

Mir fällt gerade ein, ich habe schon länger Peter Merseburger nicht mehr gesehen…

Pee Wee Ellis geht seit vergangenem Freitag nicht mehr einkaufen

Der agile Herr mit der Sense scheint der einzig wahre Demokrat auf UNSERER Erdenscheibe zu sein, er vergisst niemanden. Wobei er absolut keinen Unterschied macht, betreffs Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand. Keine menschliche Kreatur kann sich seinem korrekten Schnitt entziehen, da spielt es auch absolut keine Rolle, was der gerade betroffene Zeitgenosse, bis zu seinem punktgenauen Hinscheiden geleistet hat oder mit welcher Impertinenz er lebenslang seine Mitmenschen drangsalierte…
Pee Wee war zudem einer, der aus seinem anfänglichen Fehler gelernt hatte, als er registrierte, dass James Brown jahrelang auf seiner Pisse Kahn fuhr und dadurch zu einem Star mutierte. Egal mit welchen Weißbroten der Funk-Erfinder später muckte, er drückte allen weiteren Erfolgen seinen schwarzen Bluesstempel auf und wurde gemeinsam mit ihnen eine weltweite Größe, bis ins hohe Alter und ihm die Fans jederzeit sehr dankbar waren! Weil er dafür besonders viel geleistet hattte.

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„Bébel“ geht nicht mehr einkaufen!

In Europa waren die Franzosen immer führend mit ihren Schauspielern und den gigantischen Regisseuren, was deren Filmwerke betrafen. Will hier nicht gendern! Muss allerdings auch an die vielen Frauen erinnern, die Jahrzehnte lang, ebenso in der dortigen Filmbranche ihren Mann standen!
Weiß gar nicht, wie viel Filme ich von Belmondo eingezogen habe. Kann mich aber nicht mehr erinnern, ob Außer Atem“ damals auch in der Zone lief.
Beim zweiten mal, als er in der Glotze lief, haben wir versucht, in den anderthalb Stunden seinen Zigarettenverbrauch zu zählen, Wenn ich mich richtig erinnere, waren es so um die 80 Glimmstengel!?
Die Eltern eines Kumpels wurden ewig im Transit, von ihrer abgehauenen Tochter, mit entsprechenden Presseerzeugnissen versorgt. Da kam mir Jean-Paul, Anfang 1966, erstmalig vor die Äuglein. Waren allerdings keine besonderen Presseerzeugnisse, in der „Quick“ oder „Revue“, las ich etwas über die Dreharbeiten in Brasilia, zu: Abenteuer in Rio. Da bekam er vom Sensenmann die Rote Karte, weil ein Stunt missglückte, der dort auf einem Hochhaus stattfand, konnte mich später allerdings nicht mehr erinnern, in welcher Szene es passierte…
Was sich auch als eine recht witzige Angelegenheit entpuppte – im Rudel wurde ewig jemand verdonnert, sonntags das Fernsehprogramm zu notieren, immer gleich mit mehreren Durchschlägen! Nouvelle Vague Streifen wurden da mit riesigen Ausrufezeichen versehen!
Solche Filme liefen in der Glotze immer sehr spät, bei entsprechender Spätschicht konnte man ja noch rechtzeitig tricksen, um beizeiten vor der Glotze zuhängen. Zur Nachtschicht sah es schon richtig beschissen aus…
Abschließend noch ein nostalgischer Verabschiedungsgruß: Wünsche ein atomwaffenfreien Abend oder Wochenende und ein streifenfreies Westbild!

 

Bunny Wailer – Founding Member of the Wailers – geht seit gestern nicht mehr einkaufen

Heute ist der letzte noch lebende Wailer verstorben“, schrieb die Kulturministerin des Karibikstaates Olivia Grange.
“Was Bunny Wailer, als einer der Pioniere und Fahnenträger der Musik unseres Landes, für den Reggae getan hat, lebt weiter.
“Soul Rebel” featuring Bunny Wailer and Manu Chao

Dalls Karl geht nun auch nicht mehr einkaufen

In den ersten Jahren fand ich ihn und seine Meute recht unterhaltsam, war damals allerdings noch im Osten!
Später kam mir Herr Karl immer so flach vor wie eine Padde, die von einem 40Tonner überrollt ward. Außerdem landete er ewig in kleinbürgerlichen Abendsendungen der öffentlich/rechtlichen Sender, für die unsereins auch noch blechen musste, obwohl man sich diese Unterhaltungskacke überhaupt nicht einzog…
Zum Piepen fand ich aber jedes Mal seinen Briefträgerblick*.
Allerdings auch irgendwie Scheiße, weil ein jeder ihn deshalb immer während maskiert fand. Letztlich war jenes Face aber doch sein Markenzeichen
Von seinen Mitstreitern liefen mir jahrelang Insterburg im Ludwig über den Weg und Ehlebracht in der Mautze(?), wenn ich mich da richtig erinnere.
Als einziges Liedchen sind mir lediglich die Zwei rosa Elefanten vollständig hängen geblieben.

*Briefträgerblick

Ken Hensley geht nun auch nicht mehr einkaufen

Ganz witzig, was Jakob Biazza, von der SZ, über sein Ableben verzapfte.
Man kann fast alles so stehen lassen, aber…
Muss zu „Lady in Black“ und dem Refrain unbedingt noch etwas bemerken und wie es mir so gefällt, unbedingt: politisch inkorrekt!
Irgendwo las ich zu dem Hit einen laschen Kommentar von Hensley, wo er meinte: Zu seinem Erfolg sagte er im dpa-Gespräch: “Ich soll geschätzte 50 Millionen Pfund alleine mit den Tantiemen aus “Lady in Black” eingenommen haben. Kann schon sein, aber 51 davon habe ich ausgegeben.”
Biazza sprach es bereits an, Der Refrain besteht nur aus einem laut: einem der schönsten “Aaaahs” der Musikgeschichte. – vergaß aber den I-Punkt zusetzen!
Hatte mir damals eine Übersetzung des Textes besorgt, mit dem ich absolut nichts anfangen konnte und ihn unverständlich banal empfand. War klar, es handelte sich lediglich um einen kreativen Genuss, den jemand auskotzte, nach dem er einen bewusstseinserweiternden Brösel eingepfiffen hatte. In dem Moment bist du ja Lichtjahre vom unverständlichen Ursprung entfernt! Also kümmerte ich mich anschließend nicht weiter um den Inhalt, wie bei den meisten Songs, die ich, ob meiner damaligen minimalen Englischkenntnisse, lediglich lautstark und inhaltslos über mich ergehen ließ. Konzentrierte mich dabei lediglich auf die musikalischen Ergüsse…
Allerdings war es bei „LIB“, von Anfang an, etwas ganz anderes und besonderes, es lag an dem animalischen Refrain, bei dem jeder irgendwie einsteigen konnte. Ein guter DJ kreierte die Reihenfolge dann auch immer in jene Richtung. Deshalb uferten die beginnende Fummelei während jenes Hits auch immer als Vorspiel eines leichten Geschlechtsaktes aus und die vielen „Aaaahs” konnten dann als Lustschreie beim Raus- und Reinspiel interpretiert werden, allerdings in slow motion! Zumindest dort konnten die Gedanken als frei interpretiert werden…
Wenn auch der Volksdrogenkonsum ein entsprechendes Level erreicht hatte, den man bis zu einem gewissen Zustand, sogar als Aphrodisiakum ansehen muss, entwickelte sich dieser Song zu einem wahren Dosenöffner! Gerade in der Phase, wenn man dabei war, eine unbekannte Schnecke anzugraben. sich gegenseitig schön-gesoffen hatte und mann bereits überlegte, wo kannst du die Käthe flachlegen oder stehend vernaschen. Was sich oftmals nicht so einfach herausstellte, weil die Gegebenheiten für einen Spontanfick nicht immer vorhanden waren.
Zu meiner Halbstarkenzeit gab in jener Hinsicht keine allzu großen Probleme, was den Pop im Blutigen Knochen betraf. Im Hof von Finkenhahns Tanzsaal, standen Mülltonnen herum, ca. 30 Meter über die Straße, ging es gleich in einen recht bewachsenen Park hinauf*…
Im Zentrum der Coca-Cola-Sektoren war dies nicht so einfach – siehe letzten Abschnitt des Textes zum Link! Weiterlesen

Eddie van Halen geht seit gestern nicht mehr einkaufen und hat nun sehr schnell Mark Stone getroffen…

sein Verschwinden hatte ich gar nicht registriert…
Wieder hat Gevatter Hein jemanden geholt, der er es noch nicht verdient hat, schon Scheiße!
Demnächst wird der unerbittliche Knabe noch oft sein Mähwerkzeug schärfen müssen, wenn ich daran denke, wer alles noch weltweit, von den vielen Jungs und Mädels, auf seiner To-Do-List stehen, die nicht nur mich, bisher visuell und mehr noch phonetisch begleitet haben…
Will nichts weiter ablassen, setze aber einige Links, die wesentlich mehr aussagen…
GITARRE & BASS
E. v. H.

 

„Guitar Crusher“ geht auch nicht mehr einkaufen

Was soll ich zu dem pigmentierten Barden eigentlich ablassen?
Bin sehr froh, dass ich ihn auch erleben durfte, zu meinen fetten 14 Jahren in den Coca-Cola-Sektoren. Als quer durch Westberlin, noch die aufrecht stehende Autobahnplatten zum Trocknen standen und mir den musikalischen Zonen-Frohsinn der FDJ vom Halse hielten…
Ein schönes Ding, die erste Strophe von „Stand by Me“, in der Anzeige zu finden. Auch eine Verknüpfung zur schwarzen Musik, stammt der Text doch von den beiden Weißbroten: Jerry Leiber & Mike Stoller…
Hier noch einige Texte, welche in irgendeiner Form mit Crusherin in  Verbindung stehen:
Guitar Crusher´s 80th Bithday Celebration (I)
Guitar Crusher´s 80th Bithday Celebration (II)
Blick in die Berliner Boulevardkacke

Wayne Grajeda geht seit dem 15. September nicht mehr einkaufen

Nun können sie ganz weit weg, bereits im Trio spielen…
Zwei Jahre vor mir, enterte Wayne die Coca-Cola-Sektoren vom Westen, ich von der östlichen Seite her. Immer wieder kreuzten sich unserer Wege, mal trat er alleen of, dann wieder in den unterschiedlichsten Formationen. In den fetten 14 Jahren, wo ich in den eingemauerten Cola-Sektoren den kühlen Krieg noch erleben durfte, heizte der sympathische Ami uns immer mächtig ein, wie an jenem Abend!
Letztmalig geschah dies, fast auf die Woche genau, vor einem Jahr, gemeinsam mit Bob Williams! Nenne aber die Kneipe nicht, weil die Hälfte in dem Laden aus Leuten bestand, welche liebend gern Heintje oder andere ähnliche Musikusse gehört hätten…
Er trat oft auf mit: Jesse Ballard, Tom Cunningham, Francis Serafini, John Vaughan, Bob Williams usw.

Adiós!