Archiv der Kategorie: IN DEN EWIGEN JAGDGRÜNDEN…

„Bébel“ geht nicht mehr einkaufen!

In Europa waren die Franzosen immer führend mit ihren Schauspielern und den gigantischen Regisseuren, was deren Filmwerke betrafen. Will hier nicht gendern! Muss allerdings auch an die vielen Frauen erinnern, die Jahrzehnte lang, ebenso in der dortigen Filmbranche ihren Mann standen!
Weiß gar nicht, wie viel Filme ich von Belmondo eingezogen habe. Kann mich aber nicht mehr erinnern, ob Außer Atem“ damals auch in der Zone lief.
Beim zweiten mal, als er in der Glotze lief, haben wir versucht, in den anderthalb Stunden seinen Zigarettenverbrauch zu zählen, Wenn ich mich richtig erinnere, waren es so um die 80 Glimmstengel!?
Die Eltern eines Kumpels wurden ewig im Transit, von ihrer abgehauenen Tochter, mit entsprechenden Presseerzeugnissen versorgt. Da kam mir Jean-Paul, Anfang 1966, erstmalig vor die Äuglein. Waren allerdings keine besonderen Presseerzeugnisse, in der „Quick“ oder „Revue“, las ich etwas über die Dreharbeiten in Brasilia, zu: Abenteuer in Rio. Da bekam er vom Sensenmann die Rote Karte, weil ein Stunt missglückte, der dort auf einem Hochhaus stattfand, konnte mich später allerdings nicht mehr erinnern, in welcher Szene es passierte…
Was sich auch als eine recht witzige Angelegenheit entpuppte – im Rudel wurde ewig jemand verdonnert, sonntags das Fernsehprogramm zu notieren, immer gleich mit mehreren Durchschlägen! Nouvelle Vague Streifen wurden da mit riesigen Ausrufezeichen versehen!
Solche Filme liefen in der Glotze immer sehr spät, bei entsprechender Spätschicht konnte man ja noch rechtzeitig tricksen, um beizeiten vor der Glotze zuhängen. Zur Nachtschicht sah es schon richtig beschissen aus…
Abschließend noch ein nostalgischer Verabschiedungsgruß: Wünsche ein atomwaffenfreien Abend oder Wochenende und ein streifenfreies Westbild!

 

Bunny Wailer – Founding Member of the Wailers – geht seit gestern nicht mehr einkaufen

Heute ist der letzte noch lebende Wailer verstorben“, schrieb die Kulturministerin des Karibikstaates Olivia Grange.
“Was Bunny Wailer, als einer der Pioniere und Fahnenträger der Musik unseres Landes, für den Reggae getan hat, lebt weiter.
“Soul Rebel” featuring Bunny Wailer and Manu Chao

Dalls Karl geht nun auch nicht mehr einkaufen

In den ersten Jahren fand ich ihn und seine Meute recht unterhaltsam, war damals allerdings noch im Osten!
Später kam mir Herr Karl immer so flach vor wie eine Padde, die von einem 40Tonner überrollt ward. Außerdem landete er ewig in kleinbürgerlichen Abendsendungen der öffentlich/rechtlichen Sender, für die unsereins auch noch blechen musste, obwohl man sich diese Unterhaltungskacke überhaupt nicht einzog…
Zum Piepen fand ich aber jedes Mal seinen Briefträgerblick*.
Allerdings auch irgendwie Scheiße, weil ein jeder ihn deshalb immer während maskiert fand. Letztlich war jenes Face aber doch sein Markenzeichen
Von seinen Mitstreitern liefen mir jahrelang Insterburg im Ludwig über den Weg und Ehlebracht in der Mautze(?), wenn ich mich da richtig erinnere.
Als einziges Liedchen sind mir lediglich die Zwei rosa Elefanten vollständig hängen geblieben.

*Briefträgerblick

Ken Hensley geht nun auch nicht mehr einkaufen

Ganz witzig, was Jakob Biazza, von der SZ, über sein Ableben verzapfte.
Man kann fast alles so stehen lassen, aber…
Muss zu „Lady in Black“ und dem Refrain unbedingt noch etwas bemerken und wie es mir so gefällt, unbedingt: politisch inkorrekt!
Irgendwo las ich zu dem Hit einen laschen Kommentar von Hensley, wo er meinte: Zu seinem Erfolg sagte er im dpa-Gespräch: “Ich soll geschätzte 50 Millionen Pfund alleine mit den Tantiemen aus “Lady in Black” eingenommen haben. Kann schon sein, aber 51 davon habe ich ausgegeben.”
Biazza sprach es bereits an, Der Refrain besteht nur aus einem laut: einem der schönsten “Aaaahs” der Musikgeschichte. – vergaß aber den I-Punkt zusetzen!
Hatte mir damals eine Übersetzung des Textes besorgt, mit dem ich absolut nichts anfangen konnte und ihn unverständlich banal empfand. War klar, es handelte sich lediglich um einen kreativen Genuss, den jemand auskotzte, nach dem er einen bewusstseinserweiternden Brösel eingepfiffen hatte. In dem Moment bist du ja Lichtjahre vom unverständlichen Ursprung entfernt! Also kümmerte ich mich anschließend nicht weiter um den Inhalt, wie bei den meisten Songs, die ich, ob meiner damaligen minimalen Englischkenntnisse, lediglich lautstark und inhaltslos über mich ergehen ließ. Konzentrierte mich dabei lediglich auf die musikalischen Ergüsse…
Allerdings war es bei „LIB“, von Anfang an, etwas ganz anderes und besonderes, es lag an dem animalischen Refrain, bei dem jeder irgendwie einsteigen konnte. Ein guter DJ kreierte die Reihenfolge dann auch immer in jene Richtung. Deshalb uferten die beginnende Fummelei während jenes Hits auch immer als Vorspiel eines leichten Geschlechtsaktes aus und die vielen „Aaaahs” konnten dann als Lustschreie beim Raus- und Reinspiel interpretiert werden, allerdings in slow motion! Zumindest dort konnten die Gedanken als frei interpretiert werden…
Wenn auch der Volksdrogenkonsum ein entsprechendes Level erreicht hatte, den man bis zu einem gewissen Zustand, sogar als Aphrodisiakum ansehen muss, entwickelte sich dieser Song zu einem wahren Dosenöffner! Gerade in der Phase, wenn man dabei war, eine unbekannte Schnecke anzugraben. sich gegenseitig schön-gesoffen hatte und mann bereits überlegte, wo kannst du die Käthe flachlegen oder stehend vernaschen. Was sich oftmals nicht so einfach herausstellte, weil die Gegebenheiten für einen Spontanfick nicht immer vorhanden waren.
Zu meiner Halbstarkenzeit gab in jener Hinsicht keine allzu großen Probleme, was den Pop im Blutigen Knochen betraf. Im Hof von Finkenhahns Tanzsaal, standen Mülltonnen herum, ca. 30 Meter über die Straße, ging es gleich in einen recht bewachsenen Park hinauf*…
Im Zentrum der Coca-Cola-Sektoren war dies nicht so einfach – siehe letzten Abschnitt des Textes zum Link! Weiterlesen

Eddie van Halen geht seit gestern nicht mehr einkaufen und hat nun sehr schnell Mark Stone getroffen…

sein Verschwinden hatte ich gar nicht registriert…
Wieder hat Gevatter Hein jemanden geholt, der er es noch nicht verdient hat, schon Scheiße!
Demnächst wird der unerbittliche Knabe noch oft sein Mähwerkzeug schärfen müssen, wenn ich daran denke, wer alles noch weltweit, von den vielen Jungs und Mädels, auf seiner To-Do-List stehen, die nicht nur mich, bisher visuell und mehr noch phonetisch begleitet haben…
Will nichts weiter ablassen, setze aber einige Links, die wesentlich mehr aussagen…
GITARRE & BASS
E. v. H.

 

„Guitar Crusher“ geht auch nicht mehr einkaufen

Was soll ich zu dem pigmentierten Barden eigentlich ablassen?
Bin sehr froh, dass ich ihn auch erleben durfte, zu meinen fetten 14 Jahren in den Coca-Cola-Sektoren. Als quer durch Westberlin, noch die aufrecht stehende Autobahnplatten zum Trocknen standen und mir den musikalischen Zonen-Frohsinn der FDJ vom Halse hielten…
Ein schönes Ding, die erste Strophe von „Stand by Me“, in der Anzeige zu finden. Auch eine Verknüpfung zur schwarzen Musik, stammt der Text doch von den beiden Weißbroten: Jerry Leiber & Mike Stoller…
Hier noch einige Texte, welche in irgendeiner Form mit Crusherin in  Verbindung stehen:
Guitar Crusher´s 80th Bithday Celebration (I)
Guitar Crusher´s 80th Bithday Celebration (II)
Blick in die Berliner Boulevardkacke

Wayne Grajeda geht seit dem 15. September nicht mehr einkaufen

Nun können sie ganz weit weg, bereits im Trio spielen…
Zwei Jahre vor mir, enterte Wayne die Coca-Cola-Sektoren vom Westen, ich von der östlichen Seite her. Immer wieder kreuzten sich unserer Wege, mal trat er alleen of, dann wieder in den unterschiedlichsten Formationen. In den fetten 14 Jahren, wo ich in den eingemauerten Cola-Sektoren den kühlen Krieg noch erleben durfte, heizte der sympathische Ami uns immer mächtig ein, wie an jenem Abend!
Letztmalig geschah dies, fast auf die Woche genau, vor einem Jahr, gemeinsam mit Bob Williams! Nenne aber die Kneipe nicht, weil die Hälfte in dem Laden aus Leuten bestand, welche liebend gern Heintje oder andere ähnliche Musikusse gehört hätten…
Er trat oft auf mit: Jesse Ballard, Tom Cunningham, Francis Serafini, John Vaughan, Bob Williams usw.

Adiós!

Uli Stein, eigentlich Ulrich Steinfurth, geht seit einer Woche nicht mehr einkaufen und Birol Ünel folgte ihm gestern…

Schon eine Scheiße, da verkrümeln sich unvermittelt Persönlichkeiten in die ewigen Jagdgründe, deren Ableben schon ein Haufen Traurigkeit hinterlässt. Auf der anderen Seite muss man noch ewig die Atemluft mit irgendwelchen gefährlichen Irren teilen, wo es wenig Hoffnung gibt, dass sie demnächst auf spezielle Art hinscheiden werden
Im deutschsprachigen Raum gab es für mich neben Manfred Deix lediglich Mastro Stein, zwei Hellseher, die den Schwarzen Humor richtig auf die Spitze trieben, dabei den spießigen Vollpfosten ihre Ansichten an deren hohle Birnen knallten…
Bei Uli S. ist mir ein Erlebnis hängen geblieben, weiß nicht mehr, ob es irgendwo in einer Galerie: Unter den Linden (Mercedes?) oder sonst wo geschah. Jedenfalls tauchten in meiner Nähe ewig zwei Tussen auf, welche sich sehr lautstark über die dortigen menschenverachtenden Machwerke echauffierten, dass sie meine Mucke übertönten. Zu solchen Anlässen berieselte ich mich nebenher immer mit Best Of Klängen von den Floyds oder Jean Michelle Jarre. Irgendwann bat ich sie noch recht freundlich, ob sie sich nicht mehrere Meter verpissen könnten, da mir ihr idiotisches Gesülze mächtig auf den Sack gehen würde. Recht verblüfft gaben die beiden ältlichen Mädels dann doch etwas Ruhe, allerdings nicht von längerer Dauer. Plötzlich ging es mit entsprechender Lautstärke auf der frauenfeindlichen Trasse weiter. Die Antwort auf meine Frage, was sie eigentlich hier zu suchen hätten, wartete ich gar nicht erst ab. Alles lief letztendlich auf den Tip hinaus, hier doch zu verschwinden und wegen ihres geschlechtsspezifischen Frustes vielleicht mal wieder eine Runde bumsen gehen…
Ihr daraufhin einsetzendes Gekreische irritierte darauf hin sogar meine Scheffin, die sich auch irgendwie im Raum befand und wissen wollte, was eigentlich geschehen sei. Ich ließ sie im Unwissen, da die beiden Damen sich trollten.
Noch etwas zu Birol Ünel, habe ihn in mehreren Filmen gesehen, wobei mir: Gegen die Wand, am besten gefiel!
Vom Scheff kam noch der Hinweis zu: Soul Kitchen, auch ein witziger Streifen von Fatih Akin

Alan Parker geht seit gestern nicht mehr einkaufen

Der britische Regisseur Alan Parker ist tot. Der Filmemacher, der mit Streifen wie „Fame” und „Die Commitments“ (War auch ein geiler Film.) weltberühmt wurde, starb am Freitag nach langer – Krankheit im Alter von 76 Jahren, so eine Familiensprecherin. Zu seinen bekanntesten Werken gehören auch die Komödie »Bugsy Malone“, der Pink-Floyd-Film „The Wall“ und die Verfilmung des Musicals „Evıta“ mıt Madonna in der Hauptrolle.
Jene “Kurier“-Mitteilung (Schlimmer als Springer!) ist typisch für solch Boulevardschmonzette, die hauptsächlich den ehemaligen sowjetischen Sektor beglückt.
Da werden, wie in alten Zeiten, wichtigere Filme einfach unterschlagen, meine damit: Angel Heart (1987), Mississippi Burning – Die Wurzel des Hasses (1988) undDie Asche meiner Mutter (1999)…