Rock ’n Roll-Metusalem Chuck Berry geht nicht mehr einkaufen

Der wichtigste Rockmusiker aller Zeiten ist tot
Jenen folgenden Satz aus dem Beitrag kann ich nicht unkommentiert stehen lassen! – Berrys musikhistorische Leistung besteht darin, dass er die Schleusen öffnete, durch die der Rhythm & Blues in den Hauptstrom des zunächst sehr weißen Rock ’n‘ Roll floss und diesen schwarz färbte.
Wenn sich nicht bereits vorher einige Weißbrote, vornweg Jerry Lee, Carl Perkins, Gene Vincent, Eddie Cochran, natürlich muss man auch Elvis The Pelvis dazurechnen, vorsichtig als Wegbereiter für die neue Musikrichtung etabliert hätten, wäre der schwarze Einfluss in unendlichen Weiten des sich anbahnenden Generationskonfliktes lediglich versickert. Letztlich hatte jene rasante Entwicklung sehr komplizierte Wege im gesamten rassistischen Umfeld der USA eingeschlagen, allerdings gab es anschließend ähnlich gelagerte Probleme überall auf UNSERER Erdenscheibe. Wobei in der alten Welt zusätzlich noch vollkommen irrwitzige Vorbehalte der ideologischen Art hinzukamen, besonders in den kommunistischen Einflusssphären…
Allerdings ist es wohl ein Treppenwitz des Rock ’n Roll’s, den ersten Hit vom Muttersöhnchen Presley, wie es im STERN rüber kommt – „That’s All Right“ – als Geburtsstunde jener dekadenten Musikrichtung zu bezeichnen!
Bringe hier nur noch kurz den Einwurf, dass es zwei Bleichgesichter waren, das Songwriter- und Musikproduzenten-Duo Jerry Leiber und Mike Stoller, die z. B. 1952 bereits für Big Mama Thornton „Hound Dog“ kreierten. Ihr stimmgewaltiger RnB-Titel wurde erst vier Jahre später für Elvis umgemodelt, der anfangs sowieso mächtig von den Schwarzen abkupfern musste…
Bei Chuck Berry kam zu seinen ganz speziellen Riff noch hinzu, dass er über ein grenzenloses Repertoire an Musiktiteln verfügte.
Irgendwann verkennt Matthias Heine die Situation der total verklemmten Amis Anfang der 1970er, als er ablässt: Danach spielte er bloß noch das Drama des ehemaligen Künstlers, der schon alles gesagt hatte – daran änderte auch ein später Hit mit dem debilen Sex-Schlager „My Ding-A-Ling“ 1972 nichts. Das Lied ist so furchtbar, als hätte es sich ein holländischer Stimmungssänger für ein deutsches Seniorenpublikum ausgedacht.
Da hat sich auch fast 50 Jahre später nicht viel geändert, für mich war er damals lediglich eine Art Oswald Kolle, der augenzwinkernd seinen Landsleuten mit Hilfe der Rockmucke etwas präsentierte, was ansonsten der Zensur zum Opfer fiel.
Meister Heine fristet scheinbar sein Leben in einer mir unbekannten Parallelwelt, denn sonst würde er irgendwann bestimmt registrieren, welcher Dünnschiss täglich in den öffentlich/rechtlichen Anstalten für Augen und Ohren produziert wird, bei den privaten Programmen sieht es bestimmt noch wesentlich schlimmer aus.
Wenn er da meint, alles erinnert an einen holländischen Stimmungssänger der sich für ein deutsches Seniorenpublikum produziert, weeß nichso richtig!
Da verantwortliche Redakteure nur nach den Quoten schielen, sie deshalb mit hündischer Ergebenheit der drögen Masse all jene unterbelichteten Köstlichkeiten bieten, damit sich anschließend alle gemeinsam einen von der Palme wedeln können…
Komme zum edlen Verblichenen retour, den ich mit seinen Konzerten in großen und kleineren Hallen, immer nur als lustigen Zeitgenossen in Erinnerung behalten werde.
Halt, einmal hatte ich mal leicht schnurrig erlebt, dies war aber lediglich einer Retourkutsche gegenüber dem Publikum zu verstehen, weil er unberechtigterweise angemacht wurde.
Jene Aufklärung ist in irgendwelchem Geschreibsel von mir zu finden – dafür muss in dem Suchkästchen lediglich Chuck Berry eingeben werden, dann tauchen anschließend etliche Artikel auf, die irgendwie etwas mit ihm zu tun haben.
Na denne old Ben, bis irgendwann…

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