Tag der deutschen „Einheit“ in Frankfurt

Gott sei Dank alles sehr weit weg! Mir reicht bereits dieses Pille-Palle was sie wieder am Brandenburger Türchen ablassen wollen – viel nichtssagender Pomp mit Friede, Freude, Eierkuchen…
Scheint in Frankfurt nicht anders gewesen zu sein, steht alles im Programmheft zu den Feierlichkeiten zum 25. Jahrestag der Deutschen Einheit. Volker Bouffier, Ministerpräsident des Landes Hessen und Oberbürgermeister Peter Feldmann posieren mit kleinen und großem Einheitsmännchen am Rande der Pressekonferenz zu den geplanten Feierlichkeiten am Tag der Deutschen Einheit in Frankfurt vor der Paulskirche. Diese Kinderei scheint den beiden Knaben sehr zugefallen – weil es nur Einheitsmännchen gibt? Wo verstecken sich überhaupt die entsprechenden Einheitsweibchen, gehören doch eigentlich dazu, oder? Schließlich wurde doch zum ökumenischen Beten in der Paulskirche auch schon Pärchenbetrieb angesagt, ebenso in der Alten Oper, sogar Bupräsi J. Gauck erschien winkend mit seiner Zweitfrau…
Was hätte man mit der dort verbratenen Kohle alles anfangen können. Da sind doch die Kosten für 1500 geladenen Gäste der geringste Posten! Wie viele Organisatoren waren eigentlich schon seit letztem Jahr dort eingespannt und die Massen von Sicherheitskräften nicht zu vergessen, welche bereits seit Wochen überall herumwerkelten.
Nebenher sollte einer Millionen Gaffern das Geld aus der Tasche gezogen werden, gut deren Auftreten spült hinterher wieder einige Cents, ins Stadtsäckel retour.
Unvorsichtigerweise schaltete ich nachmittags kurz die Glotze ein, dies hätte mir nicht einfallen sollen. Man glaubt es fast nicht, aber ich zappte neben meiner Speisung fast 30 Minuten herum. Es konnte einem richtig schlecht werden. Ob sich während des überall angesagten Beweihräucherns die Balken in den entsprechenden Etablissements bogen?
Die plappernden Stare scheinen wirklich auf einem anderen Planeten zu wohnen.
Stimmt nicht ganz!
Schließlich gehört auch das Selbstverständnis zwingend dazu, was sie aus der absoluten Wichtigkeit ihrer Funktionen herleiten müssen, wenn sie demnächst wiedergewählt werden wollen. Daraus resultieren partielle Wahrnehmungen von denen da oben und den abweichen Betrachtungsweisen, wie sie permanent durch meine Lauscher pfeifen.
Wobei himmelweite Unterschiede bestehen, zwischen den Lebensanschauungen im Berliner Umfeld und denen in der kalten Heimat. Dies wurde mir vergangenes Wochenende wieder vorgeführt, als ich anlässlich eines Klassentreffens nach 50 Jahren dort unten auftauchte. In jenem Klassenverband hing ich siebeneinhalb Jahre herum, es folgten anschließend noch zwei andere Schulaufenthalte. Wobei uns gerade in ersterer Bildungsanstalt fast nur Dummköpfe, Idioten und Sadisten verbiegen wollten. In der letzten Lehranstalt änderte sich dann alles für mich sehr positiv, dort gab es nur den idiotischen Staatsbürgerkundelehrer, der ließ sich gerade noch so ertragen, ohne dass jemand größere Macken davon trug. Ausgerechnet dieser Depp irrt mit Anfang 90 immer noch durchs Dorf…
So angepasst, wie sich die meisten angetroffenen Schüler damals verhielten, ging es anschließend weiter, einige wurden deshalb auch richtige rote Zecken. Schon die Vorstellung der Ex-Klassenkameraden ging merkwürdig ab, alle legten großen Wert darauf, wie langes sie verheiratet waren und wie viele Kinder dabei herauskamen…
Meine Vorstellung kam nicht so gut an und wurde nicht gleich verstanden, ebenso mein Aussage betreffs der Kids. Weil ich klarmachte, dass nach 24 Jahren Probezeit, vor neun Jahren aus unserem Verhältnis eine staatlich sanktionierte Zweierbeziehung wurde – zwei Mädels wegen mir abgetrieben hatten, eine im Osten und die andere dann im Westen…
Mit allen Anwesenden kam ich gar nicht ins Gespräch, egal wie sich irgendwelche Grüppchen formierten, ewig ging es um Krankheiten und solche Themen gehen mir immer kalt am Arsch vorbei. Außerdem ließ ich in dem Zusammenhang zweimal ab: „Schon klar, früher hattet ihr Angst vorm Leben und heute habt ihr Angst vorm Ende…“
Zwischendurch gab es oft schräge Meinungen zu den entsprechenden Stichworten, die Roten sind mittlerweile fast einheitlich zu Braunen mutiert, wir müssen doch endlich etwas tun, nicht nur gegen die Wirtschaftsasylantenflut!
Allerdings lief keiner von denen mit einem kleinen blinkenden schwarz-weiß-roten Botton herum, auf dem sich auch noch ein winziges Eisernes Kreuz befand…

 – Hier endlich mal ein Kommentar, der von den vielen angesagten Lobhudeleien sehr weit entfernt ist: Deutschland erlebt jetzt seine Vertreibung aus dem Paradies

Mucke: Begann heute mit SWEET SMOKE, Silly SallyMovida en la Cantina

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