Archiv für den Monat: Mai 2024

(1) Der Eurovision Song Contest & zusätzliche lauwarme Betrachtungen…

Mit seinen Ansichten würde Arthur Koestler auch heutzutage noch Lichtjahre hinterherhinken, was die abschließende Menschwerdung des homo spiens betrifft. Meine als Quelle sein: „Der Mensch – Irrläufer der Evolution“ – Die Kluft zwischen Denken und Handeln. Eine Anatomie menschlicher Vernunft und Unvernunft
Am Freitag, 10. Mai, rupfte ich an der Havel Holunderblüten, musste dann auf dem Rückweg, am Heussi, wieder umsteigen und gewahrte dort einigen Schnick-Schnack zum fotografieren. U.a. eine jener hässlich aussehenden rotierenden Zylinder der Firma Wall, versehen mit einer recht seltsamen zeichnerische Darstellung, bei der man einen ganz bestimmten Mann erkennen sollte.
Sicherlich von einem bekok­sten Möchtegernmaler kreiert, in einem schummerigen Darkroom… Glaube deshalb, dem Achtkläss­lers des Zeichenleistungskurses eines Schwachstromkollegs wäre selbige Karikatur bestimmt besser gelungen…
Nach der zweiten Umdrehung jener Säule registrierte ich wenigstens die Beschriftung:
MAGNUS HIRSCHFELD TAG 14. MAI
Seele der queeren Community
Schwul, Jude, Arzt,
Aufklärer, Sexualforscher,
Vorkämpfer queerer Emanzipation,
Mitbegründer der weltweit ersten
Homosexuellen Bewegung

& berlin.de/magnus-hirschfeld Weiterlesen

Musste mittags am Heussi auf den 218er Bus warten und…

…hockte dabei an der Bushaltestelle, harrte rauchend auf das BVG-Gefährt und gewahrte dabei den würfelförmigen Hinkelstein auf der Platzmitte, mit seiner merkwürdigen Schüssel, in der immer noch sehr nachhaltig ein Flämmchen blakt. Schoß schließlich ein Foto und machte später zwei weitere. Hierzu ein Link von einem etwas älteren GeschreibselWeiterlesen

Frank Stella geht nun auch nicht mehr einkaufen…

Es gab nicht viele amerikanische Maler, deren farbige Ausdrucksformen, sich weit ab von den ange­sagten konservativen Werten des Mainstreams, bis hinein in die Politik bewegten. Dazu zählte ich, neben Stella, auch immer Edward Hopper, Jackson Pollock, Roy Lichtenstein und Andy Warhol. Wobei jeder sei­nen ganz persönlichen Stil fand, der sich natürlich weit weg vom angesagten sozialistische Realis­mus der Zone bewegte, deshalb ewig auf Müllhaufen der westlichen Dekadenz landeten…
Was mich damals ebenso, wie eine Minderheit im ersten soz. Schlaraffenland der Arbeiter und Bauern auf deutschem Boden, natürlich ewig zum Widerspruch animierte.
Dazu gehörten, ab 1970, Kontakte zum amerikanischen Konsulat in Kraków. Vier Jahre danach war dann alles zu spät, als mich ein Freund zu einem Happening von Tadeusz Kantor mitnahm…
Natürlich wusste ich, um wen es sich da handelte, denn in jener Zeit kümmerte sich die ARD noch emsig darum, den armen Brüdern und Schwestern östlich der Elbe, aus der dort verordneten kulturelle Sahelzone, uns blühende Landschaften von visueller westlicher Dekadenz zu zaubern. Was liefen damals für Filme im Abendprogramm, hinzu kamen Unmassen von Kulturbeiträgen aller Stilrichtungen, sogar bis hin zur 1. Sexmesse in Kopenhagen, dies geschah irgendwann 1970…
Vornweg vergingen sich die sowjethörigen Tattergreise liebend gern an Maestro Warhol, der uns schließlich etwas auf die Ohren knallte, stimmt nicht ganz, dies taten: The Velvet Underground & Nico.

Von ihm stammte aber die gelbe Gurke auf dem Cover!
So ganz nebenbei,
Nico kann man dort besuchen!
Sie kuschelt schon sehr lange wieder mit Mutti.
Ihre Grabstelle befindet sich auf meinem Berliner Lieblingsfriedhof, im Grunewald

Nachträglicher Anhang zum gestrigen Schrieb

Es kam ja noch schlimmer, als ich mich zu Beginn der 5. Klasse weigerte, weiterhin im Buchklub der Pioniere zubleiben. Dieses ideologisch total verbogene Miststück, schloss daraufhin tagsüber unser Wohnzimmer ab, damit ich nicht mehr an ihre Bibliothek der Weltliteratur (Eine geniale Zonen­serie von auserwählter internationaler Literatur!) heran kam. Sah es nämlich nicht ein, mich weiter an dem verordneten roten Scheiß zu ergötzen und dabei mit aufkommender Langeweile zu kämpfen. Wie unermesslich dumm war diese Frau überhaupt? Dabei war ihr bekannt, dass ich mich mit 9 Jahren, ausgerechnet durch Tolstois „Auferstehung“ gequält hatte und dies geschah mehrere Wochen! Allerdings konnte ich anschließend auch vollkommen flüssig Frakturschrift lesen…
Da ich Zeit meines Lebens immer im Liegen las, wartete diese rote Zecke immer wieder mit einer weiteren Dusseligkeit auf. Sollte nämlich anständig lesen, mich dazu auf einen Stuhl setzen und es am Tisch tun! Hinzu kam eine Marotte von mir, die sie, auch ihre idiotischen Genossen nie verstan­den, nebenher hörte ich immer über Kopfhörer zusätzlich leise Musik.

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Paul Auster geht nicht mehr einkaufen, er gab bereits am 30. April sein Leben zurück…

Zu meinem 41sten Geburtstag, 1988, bin Baujahr ´48, zähle aber anders! Deshalb wurde mein 40ster auch zweimal begangen, wegen der korrekten Zählweise und der sonst üblichen, mit der man eigentlich die vollendten Jahre abhakt, die dann aber unkorrekt als Geburtstage verbucht werden…
Da bekam ich von Ditscheck einen Auster geschenkt, um welchen es sich handelte, weiß ich nicht mehr, las anschließend noch weitere von ihm. Hatte vorher nur ewig in der Hamburger BILD-Zeitung für Pseudo-Intellek­tuelle, der ZEIT und FAZ etwas von ihm gelesen, was sich danach sehr schnell änderte…
Einige Jahre später kam der Film hinzu: Smoke – Raucher unter sich
 – Hier etwas von anderen Leuten über die Raucherei: Bob Dylan Theme Time Radio Hour Episode 58: SmokingNoch etwas zum gestrigen SchriebIm Rauchermuseum der Burg Beeskow
Heute fand ich etwas bei WIKI, von Paule: In einem Interview für die Washington Post im Dezember 2003 nannte Auster diejenigen Autoren, die den größten Einfluss auf sein Werk hatten (Reihenfolge ohne Wertung): Charles Baudelaire, Samuel Beckett, Maurice Blanchot, Jorge Luis Borges, Albert Camus, Paul Celan, Louis-Ferdinand Céline, Miguel de Cervantes, Raymond Chandler, Jacques Derrida, Charles Dickens, Fjodor Dostojewski, William Faulkner*, F. Scott Fitzgerald, Dashiell Hammett, Knut Hamsun, Nathaniel Hawthorne, James Joyce, Franz Kafka, Jacques Lacan, Stéphane Mallarmé, Herman Melville, Michel de Montaigne, Edgar Allan Poe, Arthur Rimbaud, William Shakespeare, Henry David Thoreau, Leo Tolstoi, Kurt Vonnegut, Ludwig Wittgenstein…
Von sämtlichen markierten Leuten, hatte ich als frühreifes Bürschchen bereits etliches gelesen, alles geschah unter Großvaters Obhut und sie kamen alle aus seiner riesigen Bibliothek.
*Zu Faulkner fiel mir noch etwas ein. Gerade jenes Werk, dann Die Mühle am Floss von George Eliot und Die Virginians, von William Makepeace Thackeray, waren die einzigen lesbaren Bücher während meiner 7-monatigen U-Haft im Stasi-Knast! Wartete allerdings wochenlang auf jene bestellten Werke. Konnte aber auf Goethe und Schiller ausweichen, deren Schriften aus den 1950ern, teilweise noch vom Schnitt verklebt…
Muss aber in dem Zusammenhang noch etwas ablassen, was die Leserei betraf.
Zu meinen 5wöchi­gen Bed & Breakfast-Tagen, im Budapester Staatsgefängnis, hatten mich die ungarischen Genos­sen doch mächtig verwöhnt. Insgesamt empfand ich jene Hütte als einen 5-Sterne-Knast! Äußerst kompeten­tes Personal, ausgezeichnete Verpflegung, jeden Mittag gab es ein Dessert (z.B. mehrfach süße Milch­nudeln mit geraspelten Walnüssen), täglich 15 Deputat-Zigaretten und dazu jede Menge Literatur. Konnte täglich zwei bis drei Bücher lesen. War ich mit denen fertig, wurde vor die Zellentür gelatscht. Prompt erschien kurz darauf der Page, im Tross ein Häftlings-Fourier, von dessen Wägelchen ich mir dann die entsprechende Literatur aussuchte – fast nur bundesgermanische Exemplare…

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Der 1. Mai, Internationaler kRampftag der zufriedenen Sklaven

Heutzutage weiß fast niemand mehr, dass die hiesigen Malocher ein nationalsozialisti­sches GESCHENK von Adolf dem Gütigen, ab 1933, als Feiertag genießen dürfen.
Hänge aber der Meinung an, auch Kenntnislosigkeit sollte man nicht unter Ulk verbuchen!
Denke vornweg natürlich an die verblödende iPhone-Genration, die sowieso nur einen Standard kennt, mit geringstem Einsatz viel Kohle zu verdienen.
Ganz pfiffige Mädels und Burschen seilen sich dafür in die Politik ab. Wobei es schon länger zu einem simplen Vorteil gereicht, wenn solche Individuen deshalb unwissend dankbar sind, einen Kopf zu besitzen, damit es in den Hals nicht hinein regnet.
Schließlich muss ja diese Hirnkugel für irgendetwas nützlich sein! Allerdings sollte ja nach der unendlich langen Evolutionsphase etwas ganz anderes dabei herauskommen, nicht nur eine erziehungsbe­dingte geistige Sahelzone.
KI wird demnächst alles entsprechend modifizieren. Sicherlich mit der Tendenz in eine vollendete Stumpfsinnigkeit, welche von den Massen noch weniger registriert wird…