„Vicky“Leaks

Eigentlich wollte ich ja noch etwas fertig schreiben, als es gestern Abend wegen eines technischen Problems zur Unterbrechung kam. Befand mich gerade in der Genesungsphase von einer heftigen Pilsvergiftung – sagte deshalb sogar ein kleinbürgerliches Vorweihnachtshappening für den späten Nachmittag ab – als mich der Telefonanruf ereilte und versackte anschließend prompt, allerdings nicht wieder bis gegen halb sechs in der Frühe.
In den heutigen Morgennachrichten – Ohjehhhhhhhh – diese Schocks! Jede Menge Betroffenheit und alles nur wegen Veröffentlichungen von „Dokumenten“ bei Wikileak.
Frage mich, was diese gespielte Aufregung eigentlich soll?
Jeder Staat hält sich doch einen aufwendigen Spitzelbetrieb und die dortigen Schlapphüte müssen für ihre Knete schließlich auch etwas tun.
Gott noch mal, alles belanglose Sachen, allerdings korrekte Betrachtungsweisen, welche allerdings den riesigen Aufwand nicht rechtfertigen. Für diese „Erkenntnisse“ hätte letztlich der Einsatz eines „Spatzenflüsterer“ vollkommen genügt, denn seit Jahren tschilpen diese gefiederten Freunde es bereits von den Dächern.
Anders ist doch jener Aufwand der betrieben wird, wenn z. B. für abhörsichere Hochsicherheitstrakte in Luxusherbergen separate Abflussleitungen installiert werden, in denen man die dünnen und dicken Geschäften der Gäste auffängt und anschließend mit sehr teuren chemischen Analysen herauszufinden will, welche Medikamente sie einpicken, um dann entsprechende Krankheitsbilder zu erstellen.
Was ist beim Folgendem noch hinzuzufügen?
„Angela „Teflon“ Merkel“ genannt, weil viel an ihr abgleite. „Sie meidet das Risiko und ist selten kreativ“
Guida Schwesterwelle (FDP), er wird von den Amerikanern negativ beurteilt, als inkompetent, unbekannte Größe („Wild Card”) mit Geltungsdrang und „überschäumender Persönlichkeit”. (Ich halte ihn außerdem für respekt- und distanzlos.)
CSU-Chef Horst Seehofer halten die Amerikaner sogar für „unberechenbar – mit begrenztem Horizont, außenpolitisch weitgehend ahnungslos“. (Dies konnte man doch nicht besser auf den Punkt bringen!)
Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel wird in den Botschaftsberichten als „schräge Wahl“ bezeichnet. (Das finde ich sogar beschönigend.)
Über Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) wird unter Berufung auf einen Informanten aus der FDP berichtet, er sei „neurotisch“ und ein „zorniger alter Mann“. (Der endlich gehen – oder besser gesagt – weg rollen sollte. Welchen griechischen Buchstaben sollte man denn für Herrn Schäuble verwenden, falls man ihn mit einer männlichen Teppichratte vergleichen würde, wie bei Putin geschehen…) Er sei aber ein enger Verbündeter im Kampf gegen den Terror.
– Über den früheren baden-württembergischen Ministerpräsidenten und jetzigen EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU): Bei dessen Berufung nach Brüssel sei es darum gegangen, „eine ungeliebte lahme Ente aus einer wichtigen CDU-Bastion zu entfernen.“ (Einfach Klasse!)
Gut weg kommt in den US-Dokumenten offenbar nur ein deutscher Politiker: Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU).

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Über ede

Vermutlich wurde ich anlässlich des 100jährigen Jubiläums der Veröffentlichung vom „Kommunistischen Manifest“, am 21. Februar 1948, während einer sinnlos verbrachten Tanzpause angerührt. Deshalb stand mein weiterer Lebensweg auch unter einem sehr ungünstigen Sowjetstern, denn aus mir wurde noch nicht mal ansatzweise eine "sozialistische Persönlichkeit", sondern ein Pickel am Arsch jener klassenlosen Gesellschaft in der Zone. Später verweigerte man mir wegen politischer Unzuverlässigkeit sogar die Ausübung einer Tätigkeit als Diplomabschmeckers der Kläranlagen im südharzer Marktflecken Sangerhausen/Gonna. Nach über zweieinhalb Jahrzehnten (1975) ging mein langersehnter Traum endlich in Erfüllung, konnte schließlich hinter Mauer und Zaun den ersehnten westlich/dekadenten Lebenswandel führen. Machte irgendwann mein Neckermann-Abitur auf dem ZBW, stupidierte darauffolgend an der Freien Unität mehrere Silvester brotlose Politik und Historie. Ohne Magister, Diplom und Docktor-Titel schlug ich mich dann als Hausmann, nebenher jahrelang als pauschalierter Facility Manager durch den täglichen Unbill in Richtung Urne. Heute führe ich als politischer Beobachter, Staureporter, Kaffeesatzleser mit schrägen Eulenspiegeleien ein recht zufriedenes Leben und nach 24 Jahren Probezeit, lebe ich bereits fünf/sechs Jahren in einer staatlich sanktionierten Zweierbeziehung... (Wird nur so erwähnt, da ich öfters nach selbiger Konstellation ausgehorcht werde.) Seit mittlerweile 50 Jahren ist meine Lebensdevise folgende: „Lass dich nie aus der Ruhe bringen, denk an Götz von Berlichingen! Leck mich am* Arsch! Nur in seinem Zeichen, kannst du den Abend froh erreichen! Musste allerdings während meiner gesamten Karriere sehr oft feststellen, dass gerade dieser ureigenst verinnerlichte Leitspruch nicht überall die entsprechende Wertschätzung erfuhr... *Das ist politisch nicht ganz korrekt, denn bei Friedrich Johann von Göthe heißt es: „im“!

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