„The Innocence of Muslims“ – Wenn es dieses Vijo nicht gäbe,

man müsste es glatt erfinden. Keiner kann´s gebrauchen, aber alle ziehen den größtmöglichen Nutzen daraus…

Nochmals zu dem „berühmten“ Streifen, obwohl ich fast 40 Minuten einzog, kam mir doch einiges komisch vor, nicht nur, dass mehrere unterschiedliche „Trailer“ existieren.
Zu Beginn geht es ja fremdländisch zu. Vermute, dass zu den spacigen Anfangsbilder arabisch geschnackt wurde.
Was ich aber nicht richtig einschätzen kann, klang aber so. Nebenher erinnert mich diese Sprache permanent an ein Erlebnis aus meiner Halbstarkenzeit.
Westlich der Warnemünder Mole war ein Typ bei recht stürmischer See ins Wasser gehopst und wollte an den Strand schwimmen. Er wurde von den Rettungskräften kurz vor dem Absaufen noch aus dem Wasser gefischt, deshalb erinnert mich diese Sprache immer wieder an seine sprudelnden Hilferufe, weil er nebenbei immer Wasser schluckte und während seiner Schreie blubbernd ausspieh…

Es nervt immer wieder, wenn Filmer mit Bluebox arbeiten lassen und nicht auf die Idee kommen, wenn sie zwei Szenen übereinanderlegen, auch an die entsprechende Tiefenschärfe zu denken. Vorder- und Hintergrund werden dann immer ganz klar dargestellt, so auch dort.
Hinzu kommen die entsprechenden Basteleien am PC, meisten fliegen die Leute in dem Streifen, hinterlassen im Sand weder Spuren noch Schatten. Das meiste wurde auch nur mit Standkameras gefilmt – voll power drauf den Redner, dann folgen abgehackte Schnitte. Fast alle Dialoge erinnern total an Billigstproduktion der niemals endenden Nachmittag-Soaps…
Bestimmte Handlungssequenzen kommen absolut infantil daher und oft geht der Ton total in die Hose.
Man kann diesem Film viele positiven Seiten abgewinnen, die hat er nämlich. Filmazubis können daraus wirklich etwas lernen – wie man einen Film nie herstellen sollte!
Heute las ich etwas sehr merkwürdiges, natürlich von „Experten“!
Die einen betiteln ihn als Amateurfilm, was er noch nicht mal ist. Legt man mitteleuropäische Maßstäbe an, würde so etwas noch nicht mal eine Schul-AG abliefern unter dem Titel: „Wir machen einen Film über das diesjährige Sommerfest.“
…Andere Reporter schätzen das Budget auf fünf Millionen Dollar...
Allein mit fünf Millionen Hong-Kong-Dollar* (1 HKD = 0.128979 U.S. Dollar) hätte man wesentlich mehr herausholen können…

Nun komme ich noch kurz zu der großen Cindy Lee Garcia.
Von diese große Darstellerin können sich Werbefuzzies auch etwas abschneiden! Hat sie es doch fertig bekommen, innerhalb weniger Tage einen weltweiten Bekanntheitsgrad zu bekommen, den Inge Meisel in ihrem ganzen Leben nie erreichte!
Wenn das nichts ist!?
Nun will die Tante ihre eigene Legende plötzlich ganz schnell wieder demontieren und versucht nun krampfhaft der ganzen Welt weiß zumachen, dass sie über keine Infos aus dem Drehbuch verfügte. Neben her wird doch am Set gesoffen, gekifft und gekokst und sich über Gott und die Welt lustig gemacht, einschließlich der Autoren und Produzenten. Zumindest hat sie nun eine perfekte Bauchlandung hingelegt, dazu braucht es noch nicht mal ein paar Gramm Blei mit einer großen V0…
Allerdings werden mit Gewissheit Medienschmierfinken ihren tragischen Scheintod für die breite Masse trotzdem ausschlachten wollen. Andere Widerlinge werden sie wegen der Quoten in Sendestationen vor Mikros, Scheinwerfer und Kameras zerren, dann heißt es aber: Obacht geben!
Dann kann es aber wirklich passieren, dass der Blumenbote an der Haustür vielleicht einen unauffälligen Strapsgürtel trägt, den er vorher mit Semtex bestückt hat…

Bin noch nicht fertig, möchte noch zu einer Dame kommen, die vom anderen Schlag daherkommt als Cindy Lee Garcia, allerdings braucht sie auch Knete, was legitim ist.
Ihr Status blies sich Monica Lewinsky recht leise zusammen, ohne überhaupt eine Instrument zum Tönen zubringen.
12 Millionen US-Dollar wollen Verlage für ihre Memoiren zahlen und nennen das Schandwerk ein „Enthüllungsbuch“. Nicht die unmusikalische Moni ist pervers, sondern große Teile UNSERER Gesellschaft, die lechzend danach giert.
Mann sollte ihr aus einem anderen Grund ein paar Millionen zustecken, ohne heutige Gegenleistung! Hatte sie doch damals schon, gemeinsam mit ihrem Scheffchen, in wenigen Wochen das erreicht, was einem Oswald Kolle in der hiesigen, total verklemmten Republik, in mehreren Jahrzehnten nicht gelang. Beide lebten der drögen Masse vor, dass Zweisamkeit unwahrscheinlich reich an Varianten sein kann, wenn man in der Kiste nicht nur eine Missionars-Karnickelnummer im Dunkeln hinlegt. Sei es nur die Erkenntnis gewesen, dass man Zigarren aus der Karibik auch anderweitig verwenden kann, sei es nur als vibrationsarmes Sexspielzeug…
Wenn ich nur die sinnlichen Lippen (Da kann Hillary wirklich nicht mithalten)
der Frau Lewinsky betrachte, kann ich mir sehr gut vorstellen, welch fun sie Billy dem alten Schwerenöter bereiten konnten, dazu ihr Küss-Mich-Es-Kommt-Blick…
…Lewinsky sei immer noch nicht über die negativen Folgen der einstigen Affäre hinweg, verriet dazu ein Nahestehender dem „Enquirer“: „Sie hat versucht, damit abzuschließen. Aber jetzt wird sie bald 40 Jahre alt und ist immer noch ohne Mann an ihrer Seite und sie ist schrecklich wütend darüber, dass die Welt einfach nur zusah, wie ihr Ruf nach der Affäre zerstört wurde.“
In dem Artikel wird ein redseliger Spanner auch noch “Nahestehender“ und „Insider“ bezeichnet. Solche Leute sollte jemand mal richtig in seine Eier latschen, aber so, dass er anschließend nur noch in der Tonlage der Callas singen kann.
Scheinbar würde dieser Schwätzer liebend gern Monica auch mal stechen oder sich einen schnattern lassen…
Weiter will ich auf jenes Gesülze nicht eingehen.
Doch noch auf eins, „…immer noch ohne Mann an ihrer Seite…“ – vielleicht sollte ML es mal mit einer sympathischen Frau probieren

Fußnote: Nach dem Moni so arg in die Bredouille geriet, schmollte Madame und wählte anschließend nicht mehr die Demokraten

Hier folgt ein Leserbrief von mir, der damals in der „BILD für Intellektuelle“ auch so abgedruckt wurde. Zu eben jener Zeit endete auch meine regelmäßige Lektüre dieses Blattes. Käuflich erstanden habe ich bis heute niemals mehr eines dieser Hamburger Boulevardschmöker, in der ganzen Zeit eventuell 10 oder 12 Artikel gelesen. An die letzten „Spiegel-Texte“ erinnere ich mich, es war vor vier Jahren, jene Lobhudelausgaben über die „68er Legenden“. Hinzu kommt die massenhafte und abartige Werbung in den Heften, von den Texten ganz zu schweigen. Manchmal spricht mich der eine oder andere noch auf gewisse Inhalte an, will aber nichts mehr mit dieser visuellen Kotzpille zu schaffen haben

Betrifft. „Titel“ Ausgabe Nr. 32, VIII 98
Da haben die Amis nach Jahren wieder mal einen lebenslustigen Präsidenten, der zwar nicht kiffen kann, aber allen Freuden des Erdendaseins zugetan ist und nun versucht ihn ein bigotter Advokat abzuschießen. Ich will es nicht glauben. Deshalb hoffe ich immer noch, dass Mr. Starr, wenn er sich nach den Untersuchungen genug Tricks von seinem obersten Boss und Monica abgelauscht hat, morgens statt in der Bibel zu lesen, einen Griff in das Döschen mit den Viagras tätigen wird.
Außerdem ließe sich dann gelegentlich, mit Mr. President bei einem Dreiblatt mit kalifornischem Gras, trefflich unter Männern, über das Syndrom parlieren, dass nach dem 30sten US Präsidenten, Herrn Coolidge benannt wurde.
Seit meiner Halbstarkenzeit vor über dreißig Jahren, sind mir nach einem Denkanstoß immer alle Leute suspekt geblieben, bei denen ich mir nicht vorstellen konnte, dass sie sich in irgendeiner Form sexuell betätigen.
Dies ist bestimmt für jeden nachvollziebar, man kann ja nach diesen Kriterien seine Vorgesetzten, oder noch besser Politiker Revue passieren lassen.

Meine Bedenken von 1964 hat Götz Widmann vor mehreren Jahren lyrisch in Papier gemeißelt und zu diesem Zweck eine entsprechende Melodie erfunden, beides zusammen klingt so: Politiker… (is nix neues!)

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